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Oscars 2016 – Die Nominierungen im Überblick

©A.M.P.A.S.

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Was soll ich sagen? Wirklich gefreut hätte ich mich, wenn Michael B. Jordan für seine Rolle in „Creed“ nominiert worden wäre. Aber das habe ich von vorneherein als eher unwahrscheinlich gesehen, da er ein junger schwarzer Schauspieler ist – und die Oscars sind auch in diesem Jahr wieder #sowhite – und #sostraight. Immerhin gab es aber einige schöne, kleinere Überraschungen: Anscheinend hat die Academy Gefallen an „Room“ gefunden und den Film gleich viermal nominiert. Nick Hornby hat für seine fantastische Adaption von Colm Toíbíns Roman „Brooklyn“ eine Nominierung erhalten – ohnehin sind die Drehbuch-Nominierungen insgesamt gut – und mit „The Look of Silence“ und „Cartel Land“ sind zwei außerordentlich gute Dokumentarfilme nominiert, mit „Son of Saul“ und „A War“ zudem zwei der (fremdsprachige) Filme, die mir 2015 mit am besten gefallen haben.

In diesem Jahr werde ich die Oscars mal wieder live schauen – und anzutreffen bin ich dabei u.a. mit Beatrice Behn im Live-Chat bei kino-zeit.de. Schaut doch vorbei und redet mit!

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Oscar 2014 – Die Nominierungen im Überblick

©A.M.P.A.S.

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Im Gegensatz zu der Verleihung werden die Nominierungen für die Oscars gegen 14:30 Uhr verkündet – also zu der angenehmen Uhrzeit zwischen Mittagspause und Nachmittagsarbeit. In diesem Jahr gaben Chris Hemsworth und Cheryl Boone Isaacs die Namen und Filmtitel bekannt – und die größte Enttäuschung war für mich, dass Robert Redford nicht für „All is lost“ nominiert wurde. Der Film hat auch keine Nominierung für den Ton bekommen, lediglich eine für Sound Editing. Gefreut habe ich hingegen über die Nominierung von „The Act of Killing“ als beste Dokumentation und sowohl „The Broken Circle“ als auch „La grande bellezza“ als bester fremdsprachiger Film. Weiterhin ein Rätsel bleibt für mich die große Zuneigung für „American Hustle“.

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Die Gewinner der Golden Globes 2014

Gestern Nacht wurden in Los Angeles zum 71. Mal die Golden Globes vergeben. Während ich mir bei den Oscars in der Regel die Nacht um die Ohren schlage, habe ich in den letzten Jahren die Globes zum Frühstück nachgeholt. Und so habe ich mich in den letzten knapp zweieinhalb Stunden gefreut und geärgert.

Aber zunächst die Gewinner im Überblick:

(c) HFPA

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Film
Bester Film (Drama): „12 Years a Slave“
Bester Film (Komödie/Musical): „American Hustle“
Beste Schauspielerin (Drama): Cate Blanchett („Blue Jasmine“)
Bester Schauspieler (Drama): Matthew McConaughey („Dallas Buyers Club“)
Beste Schauspielerin (Komödie/Musical): Amy Adams („American Hustle“)
Bester Schauspieler (Komödie/Musical): Leonardo DiCaprio („The Wolf of Wall Street“)
Bester Nebendarsteller: Jared Leto („Dallas Buyers Club“)
Beste Nebendarstellerin: Jennifer Lawrence („American Hustle“)
Beste Regie: Alfonso Cuarón („Gravity“)
Bestes Drehbuch: Spike Jonze („Her“)
Beste Filmmusik: Alex Ebert („All is Lost“)
Bester Filmsong: „Ordinary Love“ von U2 in „Mandela: Long Walk to Freedom“
Bester nicht-englischsprachiger Film: „La Grande Bellezza“ (Italien)
Bester Animationsfilm: „Frozen“ („Die Eiskönigin – völlig unverfroren“)

Fernsehen
Beste Drama-Serie: „Breaking Bad“
Beste Comedy-Serie: „Brooklyn Nine-Nine“
Bester Schauspieler(Drama): Bryan Cranston, „Breaking Bad“
Beste Schauspielerin (Drama): Robin Wright, „House of Cards“
Bester Schauspieler (Comedy): Andy Samberg, „Brooklyn Nine-Nine“
Beste Schauspielerin (Comedy): Amy Poehler, „Parks and Recreation“
Bester TV-Film oder Miniserie: „Behind the Candelabra“
Bester Schauspieler TV-Film/Mini-Serie: Michael Douglas, „Behind the Candelabra“
Beste Schauspielerin TV-Film/Mini-Serie: Elisabeth Moss, „Top of the Lake“
Beste männliche Nebenrolle: Jon Voight, „Ray Donovan“
Beste weibliche Nebenrolle: Jacqueline Bisset, „Dancing on the Edge“

Zu den Fernsehkategorien kann ich fast nichts sagen, da ich bis auf „Behind the Candelabra“, „Top of the Lake“ und den Anfang von „Breaking Bad“ nichts kenne, auch habe ich nur wenige der anderen nominierten Sendungen gesehen.

Bei den Film-Preise fehlen mir noch „12 years a slave“, „Her“, „Saving Mr. Banks“ und „August: Osage County“, aber ich sag mal so: Über einen Preis für Emma Thompson und Spike Jonze würde und werde ich mich niemals ärgern 😉 Ein großes Rätsel bleibt mir hingegen die große Begeisterung für „American Hustle“. Ich kann sehr gut verstehen, dass andere Schauspieler diesen Film gut finden – auch für mich sind die schauspielerischen Leistungen (und insbesondere Jennifer Lawrence) das Beste an dem Film. Aber der Raum, den die Schauspieler haben, geht zu Lasten des Drehbuchs, so dass sich spätestens in der zweiten Hälfte Langeweile einstellt. Deshalb halte ich allein die Nominierung für das beste Drehbuch für einen Witz. Aber ich fürchte, ich werde mich auf mehr Preise für „American Hustle“ einstellen müssen.

Schwieriger ist es in den Drama-Kategorien. Matthew McConaughey zeigt in „Dallas Buyers Club“ eine beeindruckende Leistung, allerdings bietet seine Rolle auch viel mehr Ansatzpunkte und – ich sage mal – „Oscar-Material“ als Robert Redfords in „All is lost“. McConaughey hat für die Darstellung sehr viel Gewicht verloren und er spielt einen homophoben Aids-Kranken, der zum Aktivisten wird. Außerdem hatte er in letzter Zeit einige sehr gute Rollen – allein seine Szene in „Wolf of Wall Street“ ist eindrucksvoll. Dagegen spielt Robert Redford einen alten Mann auf einem Boot. Doch wie er es macht und was er dort tut, ist in meinen Augen schlichtweg großartig. Deshalb würde ich ihm jeden Preis geben.

Gefreut habe ich mich über die Auszeichnungen von Alex Ebert für die Musik in „All is lost“, Jared Leto als bester Nebendarsteller in „Dallas Buyers Club“ und natürlich „La grande bellezza“ als bester nicht-englischsprachiger Film. Auch ist Cate Blanchett für mich eine sehr verdiente Gewinnerin.

Nun aber bin ich vor allem auf die Oscar-Nominierungen gespannt, da die Academy-Mitglieder in diesem Jahr ihre Stimmzettel vor Vergabe der Globes abgeben mussten. Somit ist durchaus nicht sicher, dass Leonardo DiCaprio für „Wolf of Wall Street“ überhaupt nominiert wird – ebenso Amy Adams für „American Hustle“. Sie hat als beste Hauptdarstellerin vor allem mit Cate Blanchett, Sandra Bullock, Judi Dench, Meryl Streep und Emma Thompson sehr große und namhafte Konkurrenz, wenngleich ich schätze, sie wird nominiert und Meryl Streep nicht. Am 16. Januar sind wir schlauer.

Französische Filmtage 2013 in Bonn

Zum elften Mal finden vom 10. bis zum 17. Juli 2013 die Französischen Filmtage in der Neuen Filmbühne in Bonn-Beuel statt. Der Eröffnungsfilm ist „Au Bout du Conte – Unter dem Regenbogen“ von Angès Jaoui und Jean-Pierre Bacri, die mit ihren Filmen „Lust auf anderes“ und „Schau mich an“ sowie ihrem Drehbuch zu „Das Leben ist ein Chanson“ bekannt geworden sind. Außerdem laufen als Vorpremiere die Komödien „Camille redouble“ von Noémie Lvovsky und „Paulette“ von Jérôme Enrico, die in Frankreich ein großer Erfolg waren.

Das Programm im überblick: Weiterlesen

Der erste Teil der Hap-und-Leonard-Reihe – „Wilder Winter“ von Joe R. Lansdale

Wer hierzulande Joe R. Lansdale lesen möchte, muss sich auf einige Suchen einstellen. Seine Bücher erscheinen in fünf Verlagen (aktuell: Golkonda, Dumont und Klett-Tropen; Rowohlt und Shayol), an Chronologie ist dabei kaum zu denken. In seiner Heimat ist der amerikanische Autor sehr bekannt, das Deutschlandradio schreibt gar von einer Kultfigur. Hierzulande ist er wohl noch eher ein Geheimtipp, der lediglich durch die Verfilmung seiner Kurzgeschichte „Buppa Ho-Tepp“ und dem Edgar-Allen-Poe-Award für „Die Wälder am Fluss“ etwas Aufmerksamkeit bekam (Anmerkung: In einer ersten Version stand hier fälschlicherweise, dass „Die Wälder am Fluss“ verfilmt worden seien. (siehe Kommentare)) – und kürzlich haben ihm insbesondere die Veröffentlichungen seiner Romane „Gauklersommer“, „Kahlschlag“ und „Ein feiner dunkler Riss“ im Golkonda Verlag eine größere Bekanntheit verschafft. Außerdem habe ich die leise Hoffnung, dass es in diesem Jahr Joe R. Lansdale ähnlich ergeht wie Daniel Woodrell im letzten Jahr und auch größere Medien diesen Autor entdecken. Weiterlesen

Oscars, Globes und mehr – Termine der Award Season 2012/13

Langsam werden die Termine für die kommende Preisverleihungssaison in den USA festgelegt – und hier ist ein Überblick, den ich so aktuell wie möglich halten werde:

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1. November 2012: Cecil B. DeMille-Preisträger wird bekanntgegeben
27. November 2012: Independent Spirit Awards
3. Dezember 2012: New York Film Critics Circle
5. Dezember 2012: National Board of Review
9. Dezember 2012: Los Angeles Film Critics
10. Dezember 2012: AFI Awards & Nominierungen der Critics Choice Awards
12. Dezember 2012: Bekanntgabe der SAG-Nominierungen
13. Dezember 2012: Bekanntgabe der Nominierungen für die Golden Globes
3. Januar 2013: Nominierungen der PGA
5. Januar 2013: National Society of Film Critics
8. Januar 2013: Nominierungen der DGA
9. Januar 2013: Nominierungen BAFTA
10. Januar 2013: Oscar-Nominierungen werden bekanntgegeben & Critics Choice Awards
13. Januar 2013: 70. Golden-Globe-Verleihung
26. Januar 2013: PGA Awards
27. Januar 2013: SAG Awards
2. Februar 2013: DGA Awards
10. Februar 2013: Verleihung der BAFTA & ASC
16. Februar 2013: Ace Eddie Awards & CAS Awards
17. Februar 2013: WGA Awards
24. Februar 2013: Die 85. Oscarverleihung

Cannes 2011 – Die Preisträger im Überblick

Besser spät als nie! Wenigstens einen Überblick über die Gewinner der Filmfestspiele in Cannes möchte ich noch kurz veröffentlichen:

Goldene Palme: „The Tree of Life“ von Terrence Malick (USA)
Großer Preis der Jury (zu gleichen Teilen): „Once Upon a Time in Anatolia“ von Nuri Bilge Ceylan (Türkei) “ Le Gaumin au Velo “ von Jean-Pierre und Luc Dardenne (Belgien)
Preis der Jury: „Polisse“ von Maïwenn (Frankreich)
Beste Schauspielerin: Kirsten Dunst (USA) für „Melancholia“
Bester Schauspieler: Jean Dujardin (Frankreich) für „The Artist“
Beste Regie: Nicolas Winding Refn für „Drive“ (Dänemark)
Bestes Drehbuch: Joseph Cedar für „Footnote“ (Israel)
Goldene Kamera für den besten Debütfilm: „Las acacias“ von Pablo Giorgelli (Argentinien)
Goldene Palme für den besten Kurzfilm: „Cross“ von Maryna Vroda (Ukraine)
Hauptpreis Un certain regard (zu gleichen Teilen): Andreas Dresen (Deutschland) für „Halt auf freier Strecke“ Kim Ki-duk (Korea) für „Arirang“
Erster Preis des Kurzfilmwettbewerbs Cinéfondation: Doroteya Droumeva (Deutschland) für „Der Brief“