Media Monday #45

Auf geht’s in eine neue Runde des Media Monday.

1. Der beste Film mit Robert De Niro ist für mich kaum auszumachen. Als erstes kam mir „Der Pate, Teil 2“ in den Sinn, aber dann musste ich schon an „Heat“ denken. Und an „The Deer Hunter“, „Good Fellas“ und „Taxi Driver“. Den Komödienschauspieler De Niro mag ich nicht so sehr – außerdem haben mich seine letzten Filme eher enttäuscht. Also Augen zu und durch: „Der Pate, Teil 2“.

2. Robert Rodriguez hat mit „Sin City“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich sonst nur noch „From Dusk Till Dawn“ kenne. Weiterlesen

Diesen Beitrag teilen

Vorschau: Snow White & The Huntsman

(c) Universal

Dieses Jahr stehen Verfilmungen von „Schneewittchen“ hoch im Kurs. Nach dem vergnüglichen „Spieglein, Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen“ mit Julia Robert und Lily Collins folgt nun mit „Snow White & The Huntsman” eine düstere Version dieser Geschichte. Snow White (Kristen Stewart) ist die einzige Person, die schöner ist als die böse Königin (Charlize Theron). Also soll der Huntsman (Chris Hemsworth) sie töten. Aber er wechselt die Seiten – und bildet Snow White stattdessen zur Kämpferin aus. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg gegen die böse Königin …

Der Trailer verspricht ein bildgewaltiges Fantasy-Epos und eine sehr böse Charlize Theron. Besonders gespannt bin ich allerdings auf Kristen Stewart, die mir bereits in „Welcome to the Rileys“ eigentlich recht gut gefallen hat.

„Snow White & The Huntsman” startet am 31. Mai in den Kinos.

Diesen Beitrag teilen

Vorschau: Tabu – Es ist die Seele eines Fremdes auf Erden

(c) Camino Filmverleih

Hatte der österreichische Lyriker Georg Trakl eine inzestuöse Beziehung mit seiner Schwester Grete? In dem sehenswerten Film „Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden“ erzählt Regisseur Christoph Stark nach einem Drehbuch von Ursula Mauder aus Gretes Sicht von der Liebe zwischen Bruder und Schwester – und entwirft zugleich das Porträt einer leidenschaftlichen Frau.

Österreich am Anfang des 20. Jahrhunderts. Mit ihrer Aufnahme am Wiener Konservatorium ist Grete Trakl (Peri Baumeister) nicht nur eine der wenigen Frauen, die zu dieser Zeit Musik studieren, sondern sie kann sich auch ihren großen Wunsch erfüllen und ihrem Bruder Georg (Lars Eidinger) in die Hauptstadt folgen. Sie träumt von einem Leben an seiner Seite und für einige Zeit geben sie sich allen moralischen Skrupeln zum Trotz ihrer Liebe hin. Aber sie wissen, dass ihre Liebe in Wien keine Zukunft hat – und geben sich immer mehr den Drogen hin …

Sehr gut gespielt von Peri Baumeister und Lars Eidinger ermöglicht dieser Film einen Zugang zu dem Werk Trakls und verdeutlicht zugleich, welche Bedeutung die Unerfüllbarkeit der Liebe für das künstlerische Schaffen haben kann.

Der Film startet am 31. Mai in den deutschen Kinos.

Über diesen Film habe ich für die Juni-Ausgabe des Magazins (hör)BÜCHER einen Beitrag geschrieben, in dem ich auf die verschiedenen Deutungen der Beziehung der Geschwister eingehe. Hierfür habe ich auch ein Interview mit Martin Beyer geführt, dessen Roman “Alle Wasser laufen ins Meer” eine Deutung vornimmt, die sich eng an der Biographie von Hans Weichselbaum hält.
Zur Premiere des Films am 31. Mai wird Martin Beyer im Lichtspiel in Bamberg um 19:00 Uhr aus seinem Roman lesen und über die Liebe und das Scheitern Georg Trakls erzählen. Anschließend wird im 20 Uhr der Film gezeigt.

Diesen Beitrag teilen

Eine charmante Tragikomödie: „50/50 – Freunde fürs (Über)leben“

(c) Universum

Eigentlich verläuft das Leben für Adam Lerner (Joseph Gordon-Levitt) ziemlich gut: Er ist noch keine 30 Jahre alt, hat einen coolen Job und ist mit der hübschen Rachael (Bryce Dallas Howard) liiert. Dann sucht er wegen quälender Rückenschmerzen einen Arzt auf und erfährt, dass er Krebs hat. Seine Überlebenschancen stehen 50:50. Und von einem zum anderen Moment hat er nur noch ein Ziel: Er will überleben.

Seinem Drehbuch zu dem Film „50/50 – Freunde fürs (Über)leben“ hat Autor Will Reiser seine eigenen Erfahrungen zugrunde gelegt. Er erkrankte in jungen Jahren während er mit Seth Rogen und Evan Goldberg bei „Da Ali G Show“ arbeitete an Krebs und wurde von ihnen ermuntert, die Geschichte aufzuschreiben. In Zusammenarbeit mit Regisseur Jonathan Levine ist ihnen nun eine Tragikomödie voller leisem Humor gelungen. Weiterlesen

Diesen Beitrag teilen

„Luther“ – Die zweite Staffel

John Luther (Idris Elba) (c) polyband

Nachdem furiosen Finale der ersten Staffel beginnt die Fortsetzung mit John Luthers (Idris Elba, „The Wire) Rückkehr in den Polizeidienst. Zuvor musste er seinem neuen Chef, Detective Chief Inspector Martin Schenk (Dermot Crowley), versprechen, dass er hinter seinem Rücken keine Alleingänge unternimmt und den Kontakt zu Alice Morgan (Ruth Wilson) unterbindet. Aber wer die erste Staffel gesehen hat, weiß sehr gut, dass sich Luther an keines dieser Versprechen halten wird.

Die zweite Staffel besteht lediglich aus vier Folgen, die im ZDF – wie bei der ersten Staffel – im zusammengeschnittenen Doppelpack ausgestrahlt werden. Allerdings fällt die Spannung nicht mehr in der Mitte der jeder Folge ab, so dass die Folgen zusammengehöriger wirken. Von Anfang an wird in der zweiten Staffel zudem deutlich, dass Luther noch stärker mit seinen Dämonen ringen muss – und er sich gefährlich nah am Abgrund bewegt. Schon die Bilder spiegeln Luthers Psyche wieder: Seine Wohnung ist unpersönlich, die Täter jagt er in Hinterhöfen, dunklen Gassen und Kellern. Seine tatsächlichen Wege sind ebenso verwinkelt wie seine Gedankengänge. Daher findet sich seine Persönlichkeit stets auch in der Suche nach dem Täter wieder. Abermals ist in der zweiten Staffel stets bekannt, wer der Böse ist. Damit bleiben die Macher ihrer Hauptfigur treu, die als Mischung aus Columbo und Sherlock Holmes angelegt ist. Bei Luther ist der Weg entscheidend – und sein Kampf mit sich selbst. Weiterlesen

Diesen Beitrag teilen

Trailer und Starttermin – Meryl Streep in „Hope Springs“

Ein erster Trailer erlaubt einen Blick auf Meryl Streeps neuen Film „Hope Springs“, in dem sie an der Seite von Tommy Lee Jones zu sehen ist. Meryl Streep spielt darin Kay Soames, die seit 30 Jahren mit Alfred (Tommy Lee Jones) verheiratet ist und nun ihrer Ehe neuen Schwung geben will. Deshalb überredet sie ihren Mann, eine einwöchige Therapie bei Dr. Bernie Feld (Steve Carrell) zu machen.
Das Drehbuch zu der Komödie stammt von Vanessa Taylor („Games of Thrones”, „Everwood”), Regie führt David Frankel, der mit Meryl Streep bereits bei „The Devil Wears Prada“ zusammengearbeitet hat. Der Trailer erinnert mich an Komödien wie „Something’s Gotta Give“ oder auch „It’s complicated“ – also ein Wohlfühlfilm, der sich hauptsächlich an ein erwachsenes Publikum richtet.

Der Film läuft voraussichtlich am 6. September 2012 in Deutschland an.

Diesen Beitrag teilen

Media Monday #44

Auch am letzten Montag des Monats steht der Media Monday an:

1. Der beste Film mit Guy Pearce ist für mich „L.A. Confidential“, der sehr knapp vor „Memento“ landet. Er erhält letztlich den Vorzug, weil Curtis Hansons‘ James-Ellroy-Adaption eine der besten Literaturverfilmungen überhaupt und ein richtig guter Film ist.

2. Paul Thomas Anderson hat mit „Magnolia“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich die Sequenz, in der alle Schauspieler zu Aimee Manns „Wise up“ singen, einfach großartig finde. Überhaupt ist Paul Thomas Anderson ein Regisseur, den ich sehr schätze.

3. Der beste Film mit Mila Kunis ist für mich „Black Swan“, da sie dort tatsächlich schauspielert und nicht einfach nur charmant ist.

4. Gibt es einen Film, der geplant und bereits im Gespräch war, letztlich – oder bisher – noch nicht produziert worden ist, auf den ihr euch aber sehr gefreut hättet? Hm, fällt mir keiner ein. Allerdings gibt es einige Romane, die ich gerne adaptiert sähe. Beispielsweise Maximilian Steinbeis‘ Pascolini (am besten von den Machern des „Knochenmann“), Juli Zehs „Spieltrieb“ und James Sallis‘ „Der Killer stirbt“.

5. In sich abgeschlossene Miniserien bieten einerseits genug Zeit, um eine Geschichte vollständig und zu einem vorher festgelegten Ende zu erzählen, laufen aber andererseits nicht Gefahr, dass die Macher die Serie um jeden Preis am Leben erhalten wollen. Außerdem versammeln sich für Miniserien oftmals sehr namhafte Schauspieler – wie beispielsweise in „Angels of America“.

6. Filme mit mehreren Episoden und Erzählsträngen schaue ich leidenschaftlich gerne – sofern sie gut gemacht sind und das Drehbuch sorgfältig ausgearbeitet ist. Denn eine bloße Ansammlung von Geschichten garantiert noch keinen guten Film!

7. Mein zuletzt gelesenes Buch war „My Song“ von Harry Belafonte und das war sehr aufschlussreich, weil es eine gute Ergänzung zu dem Dokumentarfilm „Sing Your Song“ war. Seither habe ich ein ganz anderes Bild von Harry Belafonte.

Diesen Beitrag teilen