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Oscar 2012 – Die Gewinner und ein kurzer Blick auf die Show

©A.M.P.A.S.

Eine lange Oscar-Nacht findet nun auch für mich ein Ende. Es war eine durchaus unterhaltsame Verleihung, wenngleich sie schon viel Retro-Charme hatte und Billy Crystal sehr viele alte Ideen ausgegraben hat – beispielsweise das Gedankenlesen. Auch seine Eröffnungsnummer war zwar glücklicherweise wieder ein typischer „It’s a wonderful night for Oscar“-Song, aber aufgrund der neun nominierten Filme war es eher ein Absingen der Titel. Aber immerhin war der Zusammenschnitt der Filme vorher witzig – und anscheinend übernimmt jetzt George Clooney den Part von Jack Nicholson und fungiert als Lachgarant. Ansonsten gab es einige kleinere Überraschungen – und ich habe mich besonders über die Auszeichnung von Meryl Streep gefreut. Sie war – wie es auf Twitter so schön zu lesen war – insanely overdue!

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Oscar 2012 – Welche Filme sollte man gesehen haben?

Kaum zu glauben: In zehn Tagen findet die Oscarverleihung statt! Also wird es höchste Zeit für die Vorbereitungen, die ein wenig länger dauern könnten – in erster Linie heißt es also: Filme gucken. In diesem Jahr ist es beispielsweise möglich, alle Kandidaten für den besten Film vorher zu sehen. Dadurch sind dann auch gleich viele andere Kategorien abgedeckt.

Im Kino

Mit „Gefährten“ und „Extrem laut & unglaublich nah“ laufen heute die letzten zwei nominierten Filme in Deutschland an.

(c) Dreamworks

„Gefährten“ ist eine Verfilmung des Jugendbuches „Kriegsgefährten“ des britischen Autors Michael Morpurgo, das bereits erfolgreich als Theaterstück adaptiert wurde. Deshalb wurde Steven Spielbergs Verfilmung mit Spannung erwartet. Erzählt wird die Geschichte einer Freundschaft zwischen einem Pferd namens Joey und dem Jungen Albert (Jeremy Irvine). Doch im Ersten Weltkrieg wird Joey an die Armee verkauft und nach Frankreich gebracht. Albert folgt ihm auf das Schlachtfeld – und diese außergewöhnliche Freundschaft muss sich bewähren.

(c) Warner Bros.

„Extrem laut & unglaublich nah“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jonathan Safran Foer. Der Film feierte Premiere auf der Berlinale und stieß dort durchaus auf positives Echo. Selbst habe ich ihn leider noch nicht gesehen, aber ich bin schon sehr gespannt, wie dieser Roman verfilmt wurde. Außerdem ist in diesem Film auch Max von Sydow zu sehen, der überraschend als bester Nebendarsteller nominiert wurde. Zwar gilt Christopher Plummer mit „Beginners“ als Favorit (und dieser Film ist auf DVD erhältlich), aber zweifellos könnte Max von Sydow hier für eine Überraschung sorgen. Zumal schon die Nominierung des Films mit Erstaunen aufgenommen wurde.

Weiterhin im Kino laufen „The Descendants“, „The Artist“, „Hugo“ und „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“. Weiterlesen

BAFTA 2012 – „The Artist“ und „Dame, König, As, Spion“ gewinnen

(c) BAFTA

Am Sonntag hat die British Academy of Film and Television Arts die Gewinner des Orange British Academy Film Awards (BAFTA) bekanntgegeben. Eine kleine Überraschung war lediglich, dass Jean Dujardin und nicht George Clooney als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Zusammen mit dem Gewinn des SAG-Awards muss der Franzose nun auch als Oscar-Favorit angesehen werden. Auch in anderen Kategorien wurde „The Artist“ ausgezeichnet – sogar für das beste Originaldrehbuch. Ein weitere Gewinner war „Dame, König, As, Spion“, der als bester britischer Film und für das beste adaptierte Drehbuch geehrt wurde. Insbesondere diese Auszeichnung hat mich sehr gefreut, da meiner Meinung Peter Straughan und Bridget O’Connor großartige Arbeit geleistet haben. Straughan widmete den Preis seiner 2010 verstorbenen Ehefrau, die die Realisierung des Drehbuchs nicht mehr erlebt hat.

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Oscar 2012 – Die Nominierungen

©A.M.P.A.S.

Viel wurde über die Anzahl der nominierten Filme in diesem Jahr spekuliert – aber mit neun Kandidaten hat keiner gerechnet. Deshalb war es auch eine schöne Überraschung, als sich bei der Bekanntgabe der Nominierungen von Jennifer Lawrence und Academy-Präsident Tom Sherak das „Best Picture“-Logo umdrehte und mit „Extremley Loud & Incredibly Close“ den neunten nominierten Film verkündete.

Gefreut habe ich mich vor allem aber die Nominierungen von „Tinker Tailor Soldier Spy“ für das beste adaptierte Drehbuch, die beste Musik und Gary Oldman als bester Hauptdarsteller. Dass „Drive“ lediglich für Sound Mixing nominiert wird – nun ja, wenigstens Alberts Brooks hätte ich gerne unter den besten Nebendarstellern gesehen.

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Martin Scorseses Verfilmung von „Die Entdeckung des Hugo Cabret“

(c) Paramount Pictures

Der 12-jährige Hugo (Asa Butterfield) lebt nach dem Tod seines Vaters (Jude Law) in den Gemäuern eines Pariser Bahnhofs. Seine einzigen Erinnerungsstücke sind ein Notizbuch und ein kaputter Roboter. Hugo ist überzeugt, dass sich im Inneren des Automatenmenschen eine Nachricht seines Vaters verbirgt. Eines Tages begegnet er der neugierigen Isabelle (Chloe Grace Moretz), die ihm erst aus der Klemme hilft – und den Schlüssel zu einem Geheimnis bei sich trägt, dass das Leben vieler Menschen verändern wird.

Mit seiner Verfilmung von Brian Selznicks „Die Entdeckung des Hugo Cabret“ erweist Martin Scorsese dem Filmpionier Georges Méliès seine Referenz und schlägt einen Bogen von den frühen Jahren des Filmeschaffens zur Entwicklung der 3D-Technik. Dabei kreiert er mitunter zauberhafte Bilder, die aber auch nicht vollends darüber hinwegtäuschen können, dass der Geschichte bei aller technischen Perfektion ein wenig das Herz fehlt.

Der Film läuft am 2. Februar 2012 in den deutschen Kinos an.

PGA Awards – Die Nominierungen 2011

"The Ides of March" ist bei PGA Awards nominiert (c) TOBIS Film

Heute hat die Produzentenvereinigung der USA (PGA) ihre Kandidaten für die zehn besten Filme des Jahres bekanntgegeben. Diese Liste ist immer ein guter Indikator für die Oscarverleihung, wenngleich dort nach der Änderung des Abstimmungsverfahren in diesem Jahr die spannende Frage sein dürfte, wie viele Filme überhaupt nominiert werden. Ich vermute, es werden sieben oder acht Filme den Sprung schaffen – dafür brauchen sie Erstplatzierungen von fünf Prozent der Stimmberechtigten.

Bei den Nominierung für die Preise der PGA gibt es auf den ersten Blick wenig Überraschungen. „The Artist“ und „The Descendants“ sind nominiert, ebenso „The Help“ und „Hugo“. Dass es der großartige Film „Drive“ bei den Preisen in den USA schwer haben wird, war zu erwarten. Etwas irritiert bin ich hingegen über „War Horse“. Aber anscheinend funktionieren Spielberg-Filme einfach immer noch.

Hier eine Übersicht über die nominierten Filme (in alphabetischer Reihenfolge): Weiterlesen

Die Nominierungen für den Critics Choice Award

(c) BFCS

Gestern hat auch die Broadcast Film Critics Society (BFCS) die Nominierungen für die Critics Choice Awards bekanntgegeben. Annähernd 200 Filmkritiker aus den USA und Kanada sind hier Mitglied, so dass diese Preise ein erster wichtiger Wegweiser für die kommenden Golden Globes und Oscars sind. Mit jeweils elf Nominierungen untermauern „The Artist“ und „Hugo“ die letzten Erfolge bei den Kritikerpreise. Weitaus spannender finde ich, dass „Drive“ ebenfalls zehnmal nominiert wurde.

In den Schauspielkategorien werden sechs Darsteller nominiert, also einer mehr als bei den Oscars. Mittlerweile gibt es hier einige Favoriten – auf eine Nominierung: Meryl Streep wird wohl dabei sein, ebenfalls Viola Davis und Michelle Williams. Bei den Schauspielern sieht es derzeit gut aus für Bradt Pitt, Leonardo DiCaprio und George Clooney. Hier ist aber weitaus spannender, wer nicht nominiert wurde. So spielt Glenn Close bislang keine Rolle, obwohl sie für ihre Leistung in „Albert Nobbs“ von vielen schon als Favoritin gesehen wurde – und auch Gary Oldman mit „Tinker, Tailor, Soldier, Spy“ nicht. Stattdessen rücken Charlize Theron („Young Adult“) und Elizabeth Olsen („Martha Marcy May Marlene“) sowie Michael Fassbender („Shame“) und Ryan Gosling („Driver“) in den erweiterten Favoritenkreis. Erstaunlich gut schlägt sich auch weiterhin „Bridesmaids“. Die Verleihung findet am 12. Januar 2012 statt.

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National Board of Review kürt „Hugo“, George Clooney und Tilda Swinton

Logo des NBR (c) NBR

Das National Board of Review (NBR) hat gestern Abend seine diesjährigen Preisträger verkündet – und viele Filme bedacht. Zum besten Film wurde „Hugo“ von Martin Scorsese gekürt, der auch als bester Regisseur ausgewählt wurde. Drei Preise wird „The Descendants“ erhalten: Alexander Payne, Nat Faxon und Jim Rash für das beste adaptierte Drehbuch, George Clooney als bester Hauptdarsteller und Shailene Woodley als beste Nebendarstellerin. Beste Hauptdarstellerin wurde Tilda Swinton („We Need To Talk About Kevin“) und zum besten Nebendarsteller wählte die Kritikervereinigung Christopher Plummer („Beginners). Die Verleihung der Preise erfolgt am 10. Januar 2012.

Während sich „The Artist“ mit einem Platz auf der Liste der zehn besten Filme zufrieden geben muss, ist „Moneyball“ komplett leer ausgegangen. Es sieht also aus, als stünde nach dem einmütigen Küren von „The Social Network“ – und später „The King’s Speech“ – im letzten Jahr eine spannende Award Season bevor!

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