Autorenarchiv: Zeilenkino

Wie schreibe ich einen spannenden Roman? Über „Spannend schreiben” von Christian Schärf

Noch bei der Tagung „Krimis machen“ im April in Berlin hieß es, dass es nie einfacher gewesen sei, einen Spannungsroman zu veröffentlichen als derzeit. Tatsächlich gibt es gefühlt keinen Ort mehr in Deutschland, der keinen eigenen Ermittler hat, und an allen Enden sprießen Kriminalromane aus dem Boden. Dennoch ist es nicht einfach, einen spannenden Roman zu schreiben. Ganz im Gegenteil: Bei manchen Büchern wünschte ich mir, die Autoren hätten vorher diesen Ratgeber gelesen.

Aufbau und Beispielsaufgabe

(c) Dudenverlag

Aufgebaut ist „Spannend schreiben“ von Christian Schärf in fünf „Textprojekte und Schreibaufgaben“, in denen jeweils erzählerische Techniken erläutert werden. Dazu gehören Elemente der Angst, des Schauers und Grauen, Konstellation für die Aufklärung eines Verbrechens und der Aufbau eines Plots. Schreibaufgaben am Ende der jeweiligen Abschnitte sollen das soeben Gelesene praktisch vertiefen. Dabei wird sehr deutlich, dass es zwar bestimmte Techniken gibt – jeder Roman ist zu einem gewissen Teil auch Handwerk –, wer aber keine Ideen hat, wird sie auch hier nicht finden. Vielmehr hilft dieses Buch dabei, das Geschriebene analytisch zu durchdringen. Weiterlesen

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Media Monday #97

Die Woche beginnt – wie (fast) immer – mit dem Media Monday des Medienjournals! Vorweg aber noch der kurze Hinweis: Wer (löblicherweise) vorhat, „Twin Peaks” zu sehen, und noch nicht weiß, von wem Laura Palmer ermordet wurde, sollte Frage 5 besser nicht lesen.

1. Christopher Lee gefiel mir am besten in „Dracula“.

2. David Cronenberg hat mit „Naked Lunch“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er dem Kultbuch von William S. Burrough eine sehr eigene Adaption entgegenstellt hat.

3. Tilda Swinton gefiel mir am besten in „We need to talk about Kevin“, weil der Film sehr stark von ihrer Präsenz und nuancierten Darstellung lebt. Weiterlesen

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Skandinavische Filmtage Bonn 2013 – „Either Way“

(c) Icelandic Filmcenter

Finnbogi (Sveinn Ólafur Gunnarsson) und sein Schwager Alfred (Hilmar Guðjónsson) sind Straßenarbeiter irgendwo in Island in den 1980er Jahren. Sie malen die Mittelstreifen, schlagen seitliche Begrenzungspflöcke ein und bessern nicht-asphaltierte Straßen aus. Während der 33-jährige Finnbogi die Ruhe und Kühle des islandischen Sommers genießt, schleppt sich der 24-jährige Alfred bis zum nächsten Wochenende – und der nächsten Hoffnung, dass der kleine Mann mal wieder „gesqueezt“ wird.

„Either Way“ von Regisseur und Drehbuch autor Hafsteinn Gunnar Sigurðsson erzählt eine einfache Geschichte von zwei Männern, ihrer Freundschaft und ihren Beziehungen zu Frauen. Dabei glänzt der Film mit einem sehr eigenwilligen Humor und vielen amüsanten Details. Die isländische Low-Budget-Produktion lief auf einigen Festivals und hat solide Kritiken erhalten, neue Aufmerksamkeit dürfte dem Film aber durch das Remake von David Gorden Grenne gewiss ein, das auf der diesjährigen Berlinale lief. Dort habe ich „Prince Avalanche“ ebenfalls gesehen und der Film hat mir damals insbesondere mit seinem Indie-Charme gut gefallen.

(c) Icelandic Filmcenter

„Either Way“ und „Prince Avalanche“
Die Nähe zu „Either Way“ wird bereits im Vorspann deutlich: Wurde bei „Prince Avalanche“ der Titelschriftzug eingehämmert, ist es bei „Either Way“ die gelbe Farbmarkierung, die Darsteller und Mitwirkende auf die Leinwand bringt. Nahezu alle Gags finden sich im Remake wieder, auch Dialoge wurden – sofern mich die englischen Untertitel des isländischen Films und die Erinnerung an „Prince Avalanche“ nicht in die Irre führen – wörtlich übernommen. Dadurch fallen vor allem drei Aspekte ins Auge: Weiterlesen

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Blind Dates zum Deutschen Buchpreis 2013

Wie bereits in den letzten Jahren gibt es anlässlich des Deutschen Buchpreises im Vorfeld einige Blind-Date-Lesungen, das bedeutet: die Termine und Orte werden vorab bekanntgegeben, nur der lesende Autor bleibt bis zuletzt geheim! Es ist nur bekannt, dass er auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis stet, die am 14. August 2013 veröffentlicht wird. Die ganze Idee finde ich äußerst spannend, außerdem ergibt sich so eine wunderbare Möglichkeit, auch einmal Autoren außerhalb der eigenen Lese-Blase kennenzulernen.

Folgende Blind Dates wird es geben: Weiterlesen

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Trailer: „Die Tribute von Panem – Catching Fire“

(c) Studiocanal

Der erste Teil der „Tribute von Panem“ hat mir trotz einiger Kritikpunkte gut gefallen, daher freue ich mich schon auf die Fortsetzung. Nachdem Katniss (Jennifer Lawrence) und Peeta (Josh Hutcherson) die Hungerspiele nicht nur überlebt, sondern auch dem Kapitol die Stirn geboten haben, reisen sie durch die Distrikte. Die ärmeren Distrikte fühlen sich durch sie zur Rebellion ermuntert – deshalb ändert Präsident Snow (Donald Sutherland) die Regeln: Alle bisherigen Gewinner müssen bei den anstehenden Hungerspielen noch einmal antreten …

Der Film startet am 21. November 2013 in den deutschen Kinos – und hier ist schon einmal ein Teaser-Trailer:

Und nun gibt es auch ein neues – und sehr schönes – Teaser-Poster:

(c) Studiocanal

Und weiter geht es mit dem deutschen Trailer:

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„Trance“ von Danny Boyle

(c) 20th Century Fox

Kunstauktionator Simon (James McAvoy) hat in Zusammenarbeit mit einer Bande von Kriminellen ein Kunstwerk gestohlen, kann sich nun aber nicht mehr daran erinnern, wo er es versteckt hat. Nachdem weder Drohungen noch Folter helfen, soll eine Hypno-Therapeutin (Rosario Dawson) seiner Erinnerung auf die Sprünge helfen. Je weiter sie in sein Unterbewusstsein eindringt, desto unklarer werden die Grenzen zwischen Realität und Suggestion …

Mit „Trainspotting“ und „28 Days later“ hat Danny Boyle zwei spannende und innovative Filme gedreht, die mich hoffen lassen, dass auch „Trance“ so unberechenbar ist wie er angekündigt wird. Der Film startet am 8. August 2013 in den deutschen Kinos.

Update: Der ganz große Wurf ist der Film nicht geworden, aber er bereitet immerhin kurzweilige Unterhaltung. Meine ausführliche Kritik gibt es bei spielfilm.de

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Media Monday #96

Während ich gerade noch in Wien auf die Schlüsselübergabe von der Ferienwohnung warte, um dann mit dem Flieger in meine alte Heimat Hannover zu düsen und später weiter nach Bonn zu fahren, widme ich mich kurz dem Media Monday.

1. Dennis Quaid gefiel mir am besten in „The Big Easy“ und „Postcards from the edge“.

2. Enzo Barboni hat mit „Vier Fäuste für ein Halleluja“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil diese ganzen Bud-Spencer-Terrence-Hill-Klamauk-Streifen gar nicht mein Fall sind, mir dieser Film aber sofort eingefallen ist.

3. Keira Knightley gefiel mir am besten in „Kick it like Beckham“ und „Pride and Prejudice“. Weiterlesen

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