Ein kurzer Blick auf „Gangster Squad“

Des Gangsters Freundin Grace Faraday (Emma Stone) mit Sgt. Jerry Wooters (Ryan Gosling) © 2012 Warner Bros./Wilson Webb

Einer der Filme, auf den ich mich 2013 schon sehr freue, ist „Gangster Squad“. Zumindest auf den Papier vereint dieser Film alles, was ich mag: eine düsterer Gangstergeschichte, tolle Schauspieler und Männer mit Hüten. 😉

Regisseur Robert Fleischer erzählt in dem Film die Versuche des Los Angeles Police Department, den skrupellosen Gangsterboss Mickey Cohen (Sean Penn) dingfest zu machen. Er verdient sein Geld mit Drogen, Waffenhandel und Prostitution, hat Politiker und Polizei geschmiert – und würde am liebsten das gesamte Verbrechen der USA kontrollieren. Aber eine geheime Einheit des LAPD (u.a. Ryan Gosling, Josh Brolin) wollen Cohen die Tour vermasseln … Der Film basiert auf einem Drehbuch von Will Beall und Paul Liebermans „Gangster Squad“.

Der Film startet voraussichtlich am 24. Januar 2013 in den Kinos. Hier ein Blick auf den Trailer:

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Vorschau: „Jesus liebt mich“

(c) Warner Bros.

Am 20. Dezember 2012 startet das Regiedebüt von Florian David Fitz („Die Vermessung der Welt“) in den Kinos, in denen er die Liebesgeschichte von Marie (Jessica Schwarz) und Jeshua (Florian David Fitz) erzählt. In ihm glaubt Marie den perfekten Mann gefunden zu haben: er hört gut zu und ist selbstlos. Deshalb nimmt sie auch hin, dass er sich ein wenig seltsam benimmt und schon einmal fremden Menschen die Füße wäscht …
Nach Motiven aus dem gleichnamigen Roman hat Florian David Fitz das Drehbuch verfasst, die Hauptrolle übernommen und Regie geführt. Außer ihm sind unter anderem noch Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Peter Prager, Christine Schorn, Nicholas Ofczarek und Michael Gwisdek zu sehen.

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Krimi-Kritik: „Accra“ von Kwei Quartey

(c) Lübbe

„Sodom und Gomorra“ wird der übelste Slum von Accra, der Hauptstadt Ghanas, genannt. Inmitten der giftigen Dämpfe der Mülldeponie, Armut und Gewalt kämpfen die Menschen in Agbogbloshie jeden Tag ums Überleben, darunter nach Schätzungen bis zu 50 000 Kinder, die auf der Straße leben. Viele sind aus dem Norden des Landes gekommen und hofften auf ein besseres Leben. Nun verdingen sie sich als Kofferträger, schleppen Waren, putzen Schuhe oder prostituieren sich. An einem Sonntagmorgen im Juni wird Detective Inspector Darko Dawson nach Agbogbloshie gerufen: Ein Junge hat eine Leiche entdeckt. Bei dem Toten handelt es sich um den 16-jährigen Straßenjungen Musa, der von seinem Mörder verstümmelt und in Korle-Lagune, in der Nähe der Mülldeponie, abgelegt wurde. Weitere Tote folgen – und Inspector Dawson sucht fieberhaft nach einem Serienmörder, der seine Opfer verstümmelt an möglichst dreckigen Orten ablegt.

Serienmord und Gesellschaftsbild
Getreu vieler afrikanischer Kriminalromane vermutet Inspector Dawson anfangs einen Zusammenhang mit Opferritualen. Aber so leicht macht es der Schriftsteller Kwei Quartey seinen Lesern nicht. Weiterlesen

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Über die Verfilmung von „Misterioso“ und die Ausstrahlung im ZDF

Fernsehermittler Paul Hjelm (c) ZDF, Johan Paulin

Am Sonntagabend lief mit „Misterioso“ der erste Teil der Arne-Dahl-Verfilmungen im ZDF. Ich hatte mich auf die Adaptionen gefreut, zumal ich weiterhin überzeugt bin, dass die Romanreihe sehr viel Potential bietet. Allerdings stellte sich innerhalb der ersten halben Stunde schnell Ernüchterung ein. Der Anfang war fahrig, die Handlungsstränge lieblos aneinandergereiht und insbesondere die Hauptfigur Paul Hjelm war blass. Dabei geht es gar nicht um das Äußere der Figur. Hier hat jeder beim Lesen andere Vorstellungen, so ergab beispielsweise die Blitzumfrage auf meinem Sofa, dass sich mein Mann Paul Hjelm als jüngeren Claus Theo Gärtner vorstellte, während er bei mir eher eine sportlichere Version von Axel Milberg ist. Aber diesem Paul Hjelm, der dort am Sonntagabend zu sehen, fehlte jegliche emotionale Tiefe – und das hängt entscheidend mit den Schwächen der Verfilmung zusammen. Weiterlesen

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Media Monday #71

Es ist Montag!

1. Karl Urban gefiel mir am besten in „The Bourne Supremacy“, weil es von den Filmen, in denen er laut IMDB mitgespielt haben soll, der Film ist, der mir am besten gefallen hat.

2. Tobe Hooper hat mit „Poltergeist“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil es einer der wenigen Horrorfilme ist, der mir gefallen hat.

3. Mary Stuart Masterson gefiel mir am besten in „Fried Green Tomatoes“. Schauspielerisch mag sie in „Benny und Joon“ besser gewesen sein, aber für mich ist sie einfach Idgie Threadgoode. Weiterlesen

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Media Monday #70

Und hier meine Antworten zum Media Monday:

1. Brad Pitt gefiel mir am besten in „Burn After Reading“, da ich bei Filmen nicht häufig viel lache, dank ihm bei diesem Film aber schon. Schauspielerisch war seine Leistung in „Moneyball“ allerdings besser.

2. Alfred Hitchcock hat mit „Rear Window“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er auf engstem Raum mit einer sehr konzentrierten Kamera so viel Spannung erzeugt und bei diesem Film meiner Meinung nach so viele Details sich perfekt ineinander fügen. Dicht dahinter folgen „Rope“ und „Vertigo“. Weiterlesen

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Krimi-Kritik: „Kings of Cool“ von Don Winslow

(c) Suhrkamp

„Leck mich am Arsch“. Aus diesen Worten besteht das erste Kapitel in Don Winslows „Kings of Cool“. Wer „Zeit des Zorns“ gelesen hat, dem wird dieser Einstieg bekannt vorkommen. Bestand dort doch das erste Kapitel lediglich den Worten „Fickt euch“. Und in der englischsprachigen Ausgabe lautet daher das erste Kapitel der „Kings of Cool“ folgerichtig auch „Fuck me“. In beiden Büchern werde diese Worte Ophelia, genannt O, zugeschrieben. Zusammen mit ihren Freunden Chon und Ben sitzt sie am Strand von Laguna Beach. Sie sind jung, sehen gut aus und leben den Hedonismus. Es ist das Jahr 2005, also ungefähr vier Jahre vor der Handlung von „Zeit des Zorns“. O ist – in Bens Worten – „erwachsene Unschuld gepaart mit kindlicher Sexualität“ und Ben und Chon sind gerade in den Verkauf des besten Marihuanas Kaliforniens eingestiegen. Aber es braut sich erster Ärger zusammen: Ein Verkäufer wird von einem Stammkunden zusammengeschlagen, außerdem wird Ben von einem Drogen-Syndikat und korrupten Polizisten bedroht. Weiterlesen

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