„London Boulevard“ – Wenn Billy Wilder auf Ken Bruen trifft

Norma Desmond heißt die Hauptdarstellerin in „Sunset Boulevard“, jenem großartigen Film noir von Billy Wilder. Darin erzählt er die Geschichte einer alternden Schauspielerin, deren Karriere durch das Aufkommen des Tonfilms scheiterte – und die seither zurückgezogen mit ihrem Butler Max in einer Schweinwelt lebt. Durch einen Autounfall trifft der mittellose Drehbuchautor Joseph Gillis auf die alternde Diva und lässt sich fortan von ihr aushalten. Aber Joseph ist eigentlich in eine jüngere Frau verliebt und es kommt zu einem tragischen Ende. Warum ich das hier erzähle? Diese Geschichte ist die ganz und gar nicht verschleierte Folie zu Ken Bruens „London Boulevard“ – und sein Spiel mit diesen Versatzstücken ist ebenso offensichtlich wie unterhaltsam.

Bei Bruen bekommt der kleine Gauner Mitchell kurz nach seiner Haftentlassung das Angebot, an dem Haus der exzentrischen älteren Schauspielerin Lillian Palmer („mehrfach geliftete Ende sechzig“) Reparaturarbeiten durchzuführen. Zwei Welten prallen aufeinander: die Realität der Straße trifft auf die große Illusion, der toughe, authentische Mitchell auf die „niemals nicht auf der Bühne“ stehende Lillian. Mitchell will unbedingt ein neues Leben beginnen, Lillian will den Traum von einem Comeback nicht aufgeben. Dieses Zusammentreffen kann nur tödliche Folgen haben, bemerkenswert ist aber vor allem die Art und Weise, wie Bruen die Handlung inszeniert. Mit großem Vergnügen lassen sich alle wesentlichen Elemente des „Sunset Boulevard“ wiederfinden: das wertvolle Auto, die vom Butler geschriebenen Fanbriefe, das Präsentieren des jüngeren Geliebten und sogar der Selbstmord. Doch dazu gibt es in diesem gelungen Pastiche jede Menge noir-Elemente: Gewalt, Brutalität, den bösen Gangsterboss – und statt dezenter Andeutungen auf die sexuelle Beziehung explizite Sex-Szenen. Weiterlesen

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Vorschau: Sherlock Holmes – Spiel im Schatten

Hierzulande reden ja fast alle über den BBC-Holmes. Aber dabei darf der andere Sherlock Holmes nicht in Vergessenheit geraten – also nicht nur der von Sir Arthur Conan Doyle, sondern auch der von Guy Ritchie, gespielt von Robert Downey Jr. Schon der erste Teil hat mich bestens unterhalten, zumal ich das Zusammenspiel von Robert Downey Jr. und Jude Law hervorragend fand. Und nun werden sie erneut „Sherlock Holmes – Spiel im Schatten“ zu sehen sein. Der Film startet am 22. Dezember in den deutschen Kinos.

Holmes‘ Erzfeind Professor Moriarty wird von Jared Harris (bekannt als Lane Pryce in „Mad Men“) gespielt, außerdem ist Noomi Rapace mit von der Partie. Und ich finde es doch sehr spannend, dass aus einem Krimi-Klassiker wie den Holmes-Geschichten so verschiedene – und doch beide auf ihre Art gute – Adaptionen entstehen!

Aber hier erst einmal ein Blick auf einen Trailer zu „Sherlock Holmes – Spiel im Schatten“:

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Cheyenne – This must be the place

Am 10. November 2011 startet ein neuer Film mit Sean Penn und Frances McDormand in den deutschen Kinos. In „Cheyenne – This must be the place“ erzählt Regisseur Paolo Sorrentino („Il Divo”) die Geschichte des gefeierten Rockstars Cheyenne, der mit seiner Frau ein zurückgezogenes Leben in Dublin führt. Als er von dem Tod seines Vaters erfährt, reist er nach New York. Seit 30 Jahre hatte er keinen Kontakt mehr zu ihm – und nun erfährt er, dass sein Vater besessen von dem Gedanken war, seinen Peiniger aus Ausschwitz aufzuspüren. Daraufhin beschließt Cheyenne, die Suche seines Vaters fortzuführen – und beginnt eine Reise, die ihn durch die USA und zu sich selbst führt …

Der Trailer riecht ja schon ein wenig nach Penns sechster Oscarnominierung …

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The Muppets – Neuer Trailer

Sehr gespannt bin ich auf den neuen Muppet-Film, daher freue ich mich auch über jeden Trailer, den ich zu sehen bekomme. Nach dem großartigen “Pig With A Froggy Tattoo”-Trailer gibt es nun eine Vorschau, die mehr Einblicke in den Film erlaubt. Dabei haben mir einige Szenen recht gut gefallen – beispielsweise Fozzy mit seinen Furz-Schuhen oder auch Miss Piggys neuer Tanzpartner. Andere Bilder haben hingegen meine bestehende Befürchtung, der Film könnte hoffnungslos überdreht und bunt werden bekräftigt. Dabei bietet die Geschichte aber grundsätzlich die Möglichkeit, den guten alten Muppet-Humor mit neuen Ideen zu verbinden. Und ich hoffe sehr, dass das den Filmemachern gelungen ist. Aber hier nun der neue Trailer:

Der Film startet am 19. Januar 2012 in den deutschen Kinos.

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Martin Scorseses “Hugo Cabret”

Als deutscher Starttermin für Martin Scorseses neuen Film “Hugo Cabret” wurde der 9. Februar 2012 bekanntgegen. Darin erzählt er die Geschichte des 12-jährigen Waisenjungen Hugo (Asa Butterfield), der alleine auf dem Dachboden des Pariser Bahnhofs lebt. Statt zur Schule zu gehen, setzt er die Arbeit seines verstorbenen Vaters (Jude Law) fort und kontrolliert die Bahnhofsuhren. Ansonsten hat er nur einen kaputten Roboter und ein rätselhaftes Notizbuch als Erinnerung an seinen Vater. Dann lernt er eines Tages die neugierige Isabelle (Chloe Moretz) kennen, die einen herzförmigen Schlüssel um den Hals trägt. Und damit kann sie den Roboter zum Leben erwecken!

“Hugo Cabret” ist Martin Scorseses erster 3D-Film – und der Trailer zeugt von einem phantasievollen Spektakel. In meinen Auge wäre es der perfekte Weihnachtsfilm:

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Ab Dezember im Kino – London Bouvelard

Am 1. Dezember wird “London Boulevard” in den deutschen Kinos angelaufen. Inspiriert von dem gleichnamigen Roman von Ken Bruen erzählt William Monahan in seinem Regiedebüt die Geschichte des Kriminellen Mitchell (Colin Farrell), der nach einem dreijährigen Gefängnisaufenthalt ein ordentliches Leben beginnen will. Bei der Schauspielerin Charlotte (Keira Knightley) bekommt er einen Job als Bodyguard und Hausmeister – und sie verlieben sich ineinander. Aber Mitchells Ex-Boss Gant (Ray Winstone) hat andere Pläne für Mitchell …

Der Trailer lässt vermuten, dass von Bruens großartiger noir-Variante von “Sunset Boulevard” wohl nicht allzu viel in den Film geflossen ist. Aber vielleicht ist Monahan – immerhin Drehbuchautor von “The Departed” – wenigstens ein spannender Thriller gelungen …

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Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse 2012

Im Island-Pavillon

Mein zweiter Messetag begann mit einem Besuch des Island-Pavillons, der sehr eindrucksvoll ist: deckenhohe Leinwände mit Aufnahmen der isländischen Natur und lesenden Menschen teilen die abgedunkelte Halle, es gibt verschiedene Sitzgelegenheiten und ein gemütliches Café, in dem man in Büchern aus Island blättern kann. Eine wirklich tolle Präsentation, die ich unbedingt empfehle!

Danach ging es weiter zur ARD-Bühne, auf der Peter Berling sein Buch „Hazard & Lieblos“ vorstellte. Im Gespräch mit Burghard Schlicht erzählte er unter anderem aus seiner Zeit mit Rainer Werner Fassbinder – als dieser noch nicht so verrückt war. 🙂 Danach standen erst einmal einige Termine auf dem Programm. So führte ich unter anderem ein Interview mit Sandra Lüpkes, deren neuen Kriminalroman „Taubenkrieg“ ich in meiner neuen Krimi-Reihe bei LovelyBooks vorstellen werde, und traf mich mit dem Verleger Jens Seeling. Weiterlesen

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