
True Blood
Normalerweise habe ich es mit Vampiren und anderen übersinnlichen Wesen nicht sonderlich. Daher sind auch sämtliche Blasse-Teenagervampire- und Zauberlehrlings-Hypes an mir vorübergegangen. Aber ich habe ein Faible für gut gemachte Fernsehserien – und da haben mich die mitunter überschwänglichen Kritiken dann doch auf die Serie „True Blood“ neugierig gemacht. Als sie Mitte des Jahres auf RTLII ausgestrahlt wurde, habe ich einen Blick riskiert – und war begeistert.

Sookie und Bill (c) 2010 Home Box Office, Inc.
Tatsächlich ist „True Blood“ mehr als eine Serie über einen Menschen, der sich in einen Vampir verliebt. Zwar ist diese Grundidee aller Vampir-Geschichten auch Ausgangspunkt von „True Blood“. Die niedliche Kellnerin Sookie Stackhouse (Anna Paquin) verliebt sich in den galanten Vampir Bill (Stephen Moyer). Um ihr Leben zu retten, lässt er sie nach einer Auseinandersetzung sein Blut trinken, so dass sie für alle Zeit miteinander verbunden sind. So weit, so kitschig. Aber Sookie verliert ihr Herz vor allem an Bill, weil er das erste Wesen ist, dessen Gedanken sie nicht lesen kann. Sie genießt die Ruhe in seiner Anwesenheit, da die Niederträchtigkeiten und Belanglosigkeiten in den Köpfen der Menschen sie schon seit Jahren plagen. Darüber hinaus ist Bill – zumindest in den ersten beiden Staffeln – ein Vampir, der ein halbwegs menschliches Leben sucht. Diese Möglichkeit hat die Entwicklung von „Tru Blood“ eröffnet, synthetisches Blut, das in Flaschen abgefüllt zu kaufen ist. Dadurch können Vampire auf das Trinken menschlichen Blutes verzichten – und innerhalb der sterblichen Gesellschaft leben. Weiterlesen


Gestern ist das 36. Toronto International Film Festival (TIFF) zu Ende gegangen, dass sich in den letzten Jahren als gutes Stimmungsbarometer für die Oscars erwiesen hat. So gewannen unter anderem „The King’s Speech“ und „Slumdog Millionaire“ in Toronto den Publikumspreis und einige Monate später den Oscar als bester Film. Auch in diesem Jahr waren zahlreiche potentielle Oscar-Nominierte zu sehen, zum Beispiel „The Descendants“ mit George Clooney und „Moneyball“ mit Brad Pitt. Den Publikumspreis aber gewann der libanesische Film „Where Do We Go Now“ von Nadine Labaki. Darin erzählt sie die Geschichte eine Gruppe libanesischer Frauen, die ihr von Landminen umgebenes Dorf schützen wollen. Die Produktion ist auch der 