Verbrecherische Frauen (2) – „Sing mir vom Tod“ von Ivy Pochoda

Zwei Frauen gegen den Rest der Welt – nein, halt, stimmt gar nicht: Zwei Frauen gegeneinander und irgendwie auch gegen die Welt. Aber nur eine gesteht es sich ein: Diana „Dios“ Sandoval kommt aus Queens, ist ziemlich schlau, hatte deshalb ein Stipendium, aber hat dann einen Kommilitonen angegriffen. Das wollte dessen wohlhabende Mutter bestraft sehen und deshalb sitzt Dios nun im Gefängnis. Sie steht dazu, was sie getan hat, sie gefällt sich als unberechenbare gewalttätige Frau.
Anders indes Florence „Florida“ Baum. Blond, privilegiert, aus Kalifornien. Im Gefängnis, weil sie das Auto gefahren hat, mit dem ein Dealer von einem Mordschauplatz abgehauen ist. Sie ist eines dieser unschuldigen weißen armen reichen Mädchen, die aus Langeweile mit Drogen anfangen und dann in eine Sache geraten, die zu groß für sie ist. Oder nicht? Dios ist überzeugt, Florida spielt diese Rolle nur. Und mehr noch: Sie will sie dazu bringen, diese Rolle abzulegen und endlich dazu zu stehen, dass sie ebenso gewalttätig ist wie sie selbst.

Das ist der Ausgangspunkt von Ivy Pochodas sensationellem Kriminalroman „Sing mir vom Tod“, in dem das Aufeinandertreffen von Dios und Florida wie ein episches, kompromissloses Duell inszeniert ist. Die heiße, verlassene Westernstadt ist Los Angeles im Covid-Lockdown, statt Siedler findet man dort Obdachlosencamps, das finale Duell findet an der Straßenkreuzung in Koreatown statt – und im Nachhinein erzählt ein Wandgraffito davon.

Von Anfang an arbeitet Pochoda mit kultureller Überspitzung: die Gewalt ist wie im Comic bis ins Groteske gesteigert. Dios singt Narcocorridos – jene Lieder über hispanische Drogengangster und Gewalt. Gleich am Anfang in einer unvergesslichen Szene in der Gefängniscafeteria ruft sie: „Entweib mich!“ und rammt dann einer ruhigen Gefängnisinsassin eine Gabel in die Wange, nur um ihre Macht zu demonstrieren. Schockierend, brutal – und ungemein präzise: „Entweib mich“ ist ein Zitat aus Shakespeares „Macbeth“ – genauer gesagt: Lady Macbeth ruft es aus. Es verweist auf Dios‘ Begier: So wie Lady Macbeth die Macht wollte, will sie Florida ins Dunkle reißen. Damit markiert Pochoda Dios‘ Bildungsgrad – und wie Männer darauf blicken. Im Gefängnis sind es die Wärter. Sie schauen nur zu: „Sie können nicht verbergen, dass sie auf prügelnde Frauen stehen, besonders auf jemanden wie Dios, die Männer wie sie draußen keines Blickes würdigen würde, hier aber durch ihren Status gezwungen ist, die Anzüglichkeiten der Schließer über sich ergehen zu lassen.“

Dios ist eine Frau, die gewalttätig ist. Damit erzählt „Sing mir vom Tod“ von Frauen, die Gewalt ausüben. Und zwar: Gewalt. Keine Rache! Das ist wichtig. Üblicherweise wird Frauen in der Kriminalliteratur lediglich Gewalt aus Rache zugestanden. Sehr, sehr oft rächen sie sich, nachdem sie vergewaltigt wurden oder einer anderen Art sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren. Von einem Mann. Anders formuliert: Erst nach dem ein Mann einer Frau Gewalt angetan hat, hat sie die Berechtigung, mit Gewalt zu reagieren. Als sei die Tat eines Mannes die einzige Möglichkeit, warum eine Frau sich so verhält. Oder wie Pochoda es beschreibt:

„Lady Killers. Femmes Fatales. Schwarze Witwen. Thelma & Louise. Bitches mit Problemen. Lobos kann es schon hören. All die niedlichen oder sarkastischen Bezeichnungen, mit denen man die Taten verharmlosen wird. Um die Verbrechen der Täterinnen ins Lächerliche oder Unbedeutende zu ziehen, um Männern die Vorstellung zu ermöglichen, dass Frauen töten können.“

Und Dios liegt hier richtig: Anlasslose Gewalt bleibt in Literatur und Film weit überwiegend männlichen Figuren zugestanden. Für Dios‘ Gewalt aber gibt es keine Erklärung. Sicherlich könnte man Anknüpfungspunkte finden, warum sie so reagiert, wie sie reagiert: Durch ihre Intelligenz war sie eine Außenseiterin in Queens; möglicherweise spielte sie dann auf dem College wieder eine Rolle: die der sozialen Aufsteigerin. Vielleicht hatte sie die Anzüglichkeiten der Männer satt. Aber all diese möglichen Erklärungen verweisen nur darauf, dass das die Narrative sind, die wir kennen. Im Text selbst gibt es keine kausalen Begründungen, keine Psychologisierung ihres Verhaltens. Und das ist – auch in der gegenwärtigen Kriminalliteratur – ungemein radikal.

Dazu kommt, dass Ivy Pochoda es nicht bei Dios‘ Gewalt belässt. Sie zieht den Bogen weiter: Als Dios und Florida in Los Angeles ankommen, kommt eine dritte Figur hinzu: Detective Lobos – sie hat keinen Vornamen – vom LAPD. Geplagt von dieser patriarchalen Copmännerwelt, behauptet sie sich bei der Polizei. Man kennt Figuren wie sie aus Kriminalromanen, kennt die Erzählung von der Frau, die sich durchsetzt bei ihren Kollegen. In allem erscheint sie nahezu wohltuend „normal“ und vertraut in dieser von der Pandemie heimgesuchten Stadt. Und das ist eine weitere bittere Pointe: Sie wurde von ihrem Mann misshandelt, fürchtet, dass er zurückkommt und fragt sich, wie sie hat zulassen kann, dass er sie so behandelt. Die traumatisierte, misshandelte Ehefrau ist also die Vertraute, die „Normale“. Und das ist ein weiterer Verweis auf gewohnte Rezeptionsmuster: Frauen, die Gewalt erleiden, sind uns viel vertrauter als Frauen, die grundlos Gewalt ausüben.

Ivy Pochoda: Sing mir vom Tod. Aus dem amerikanischen Englisch von Stefan Lux. Suhrkamp 2025. 328 Seiten. 17 Euro.

Im ersten Teil der losen Reihe zu verbrecherischen Frauen ging es um “Die Spielerin” von Isabelle Lehn.

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Krimibestenliste Juli 2026

Bereits zwei Wochen alt ist die Krimibestenliste Juli 2026 – aber: gute Bücher werden ja bekanntlich nicht schlecht. Meine Jury-Kolleg*innen und ich dieses Mal eine wirklich sehr vielseitige Liste zusammenvotiert, auf der vom Politkrimi über Psychothriller bis zum Geheimdienstroman für viele Krimi-Geschmäcker etwas dabei ist. Und als Handlungsorte auch viele Urlaubsorte: West-Niedersachsen, Schweden, Sardinien, Mallorca, Island, Los Angeles, Westaustralien, Michigan – und, nun ja, Berlin und Duisburg. Vorige Woche habe ich bei Deutschlandfunk Kultur die Liste vorgestellt, nachhören lässt sich das unter diesem Link.

Nun aber die Liste:

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Schwedenkrimi: Über „Deine Zeit wird kommen“ von Carl-Johan Vallgren

In Schweden 2024 mit dem Schwedischen Krimipreis ausgezeichnet, in Dänemark 2026 den Palle-Rosencrantz-Preis für den besten übersetzen Kriminalroman erhalten, in Deutschland bei Suhrkamp erschienen – nicht gerade der Verlag für skandinavische Kriminalliteratur (wenngleich Vallgren nicht in der Reihe von Thomas Wörtche herausgebene wird) – und nicht zuletzt 2017 mit Mikael Persbrandt dessen Autobiographie geschrieben: „Deine Zeit wird kommen“ von Carl-Johan Vallgren hat mich wirklich neugierig gemacht – und wenigstens ein bisschen irritiert zurückgelassen.

(c) Suhrkamp

Sehr deutlich arbeitet Vallgren mit bekannten Bezugsmustern: Der Roman hat den Untertitel ‚roman om ett brott‘, Roman über ein Verbrechen. Das ist der Untertitel der stilbildenden Kriminalromane von Maj Sjöwall und Per Wahlöö. Statt Kommissar Martin Beck ermittelt hier aber Kommissar Roger Björling. Björling trauert um seine verstorbene Frau, versucht sich seiner Tochter Malin zuliebe zusammenzureißen, aber es gelingt es ihm nicht. Seine Trauer frisst ihn regelrecht auf. Handlungsort ist Stadt Falkenberg, südlich von Göteborg, ungefähr 40 Kilometer nördlich von Halmstand – und das ist bekanntlich Christoffer Carlssons Krimi-Terrain. Dort wird an einem Fluss eine weibliche Leiche gefunden. Die junge Frau wurde längere Zeit gefangen gehalten, sie ist abgemagert und wurde von einem aus einer psychiatrischen Klinik entflohenen Patienten gefunden.
Parallel dazu macht sich Björlings Tochter Marlin auf zu einer Paddeltour mit ihrem Freund, sie ist sehr verliebt in ihn, nur vor seinem älteren Bruder hat sie etwas Angst. Es passiert, was passieren muss: Marlin verschwindet, die Brüder geraten unter Verdacht, sowohl mit dem ersten Mord als auch Marlins Verschwinden etwas zu tun zu haben.
Zur Unterstützung kommt Björling von seiner Kollegin Johanna – einen Nachnamen bekommt sie nicht –, die eigentlich in der obersten Polizeibehörde in Stockholm arbeitet, aber nun bei den Ermittlungen helfen soll. Johanna kommt selbst aus der Gegend, erinnert sich nicht gerne an ihre Kindheit, ist – natürlich – etwas eigenwillig und sozial verschroben. Aber auch gemeinsam kommen sie mit den Ermittlungen nicht voran, also werden sie abgezogen – und Björling bricht körperlich zusammen und zieht sich auf einen einsamen Hof zurück. Dort wird er von der Natur und einem Hund geheilt. Diese Passagen sind die besten des Romans, die Schilderung der Trauer und Trauerarbeit sind eindrücklich. Vallgren versteht es, Schmerz zu beschreiben – und hierin steckt eine leise existentielle Note, die sich wohltuend von den oftmals wuchtigen Beschreibungen von Verlust unterscheidet. Allerdings habe ich mich die ganze Zeit gefragt: Warum hört er auf, seine Tochter zu suchen? Ja, er bricht zusammen. Aber er – und der Roman widmet sich dann erst einmal ausführlich seiner Heilung, während er irgendwie verdrängt, was mit seiner Tochter ist. Und als es ihm wieder besser geht, fängt er wieder an, sie zu suchen.

Dazu kommt: Diese, nun ja, Unterbrechung ist die einzige Abweichung vom schwedischen Standardkrimirepertoire. Ich nenne nur einige Stichworte: einsamer Bauernhof, streng religiöse Familie, zwei Brüderpaare, Folterverliese, ausgestopfte Tiere. Carl Johan Vallgren reiht diese Elemente nüchtern, ja, fast schon emotionslos aneinander. Anfang steht genau das in einem interessanten Gegensatz zu der hohen Emotionalität, mit der Björlings Trauer geschildert wird. Hier wird deutlich, wie viel Routine in den Ermittlungen steckt. Aber in dem Moment, in dem seine Tochter verschwindet, wird es doch sehr persönlich. Ich habe mich mehrmals gefragt, ob der Roman intendiert ist als eine Art Meta-Kriminalroman über Trauer – wie es Louise Hegarty mit „Fair Play“ mit den Mustern des englischen Rätselkrimis geschrieben hat. Oder ob Vallgren gar genau dieses Schematische aufzeigen will, damit es endlich seinen vollverdienten Erzählungstod sterben kann. Aber dafür ist der Widerspruch im Verhalten des Kommissars zu groß, auch gibt es weder narrativ noch sprachlich weitere Anhaltspunkte dafür. Es gibt auch keine Komik, keine Groteske, die einzige Überspitzung ist die Aneinanderreihung dieser Motive. Möglicherweise ist es naheliegender: Krimis verkaufen sich in der Regel besser als Romane über Trauer. Wegen dieser Widersprüche ist „Deine Zeit wird kommen“ ein interessantes Buch, über das ich eine Weile nachgedacht habe.

Carl-Johan Vallgren: Deine Zeit wird kommen. Aus dem Schwedischen von Hanna Granz. Suhrkamp 2026. 352 Seiten. 18 Euro.

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Linksammlung 03/2026

Es ist heiß. Sehr heiß. Frau Novemberregen hasst den Sommer ungefähr wie ich (glaube ich) – versucht aber, Dinge zu finden, die sie am Sommer mag. Da dachte ich, das mache ich auch: Freibad. Kirschen. Johannisbeeren. Gurken. Tomaten. Nun weiß ich nicht, wie wichtig Wärme für den Obst- und Gemüseanbau ist, aber ins Freibad gehe ich auch bei 18 Grad.

Apropos Hitze: Bisher habe ich den Taupunkt bei Wetter-Apps recht beiläufig zur Kenntnis genommen, aber das hat sich nun geändert: Ich checke ihn akribisch. Mehrfach am Tag, Denn wie ich lernte ist der Taupunkt “subjektiv ein Anhaltspunkt dafür als wie drückend Wetter empfunden wird”.

Eigentlich hält mich nur noch die Erinnerung an meine Knicks-Euphorie noch aufrecht – ich glaube, das waren die schönsten zwei Sportmonate meines Lebens. Sehenswert – auch für Nicht-Sportfans – ist Zohran Mamdanis beeindruckende Rede beim Abschluss der Parade.

Der Verbrecher-Verlag feiert 30-jährigen Jubiläum – und besuchte eine Mainzer Buchhandlung. Glasperlenspiel13 war dort und erzählt, wie es war (und macht wirklich Lust auf die vorgestellten Bücher).

Bei Tralalit gibt es ein Interview mit Theresa Kohlbeck Jakobsen, die aus dem Farörischen übersetzt und zu faröischer Literatur promoviert – mit tollen Einblicken in die Sprache und Literaturlandschaft dieser Inseln.

Adrienna Matzeg hat Kyoto, Tokyo und Seoul 2025 besucht und hat anschließend ihre Eindrücke gestickt(!). Die Ergebnisse sind beeindruckend – dieser Photobooth! Diese Details!

Weiterhin laufen beim finnischen WWF einige Livestreams – es gibt Fischadlerküken (sääksi), Igel (siili) und Eulen (lapinpöllö) zu sehen …

Das Arolsen Archives will gemeinsam ein digitales Denkmal bauen: Mit der Hilfe von Freiwilligen sollen die Namen und Daten von NS-Verfolgten digital erfasst werden. Es ist einfach mitzumachen – und sehr wichtig!

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Knicks in Five

Seit Anfang der 1990er Jahre bin ich Fan der New York Knicks. Wie es dazu kam? Ich las irgendwann im Zusammenhang mit Jack Nicholsons Lakers-Fansein, dass der legendäre Lakers-Coach Pat Riley zu den Knicks gewechselt ist, schaute auf irgendeinem Privatsender ein Spiel der Knicks, sah Patrick Ewing spielen und zack! war es um mich geschehen. Die wenigen Basketballinteressierten in meinem Umfeld waren Bulls-Fans, ich blieb bei den Knicks. Als ich mitbekam, dass man beim Volleyball Nummern wählen kann, nahm ich natürlich die 33. Dass sämtlichen Gegnerinnen irritiert-belustigt waren, war mir herzlich egal. Als ich Verwandtschaft in Boston besuchte, kaufte ich mir zwei Knicks-Shirts und ein Knicks-Caps. In Boston! Dass die Knicks seit 1973 keine Meisterschaft mehr gewonnen hatten, hat mich nicht gekümmert. Meine Lieblingsfußballmannschaft ist Hannover 96, es ist nicht so, dass ich erfolgsverwöhnt bin.

Solange Spiele bei – ich glaube – Tele5 gezeigt wurden, habe ich sie aufgenommen, um sie später zu gucken. Irgendwann wurde ich älter, hatte andere stärkere Interessen, war weniger dabei. Bis zur Covid-Saison, als mein Mann und ich voll in den Bubble-Playoffs aufgegangen sind. Seither haben wir ein NBA-Abo für die ganze Saison – und seither spielen die Knicks immer besser. Voriges Jahr standen sie im Conference-Finale und verloren schmerzhaft gegen die Pacers. Dieses Jahr haben sie eine Postseason hingelegt, die ich nie, nie, niemals vergessen werde. Sie haben gegen die Atlanta Hawks mit dem größten Abstand gewonnen, den es jemals in den Playoffs der NBA gab (51 Punkte). Sie haben die 76ers in vier Spielen gecrasht. Im ersten Spiel gegen die Cavs haben sie ein 22 Punkte Rückstand aufgeholt, um das Spiel in Overtime (und die gesamte Serie mit 4:0) zu gewinnen. In den NBA-Finals spielten sie gegen die Spurs, die gerade den Titelverteidiger OKC rausgeworfen hatten. Nachdem sie das dritte Spiel verloren haben, lagen sie im vierten Spiel zwischenzeitlich mit 29 Punkten hinten. Aber sie holten auf, Punkt für Punkt. Zu Beginn des vierten Viertels waren sie noch mit 15 Punkten hinten. 1 Minute und 22 Sekunden vor Schluss führten sie erstmals, die Spurs zogen gleich. Bis zu einem Tip von OG Anunoby, der in die Knicks-Geschichte eingehen wird. Am Ende gewannen die Knicks mit einem Punkt Vorsprung. (Ein weiterer NBA-Rekord, diese Aufholjagd.) Vorige Nacht nun das fünfte Spiel, quälend, schwierig. Die Spurs verteidigten hart, sie trafen gut, bei den Knicks lief nicht viel. Aber im vierten Viertel passierte, was zuvor bei jedem Spiel der Finals passiert ist: Die Knicks lagen hinten und holten auf. Am Ende haben sie nach 53 Jahre wieder den Titel geholt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das erleben würde.

In der US-Presse ist viel über dieses Team geschrieben wurde. Vor den Playoffs gab es einige, die sagten, die Knicks werden die große Enttäuschung sein: Ihre letzten regulären Spiele waren nicht gut gelaufen, die Gegner in den ersten Runden waren hingegen gut drauf, sowieso sind die Teams der Western Conference stärker. Doch die Knicks waren nicht zu bremsen. In der Stadt ist eine Rieseneuphorie ausgebrochen. Bei dem gestrigen Spiel in San Antonio hatten nach Berichten Knicks-Fans fast die Hälfte der Tickets gekauft. Auch weil es billiger ist, ein Flug, Hotelzimmer und Ticket in San Antonio zu zahlen, als ein Ticket des Madison Square Garden.

Die Knicks sind ein Team voller Spieler, die oft unterschätzt wurden. Brunson gilt als zu klein, zu langsam. Towns konnte viele Erwartungen nicht erfüllen. Die ganz großen Stars spielen bei anderen Mannschaften. Aber das ist alles egal. Denn die Knicks haben niemals aufgegeben. Ich hoffe nun auf einen Dokumentarfilm von Knicks-Superfan Spike Lee.

Und noch ein Shoutout an die Menschen in meinem Umfeld, die sich nicht die Bohne für Basketball interessieren, aber meine Euphorie inklusive begeisterter Monologe über Spielzüge und sehr vieler Basketball-Messages in den vergangenen Wochen geduldig mitgetragen haben!

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Fotografie – Fotokurs, Fontana und abstrakt

Fragt mich jemand, was ich fotografiere, antworte ich meistens: abstrakt, Landschaft und Architektur. Einer meiner Lieblingsfotografen ist daher Franco Fontana, aus dessen Fotografien in meinem Fotokurs das Gestaltungsmittel Fläche und Linien abgeleitet wurde. Einen Einblick in seine Arbeiten gibt es hier im Guardian.

Franco Fontana hat in der Toskana fotografiert – ich hingegen habe beide Aufnahmen in Niedersachsen gemacht.

Felder in verschiedenen Grüntönen, am oberen Rand dunkler Wald Grüne Fehlder, in der Mitte braune Erde mit grünen Setzlingen Ganz habe ich das Flächenhafte noch nicht so hinbekommen, wie ich es gerne hätte – teilweise fehlte mir schlicht die Höhe bei der Aufnahme. Aber daran werde ich noch weiter herumprobieren.

Eine weitere Gestaltungsübung im Kurs habe ich zu abstrakt gemacht – und da merke ich jedes Mal, wie viel Spaß ich an diesen Fotos habe.

schwarzweiß, verschwommen, verspiegelt - bei genauem Blick Blätter zu erkennen Schwarzweiß, runde Fläche mit Schatten Ein Bogen mit Stacheln zieht sich durch das Bild, schwarzweiß Aquarellartiger Farbverlauf, oben blau mit schwarz, nach unten hin grauer

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