Krimibestenliste Mai 2026

Vorige Woche war Feiertag, die Älteren erinnern sich … deshalb erscheint die Krimibestenliste Mai erst heute. Besonders freue ich mich, dass mit Ping Lu und Leye Adenle eine Autorin aus Taiwan und ein Autor aus Nigeria neu auf der Liste stehen. Denn: Kriminalliteratur ist hierzulande der USA dominiert, da haben es Titel aus anderen Ländern und Regionen oft schwer, überhaupt die Aufmerksamkeit von Verlagen zu bekommen. Daher ist es auch wenig erstaunlich, dass diese beiden Büchern bei kleinen unabhängigen Verlagen erschienen sind: Interkontinental – spezialisiert aus Literatur von afrikanischen Kontinent und der afrikanischen Diaspora – und Drachenhaus Verlaug, die sich auf Bücher aus China und Taiwan spezialisiert haben, darunter Krimis, SciFi, Fantasy, Kinder- und Jugendbücher usw.

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Linksammlung 02/2026

April und Mai sind für mich Monate voller Live-Ereignisse: Die NBA-Playoffs gehen los, Fußballturniere und Bundesliga sind in der entscheidenden Phase – und in Schweden startet der Live-Stream zur Elch-Wanderung. 450 Stunden lang schaut man auf schwedische Landschaft und hofft, ein Elch zu sehen. In Schweden ist das ein sehr großer Erfolg. Nun berichtet der Guardian darüber. Für Adrenalinjunkies wie mich geht es dann auch bald mit dem finnischeb Live-Stream zu den Ringelrobben weiter!

Die tollen Seiten des Internets: Durch eine im Bus mitangehörte und verbloggte Unterhaltung habe ich erfahren, dass eine Doku über Otto Addo entsteht – einem meiner Alltime-Lieblingsspieler von Hannover 96, die ja gerade um den Aufstieg in die erste Liga spielen. (Bevor ihr fragt: Die anderen sind Robert Enke, Altin Lala, Gerald Asamoah und Jiří Štajner.)

Noch mehr tolle Zufälle: Am 15. April unterhielt ich mich mit einer Kollegin über den Einsatz von KI – und prompt schrieb einen Tag später Maximilian Buddenbohm über ein Praxisbeispiel. (Insbesondere „zehn Berufsanfängerinnen auf Speed“ sind eine schöne Beschreibung)

Mit der supererfolgreichen Autorin Freida McFadden habe ich mich voriges Jahr sehr beschäftigt (im Radio und beim Krimi-Talk), nun hat sie von ihrem Pseudonym die Nase voll und ihre Identität enthüllt.

Bei Petapixel gibt es Fotos, die Stanley Kubrick in den 1940er Jahren in der New Yorker U-Bahn gemacht hat.

“Letty Lynton” ist einer jeder geheimnisumwobenen Filme, aus denen Hollywood-Geschichten gemacht sind. Nach 90 Jahren nun wird er doch zu sehen sein.

Jim Jarmuch hält “Point Blank” für den besten L.A.Crime-Film aller Zeiten.

Zum Jahreswechsel gab es in Berlin eine Serienkiller-Ausstellung – ja: Eine Ausstellung zu Serienkillern voller Devotionalien und andere Produkte. In New York geht es nun weiter: Serial Killer: The Experience – vom Guardian war jemand dort.

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Einige Gedanken zu „Lebwohl, mein Liebling“ von Raymond Chandler

Über Chandler wird viel geredet. Aber ich vermute, er wird weniger gelesen. Sonst würde anders über ihn geredet werden. Viele Autor*innen nennen ihn als Vorbild: Er hat hart gearbeitet, um vom Schreiben leben zu können, und mit seinen Büchern einen eigenen Sound kreiert. Einen Sound, der mittlerweile so verbreitet ist, dass ich beim Lesen von „Lebwohl, mein Liebling“ einige Male dachte, das klingt so nach Chandler – und mich regelrecht daran erinnern musste, dass ich ihn ja auch gerade lese. Bei Passagen wie:

„Ich brauchte einen Drink. Ich brauchte eine hohe Lebensversicherung, ich brauchte Urlaub, ich brauchte ein Zuhause auf dem Land. Was ich hatte, waren eine Jacke, ein Hut und eine Pistole. Ich nahm sie und verließ das Zimmer.“

Wegen solcher Passagen liest man Chandler, ihretwegen kann man ihn auch heute noch lesen. Er verkörpert das Bonmot, dass Noir keinen Plot, sondern nur Stimmung brauche. Denn der Plot ist hier – wie allzu oft bei Chandler – zusammengeschustert und unstimmig. (Nebenbei: Oftmals liest man, der Plot sei komplex. Nein. Komplex bedeutet nicht inkonsistent.)

„Lebwohl, mein Liebling“ beginnt nun damit, dass Privatdetektiv Philipp Marlowe zufällig einen sehr großen Mann namens Moose Malloy begegnet. Moose sucht die rothaarige Nachtclubsängerin Velma Valento. Vor acht Jahren hat er sie das letzte Mal gesehen. Sie ist seine große Liebe, er muss sie wiedersehen. Marlowe wird beauftragt, Velma zu finden. Dabei kommt es allerdings zu tödlichen Verwicklungen. Weiterlesen

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Ross Thomas verfilmen – Über die Serie „Briarpatch“

Hätte man mich gefragt, welcher Roman von Ross Thomas am besten für eine Serien-Adaption geeignet wäre, hätte ich „Dornbusch“ gesagt: Es ist einer seiner wenigen Romane, die mit einem Mord anfangen und in denen die Nachforschungen zu diesem Todesfall als roter Faden fungieren könnten. Deshalb war ich sehr gespannt, als ich entdeckte, dass es eine Serienadaption gibt. „Briarpatch“ ist von Andy Greenwald – und das Ergebnis guckt sich wie eine Guy-Ritchie-Version von „Twin Peaks“ mit einem Hauch Coens. Kurzum: Sie ist grandios gescheitert – aber auf unterhaltsame und interessante Weise. (Im Folgenden gibt es jede Menge Spoiler!)

Starker Anfang

Kurz zum Roman: Benjamin „Pickle“ Dill, Ermittler für einen Senats-Unterausschuss, erfährt, dass seine Schwester Felicity ermordet wurde und reist in seine Heimatstadt zurück. Er will herausfinden, was passiert ist. Außerdem soll er vor Ort noch die Aussage seines Kindheitsfreundes Jake Spivey aufnehmen, der möglicherweise belastbares Material gegen seinen Ex-Komplizen Clyde Brattle hat, durch den er mit Waffengeschäften reich geworden ist. Und natürlich mündet alles in eine aberwitzige Geschichte voller Korruption auf allen Ebenen.

Der Anfang des Romans ist großartig – und die Serie steigt mit demselben Knall (pardon!) ein: Felicity Dill (Michele Weaver) klopft morgens bei ihren Untermietern an der Tür, um sie daran zu erinnern, dass sie noch Miete bekommt. Sie steigt in ihr Auto – und es fliegt in die Luft. Auftritt: Allegra „Pickle“ Dill (Rosaria Dawson). Sie ist wie Buch-Dill Ermittlerin in einem Senatsausschuss, hasst ihre Heimatstadt, fühlt sich schuldig am Tod ihrer Schwester, will herausfinden, was passiert ist und bekommt später den Auftrag, eine Aussage ihres Kindheitsfreundes Jake Spivey aufzunehmen.

Aus Benjamin wird Allegra
Die erste große Veränderung gegenüber dem Buch ist, dass aus dem weißen Benjamin die Latina Allegra geworden ist. Das ist angesichts des Handlungsortes vielversprechend: Bei Ross Thomas wird die Heimatstadt Dills nicht benannt, vermutlich ist es Oklahoma, Ross Thomas‘ eigene Heimatstadt. Andy Greenwald verlagert den Handlungsort der Serie in die fiktive Stadt San Bonifacio, die klar im Westen Texas an der Grenze zu Mexiko liegt. Erstaunlicherweise gibt es in San Bonifacio – abgesehen von einem sehr alten, sehr mächtigen weißen Mann – kaum jemand mit rassistischen Vorurteilen, auch nicht gegenüber dem Schwarzen Rechtsanwalt A.D. Singe (Edi Gathegi), Dills späterer love interest, der im Roman eine weiße Rechtsanwältin ist. Natürlich muss man Rassismus nicht zum Thema machen, nur weil die Serie in Texas spielt und die Hauptfigur Latina ist – aber beispielsweise Attica Locke zeigt ja, wie viel Potential darin stecken, eine nicht-weiße Hauptfigur in diesem Umfeld zu haben.

In „Briarpatch“ nun hat mehr Folgen, dass Dill eine Frau ist: Offenbar ist es im US-amerikanischen Serienkosmos kaum vorstellbar, dass eine Frau für einen Mann arbeitet, ohne Sex mit ihm zu haben, also hat sie eine Affäre mit dem Senator. Und auch in ihr Verhältnis zu ihrem Kindheitsfreund Jake Spivey (Jay R. Ferguson) schleicht sich eine amouröse Note ein. Dazu bekommt Allegra Dill noch ein Kindheitstrauma zugeschrieben – auch das ein ermüdend häufig wiederkehrender Serien-Plot-„Einfall“. Aber offenbar ist es unverständlich, dass eine Frau ihre Heimatstadt verlässt, weil sie dort nicht atmen kann und einen Job annimmt, in dem sie austeilen muss, ohne dass sie traumatisiert ist. Komischerweise konnte Benjamin Dill das in dem Roman.
Aber ich vermute, das hat nicht nur etwas mit der Umbesetzung zu tun: Rezipient*innen sind oft bereit, Figuren in Büchern mehr zu „verzeihen“ als in Serien oder Filmen. Das ist auch ein erster Hinweis darauf, warum Ross Thomas‘ Romane schwierig zu verfilmen sind: Seine Figuren sind oftmals ambivalent. Wir mögen bspw. Artie Wu und Quincy Durant, obwohl und weil sie Betrüger sind. Für eine Serie oder einen Film braucht man dafür sehr gute Schauspieler*innen. Rosaria Dawson ist eine sehr gute Schauspielerin, sie spielt hier auch sehr gut. Dennoch erklärt das Drehbuch zu viel – und mehr noch: Das Kindheitstrauma könnte erklären, warum die clevere, erfahrene und raffinierte Allegra zu viele Anfängerfehler macht und zu schnelle Entscheidungen trifft. Dann wäre das Trauma aber allenfalls ein zu schlichter Versuch, Plotschwächen und Unplausibilitäten ausgleichen.

Überzeichnete Figuren
Immerhin werden Allegra wenige Ambivalenzen zugestanden, die anderen Figuren bleiben überwiegend überzeichnet – ich neige zu: gewollt überzeichnet. Dennoch funktioniert es nicht. Ein Beispiel: Eine zentrale Figur ist der Liebhaber der Toten, Captain Gene Colder (Brian Geraghty), der in dieser Serie überwiegend ein eindimensional-läppischer Schemen bleibt. Zu keinem Zeitpunkt ist auch nur ansatzweise nachvollziehbar, warum Felicity eine Affäre mit ihm haben sollte. Anders als im Roman wurde sie nicht auf ihn angesetzt: Erst gab es den One-Night-Stand und das schlechte Gewissen, mit einem verheirateten Mann geschlafen zu haben, dann den Auftrag, ihn auszuspionieren. Dahinter mag eine verdrehte Moral stecken, aber fraglich bleibt, warum es überhaupt zu diesem One-Night-Stand kam – und warum irgendjemand glauben sollte, Colder sei zu irgendetwas fähig.

Ein zweites Beispiel: der Oberschurke Clyde Brattle (Alan Cummings). Gegen ihn soll Jake Spivey aussagen, hinter ihm sind sämtliche Geheim- und Polizeidienste der USA, wenn nicht sogar der ganzen Welt her. Angeblich ist er extrem gefährlich und durchtrieben. In der Serie wird er nun von Alan Cummings in vorhersehbarer Weise als sadistischer Verrückter gespielt und ist grotesk-lachhaft. Um seinen Wahnsinn zu unterstreichen, reichen die wörtlichen Berichte von Kriegsschweinereien und brutalen Morden in Syrien und Mexiko nicht aus, sondern Brattle muss auch noch eine Fabrik anzünden, in der illegale Migranten untergekommen sind. Damit nun auch jeder mitbekommt, wie böse er ist. Das ist zu plump

Diese Figurenüberzeichnung ist Teil der comichaften Inszenierung, bei der aber nur selten Originalität durchschimmert. Diese Momente sind rar: Als Allegra in ihrer Heimatstadt ankommt, sind gerade die Tiere des örtlichen Zoos entlaufen. Das sorgt anfangs für allerhand absurde Bilder und Dialoge, am Ende aber schafft es zwei tolle Momente. Doch insgesamt findet die Serie niemals ihren Tonfall. Offensichtlich ist „Twin Peaks“ eine Inspirationsquelle. Doch zum Beispiel die gesteigerte Soap-Opera-Nostalgie funktioniert in „Twin Peaks“ nur im Zusammenspiel mit dem Wahnsinn und den Abgründen. Man braucht eine surreale Grundierung, eine groteske Überzeichnung, nicht bloß Überzeichnung.

Mehr! Mehr! Mehr!
Doch „Briarpatch“ setzt vor allem auf Mehr: Mit einem Mordfall, Korruption und Ermittlungen gegen Kriegsverbrecher gibt es eigentlich schon genug Plot, aber es kommt noch etwas hinzu: Plötzlich geht es um illegale Migration, Drogenhandel, Drohnenangriffe sowie – Ross-Thomas-Fans aufgepasst! – den Versuch, eine Stadt zu übernehmen. Letzteres nur ein weiterer Hinweis darauf, dass Greenwald Ross Thomas kennt. Es gibt so einige Anspielungen auf andere Romane, Durango wird genannt, eine Produktionsfirma heißt Voodoo Ltd. Tatsächlich könnte der Serienplot durch die Änderungen auch als Art Vorgeschichte zu „The Fourth Durango“ funktionieren – und weil ich gelesen hatte, dass die Serie als Anthologie geplant war, hatte ich ein bisschen darauf gehofft. Denn auch aus „The Fourth Durango“ ließe sich eine gute Serie machen. Stattdessen: Guter Ansatz, plump umgesetzt. Zwar ist Sheriff Eve Raytek (Kim Dickens) lange vielversprechend als kontrollierte Drahtzieherin im Hintergrund. Aber auch ihr widerfährt das „Serien-Treatment“: Eine knallharte Frau, die Männern widersteht und sich mit Waffen auskennt, „muss“ natürlich eine lesbische Affäre haben. Und ihre anfangs durchaus hehren Ansichten kippen grundlos bedenklich schnell und konsequent .In „Briarpatch“ gibt es wirklich so einige Beispiele dafür, dass allein das Bewusstsein, dass man mehr Frauenfiguren braucht, nicht ausreicht.

Ross Thomas verfilmen
Vermutlich hätte ich die Serie nach der ersten Folge nicht weitergeguckt, wenn sie keine Ross-Thomas-Adaption gewesen ist. Aber nach der dritten Folge hatte ich mich an den Stil gewöhnt – und zwischendurch auch einigen Spaß. Denn es gibt auch gelungene Ideen: Beispielsweise berichtet Dill im Roman ständig, wie heiß es ist. Im Film ist nun eine riesige Reklame-Tafel zu sehen, auf der die Temperatur angezeigt wird. Auch ist die verzweifelte Noch-Ehefrau von Colder (gespielt von Christine Woods) ist hinreißend betrunken-tragisch.

Doch insgesamt merkt man, dass es nicht zwangsläufig gut ist, wenn man ein „Fan“ des Autors ist: So manches Mal dachte ich, dass es diese Szene nur gibt, weil es im Roman ein großartiger Moment ist. Offensichtlich ist es am Schluss: Im Roman entscheidet sich Jake Spivey inmitten eines aberwitzigen Showdowns aus einem kurzen Moment der Größe heraus für die Freundschaft mit Dill. In der Serie ist dieser Moment aus dem Showdown herausgelöst, Spivey ist mittlerweile ein armseliger Typ, der sein Herz für Allegra entdeckt hat. Dennoch soll es dieses Zusammentreffen geben, diesen Moment – und es ist eine herbeigeschriebene sentimentale, keine entwickelte Situation (Kindheitstrauma!). Das ist schade, denn eigentlich hatte die Serie schon ein gutes Ende: Allegera hat erkannt, dass es für sie nur einen Weg gibt, sie will sich aus dem System zurückziehen.

Ross Thomas ist einer jener Autoren, bei dem man allzu leicht glauben könnte, er wäre einfach zu verfilmen. Aber nicht nur seine Figuren sind herausfordern, auch Dialoge, die beim Lesen witzig sind, hören sich in einem Film oder einer Serie oftmals an als seien sie geschrieben. Vor allem verlangen seine Bücher, dass man sich auf den Trip einlässt. Dafür gibt es im visuellen Erzählen größere Hürden. „Twin Peaks“ ist dafür per se keine schlechte Inspirationsquelle, auch auf David Lynch muss man sich einlassen. Aber weder Thomas noch Lynch (oder die Coens) können kopiert werden. Diese Serienadaption will zu viel: Zu viele Handlungsstränge, so dass letztlich keiner überzeugt; zu viele visuelle Ideen, so dass es aus dem Stil-Mix niemals ein eigener Stil wird. Mit mehr Konzentration, Mut, Selbständigkeit, Originalität und weniger Folgen hätte „Briarpatch“ aber etwas werden können.

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Krimi-Talk in Schöneberg

Am Mittwoch, den 15. April 2026 ist wieder Krimi-Talk in Berlin-Schöneberg: Alle paar Monate sprechen Thomas Wörtche und ich mit einem Gast über drei Kriminalromane – dieses Mal wird Matthias Wittekindt dabei sein. Natürlich ist auch Robert Rescue wie gewohnt dabei.

Ihr seid herzlich eingeladen vorbeizukommen, bringt gerne interessiert Menschen mit. Wir freuen uns auf alle.

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Krimibestenliste April 2026

Morgen ist Karfreitag, also kommt die Krimibestenliste April schon heute. Es gibt fünf neue Titel, außerdem sind zwei Titel aus dem Vormonat auf die vorderen Plätze gestiegen. Heute Vormittag habe ich außerdem den höchsten Neueinstieg – Ken Jaworowskis “What about the bodies” – bei DLF Kultur vorgestellt. Dort wird diesen Monat auch noch meine Krimi-Kolumne zu Michael Idovs  “Das Riga-Komplott” laufen. Aber genug der Eigenwerbung, hier die Liste:

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Linksammlung 01/2026

Der einzige forensische Pathologe Islands hat viel zu tun: Die vielen isländischen Krimi-Autor*innen haben nämlich viele Fragen an ihn. Deshalb gibt er nun eine Kurs.

Es gibt eine ganze Seite zu George Simenon – und zwar als privates Projekt. Und ich dachte, ich beschäftige mich gerade ausführlich mit Ross Thomas

Am Donnerstag bespreche ich bei Deutschlandfunk Kultur das Buch “Ich, die ich Männer nicht kannte” – eine Dystopie der belgischen Autorin Jacqueline Harpman, die erstmals 1995 erschienen ist. Wiederentdeckt wurde sie nun dank BookTok. Und tatsächlich gibt es dort mehr als Romantasy – und das sorgt gerade dafür, dass insbesondere im englischsprachigen Raum, in dem es übersetzte Literatur immer schwer hatte, viele Übersetzungen entdeckt werden.

Dank des Podcasts „Auf Weltempfang“ und meinem Finnischlernen weiß ich zwei Dinge: Ich liebe Grammatik. Und verschiedene Sprachen ermöglichen verschiedene Blicke auf die Welt. Das kann man nur verstehen, wenn man versucht, eine andere Sprache zu lernen

Es gibt eine Seite mit lauter Public-Domain-Filmen (und sie sieht ein bisschen aus wie Netflix …)

Und es gibt eine Seite, auf der Sounds aus den verschiedenen Nachbarschaften in New York City gesammelt werden: City of Sound

Für ein Kino in Brooklyn hat Steven Soderbergh eine Reihe mit den Filmen organisiert, die ihn stark beeinflusst haben. Im Interview bei Letterboxd erzählt er davon. Nun kann ich also meine eigene kleine Reihe organisieren. Apropos Reihe: Im Yorck-Kino in Berlin wird jeden zweiten Donnerstag ein Film noir gezeigt. Vorige Woche wollte ich kurz entschlossen “Double Indemnity” gucken. War leider schon ausverkauft.

Ich interessiere mich sehr für Fotografie, allerdings konnte ich mit Portraits lange Zeit nur wenig anfangen. Dann hat eine Ausstellung von Zanele Muholi im Gropius-Bau das verändert. Nun hat sie den Hasselblad Award bekommen und in diesem Artikel sind auch einige Fotos von ihr zu sehen.

Mein zweitliebstes Hobby ist Schwimmen. Andrea Gerk hat ein Essay übers Schwimmen und Schreiben geschrieben, das man sich hier anhören kann.

Noch zwei traurige Nachrichten: Daniel Woodrell und James Sallis sind gestorben.

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