Schlagwort-Archiv: KrimiZeit-Bestenliste

KrimiZeit-Bestenliste September 2015

Und hier ist sie, die neue KrimiZeit-Bestenliste mit einem neuen Spitzenreiter!

1 (-) Friedrich Ani: Der namenlose Tag (Suhrkamp)
2 (10) Dror Mishani: Die Möglichkeit eines Verbrechens (Zsolnay)
3 (2) Newton Thornburg: Cutter und Bone (Polar Verlag)
4 (-) Andreas Kollender: Kolbe (Pendragon)
5 (1) Merle Kröger: Havarie (Ariadne)
6 (5) Antonin Varenne: Die sieben Leben des Arthur Bowman (C. Berteslmann)
7 (9) Petro Markaris: Zurück auf Start (Diogenes)
8 (-) William Shaw: Kings of London (Suhrkamp nova)
9 (-) Jax Miller: Freedom’s Child (Rowohlt Polaris)
10 (-) Michael Robothman: Auf Leben und Tod (Goldmann)

KrimiZeit-Bestenliste Mai 2015

Es ist der erste Donnerstag im Monat – und damit Zeit für die neue KrimiZeit-Bestenliste:

(c) Pendragon

(c) Pendragon

1 (10) James Lee Burke: Sturm über New Orleans (Pendragon)
2 (2) Zoë Beck: Schwarzblende (Heyne)
3 (3) James Ellroy: Perfidia (Ullstein)
4 (4) Mike Nicol: bad cop (btb)
5 (1) William McIlvanney: Die Suche nach Tony Veitch (Kunstmann)
6 (5) Giancarlo de Cataldo/Carlo Bonini: Suburra (Folio)
7 (6) Adrian McKinty: Die verlorenen Schwestern (Suhrkamp)
8 (7) Alan Carter: Prime Cut (Nautilus)
9 (-) Benjamin Black: Die Blonde mit den blauen Augen (Kiepenheuer & Witsch)
10 (-) Dominique Manotti: Abpfiff (Ariadne)

Hausmitteilung: KrimiZEIT-Bestenliste

Seit März 2005 gibt es die Krimi-Bestenliste, für die jeden Monat eine Jury aus spezialisierten Kritikern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die zehn Kriminalromane auswählt, die literarisch interessant und thematisch ausgefallen sind – eben die besten. Die Kooperationspartner haben gewechselt, von Anfang an ist das Nordwestradio dabei und seit 2010 die Wochenzeitung DIE ZEIT. Die KrimiZEIT-Bestenliste wird am ersten Donnerstag des Monats in der ZEIT, auf ZEITonline und in den Sendungen des Nordwestradios vorgestellt.

Bücherstapel

Zur Veröffentlichung der KrimiZEIT-Bestenliste am 5. März hat sich nun die Zusammensetzung der Jury geändert. Aufgrund veränderter Arbeitsschwerpunkte scheiden Michaela Grom, Hendrik Werner und Thomas Wörtche aus, neu stimmen mit Jutta Günther (Nordwestradio), Marcus Müntefering (Spiegel Online, krimi-welt.de), Frank Rumpel (SWR), Guido Schulenberg und – Trommelwirbel – ich. Deshalb wird es fortan im Zeilenkino auch keinen Abgleich mit der Bestenliste mehr geben, sondern ich werde sie einfach hier veröffentlichen. Und mich freuen, dass ich nun an ihr mitwirke.

Außerdem gibt es aus Anlass des zehnjährigen Bestehens auf der Leipziger Buchmesse auch ein Gespräch von Jurysprecher Tobias Gohlis mit Zoë Beck über ihren Kriminalroman „Schwarzblende“ und die Bestenliste. Es findet am Freitag, den 13. März von 13:00 Uhr bis 13:30 Uhr am ZEIT-Stand in Halle 3, D101 statt. Kommt zahlreich!

KrimiZeit-Bestenliste August 2014

Getreu des Mottos „besser spät als nie“ melde ich mich mit einem kurzen Kommentar zur KrimiZeit-Bestenliste aus dem Urlaub zurück.

(c) Blessing

(c) Blessing

Die Platzierungen sind:
1 (1) Olen Steinhauer: Die Kairo-Affäre
2 (-) Mike Nicol: black heart
3 (4) Adrian McKinty: Die Sirenen von Belfast
4 (-) Nathan Larson: 2/14
5 (2) Tom Hillenbrand: Drohnenland
6 (-) Jim Nisbet: Der Krake auf meinem Kopf
7 (-) Lee Child: Wespennest
8 (6) Leonardo Padura: Ketzer
9 (-) Jörg Juretzka: Taxibar
10 (-) Joseph Kanon: Die Istanbul-Passage

Es hat lange gedauert, aber nun ist „Taxibar“ vertreten. Das freut mich sehr, da ich ja – wie man an der Juretzka-Reihe sieht – diesem Autor mehr Öffentlichkeit wünsche und außerdem „Taxibar“ sehr gerne gelesen habe. Juretzka macht in seiner Kryszinski-Reihe vieles richtig: die Hauptfigur wird konsequent weiter entwickelt, es gibt ausreichend Anspielungen auf Vergangenes und einen stets aktuellen gesellschaftspolitischen Bezug.

Über „Die Sirenen von Belfast“ wird demnächst ein Beitrag erscheinen. Adrian McKinty gehört bekanntermaßen zu meinen Lieblingsautoren und auch dieses Buch hat mir – mit leichten Abstrichen aufgrund des schwachen Krimiplots – gut gefallen.

„Drohnenland“, nun ja, habe ich immer noch nicht fertig gelesen. Das liegt aber nicht an dem Buch, sondern an meiner Schusseligkeit: Ich habe es schlichtweg nicht in den Urlaub mitgenommen.

„black heart“ habe ich hingegen mit Begeisterung fertig gelesen und ich freue mich, dass ich demnächst ein Exemplar dieses tollen Abschlusses der Rache-Trilogie hier verlosen werde.

Bedauerlich ist, dass keine Frau auf der Liste zu finden ist – auch Anne Goldmann an den Einstieg nicht noch einmal geschafft.

KrimiZeit-Bestenliste Juli 2014

Durch das Filmfest München und andere Aktivitäten ein wenig verspätet, folgt erst heute mein Abgleich mit der KrimiZeit-Bestenliste:

(c) Blessing

(c) Blessing

1 (-) Olen Steinhauer: Die Kairo-Affäre
2 (5) Tom Hillenbrand: Drohnenland
3 (10) André Georgi: Tribunal
4 (-) Adrian McKinty: Die Sirenen von Belfast
5 (-) Anne Goldmann: Lichtschacht
6 (4) Leonardo Padura: Ketzer
7 (6) Benjamin Percy: Roter Mond
8 (8) Daniel Woodrell: In Almas Augen
9 (1) Oliver Bottini: Ein paar Tage Licht
10 (2) Ross Thomas: Fette Ernte

Sensationelle fünfeinhalb Titel dieser Liste habe ich bereits gelesen, zwei weitere liegen hier bereits. Gefreut habe ich mich, dass vier deutschsprachige AutorInnen auf der Liste vertreten sind und mit McKinty, Woodrell und Thomas auch drei von mir sehr geschätzte Autoren. Dennoch überrascht mich das gute Abschneiden von Georgis „Tribunal“ weiterhin. Adrian McKintys „Die Sirenen von Belfast“ habe ich ebenfalls bereits gelesen (Besprechung folgt), der zweite Teil um Sean Duffy besticht wieder mit der Atmosphäre, allerdings ist der Plot noch schwächer als im ersten Teil. Anne Goldmanns „Lichtschacht“ habe ich für sehr gut befunden, ebenso „In Almas Augen“ und „Ein paar Tage Licht“.

Mit „Drohnenland“ bin ich erst zur Hälfte durch, aber bisher gefällt es mir ganz gut. Ross Thomas’ „Fette Ernte“ und Olen Steinhauers „Die Kairo-Affäre“ befinden sich bereits auf meinem Urlaubsbuchstapel. Und bis dahin ist es ja nicht mehr lang.

KrimiZeit-Bestenliste Mai 2014

Eigentlich hatte ich mit der KrimiZeit-Bestenliste erst nächste Woche gerechnet, aber in Anbetracht des morgigen Feiertages ist sie schon heute erschienen (irgendwann merke ich mir das auch mal). Deshalb folgt auch heute schon mein Abgleich, der leider etwas dünn ausfällt. Nächste Woche hätte das natürlich total anders ausgesehen. 😉 Aber nun erst einmal die Platzierungen (in Klammer der Platz des Vormonats)

(c) Dumont

(c) Dumont

1 (2) Oliver Bottini: „Ein paar Tage Licht“
2 (-) Ross Thomas: „Fette Ernte“
3 (-) Dominique Manotti: „Ausbruch“
4 (10) Mukoma wa Ngugi: „Nairobi Heat“
5 (-) Leonardo Padura: „Ketzer“
6 (8) Karim Miské: „Entfliehen kannst Du nie“
7 (7) Urban Waite: „Wüste der Toten“
8 (1) David Peace: „GB84“
9 (3) Daniel Woodrell: „In Almas Augen“
10 (-) Jonathan Woods: „Der Tote von San Miguel“

Bescheidene drei Titel habe ich gelesen: „Ein paar Tage Licht“ (das es heute noch hier zu gewinnen gibt), „GB84“ und „In Almas Augen“ und über alle drei habe ich bereits im letzten Monat geschrieben, deshalb erwähne ich nur kurz, dass „Ein paar Tage Licht“ und „GB84“ weiterhin zu den besten Kriminalromane gehören, die ich dieses Jahr gelesen habe. Ross Thomas lese ich gerade, allerdings bin ich noch nicht bei „Fette Ernte“ angekommen. Aber nach den ersten drei Bänden spreche ich hier eine für den Autor allgemein geltende Leseempfehlung aus – und meinen Dank an den Alexander Verlag, dass sie sein Werk in der Gesamtausgabe herausbringen. Weiterhin auf meiner Leseliste stehen Mukoma wa Ngugi, Urban Waite und natürlich Dominique Manotti, außerdem hat mich auch Jonathan Woods „Der Tote von San Miguel“ angesprochen.

KrimiZeit-Bestenliste März 2014 – Ein Abgleich

Nachdem ich im Februar den Abgleich versäumt habe, steige ich nun im März wieder ein. Hier ist sie, die KrimiZeit-Bestenliste (Platzierungen in Klammern geben den Vormonat an):

(c) Liebeskind

(c) Liebeskind

1 (-) David Peace: „GB84“
2 (7) Jan Costin Wagner: „Tage des letzten Schnees“
3 (3) Jesper Stein: „Unruhe“
4 (6) Zoë Beck: „Brixton Hill“
5 (-) Daniel Woodrell: „In Almas Augen“
6 (8) Dennis Lehane: „In der Nacht“
7 (5) Martin Cruz Smith: „Tatjana“
8 (10) Uta-Maria Heim: „Wem sonst als Dir.“
9 (4) Friedrich Ani: „M“
10 (-) Karim Miské: „Entfliehen kannst Du nie“

Immerhin fünf Titel habe ich bereits gelesen, der sechste – „Unruhe“ – wird voraussichtlich am Wochenende folgen. Sehr gefreut habe ich mich über den ersten Platz für David Peace, von dessen „GB84“ ich schlichtweg begeistert bin. Deshalb kann ich nur wiederholen: Ja, der Anfang ist mühsam, ja, die Nebenhandlung auf der Seite ist sehr klein gedruckt, ja, es ist alles ein wenig schwierig zu lesen. Aber alleMühe lohnt sich ungemein! Über Jan Costin Wagner, Zoë Beck und Dennis Lehane habe ich bereits etwas geschrieben, sie gehören auch für mich eindeutig zu den besten Krimis der letzten Monate.

Daniel Woodrells „In Almas Augen“ hat mir ebenfalls sehr gut gefallen (Beitrag folgt), als Krimi würde ich das Buch nicht unbedingt sehen, aber da war ich bereits bei Carl Nixons „Rocking Horse Road“ strenger als die Jury. Es geschieht zwar in beiden Büchern ein Verbrechen, allerdings steht für mich die Aufklärung zu wenig im Vordergrund.

Von den anderen vier Titeln hat mich vor allem der Satz der Jury neugierig gemacht, dass in Karim Miskés „Entfliehen kannst du nie“ „Wut, Drogen, Freud und Ellroy“ stecke. Von Uta-Maria Heim habe ich bisher nur „Feierabend“ gelesen, das Buch konnte mich nicht überzeugen. Aber schön ist, dass immerhin zwei Frauen und vier deutschsprachige AutorInnen auf der Liste stehen.

KrimiZeit-Bestenliste Januar 2014

Ausnahmsweise am zweiten Donnerstag des Monats ist die KrimiZeit-Bestenliste erschienen. Die Platzierungen sind (in Klammern ist der Vormonat angegeben):

(c) Diogenes

(c) Diogenes

1 (3) John le Carré: „Empfindliche Wahrheit“
2 (1) Friedrich Ani: „M“
3 (7) Dennis Lehane: „In der Nacht“
4 (5) Martin Cruz Smith: „Tatjana“
5 (4) Garry Disher: „Dirty Old Town“
6 (2) Lee Child: „61 Stunden“
7 (-) Ulrich Ritzel: „Trotzkis Narr“
8 (-) Zoë Beck: „Brixton Hill“
9 (-) Jesper Stein: „Unruhe“
10 (8) Jo Nesbø: „Koma“

Besonders gefreut habe ich mich über die beiden Neuzugänge Zoë Beck und Ulrich Ritzel, deren Bücher ich sehr gelungen fand. Meine Besprechung von „Trotzkis Narr“ ist in der aktuellen Ausgabe der BÜCHER, die Kritik zu „Brixton Hill“ kommt nächste Woche im Zeilenkino. Aber bereits jetzt sei gesagt, dass sich beide Kriminalromane dem Thema Gentrifizierung aus gänzlich anderer Richtung nähern – und gekonnt Gesellschaftskritik mit Krimi-Elementen verbinden.

Dennis Lehanes „In der Nacht“ habe ich bereits ausführlich gewürdigt, Jesper Stein steht auf meiner Leseliste.

KrimiZeit-Bestenliste – Die zehn besten Kriminalromane 2013

Nachdem ich meine Anmerkungen zur KrimiZeit-Bestenliste Dezember aus Arbeitsgründen einfach mal vergessen habe, will ich diese neu eingeführte Rubrik mit der Jahresliste fortsetzen. Nach den KrimiZeit-Kritikern sind folgende Titel die besten zehn Kriminalromane des Jahres 2013:

(c) Tropen

(c) Tropen

(1) Patrícia Melo: „Leichendieb“
(2) Friedrich Ani: „M“
(3) Warren Ellis: „Gun Machine“
(4) Jerome Charyn: „Unter dem Auge Gottes“
(5) Sara Gran: „Das Ende der Welt“
(6) Lavie Tidhar: „Osama“
(7) John le Carré: „Empfindliche Wahrheit“
(8) Mike Nicol: „Killer Country“
(9) Daniel Suarez: „Kill Decision“
(10) Don Winslow: „Kings of Cool“

Fünf dieser Titel habe ich gelesen, vier davon auch besprochen – und in der Liste nun verlinkt. Dass „Leichendieb“ in der KrimiZeit-Bestenliste so weit vorne landet, war angesichts der guten und dauerhaften Platzierung in den Monatslisten zu erwarten, mir hat das Buch auch gut gefallen, wenngleich ich nach der Lektüre nicht unbedingt so begeistert war wie viele andere Kritiker. Aber nun – einige Monate später – erinnere ich mich immer noch sehr gut an diesen perfiden noir-Roman und das ist ja meist ein gutes Zeichen.

Weitaus überraschender finde ich hingegen, dass Sara Gran mit „Das Ende der Welt“ auf der Liste überhaupt vertreten ist – und dann noch auf dem fünften Platz. So sehr ich den ersten Teil ihre Claire de Witt-Reihe schätze, war diese Fortsetzung doch lediglich mittelmäßig. Vieles erschien mir ein wenig zu hastig niedergeschrieben und nicht gut genug durchdacht. Daher wäre sie bei mir nicht unter den zehn besten Kriminalromanen des Jahres. Stattdessen hätte ich mir – kaum überraschend – Adrian McKintys „Der katholische Bulle“ auf der Liste gewünscht oder auch Joe R. Lansdale.

In nächster Zeit lesen werde ich voraussichtlich noch „Osama“ und „Killer Country“, auch der Ani steht noch auf meiner Liste.

Andere Abgleiche:
crimenoir
My Crime Time

Die KrimiZeit-Bestenliste November 2013

Ich musste diese neue Reihe in meinem Blog ja unbedingt im Oktober anfangen, obwohl ich eigentlich weiß, dass ich in diesem Monat dank Buchmesse, diverser Redaktionsschlüsse und der Nordischen Filmtage kaum zum Lesen komme. Deshalb habe ich ausnahmsweise fast gar keine Meinung zu den platzierten Büchern.

(c) diaphanes

(c) diaphanes

1 (1) Jerom Charyn: „Unter dem Auge Gottes“
2 (-) Ana Paula Maia: „Krieg der Bastarde“
3 (-) Friedrich Ani: „M“
4 (7) Robert Wilson: „Stirb für mich“
5 (-) Lee Child: „61 Stunden“
6 (-) Garry Disher: „Dirty Old Town“
7 (-) Michael Robotham: „Sag, es tut dir leid“
8 (-) Tom Rob Smith: „Ohne jeden Zweifel“
9 (-) Christopher Brookmyre: „Die hohe Kunst des Bankraubs“
10 (5) C.S. Forester: „Tödliche Ohnmacht“

Lediglich Christopher Brookmyres unterhaltsamen „Die hohe Kunst des Bankraubs“ habe ich bereits gelesen – „Das Auge Gottes“ liegt weiterhin ganz oben auf meinem Stapel zu lesender Bücher. Ein Auge habe ich zudem auf Maias „Krieg der Bastarde“ geworfen, nahezu Pflichtlektüre sind Dishers „Dirty Old Town“ und Foresters „Tödliche Ohnmacht“. Ein wenig verwundert bin ich allerdings, dass Higgins allseits gelobter „Ich töte lieber sanft“ gar nicht auf der Liste zu finden ist.