Starttermin und Trailer: „On the Road“

(c) 2012 Concorde Filmverleih

Am 4. Oktober 2012 startet „On the Road – Unterwegs“ in den deutschen Kinos. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Jack Kerouac erzählt Walter Salles („Central Station“, „Dark Water“) von der Freundschaft des jungen Schriftstellers Sal Paradise (Sam Riley) und dem gleichaltrigen Dean Moriarty (Garret Hedlund). Gemeinsam machen sie eine Reise Richtung Westen und stürzen sich in das bloße Sein. Berauscht vom Leben, von Drogen, Sex, Jazz und ihren Gedanken lernen sie neue Freunde kennen und begegnen alten Bekannten (darunter u.a. Kristen Stewart, Kirsten Dunst, Viggo Mortensen, Amy Adams und Tom Sturridge). Aber stets genießen sie den Rausch des Lebens …

Hier gibt es einen Blick auf den englischen Trailer:

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Trailer und Starttermin: “Cosmopolis”

(c) Falcom Media

Am 5. Juli startet David Cronenbergs Verfilmung von “Cosmopolis” in den deutschen Kinos. Die Geschichte des 2003 erschienenen Romans von Don DeLillo hat eine große Aktualität: Das Leben des jungen, reichen und zynischen Börsenspekulanten Eric Packer (Robert Pattinson) Leben besteht aus Sex und der Gier nach riskanten Termingeschäftigen. An einem Frühlingstag im April 2000 ist er auf dem Weg zu einem Friseurtermin. Sein Weg führt ihn durch die 47. Straße, aber in New York herrscht Chaos: Der Präsident ist in der Stadt, Globalisierungsgegner demonstrieren und der Sufi-Rapper Brutha Fez wird zu Grabe getragen. Inmitten dieses Durcheinanders kommt Packer nur langsam voran – und am Ende seiner 24-stündigen Odyssee ist alles anders … Neben Robert Pattinson sind unter anderem Juliette Binoche, Paul Giamatti und Samantha Morton in dem Film zu sehen.

Und hier der Trailer:

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„Lachfischen im Jemen“ – Über Lasse Hallströms Verfilmung von Paul Tordays Buch

Lasse Hallströms Verfilmung von „Lachfischen im Jemen“ ist eine gute romantische Komödie, die die üblichen Klischees weitgehend vermeidet und mit spritzigen Dialogen sowie überzeugenden Darstellern sehr gut unterhält. Aber eine Frage drängt sich dennoch auf: Wie wurde aus Paul Tordays satirischem Roman eine Liebesgeschichte?

Pressesprecherin Patricia Maxwell (Kristin Scott Thomas) © 2012 Concorde Filmverleih GmbH

Die Ausgangssituation ist in Buch und Film identisch: Der Scheich Muhammad ibn Zaidi bani Tihama will in seiner jemenitischen Heimat Lachsfische ansiedeln. Mit Hilfe der Engländerin Harriet Chetwode-Talbot (gespielt von Emily Blunt) nimmt er Kontakt zu dem britischen Fischerei-Experten Dr. Alfred Jones (Ewan McGregor) auf, der anfangs angesichts der Absurdität des Vorhabens entgeistert abwinkt. Auf politischen Druck des PR-Beraters Peter Maxwell (im Film eine Frau, gespielt von Kristin Scott Thomas) des britischen Premierministers muss sich Alfred auf das Projekt einlassen – und entwickelt eine ungeahnte Begeisterung. Weiterlesen

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Media Monday #46

Mit Dank an Wulf vom Medienjournal

Und die Woche beginnt mit dem Media Monday:

1. Der beste Film mit Gerard Butler ist für mich Guy Richties „Rock N Rolla“, weil ich ansonsten keinen Film mit Gerard Butler gesehen habe.

2. Rainer Werner Fassbinder hat mit „Angst essen Seele auf“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil schon der Titel die Atmosphäre dieses Films fasst. Außerdem kannte ich Brigitte Mira vorher nur als eine der drei Damen vom Grill und war von ihr in diesem Film begeistert.

3. Der beste Film mit Hilary Swank ist für mich „Boys don’t cry“. Dieser packende, toll gespielte und auf der wahren Geschichte von Brandon Teena basierende Film überzeugt durch seine Kompromisslosigkeit und Ehrlichkeit. Weiterlesen

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Krimi-Kritik: Fred Vargas‘ „Die Nacht des Zorns“

(c) Aufbau

Dieses Mal muss Kommissar Adamsberg gleich an vielen Fronten tätig werden: Ein Unbekannter bindet Tauben die Beine zusammen und lässt sie elendig verenden. Ein reicher Industrieller wird in seinem eigenen Auto verbrannt und ein Unschuldiger soll dafür verantwortlich gemacht werden. Außerdem behauptet eine Frau, ihre Tochter Lina habe das Wütende Heer (die armée furieuse, in Deutschland bekannt als Die Wilde Jagd) gesehen, das den Tod vierer Bewohner des Städtchens Ordebec ankündigt. Noch dazu lebt Adamsberg nun mit seinem Sohn Zerc zusammen, den er erst im letzten Roman gefunden hat. Und aus diesen Elementen entsteht im typischen Fred-Vargas-Stil ein hervorragender Kriminalroman. Weiterlesen

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Skandinavische Filmtage 2012 in Bonn – Programm und Tipps

Logo der Skandinavischen Filmtage

Vom 10. bis zum 16. Mai finden in Bonn wieder die Skandinavischen Filmtage statt – und das Programm kann sich in diesem Jahr sehr sehen lassen! Sehr empfehlen möchte ich vor allem den isländischen Film „Eldfjall“ („Volcano“), der es wohl nicht in die deutschen Kinos schaffen wird. In seinem berührenden Spielfilmdebüt erzählt Regisseur Rúnar Rúnarsson von dem schroffen Hannes (Theodor Juliusson), dessen Frau kurz nach seiner Pensionierung einen Schlaganfall erleidet und von ihm gepflegt wird. „Volcano“ ist ein schnörkelloses Drama, das wichtige Fragen aufwirft und mir im letzten Jahr bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck ausgesprochen gut gefallen hat. Und wer das norwegische Drama „Kongen av Bastøy“ („King of Devil‘s Island“) und den schwedischen Film „Svinalängorna“ („Bessere Zeiten“) mit Noomi Rapace im Kino verpasst hat, kann diese Filme nun ebenfalls nachholen.

Sofern nicht anders angegeben, laufen die Filme im Kino in der Brotfabrik – und im Original mit (z.T. englischen) Untertiteln

Das Programm im Überblick: Weiterlesen

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„Fenster zum Sommer“ als Literaturverfilmung – Kritik und Verlosung

Eines Morgen wacht Ursula auf und bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Sie befindet sich nicht im Bett ihres Hauses neben ihrem Ehemann Joachim, sondern wieder bei ihrer herrischen Tante Priska. Und es ist auch kein Sommer mehr, sondern der siebte Februar. Was ist passiert? Aus dieser Ausgangssituation entwickelt Hannelore Valencak in ihrem lesenswerten Roman „Das Fenster zum Sommer“ ein eindrucksvolles Porträt einer Frau, die die Möglichkeiten ihres Lebens nicht nutzen kann.

Der Roman „Das Fenster zum Sommer“ von Hannelore Valencak

Hannelore Valencak (c) Gert Schlegel

Zunächst geht Hannelore wie betäubt dem Alltag nach, den sie längst hinter sich gelassen glaubte. Sie hofft, sie würde nur träumen, aber allmählich muss sie erkennen, dass sie tatsächlich die letzten Monate noch einmal leben muss. Sie vermisst Joachim, der ihr Ausweg aus ihrem trostlosen Dasein war. Deshalb ruft sie ihn an, aber er kennt sie nicht – und ist noch mit der hübschen Ingeborg zusammen.

Doch Ursula kann nicht einfach wieder in ihr altes Leben zurück, nachdem sie gemerkt hat, dass es viel mehr sein könnte: „Es ist mir immer zu wenig gewesen, nur habe ich es eben nicht so genau gewußt. Ich habe mir gesagt: So ist es eben. Das heißt, etwas anderes habe ich nicht gekannt“, sagt sie zu ihrer Kollegin Frau Gartner, die in wenigen Monaten tot sein wird. Frau Gartner widerspricht Ursula, sie ist älter und hat sich mit den schönen Kleinigkeiten abgefunden. Aber Ursula scheint dazu nicht in der Lage, dafür hat sie das Leben ihrer Tante zu sehr vor Augen. Weiterlesen

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