„The Muppets. Again“

Bekanntermaßen bin ich ja ein großer Fan der Muppets und deshalb habe ich mich über ihre Rückkehr auf die Kino-Leinwand gefreut. „Die Muppets“ war meines Erachtens gelungen – und auch so erfolgreich, dass es nun einen zweiten Film mit den Muppets geben wird. Die Story erinnert an „The Great Muppet Caper“ (dt. „Der große Muppet-Krimi“): Nachdem die Muppets ihr Theater gerettet haben, touren sie mit ihrer Show durch Europa. Dabei werden sie von dem weltgrößten Kriminellen, Constantin, und seinem Handlanger Dominic (Ricky Gervais) in einen Coup verwickelt, der insbesondere Kermit in Gefahr bringt. Denn Constantin sieht ihm zum Verwechseln ähnlich …

Am Set (c) Walt Disney Studios

Neben Ricky Gervais sind Tina Fey und Ty Burrell als Nicht-Muppets mit von der Partie. Das Drehbuch stammt von James Bobin, der dieses Mal mit Nicholas Stoller („Forgetting Sarah Marshall“, „The Five-Year Engagement“) zusammengearbeitet hat. Das klingt erst einmal recht vielversprechend. Und die Musik kommt wieder von Bret McKenzie, der ja auch das geniale „Man or Muppet“ geschrieben hat. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, ob James Bobin ein weiteres Mal die Gratwanderung zwischen Nostalgie und modernem Kinder-Film gelingt.

Und wenngleich ich sonst kein Freund von Teaser-Trailern bin – nach der letztjährigen Kampagne erhoffe ich mir hier wieder großen Spaß!

Update: Nun gibt es den ersten Trailer, allerdings hatte ich mir hier etwas mehr Kreativität erhofft.

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Media Monday #83

Es ist mal wieder Montag …

1. Brion James gefiel mir am besten in „The Player“, vermute ich. Eine Erinnerung an ihn habe ich jedenfalls nicht

2. Kathryn Bigelow hat mit „The Hurt Locker“ ihre beste Regiearbeit abgelegt, weil mir dieser Film nach langem Überlegen besser gefallen hat als „Blue Steel“.

3. Karin Dor gefiel mir am besten in „Die Fälscher von London“. Sie ist für mich einfach mit den Wallace-Filmen verbunden.

4. Das Thema Vernetzung und Kommunikation spielt ja eine große Rolle, wird jedoch von vielen Seiten als nur unzureichend ausgeprägt eingestuft. Wie ist eure Meinung zu dem Thema und wie könnte man die Vernetzung verbessern? Weiterlesen

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„Lincoln“ – Geschichtsstunde mit Steven Spielberg

Daniel Day-Lewis als Abraham Lincoln (c) 2012 Twentieth Century Fox

„Without slavery the rebellion could never have existed; without slavery it could not continue“, sagte Abraham Lincoln im Dezember 1862 in seiner Ansprache im Kongress und schlug vor, dass durch einen Verfassungszusatz die Sklaverei abgeschafft werden sollte. Zu Beginn des Jahres 1865 nimmt er diesen Ansatz abermals auf. Er wurde gerade wiedergewählt und ist populärer denn je. Diese Beliebtheit will er nutzen, um den 13. Verfassungszusatz durchzusetzen. Aber er steht vor zahlreichen Schwierigkeiten: Seine republikanische Partei hält nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit, zudem ist fraglich, ob sie geschlossen abstimmen will. Also müssen Demokraten überzeugt werden, für die Abschaffung zu stimmen – oder sich wenigstens zu enthalten. Außerdem gibt es Anzeichen, dass die Konföderierten zu Friedensverhandlungen bereit sind. Soll er dieses Angebot annehmen oder weiterhin versuchen, mit dem 13. Verfassungszusatz die Sklaverei abzuschaffen und damit möglicherweise ein Ende des vier Jahre währenden Krieges behindern? Weiterlesen

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Media Monday #82

Und bevor der Montag vorbei ist, hier noch meine Antworten zum Media Monday.

1. Peter Sarsgaard gefiel mir am besten in „An Education“, weil es ihm gelingt, den Charme von David zu betonen. Sehr gut gefiel er mir auch in dem tollen Film „Boys don’t cry“.

2. Clint Eastwood hat mit „Mystic River“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil dieser Film eindringlich, spannend und traurig ist. Generell mag ich Eastwoods elegante und ruhige Erzählweise sehr gerne, obwohl mir seine letzten Arbeiten nicht mehr so gut gefallen haben. Aber das Bild des Jungen auf dem Rücksitz des Wagens werde ich nie vergessen.

3. Meiko Kaji gefiel mir am besten in ________ . Sie ist mir gänzlich unbekannt.

4. Der beste Beitrag oder die beste Kritik, die ich in der vergangenen Woche auf einem Blog gelesen habe, war über „country noir“, in dem die schöne noir-Definition stand „In noir, the narrative always moves downward, from bad to worse“, die (fast) alles umfasst, was für mich meine Lieblingsstilrichtung ausmacht. Weiterlesen

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Der erste Teil der Hap-und-Leonard-Reihe – „Wilder Winter“ von Joe R. Lansdale

Wer hierzulande Joe R. Lansdale lesen möchte, muss sich auf einige Suchen einstellen. Seine Bücher erscheinen in fünf Verlagen (aktuell: Golkonda, Dumont und Klett-Tropen; Rowohlt und Shayol), an Chronologie ist dabei kaum zu denken. In seiner Heimat ist der amerikanische Autor sehr bekannt, das Deutschlandradio schreibt gar von einer Kultfigur. Hierzulande ist er wohl noch eher ein Geheimtipp, der lediglich durch die Verfilmung seiner Kurzgeschichte „Buppa Ho-Tepp” und dem Edgar-Allen-Poe-Award für „Die Wälder am Fluss“ etwas Aufmerksamkeit bekam (Anmerkung: In einer ersten Version stand hier fälschlicherweise, dass „Die Wälder am Fluss“ verfilmt worden seien. (siehe Kommentare)) – und kürzlich haben ihm insbesondere die Veröffentlichungen seiner Romane „Gauklersommer“, „Kahlschlag“ und „Ein feiner dunkler Riss“ im Golkonda Verlag eine größere Bekanntheit verschafft. Außerdem habe ich die leise Hoffnung, dass es in diesem Jahr Joe R. Lansdale ähnlich ergeht wie Daniel Woodrell im letzten Jahr und auch größere Medien diesen Autor entdecken. Weiterlesen

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Poe in Baltimore – Über „The Raven“

(c) Universum Film

„Anscheinend sind meine eigenen Werke zur Inspiration für einen Mörder geworden!“, muss Edgar Allen Poe (John Cusack) feststellen. Nach Baltimore zurückgekehrt, um endlich die wunderschöne Emily (Alice Eve) zu heiraten, deren Vater ihn hasst, ist mit ihm ein Serienmörder in die Stadt gekommen, der die Methoden seiner Werke mit seinen Taten kopiert. Schnell hat der findige Inspektor Fields (Luke Evans) diese Parallele entdeckt, ermittelt erst gegen und zügig mit Poe. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Verbrecherjagd, bei der Poes Werke lediglich Anreize für blutige Tatorte geben. Denn „The Raven“ ist weder ein meta-literarisches Spiel mit Poes Werken noch ein fiktives Biopic des Meisters des Schreckens. Aber der Film vermag dank eines ansehnlichen Produktionsdesigns und einiger Spannung durchaus zu unterhalten. Weiterlesen

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Media Monday #81

Und es ist (Media) Montag:

1. Jared Leto gefiel mir am besten in „Requiem for a dream“.

2. Uwe Boll hat mit wohl mit keinem seiner Filme seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ihm das angesichts der vernichtenden Kritiken zu wünschen ist. Aber ich habe noch keinen Film von ihm gesehen.

3. Patricia Clarkson gefiel mir am besten in „Lars and the Real Girl“, in der sie die warmherzige Psychologin Dagmar spielt und „Good Night, and Good Luck”. Für mich ist Patricia Clarkson eine der Schauspielerin, die jeden noch so schlechten Film besser macht (zuletzt gezeigt in „Friends with Benefits“) und leider allzu oft noch nicht einmal erkannt wird. Weiterlesen

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