Schlagwort-Archive: Bonn

Filmreihen und eine Ausstellung – Zum 30. Todestag von Romy Schneider

Am 29. Mai jährt sich der Todestag von Romy Schneider zum 30. Mal. Aus diesem Anlass ist in der Bundeskunsthalle in Bonn seit dem 5. April eine Ausstellung zu sehen, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek, Berlin, und Akouna, Paris, entstanden ist.

Filmkostüm für Romy Schneider CÉSAR ET ROSALIE, 1972; Collection Sarah Biasini; Foto: Mark Brandenburgh © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Sie führt chronologisch durch das Leben und Werk Romy Schneiders und präsentiert Originalkostüme, zahlreiche Filmausschnitte, bisher unbekannte Fotografien, Plakate und persönliche Gegenstände aus ihrem Nachlass. Dabei ist es Kuratorin Daniela Sannwald gelungen, Romy Schneiders Wandlung von dem „süßen Fratz“ zur selbstbewussten Schauspielern sehr gut deutlich werden zu lassen. Vor allem aber widersteht die Ausstellung der Versuchung, Romy Schneiders Leben zu skandalisieren oder auf die Tragödien zu reduzieren. Vielmehr entsteht beim Gang durch die Räume ein komplexes Bild der Schauspielerin, Weiterlesen

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Französische Filmtage 2012 in Bonn

Zum mittlerweile 10. Mal finden vom 6. bis zum 20. Juni 2012 in Bonn die Französischen Filmtage statt. In dieser Zeit konkurrieren 16 Filme um den Publikumspreis, darunter Erstaufführungen wie Ursula Meiers „Schwester – L’enfant d’en haut“ zu sehen, der in Berlin den Silbernen Bären erhalten hat, und Frédéric Beigbeders Debüt „Das verflixte 3. Jahr – L’amour dure trois ans“. Außerdem werden auch bekannte Filme gezeigt. Neben „Der Junge mit Fahrrad“ wird auch der Publikumshit „Ziemlich beste Freunde“ nochmals gezeigt. Und selbst der Klassier „Pierrot le fou – Elf Uhr nachts“ von Jean-Luc Godard ist im Kino zu sehen. Ein sehr schönes Programm!

Alle Filme laufen in der Neuen Filmbühne in Beuel und in der französischen Originalfassung. Außerdem gibt es abermals das Festivalticket, mit dem für 32 Euro alle 16 Filme zu sehen sind.

Das Programm im Überblick: Weiterlesen

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Skandinavische Filmtage 2012 in Bonn – Programm und Tipps

Logo der Skandinavischen Filmtage

Vom 10. bis zum 16. Mai finden in Bonn wieder die Skandinavischen Filmtage statt – und das Programm kann sich in diesem Jahr sehr sehen lassen! Sehr empfehlen möchte ich vor allem den isländischen Film „Eldfjall“ („Volcano“), der es wohl nicht in die deutschen Kinos schaffen wird. In seinem berührenden Spielfilmdebüt erzählt Regisseur Rúnar Rúnarsson von dem schroffen Hannes (Theodor Juliusson), dessen Frau kurz nach seiner Pensionierung einen Schlaganfall erleidet und von ihm gepflegt wird. „Volcano“ ist ein schnörkelloses Drama, das wichtige Fragen aufwirft und mir im letzten Jahr bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck ausgesprochen gut gefallen hat. Und wer das norwegische Drama „Kongen av Bastøy“ („King of Devil‘s Island“) und den schwedischen Film „Svinalängorna“ („Bessere Zeiten“) mit Noomi Rapace im Kino verpasst hat, kann diese Filme nun ebenfalls nachholen.

Sofern nicht anders angegeben, laufen die Filme im Kino in der Brotfabrik – und im Original mit (z.T. englischen) Untertiteln

Das Programm im Überblick: Weiterlesen

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Französische Filmtage 2011 in Bonn

(c) Concorde

Dass in Bonn derzeit einige cineastische Freuden gibt, habe ich ja erst unlängst kundgetan. Nach den Skandinavischen Filmtagen sind nun die Französischen Filmtage gestartet, in deren Verlauf bis zum 8. Juni französische Filme in der Neuen Filmbühne, Friedrich-Breuer-Str. 68-70 zu sehen ist. Das Programm ist eine gute Mischung aus bekannten und neuen französischen Filmen, die darüber hinaus alle im Original mit Untertitel zu sehen sind:

Di. 24.5. 20:30 Uhr (Wdh.: Do. 26.5. 19:00 Uhr):
„Tournée“ von Mathieu Amalric (Erstaufführung). Eröffnungsfilm mit anschließendem Empfang.

Mi. 25.5. 19:30 Uhr (Ort: Robert-Schumann-Institut):
„Gainsbourg vie héroique“ von Joann Sfar.

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Skandinavische Filmtage in Bonn

Vom 12. bis 19. Mai 2011 finden im Kino in der Brotfabrik und im LVR-LandesMuseum Bonn die Skandinavischen Filmtage statt. Das gesamte Programm ist bei der Bonner Kinemathek zu finden, hier nur ein kurzer Blick auf die – subjektiven! – Höhepunkte der Filmtage.

Gleich der Auftakt klingt sehr vielversprechend. In „The Experiment“ erzählt Louise Friedberg von dem Versuch der dänischen Regierung, durch einen Zwangsaufenthalt grönländischer Kinder in Dänemark, sie mit der dänischen Kultur vertraut zu machen. Dass der Film auf einer wahren Begebenheit basiert, macht ihn umso schockierender! Weiterlesen

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Thomas Mann und der Film – „Der Zauberberg“

(c) Neue Visionen Filmverleih

„Der Zauberberg“ ist einer jener Romane, die kaum zu verfilmen ist: zu viele abstrakte Dialoge, zu wenig Handlung und ein schwächlicher Held erleichtern das Vorhaben nicht unbedingt. Darüber hinaus ist Thomas Manns Werk eines der bedeutendsten Bücher des 20. Jahrhunderts, so dass die Verfilmung sehr hohe Erwartungen zu schultern hatte .

Womöglich aus diesem Grund sollte ein Regisseur mit internationalem Ruf die Verfilmung verantworten. Sehr früh brachten die Erben Thomas Manns Luchino Visconti ins Spiel, eine Weile wurde auch Peter Zadek gehandelt. Letztendlich übernahm aber Hans W. Geißendörfer – mittlerweile vor allem als Vater der „Lindenstraße“ ein Begriff – die Regie. Produzent war Franz Seitz, der sich seit 164 für eine Reihe von Thomas-Mann-Adaptionen verantwortlich zeigte. Weder Geißendörfer noch Seitz wollten einen das Buch abfilmen, sondern den Stoff mit Bezügen auf die Gegenwart durchziehen. Weiterlesen

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Thomas Mann im REX-Kino Bonn

Als Bloggerin über Filme und Literatur und Mitglied des Ortsverein BonnKoeln der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft weise ich allzu gerne auf eine Film-Reihe in Bonn hin, die am kommenden Sonntag beginnen wird. In Zusammenarbeit mit dem REX-Kino werden bis zum 1. Juni unter dem Titel „Thomas Mann im (REX-)Kino“ fünf Thomas-Mann-Verfilmungen gezeigt, die einen guten Einblick in die filmische Rezeption des als „unverfilmbar“ geltenden Autors geben.

Präsentiert werden folgende Filme: Weiterlesen

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