Kategoriearchiv: Kriminalliteratur

„Tomato Red“ von Daniel Woodrell

Der Herumtreiber Sammy erwartet nicht mehr nicht viel von seinem Leben. Er ist gerade nach West Table in Missouri gezogen und hat einen Job in der Hundefutterfabrik angefangen. Am Zahltag ist er auf der Suche nach neuen Bekanntschaften und stößt auf einen Platz mit Wohnwagen und Trailern. Er schließt sich dem bunte „Haufen von Taugenichtsen“ […]

„Stoff ohne Ende“ von Daniel Woodrell

Nachdem seine „Im Süden“-Trilogie kommerziell nicht erfolgreich war, begann Daniel Woodrell mit „Stoff ohne Ende“ über die Ozark Moutains in Missouri zu schreiben, jener Welt, die er kannte. Dorthin kehrt Doyle Redmond – Hauptfigur und Erzähler – zurück, um sich vor der Polizei zu verstecken und seinen Bruder Smoke davon zu überzeugen, sich der Polizei […]

Der erste Teil der Hap-und-Leonard-Reihe – „Wilder Winter“ von Joe R. Lansdale

Wer hierzulande Joe R. Lansdale lesen möchte, muss sich auf einige Suchen einstellen. Seine Bücher erscheinen in fünf Verlagen (aktuell: Golkonda, Dumont und Klett-Tropen; Rowohlt und Shayol), an Chronologie ist dabei kaum zu denken. In seiner Heimat ist der amerikanische Autor sehr bekannt, das Deutschlandradio schreibt gar von einer Kultfigur. Hierzulande ist er wohl noch […]

Krimi-Kritik: „Bloodman“ von Robert Pobi

Als Jugendlicher hat Jake Cole seine Heimat in Montauk, New York und seinen egomanischen Vater Jacob Coleridge verlassen und hat auf der Straße gelebt, zu viel getrunken und alle möglichen Drogen genommen. Er hatte sogar einen viermonatigen Blackout, währenddessen er sich Verse auf die Haut tätowieren lies. Aber er ist wieder auf die Beine gekommen […]

Krimi-Kritik: „Onno Viets und der Irre vom Kiez“ von Frank Schulz

Ich bin verliebt. In Onno Viets, den Mitte 50-jährigen Noppensockenträger, der seine Sätze gerne mit „öff, öff“ beendet. Und ein wenig auch in Frank Schulz, dem ich in einer Phase des „das habe ich doch alles schon einmal gelesen“ und „och nö, nicht schon wieder“ diesen famosen Roman zu verdanken habe. Beim Lesen habe ich […]

Krimi-Kritik: „Blutige Fehde“ von Stuart Neville

Lesern von Stuart Nevilles Erstling „Die Schatten von Belfast“ wird eine der Hauptfiguren seines zweiten Thrillers „Blutige Fehde“ besonders bekannt vorkommen: Der Ex-IRA-Killer Gerry Fegan mordete dort, um die Schatten seiner Vergangenheit loszuwerden, und brachte dabei den Friedensprozess in Nordirland in Gefahr. In „Blutige Fehde“ belästigen ihn abermals die Schatten seiner Taten: Bull O’Kane hat […]

Krimi-Kritik: „Accra“ von Kwei Quartey

„Sodom und Gomorra“ wird der übelste Slum von Accra, der Hauptstadt Ghanas, genannt. Inmitten der giftigen Dämpfe der Mülldeponie, Armut und Gewalt kämpfen die Menschen in Agbogbloshie jeden Tag ums Überleben, darunter nach Schätzungen bis zu 50 000 Kinder, die auf der Straße leben. Viele sind aus dem Norden des Landes gekommen und hofften auf […]