Shortlist der Dagger Awards

Während eines Urlaubs passiert ja eine ganze Menge und zur Zeit komme ich mit dem Schreiben, Lesen und Sichten kaum hinterher. Aber die Shortlist der CWA Dagger Awards muss ich hier erwähnen. Sie werden jedes Jahr von der britischen Crime Writers‘ Association in derzeit zehn Kategorien vergeben, von denen drei meines Erwachtens besonders interessant sind: der beste englischsprachige Kriminalroman, der beste Thriller und den besten Newcomer.

Auf die Shortlist haben es in diesem Jahr geschafft: Weiterlesen

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Ingrid Bergman – Ein Leben in Bildern

courtesy Schirmer/Mosel

courtesy Schirmer/Mosel

Am 2. Oktober 2013 erscheint bei Schirmer/Mosel das Buch „Ingrid Bergman – Ein Leben in Bildern“, mit dem Lothar Schirmer in Zusammenarbeit mit Isabella Rossellini eine große autorisierte visuelle Biographie der Schauspielerin vorlegt.

Das Buch widmet sich den beruflichen und privaten Stationen des Lebens von Ingrid Bergman: ihren Freundschaften mit Ernest Hemingway, Jean Renoir und Alfred Hitchcock, ihre Romanze mit Robert Capa; dem Skandal, als sie ihren Ehemann und ihre Tochter in Schweden verließ, um mit Roberto Rossellini zu leben; ihre Rückkehr nach Hollywood und Schweden und ihre Theaterkarriere.

Erstmals hat die Familie Ingrid Bergmans der Veröffentlichung von Bildern zugestimmt, daher versammelt der Band Privatfotos, Portraits und Schnappschüsse sowie Texte von Roberto Rossellini, John Updike, Curd Jürgens und anderen.

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Shortlist des Deutschen Buchpreises 2013

Nun ist sie da, die Shortlist zum Deutschen Buchpreis. Nachdem die Longlist während meines Urlaubs bekanntgegeben wurde, habe ich sie hier nicht weiter erwähnt, aber wenigstens die Shortlist soll doch gewürdigt werden. Auf ihr finden sich die sechs Titel, aus denen dann im Oktober der beste Roman des Jahres 2013 gewählt wird. Die Kandidaten sind:

(c) Petra Gass

(c) Petra Gass

Mirko Bonné: Nie mehr Nacht (Schöffling & Co., August 2013)
Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden (Hanser, Februar 2013)
Clemens Meyer: Im Stein (S. Fischer, August 2013)
Terézia Mora: Das Ungeheuer (Luchterhand, September 2013)
Marion Poschmann: Die Sonnenposition (Suhrkam, August 2013)
Monika Zeiner: Die Ordnung der Sterne über Como (Blumenbar, März 2013)

Gelesen habe ich keines der Bücher, ein wenig liebäugle ich mit Mirko Bonné und Clemens Meyer. Letzteren halte ich auch für einen Preiskandidaten, da sein Buch recht gut besprochen wurde – und mir in letzter Zeit häufiger als der Roman, den man gelesen haben sollte, begegnet ist. Doch mein erster Gedanke war, dass Reinhard Jirgl gewinnt. Die Rezension von Helmut Böttiger, dieses Jahr Jury-Vorsitzender, in der Süddeutschen Zeitung war nahezu hymnisch, außerdem könnte es an der Zeit sein, dass er diesen Preis erhält. Ähnlich sieht es caterina von den Schönen Seiten, auf deren Blog noch wesentlich fundiertere Anmerkungen zu den Nominierten zu finden sind.

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Media Monday #114

Nach über drei Wochen Urlaub und Blogpause melde ich mich hiermit wieder zurück!

media-monday-114

1. Das Duo aus Regisseurin Kelly Reichardt und Darstellerin Michelle Williams finde ich großartig.

2. Südstaaten-Krimis lese ich sehr gerne. Aktuelle Empfehlung: Joe Lansdales “Dunkles Gewässer”.

3. Das Gefühl am Ende eines sensationellen Films lässt sich mit nichts vergleichen, weil es von totaler Erschöpfung bis grenzenloser Euphorie reichen kann.

4. Es wäre wünschenswert, wenn in Interviews auch mal gefragt würde, was der Produzent zu sagen hat. Sie sind meines Erachtens die unterschätztesten Gesprächspartner.

5. Ich freue mich immer über eine beeindruckende Kameraführung, weil sie jeden Film besser macht. Denn beeindruckend bedeutet manchmal auch zurückhaltend.

6. Statt Rezensionen/Kritiken wäre es toll, wenn es auf Film-Blogs u. ä. viel mehr Specials gäbe wie etwa Werkschauen zu Regisseuren, Reihen zu Filmländern, Genres etc.

7. Mein zuletzt gelesenes Buch war „Big Blowdown“ von George Pelecanos und das war ein unterhaltsamer und guter Kriminalroman, weil Pelecanos von griechischen Einwanderern im Washington der 1940er bis 1950er Jahre erzählt und damit Einblicke in ein mir bisher nur wenig bekanntes Milieu liefert.

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Sommerpause

Über Twitter hatte ich bereits angedeutet: Ich fahre in den Urlaub! Deshalb ist bis zum 30.08.2013 Sommerpause im Zeilenkino! Auch bei Twitter und Facebook werde ich nur sporadisch sein. Falls Ihr an Eindrücken aus dem Urlaub interessiert seid: Bei EyeEm werde ich – je nach Verfügbarkeit eines Netzes – einige Fotos posten. Dort bin ich ebenfalls unter dem Namen Zeilenkino zu finden.

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Krimi-Tipp: „Der katholische Bulle“ von Adrian McKinty

(c) Suhrkamp

Als ich vor zwei Jahren „Der sichere Tod“ von Adrian McKinty las, hat mich das Buch nicht überwältigt. Es hat mir gefallen, vor allem aber wurde ich das Gefühl nicht los, dass das ein Autor ist, den ich im Auge behalten muss. Nun ist im Juni bei Suhrkamp mit „Der katholische Bulle“ der Auftakt zu McKintys Sean-Duffy-Trilogie erschienen – und dieses Buch ist der bisher beste Polizeiroman, den ich in diesem Jahr gelesen habe.
Eine Besprechung des Romans ist in der August-Ausgabe des Magazins BÜCHER erschienen, aber auch hier möchte ich dieses Buch allen Lesern von hardboiled-Kriminalliteratur und Polizeiromanen sehr ans Herz lesen. Es toller Protagonist, eine spannende Geschichte und mit Belfast im Jahr 1981 ein unwiderstehliches, melancholisches Setting. Nach der letzten Seite wollte ich vor allem eines: Sofort den zweiten Teil lesen.

Adrian McKinty betreibt regelmäßig einen Blog, in dem er nicht nur Besprechungen seiner Bücher sammelt, sondern auch Beiträge über Kriminalliteratur im Allgemeinen und über sein Leben schreibt. Ich lese ihn jedenfalls gerne.

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Ein erster Blick auf die Verfilmung von „Erbarmen“

Ein sonderlich großer Fan der Thriller von Jussi Adler-Olsen bin ich nicht, dafür sind mir die Bücher zu sehr nach dem üblichen skandinavischen Muster konzipiert. Dass ich mich auf die Verfilmung dennoch freue, ist vor allem Nicolas Arcel zu verdanken, der bei „Verblendung“ schon einmal aus einem mittelmäßigen Buch ein gutes Drehbuch für einen guten Film geschrieben. Regie wird Mikkel Nørgaard führen.

Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas, links) und sein Assistent Assad (Fares Fares) auf der Spur von Merete Lynggaard © NFP

Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas, links) und sein Assistent Assad (Fares Fares) auf der Spur von Merete Lynggaard
© NFP

In dem Auftakt der Verfilmungen von Olsens Thrillerreihe wird Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas, „Adams Äpfel“) in die neu gegründete Sonderabteilung Q abgeschoben. Dort soll er ungelöste Fälle möglichst schnell zum Abschuss bringen. Nach wenigen Tagen haben er und sein Assistent Assad (Fares Fares, „Zero Dark Thirty“) allerdings einen brisanten Fall entdeckt: Vor Jahren ist die Politikerin Merete Lynggaard (Sonja Richter, „Sons of Norway“) verschwunden, der Fall wurde als vermutlicher Selbstmord nicht mehr weiterverfolgt. Doch Carl und Assad finden Hinweise, die sie an dieser Version zweifeln lassen …

„Erbarmen“ wird am 10. August in Locarno Premiere haben und am 6. Februar 2014 in den deutschen Kinos starten.

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