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Oscar 2012 – Die Gewinner und ein kurzer Blick auf die Show

©A.M.P.A.S.

Eine lange Oscar-Nacht findet nun auch für mich ein Ende. Es war eine durchaus unterhaltsame Verleihung, wenngleich sie schon viel Retro-Charme hatte und Billy Crystal sehr viele alte Ideen ausgegraben hat – beispielsweise das Gedankenlesen. Auch seine Eröffnungsnummer war zwar glücklicherweise wieder ein typischer „It’s a wonderful night for Oscar“-Song, aber aufgrund der neun nominierten Filme war es eher ein Absingen der Titel. Aber immerhin war der Zusammenschnitt der Filme vorher witzig – und anscheinend übernimmt jetzt George Clooney den Part von Jack Nicholson und fungiert als Lachgarant. Ansonsten gab es einige kleinere Überraschungen – und ich habe mich besonders über die Auszeichnung von Meryl Streep gefreut. Sie war – wie es auf Twitter so schön zu lesen war – insanely overdue!

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Oscar 2012 – Wer wird gewinnen?

(c) A.M.P.A.S.

Sonntagnacht werden zum 84. Mal die Academy Awards verliehen. Deshalb wird es so langsam Zeit, die finalen Tipps für die Gewinner abzugeben. In diesem Jahr befinde ich mich in der etwas langweiligen, aber auf den zweiten Blick auch angenehmen Situation, dass ich mich mit sehr vielen Preisträgern anfreunden kann. Denn wie es Guy Lodge in seinem sehr lesenswerten Beitrag auf den Punkt gebracht hat: Dass ein schwarzweißer Stummfilm aus Frankreich sehr wahrscheinlich mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet wird, ist großartig. Favorit hin oder her, Harvey Weinstein und die Liebenswürdigkeit von „The Artist“ mal ganz außer acht gelassen: Es wäre das erste Mal, dass ein Film diesen Oscar erhält, der nicht in den USA oder Großbritannien produziert wurde. Außerdem ist es ein leiser, kleiner Film, der reüssiert – und das ist toll. Also werde ich nicht müde zu wiederholen: Es sind die Oscars, dort geht es nicht um die beste Leistung, sondern um eine Leistung, die einer Mehrheit gefällt. Deshalb verwundert es nicht, dass viele kleinere Produktionen oder kontroverse Filme nicht beachtet wurden. Also freue ich mich jetzt einfach auf Billy Crystal und eine wunderbare Oscar-Nacht. Stilecht auf dem heimischen Sofa!

Und nun zu meinen Tipps, die wie bereits im letzten Jahr als in wird – könnte – sollte gewinnen aufgeschlüsselt sind, sofern es mir bei den Kategorien möglich war. Zur Auswahl standen nur Nominierte. Weiterlesen

Oscar 2012 – Welche Filme sollte man gesehen haben?

Kaum zu glauben: In zehn Tagen findet die Oscarverleihung statt! Also wird es höchste Zeit für die Vorbereitungen, die ein wenig länger dauern könnten – in erster Linie heißt es also: Filme gucken. In diesem Jahr ist es beispielsweise möglich, alle Kandidaten für den besten Film vorher zu sehen. Dadurch sind dann auch gleich viele andere Kategorien abgedeckt.

Im Kino

Mit „Gefährten“ und „Extrem laut & unglaublich nah“ laufen heute die letzten zwei nominierten Filme in Deutschland an.

(c) Dreamworks

„Gefährten“ ist eine Verfilmung des Jugendbuches „Kriegsgefährten“ des britischen Autors Michael Morpurgo, das bereits erfolgreich als Theaterstück adaptiert wurde. Deshalb wurde Steven Spielbergs Verfilmung mit Spannung erwartet. Erzählt wird die Geschichte einer Freundschaft zwischen einem Pferd namens Joey und dem Jungen Albert (Jeremy Irvine). Doch im Ersten Weltkrieg wird Joey an die Armee verkauft und nach Frankreich gebracht. Albert folgt ihm auf das Schlachtfeld – und diese außergewöhnliche Freundschaft muss sich bewähren.

(c) Warner Bros.

„Extrem laut & unglaublich nah“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jonathan Safran Foer. Der Film feierte Premiere auf der Berlinale und stieß dort durchaus auf positives Echo. Selbst habe ich ihn leider noch nicht gesehen, aber ich bin schon sehr gespannt, wie dieser Roman verfilmt wurde. Außerdem ist in diesem Film auch Max von Sydow zu sehen, der überraschend als bester Nebendarsteller nominiert wurde. Zwar gilt Christopher Plummer mit „Beginners“ als Favorit (und dieser Film ist auf DVD erhältlich), aber zweifellos könnte Max von Sydow hier für eine Überraschung sorgen. Zumal schon die Nominierung des Films mit Erstaunen aufgenommen wurde.

Weiterhin im Kino laufen „The Descendants“, „The Artist“, „Hugo“ und „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“. Weiterlesen

BAFTA 2012 – „The Artist“ und „Dame, König, As, Spion“ gewinnen

(c) BAFTA

Am Sonntag hat die British Academy of Film and Television Arts die Gewinner des Orange British Academy Film Awards (BAFTA) bekanntgegeben. Eine kleine Überraschung war lediglich, dass Jean Dujardin und nicht George Clooney als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Zusammen mit dem Gewinn des SAG-Awards muss der Franzose nun auch als Oscar-Favorit angesehen werden. Auch in anderen Kategorien wurde „The Artist“ ausgezeichnet – sogar für das beste Originaldrehbuch. Ein weitere Gewinner war „Dame, König, As, Spion“, der als bester britischer Film und für das beste adaptierte Drehbuch geehrt wurde. Insbesondere diese Auszeichnung hat mich sehr gefreut, da meiner Meinung Peter Straughan und Bridget O’Connor großartige Arbeit geleistet haben. Straughan widmete den Preis seiner 2010 verstorbenen Ehefrau, die die Realisierung des Drehbuchs nicht mehr erlebt hat.

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Oscar 2012 – Die Nominierungen

©A.M.P.A.S.

Viel wurde über die Anzahl der nominierten Filme in diesem Jahr spekuliert – aber mit neun Kandidaten hat keiner gerechnet. Deshalb war es auch eine schöne Überraschung, als sich bei der Bekanntgabe der Nominierungen von Jennifer Lawrence und Academy-Präsident Tom Sherak das „Best Picture“-Logo umdrehte und mit „Extremley Loud & Incredibly Close“ den neunten nominierten Film verkündete.

Gefreut habe ich mich vor allem aber die Nominierungen von „Tinker Tailor Soldier Spy“ für das beste adaptierte Drehbuch, die beste Musik und Gary Oldman als bester Hauptdarsteller. Dass „Drive“ lediglich für Sound Mixing nominiert wird – nun ja, wenigstens Alberts Brooks hätte ich gerne unter den besten Nebendarstellern gesehen.

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„The Artist“ – Trailer und Starttermin

"The Artist" (c) Delphi Film

Die charmante Stummfilm-Hommage von Regisseur und Drehbuchautor Michel Hazanavicus läuft am 26. Januar 2012 in den deutschen Kinos an – und ist unbedingt sehenswert. Der Film erzäht von dem Stummfilmstar George Valentin (Jean Dujardin), der auf dem Höhepunkt seiner Karriere steht. Das Publikum feiert und die Frauen lieben ihn. Zufällig begegnet er der Statistin Peppy Miller (Bérénice Bejo) und verschafft ihr eine Rolle in seinem Film. Und während ihre Karriere mit dem Aufkommen des Tonfilms steil bergauf geht, hat George den Zenit überschritten …

„The Artist“ verzaubert und erinnert an die Magie des Kinos. Außerdem zählt der französische Film spätestens seit dem Gewinn des Golden Globes als beste Komödie zu den großen Favoriten bei der Oscarverleihung am 26. Februar 2012. Meine ausführliche Kritik ist bei spielfilm.de zu lesen.

BAFTA 2012 – Die Nominierungen

(c) BAFTA

Einen Tag nach der Verleihung der Golden Globes hat die British Academy of Film and Television Arts die Nominierungen für die Orange British Academy Film Awards (BAFTA) bekanntgegeben. Mit 12 Nominierungen führt „The Artist“ die Liste an, dahinter folgen „Tinker Tailor Soldier Spy“ mit elf und „Hugo“ mit neun Nominierungen. „My Week with Marilyn“ wurde sechsmal, „The Help“ und „War Horse“ wurden jeweils fünfmal nominiert. Persönlich freue ich mich über die Nominierungen für „Drive“, wenngleich ich nicht nachvollziehen kann, warum Carey Mulligan, aber nicht Ryan Gosling nominiert wurde. Außerdem hat auch Gary Oldman für „Tinker Tailor Soldier Spy“ die erhoffte Nominierung bekommen, der meines Erachtens bisher zu wenig Aufmerksamkeit bei den nordamerikanischen Preisen erhalten hat.

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Critics Choice Awards 2012 – „The Artist“ und „The Help“ sind die Gewinner des Abends

(c) BFCS

Zum 17. Mal haben die 250 Mitglieder der Broadcast Film Critics Association (BFCA) die Critics Choice Awards vergeben – und „The Artist“ ist mit vier Auszeichnungen, darunter als bester Film und für die beste Regie, der große Gewinner. Außerdem heißt die Gewinnerin der Kategorie der besten Schauspielerin nicht Meryl Streep oder Michelle Williams, sondern Viola Davis. Sie wurde ebenso wie ihre Kollegin Octavia Spencer für „The Help“ ausgezeichnet. Nachdem er sieben Mal leer ausgegangen ist, wurde auch George Clooney gestern Abend erstmals mit einen Critics Choice Award geehrt. Er erhielt den Preis als bester Hauptdarsteller für „The Descendants“. Bester Nebendarsteller wurde Christoph Plummer für seine Rolle in „Beginners“. Und immerhin einen Preis gab es auch für „Drive“. Als bester Actionfilm – nun ja … Weiterlesen

PGA Awards – Die Nominierungen 2011

"The Ides of March" ist bei PGA Awards nominiert (c) TOBIS Film

Heute hat die Produzentenvereinigung der USA (PGA) ihre Kandidaten für die zehn besten Filme des Jahres bekanntgegeben. Diese Liste ist immer ein guter Indikator für die Oscarverleihung, wenngleich dort nach der Änderung des Abstimmungsverfahren in diesem Jahr die spannende Frage sein dürfte, wie viele Filme überhaupt nominiert werden. Ich vermute, es werden sieben oder acht Filme den Sprung schaffen – dafür brauchen sie Erstplatzierungen von fünf Prozent der Stimmberechtigten.

Bei den Nominierung für die Preise der PGA gibt es auf den ersten Blick wenig Überraschungen. „The Artist“ und „The Descendants“ sind nominiert, ebenso „The Help“ und „Hugo“. Dass es der großartige Film „Drive“ bei den Preisen in den USA schwer haben wird, war zu erwarten. Etwas irritiert bin ich hingegen über „War Horse“. Aber anscheinend funktionieren Spielberg-Filme einfach immer noch.

Hier eine Übersicht über die nominierten Filme (in alphabetischer Reihenfolge): Weiterlesen

Golden Globes 2012 – Die Nominierungen

(c) HFPA

Jedes Jahr gelingt es der Hollywood Foreign Press Association (HFPA), mit ihren Nominierungen für einige Überraschungen zu sorgen. Sicherlich habe die Unmuts- und Begeisterungsbekundungen für die Entscheidungen immer etwas mit persönlichen Geschmack zu tun. Aber muss man – nur um Stars in die Show zu bekommen – Madonna den Vorzug vor den „Muppets“ geben? Abgesehen davon scheinen die Auslandskritiker tatsächlich ein großes Faible für George Clooneys Politdrama „The Ides of March“ zu haben, das fünfmal nominiert wurde, darunter als bester Film, für die beste Regie und bester Hauptdarsteller (Ryan Gosling). Dabei ist es schon überraschend, dass Gosling nicht für „Drive“ nominiert wurde. Aber immerhin kann sich nun Albert Brooks über eine Nominierung freuen – wenn er schon gestern bei den SAG-Awards übersehen wurde.

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