Trailer und Starttermin zu „The Counselor“

(c) 20th Century Fox

Am 28. November 2013 startet in den deutschen Kinos „The Counselor“, ein Gemeinschaftsprojekt von Regisseur Ridley Scott und Pulitzer-Preisträger Cormac McCarthy, der erstmals ein Originaldrehbuch geschrieben hat. Er erzählt die Geschichte eines Anwalts, der sich in Drogengeschäften verstrickt.
Die Hauptrolle spielt Michael Fassbender, außerdem sind Penélope Cruz, Cameron Diaz, Javier Bardem und Brad Pitt mit von der Partie.

Das Drehbuch wird voraussichtlich im Dezember bei Rowohlt erscheinen.

Und hier ein Blick auf den Teaser-Trailer:

Und der deutsche Trailer:

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Zum Geburtstag von Frank Göhre

Frank Göhre (c) Pendragon

Anlässlich des 70. Geburtstags von Frank Göhre bringt der Pendragon Verlag den über 500 Seiten langen Sammelband „Geile Meile“ heraus, der den Abschluss seines St.-Pauli-Epos bildet. Er wird folgende Romane und Erzählungen enthalten: „Zappas letzter Hit“, „St. Pauli Nacht“, „Rentner in Rot“, „Der letzte Freier“ und die bisher unveröffentlichte Story „Es war einmal St. Pauli“. Der Band wird ab dem 8. Juli im Buchhandel erhältlich sein.

Frank Göhre lebt seit 34 Jahren als Roman- und Drehbuchautor geboren. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt er zwei Mal den Deutschen Krimi-Preis. Und er zählt meines Erachtens schlichtweg zu den besten deutschsprachigen Kriminalautoren!

Zuvor in der St.-Pauli-Reihe erschienen:
„An einem heißen Sommertag“ (1. Sammelband mit „Letzte Station vor Einbruch der Dunkelheit“, „Schnelles Geld“ und ergänzt mit den Erzählungen „Verrückte Schritte“ und „Keine Chance“)
„Die Kiez-Trilogie“ (2. Sammelband mit den drei Romanen „Der Schrei des Schmetterlings“, „Der Tod des Samurai“ und „Der Tanz des Skorpions“)

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Krimi-Kritik: „Manhattan“ von Don Winslow

(c) Suhrkamp

Nach dem großen Erfolg der späteren Werke von Don Winslow hat sich Suhrkamp entschlossen, auch seine frühen Romane herauszubringen. Und im Gegensatz zu dem etwas langatmigen „Die Sprache des Feuers“ ist „Manhattan“ ein herrlich eleganter und spannender Thriller, als dessen Autor man Don Winslow auf den ersten Blick gar nicht vermuten würde.

Erzählt wird die Geschichte von Walter Withers, dem „Großen Skandinavischen Lude und Tödlichen Anwerber“. Diese Beinamen hat er sich bei der CIA redlich verdient, immerhin sind seine Anwerbungserfolge im Europa der Nachkriegszeit legendär. Seine Waffen sind seine Überredungskunst und sein Charme, überzeugt hat er damit noch jeden potentiellen Spitzel. Auch ist „Walther Withers (…) bei der CIA nicht unglücklich. Ihm fehlte einfach nur New York.“ Also kehrt er im Jahr 1958 nach New York zurück und fängt bei einer Sicherheitsfirma als Privatdetektiv an. Seine Hauptaufgabe besteht darin, potentielle Angestellte von großen Firmen zu überprüfen – als ehemaliger CIA-Agent eine Kleinigkeit. Seine Arbeit erledigt er gewissenhaft und sorgfältig, und seine freie Zeit verbringt er mit seiner großen Liebe Anne, einer Jazz-Sängerin, die er in Europa kennengelernt hat. Dann bittet ihn sein Chef Weihnachten 1958 zu einem besonderen Auftrag: Der Senator und vermutlich zukünftige Präsident Joe Keneally ist mit seiner Frau Madeline in der Stadt und benötigt einen diskreten Sicherheitsmann. Walter übernimmt den Job – und gerät in eine abenteuerliche Verschwörungsgeschichte. Weiterlesen

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Die BBC-Serie „Call the Midwife – Ruf des Lebens“

Jenny Lee mit den Nonnen (c) UPHE

Eigentlich dachte die 22-jährige Krankenschwester und Hebamme Jenny Lee (Jessica Raine), sie würde im Londoner East End der 1950er Jahre eine Stelle in einem kleinen privaten Krankenhaus antreten. Stattdessen landet sie in einem Kloster, in dem die Frauen des Viertels Geburtshilfe und Unterstützung bekommen. Da sie selbst vom Land kommt, ist das Leben dort anfangs ein Schock für sie: kleine beengte Wohnungen, mit teilweise erschreckenden hygienischen Verhältnissen, und bei den meisten Frauen folgt eine Schwangerschaft auf die andere. Aber Jenny Lee beißt sich durch – und entdeckt die liebenswerten Seiten ihres neuen Lebens.

Beengte Wohnungen im East End (c) UPHE

Basierend auf den Erinnerungen von Jennifer Worth erzählt die BBC-Serie „Call the Midwife – Ruf des Lebens“ von dem Leben im Londoner East End Ende der 1950er Jahren und überzeugt vor allem mit ihrem Produktionsdesign. Die Kulissen, die Kleidung und jedes Detail passen perfekt und lassen die Atmosphäre jener Jahre sehr spürbar werden. Hinzu kommt die Handlung: In jeder Episode der Serie wird eine in der Regel abgeschlossene Geschichte erzählt, die ein Schlaglicht auf die Probleme der damaligen Zeit wirft. Dazu gehören dicht aufeinanderfolgende Schwangerschaften, die Gefahr einer Schwangerschaftsvergiftung, Prostitution und falsche Vaterschaften. Aber es werden auch die Errungenschaften des National Health System herausgestellt, die vielen Frauen das Leben retteten. Zumeist sind die erzählten Geschichten rührend und entlarven eher nebenbei die Zustände der Zeit. Dabei ragt insbesondere die Episode „We are Family“ („Geschwisterliebe“) heraus, die von der Liebe zwischen einem Bruder und seiner Schwester handelt. Anstatt einer standardisierten Inzest-Story wird hier von dem Leben zweier Waisenkinder erzählt, die immer nur sich selbst hatten. Bei aller Dramatik im Plot behält die Serie aber stets einen leichten Erzählton bei, der sie unterhaltsam macht – und zudem verhindert, dass sie allzu sehr in Kitsch abdriftet. Weiterlesen

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Media Monday #104

Durchaus kreativ finde ich meine heutigen Antworten auf den Media Monday. Aber lest selbst:

1. Von allen Bond-Darstellern würde sich Idris Elba unterscheiden, würde er tatsächlich der Nachfolger von Daniel Craig werden. Dann würde ich mich auch das erste Mal in der Geschichte meiner Kinobesuche darauf freuen, den neuen Bond zu sehen.

2. Es nervt mich ja ein wenig, dass Schauspieler Ryan Gosling momentan auf schweigsame Rollen abonniert zu sein scheint, denn er sollte aufpassen, dass er nicht zu sehr auf einen Typ festgelegt wird. Ad hoc fällt mir jedenfalls abgesehen von „Crazy Stupid Love“ kein Film ein, in dem er wesentlich von diesem Typus abweicht.

3. Statt der althergebrachten Schauplätze wäre es toll, wenn mal ein Horrorfilm in/im Fußballstadion spielen würde, denn dort spielt samstags oftmals das wahre Grauen ab. Weiterlesen

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Französische Filmtage 2013 in Bonn

Zum elften Mal finden vom 10. bis zum 17. Juli 2013 die Französischen Filmtage in der Neuen Filmbühne in Bonn-Beuel statt. Der Eröffnungsfilm ist „Au Bout du Conte – Unter dem Regenbogen“ von Angès Jaoui und Jean-Pierre Bacri, die mit ihren Filmen „Lust auf anderes“ und „Schau mich an“ sowie ihrem Drehbuch zu „Das Leben ist ein Chanson“ bekannt geworden sind. Außerdem laufen als Vorpremiere die Komödien „Camille redouble“ von Noémie Lvovsky und „Paulette“ von Jérôme Enrico, die in Frankreich ein großer Erfolg waren.

Das Programm im überblick: Weiterlesen

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Von einem, der auszog, die Welt zu erkunden – Über „Ein Mann von Welt“ von Antoine Wilson

(c) Insel Verlag

Oppen Porter lebt seit 27 Jahren in dem kleinen kalifornischen Ort Madera und ist stolz darauf, dass er von allem Mayor genannt wird – sogar von dem richtigen Bürgermeister. Jeden Tag fährt er mit dem Fahrrad von seinem Elternhaus in den Ort hinein, fragt seine Freunde, ob sie Arbeit für ihn haben und erledigt dann, was zu tun ist. Oppen ist zufrieden mit diesem Leben, doch dann stirbt sein Vater. Nachdem er ihn – seinem letzten Wunsch folgende – auf dem Grundstück zwischen den Familienhunden begraben hat, schalten sich die Behörden ein und verlegen den Vater auf einen Friedhof. Dann meldet sich seine Tante Liz und bringt Oppen zu der Einsicht, dass es für ihn am besten wäre, zu ihr nach Panorama City zu kommen. Dort – davon ist Oppen überzeugt – wird er ein Mann von Welt werden!

Antoine Wilsons „Ein Mann von Welt“ ist ein Roman, in dem eine vermeintlich dumme Hauptfigur mitunter erstaunliche Sichtweisen auf die Welt offenbart. In Tradition von Forrest Gump ist Oppen Porter ein liebenswürdiger, naiver, tapsiger Mann. Einen Meter achtundneunzig groß, überragt er die meisten seiner Mitmenschen und doch sehen sie auf ihn herab. Da er leicht zu beeinflussen ist, wird er des Öfteren ausgenutzt. Er freundet sich mit einem Trickbetrüger an, der sich auf Oppens Großmütigkeit verlässt, ihm aber auch etwas über das Leben beibringt, verbringt auf Wunsch seiner Tante Zeit mit einem Psychiater und bei einer Sekte, verguckt sich in eine Wahrsagerin und sieht vor allem in allen Menschen das Gute. Weiterlesen

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