Schlagwort-Archiv: Brad Pitt

Trailer und Starttermin zu „The Counselor“

(c) 20th Century Fox

Am 28. November 2013 startet in den deutschen Kinos „The Counselor“, ein Gemeinschaftsprojekt von Regisseur Ridley Scott und Pulitzer-Preisträger Cormac McCarthy, der erstmals ein Originaldrehbuch geschrieben hat. Er erzählt die Geschichte eines Anwalts, der sich in Drogengeschäften verstrickt.
Die Hauptrolle spielt Michael Fassbender, außerdem sind Penélope Cruz, Cameron Diaz, Javier Bardem und Brad Pitt mit von der Partie.

Das Drehbuch wird voraussichtlich im Dezember bei Rowohlt erscheinen.

Und hier ein Blick auf den Teaser-Trailer:

Und der deutsche Trailer:

Media Monday #70

Und hier meine Antworten zum Media Monday:

1. Brad Pitt gefiel mir am besten in „Burn After Reading“, da ich bei Filmen nicht häufig viel lache, dank ihm bei diesem Film aber schon. Schauspielerisch war seine Leistung in „Moneyball“ allerdings besser.

2. Alfred Hitchcock hat mit „Rear Window“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er auf engstem Raum mit einer sehr konzentrierten Kamera so viel Spannung erzeugt und bei diesem Film meiner Meinung nach so viele Details sich perfekt ineinander fügen. Dicht dahinter folgen „Rope“ und „Vertigo“. Weiterlesen

100 Jahre Paramount – Ein Foto entsteht

Zum 100. Geburtstag hat Paramount Pictures zu Beginn des Jahres 116 Filmschaffende in die Studios eingeladen, um ein Foto zu machen. Ein Video gibt einen kurzen Einblick, wie das Bild u.a. mit Meryl Streep, Shirley MacLaine, Charlize Theron, Jack Nicholson, George Clooney und David Fincher entstanden ist. Es ist schon interessant, so viele Stars auf einmal zu sehen: Weiterlesen

„Die Unperfekten“ von Tom Rachmann

(c) dtv

Ein Schlüsselroman ist Tom Rachmanns „Die Unperfekten“ nicht. Auch gibt er keine enthüllenden Einblicke in das Leben von Journalisten oder einer Zeitungsredaktion. Stattdessen erzählt der amerikanische Autor in seinem Debüt elf Geschichten, die kaleidoskopartig miteinander verwoben sind. Im Mittelpunkt steht eine römische Tageszeitung, die in den 1950er Jahren von dem Geschäftsmann Cyrus Ott gegründet wurde. Für diese Zeitung schrieb auch einst Lloyd Burko, Auslandskorrespondent in Paris. Aber er ist ein Relikt aus einer anderen Zeit, das stoisch am Fax-Gerät und seinem alten Textverarbeitungsprogramm festhält. Vor E-Mails schreckt er zurück – und obwohl er dringend eine gute Geschichte bräuchte, fehlt ihm die Motivation. Längst in der Zeitung von heute kein Platz mehr für ihn. Aber auch das Blatt selbst hat an Glanz verloren. Mittlerweile hat Otts Enkel die Leitung übernommen, der mehr Interesse an seinem Hund als an der Zeitung hat. Und so mit ist der Niedergang eingeläutet. Weiterlesen

NSFC kürt „Melancholia“ und Kirsten Dunst

(c) Concorde

Auch in diesem Jahr trafen sich 58 Filmkritiker, die Mitglied in der National Society of Film Critics (NSFC) sind, in Sardi’s Restaurant in New York und stimmten in zumeist mehreren Wahlgängen nach einem über die Preisträger ab. Später erhalten die Gewinner anstatt einer Statue eine Schriftrolle. Bei ihrem Abstimmungen haben die Kritiker in den letzten Jahren bewiesen, dass sie meist künstlerisch anspruchsvolle Filme bevorzugen. So gewann 2009 „Waltz with Bashir“ und in diesem Jahr „Melancholia“. Deshalb sind diese Preise wenig aussagekräftig für die Verleihung der populären Preise wie die Golden Globes und Oscars – und obwohl die NSFC sicherlich eine einflussreiche Vereinigung mit bekannten Kritikern ist, sind es nicht DIE US-Kritiker, die diesen Preis vergeben haben.

Hier die Gewinner im Überblick: Weiterlesen

Die Nominierungen für die SAG Awards 2011

Logo der SGA

Gestern habe ich noch gemutmaßt, dass es für Glenn Close in der diesjährigen Award Season nicht so gut läuft wie erwartet – und schwupps! wird sie für einen Preis von der Screen Actors Guild (SAG) nominiert. Allerdings hat sie diese Beachtung durch ihre Kollegen zweifellos verdient.

Große Überraschungen gibt es bei den Nominierungen insgesamt aber nicht – wie in jedem Jahr wurden insgesamt eher gefällige Filme nominiert. Einzig die Nicht-Berücksichtigung von Albert Brooks verwundert mich, da ich eigentlich davon ausgegangen bin, er sei bei seinen Kollegen zu beliebt, um übersehen zu werden. Ich hätte außerdem gedacht, dass es Shailene Woodley für „The Descendants“ nominiert wird – stattdessen bevorzugten die Mitglieder der SAG Janet McTeer. Bei den Hauptdarstellern mag verwundern, dass weder Michael Fassbender noch Ryan Gosling nominiert wurden, aber „Shame“ hat nun einmal die in den USA unbeliebte Altersfreigabe „NC-17“ erhalten und „Drive“ ist vermutlich ein wenig zu gewalttätig für die SAG. Bleibt für mich einzig die „Best Ensemble“-Nominierung für „Midnight in Paris“, die mich irritiert. So gerne ich den Film mochte, aber das Ensemble gehört in meinen Augen nicht zu den fünfbesten des letzten Jahres.

Jessica Chastain in "The Help" (c) Dale Robinette © DreamWorks II Distribution Co., LLC. All Rights Reserved.

Letztendlich sind die Nominierungen für die SAG nur bedingt aussagekräftig, da über sie eine Gruppe von 2100 zufällig ausgewählten Schauspielern entscheidet. Die Preise vergibt dann die gesamte Guild. Dennoch darf nicht übersehen werden, dass die Schauspieler auch in der Academy die Mehrheit haben – und seit „Braveheart“ kein Film mehr mit dem Oscar als bester Film ausgezeichnet wurde, der nicht wenigstens für den Ensemble-Actor nominiert war. Darüber lassen diese Nominierungen meines Erachtens noch einige kleinere Rückschlüsse zu: Vermutlich wird „The Help“ doch Jessica Chastains preisverdächtigster Film werden, Meryl Streep, Viola Davis und Michelle Williams scheinen als sichere Nominierungen als Hauptdarstellerinnen, ebenso Brad Pitt und George Clooney als beste Hauptdarsteller. Und morgen folgen dann die Nominierungen für die Golden Globes!

Die Nominierungen im Überblick: Weiterlesen

Preisträger der BSFC, LAFCA und NYFCO

Drei Kritikerverbände verkünden ihre Preisträger, das American Film Institute (AFI) veröffentlicht seine Liste mit den besten zehn Filmen und dann geben noch die BFCA, SAG und HFPA ihre Nominierungen bekannt. Es ist also definitiv eine turbulente Woche für alle, die sich für Preisverleihungen interessieren. Aber der Reihe nach: Am Sonntagabend haben die Filmkritiker aus Boston (BSFC), Los Angeles (LAFCA) und die Online-Kollegen aus New York (NYFCO) mehr oder minder gleichzeitig via Twitter ihre Preisträger verkündet.

"The Artist" (c) Delphi Film

Und was sagen diese Entscheidungen aus? Im Großen und Ganzen bestätigen sie die Erwartung, dass es in diesem Jahr insgesamt ein enges Feld von vielen preisverdächtigen Filmen gibt. Es fehlt weiterhin der große Favorit, auch wenn sich langsam das Feld der Kandidaten verdichtet. Bislang steht „The Artist“ hoch im Kurs als bester Film und für die beste Musik, auch Albert Brooks hat als bester Nebendarsteller für „Drive“ einige Auszeichnungen erhalten. Als bester fremdsprachiger Film bestätigt „Nadar und Simin“ seinen Favoritenstatus, in der Dokumentarfilmkategorie ist Werner Herzogs „Höhle der vergessenen Träume“ bisher mehrfach ausgezeichnet worden. Dieser Film wird aber keinen Oscar erhalten – er steht nicht auf der Liste der letzten 15 Kandidaten. Ansonsten heißt es einfach: Abwarten!

Die Gewinner der einzelnen Verbände im Überblick: Weiterlesen

NYFCC 2011 – „The Artist”, Meryl Streep und Brad Pitt gewinnen

"The Artist" (c) Delphi Film

Gestern hat der New York Film Critics Circle (NYFCC) die Gewinner seiner alljährlichen Preise bekanntgegeben. Diese Verleihung ist ein erster Stimmungstest für die bevorstehende Award Season in den USA – obwohl es in den letzten Jahren nur drei Übereinstimmungen mit den Oscars gab: „The Hurt Locker – Tödliches Kommando“ (2009), „No Country for Old Men“ (2007) und „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“ (2003) wurden von den New Yorker Filmkritikern und der Academy of Motion Pictures Arts and Sciences als bester Film geehrt.

In diesem Jahr haben sich die Kritiker folgendermaßen entschieden:

Bester Film: „The Artist”
Bester Regisseur: Michel Hazanavicius für „The Artist”
Bestes Drehbuch: Steven Zaillian und Aaron Sorkin für „Moneyball” Weiterlesen

Trailer und Starttermin von „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“ mit Brad Pitt

(c) Sony Pictures Releasing GmbH

Nachdem gestern der Trailer zu „J. Edgar“ veröffentlicht wurde, gibt es seit heute auch Bilder von einem zweiten hoch gehandelten, potentiellen Oscar-Kandidaten: „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“ mit Brad Pitt. Der Film erzählt die wahre Geschichte von Billy Beane, der als Manager von den Oakland A’s mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Damit er mit einem kleinen Budget dennoch gegen die großen Mannschaften bestehen kann, will er das System des Spiels umstellen und heuert einen Wirtschaftswissenschaftler an. Erstmals in der Geschichte des Baseballs sollen sämtliche Annahmen über das Spiel statistisch überprüft werden. Und ihre Ergebnisse werden das Spiel grundlegend verändern.

Hierzulande haben es Baseball-Filme ja nicht sonderlich einfach, allerdings wurde Billy Beane auch in dem Buch „Die Fußball-Matrix“ von Christoph Biermann gewürdigt. Denn durch ihn wurden Statistiken ein wichtiger Faktor im Profisport.

Der Film wird am 2. Februar 2012 in den deutschen Kinos starten.

„Burn After Reading“ – Memoiren können gefährlich werden

Lange konnte ich mich für die Filme von Joel und Ethan Coen nicht richtig erwärmen, obwohl ich ihre Einzigartigkeit und Originalität durchaus erkannte. Aber sie sprachen mich eher rational an. Erst mit „No Country for Old Men“ habe ich mich in die Reihe ihrer Bewunderer aus vollem Herzen eingereiht und sowohl „A Serious Man“ als auch „True Grit“ mit Begeisterung gesehen. Deshalb will ich mich in diesem Jahr noch einmal durch ihr Werk gucken – unchronologisch und nach Laune.

George Clooney mit Frances McDormand (c) Universum Home

Am Freitag stand daher „Burn After Reading“ auf dem Programm. Auch wenn der Film recht gemächlich startet, habe ich mich sehr gut amüsiert. Die Geschichte ist recht simpel: Der CIA-Analytiker Osborne Cox (John Malkovich) soll wegen seines Alkoholproblems versetzt werden und kündigt kurzerhand. Daraufhin hat seine Frau Katie (Tilda Swinton) Angst, er könne ihr auf der Tasche liegen. Und da sie ohnehin seit Jahren eine Affäre mit Harry Pfarrer (George Clooney) hat, bereitet sie sich auf eine mögliche Scheidung vor. Auf Anraten ihres Anwalts kopiert sie daher die privaten Daten ihres Mannes auf eine CD, darunter finden sich auch seine Memoiren. Diese CD finden nun die Angestellten eines Fitness-Studios, darunter der prollige Chad (Brad Pitt) und Lina Litzke (Frances McDormand), die vier Schönheitsoperationen durchführen lassen will. Dafür braucht sie Geld, also kommen Chad und Lina auf die glorreiche Idee, Osborne Cox zu erpressen. Schließlich scheinen die Daten auf der CD äußerst brisant zu sein …

Brad Pitt als Chad (c) Universum Home

In erster Linie unterhält „Burn After Reading“ dank der guten Schauspieler. Brad Pitt ist als hirnloser Erpresser großartig, über sein „Osbourne Cox“ habe ich sehr gelacht. Schon beim Schreiben haben die Coens nach eigenen Angaben an ihn gedacht. Das macht sich in vielen lustigen Details bemerkbar – beispielsweise erinnert sein Erpressername „Mr. Black“ an „Rendezvous mit Mr. Black“, obwohl er in „Burn After Reading“ alles andere als den Tod spielt. Auch George Clooney haben die Coens seine Rolle auf den Leib geschrieben. Er liefert als paranoider und flacher Herzensbrecher eine perfekte Selbstparodie auf seine oscargerkönte „Syriana“-Rolle und schließt mit „Burn After Reading“ seine – nach eigenen Worten – Idioten-Trilogie ab. Die weiteren Rollen sind ebenfalls hervorragend besetzt: Tilda Swinton ist noch unterkühlter als sonst, John Malkovich ist als diabolischer Ex-CIA-Agent schön böse und J.K. Simmons und David Rasche legen einen unvergesslichen Auftritt als aktive CIA-Agenten hin.

Joel und Ethan Coen spielen aber nicht nur mit den Images ihrer Schauspieler, sondern auch mit den typischen Elementen des Spionage- und Agententhrillers. Alleine schon Linas naive Idee, den Russen die CD anzubieten, sorgt für zahllose Lacher. Ohnehin funktioniert die CD mit den Memoiren wunderbar als MacGuffin. Daneben gibt es kleine Anspielungen auf die Bourne-Trilogie, die Filme von Tony Scott und natürlich Stanley Kubrick. So wohnt Harry Pfarrer in dem Haus mit der Nummer 114, die Zahl, die Kubrick in fast allen seinen Filmen verwendet. Beispielsweise heißt das Funkgerät in „Dr. Seltsam – Oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben“ CRM-114 und Alex erhält in „Uhrwerk Orange“ das „Experimental Serum 114“. Und weitere Bezüge gibt es zu den eigenen Filmen, allen voran „Fargo“. Diese Mischung und die vor allem im letzten Teil des Films geraffte Erzählweise macht „Burn After Reading“ sehr unterhaltsam. Deshalb ist „Burn After Reading“ ist sicherlich kein Meisterwerk, aber ein sehr amüsanter Film.

In diesem Sinn: „Report back to me when… it makes sense.”