Autorenarchiv: Zeilenkino

Media Monday #101

Ja, es ist bereits Mittwoch. Aber Geburtstage, Besuch, das gute Wetter und eine ungewohnte sowie ungeplante viertätige Internet-Auszeit haben mich bis heute Abend an der Teilnahme des Media Monday gehindert. Doch nun:

1. Die größte Action-Ikone ist nach meinem Dafürhalten Bruce Willis.

2. Lily Tomlin gefiel mir am besten in dem Episodenfilm „Nashville“ , weil sie eine selbstbewusste und fortschrittliche Frau spielt, die Karriere, Familie und eigene Wünsche verwirklicht.

3. Serien, die nur einen Case-of-the-Week haben und keine fortlaufende Handlung gucke ich nur noch sehr selten, da „CSI“, „Cold Case“ und wie sie alle heißen darunter leiden, dass das Format nicht weiterentwickelt wird.

4. Die liebste Serie meiner Kindheit waren „Die Fraggles“, weil ich Jim Hensons anarchistische Puppenwelt schlichtweg schon immer großartig fand. Weiterlesen

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„Der Himmel über Greene Harbor“ von Nick Dybek

(c) mare

Auf der Halbinsel Loyalty Island im Bundesstaat Washington wird nicht nur dem Namen nach Loyalität großgeschrieben: Die Menschen leben dort vornehmlich vom Fischfang. Die Männer fahren sechs Monate lang zusammen zur See, ihre Kinder und Frauen warten indessen auf sie. In dieser Zeit vertrauen die Männer einander ihr Leben an, sind der Kälte, den Winden und den Meeren ausgesetzt, während die Daheimgebliebenen mit dem abwesenden Vater und Ehemann zurechtkommen müssen. Auch Cals Vater arbeitet auf einem der Schiffe des wohlhabenden Inselpatriarchen John Gaunt, um seine Familie über die Runden zu bringen. Das ist das Leben auf Loyalty Island, mit dem Cals Mutter ihre Schwierigkeiten hat. Zwar hat ihr Mann ihr einen Keller aus Rückzugsort eingerichtet, aber ihr fehlt ihr altes Leben in Kalifornien. Als nun John Gaunt stirbt, wird die Existenzgrundlage von Cals Familie bedroht. Zum einen befürchten Cals Vater und die anderen Fischer, dass Gaunts Sohn Richard die Flotte verkaufen wird. Zum anderen war John Gaunt der einzige Freund, den seine Mutter auf der Insel hatte. Inmitten dieser Ängste und Trauer belauscht Cal ein Gespräch von seinem Vater und drei anderen Fischern, das ihn schaudern lässt: Anscheinend haben die Männer vor, Robert Gaunt zu töten! Weiterlesen

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Filmvorlieben

Gestern Abend wurde ich von Wulf mit einem Stöckchen beworfen, das mich gerade einige Überlegungen gekostet hat – und bei dem mir bestimmt ganz viele Regisseure, Schauspieler etc. nicht eingefallen sind. Aber gut:

Was ist dein Lieblingsfilm?
Den einen Lieblingsfilm habe ich nicht, aber es gibt einige Filme, die ich immer wieder gucken kann. Dazu gehören „Chinatown“, „Network“ und „When Harry met Sally“.

Wieso ist das dein Lieblingsfilm?
„Chinatown“ ist für mich ein nahezu perfekter Film. Großartige Besetzung, tolle Musik, fantastische Kamera und famoses Drehbuch. Einzig mit Roman Polanski als Person habe ich gewisse Schwierigkeiten.

„Network“ ist einer der klügsten Filme, der jemals gemacht wurde – und er besitzt noch über 25 Jahre nach Entstehen ungebrochene Aktualität.

„When Harry Met Sally“ enthält für fast jede Situation eine passende Lebensweisheit und ist der Film, aus dem ich am meisten zitiere.

Was war(en) deine Lieblingsfilm(e) als Kind? Weiterlesen

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Ein neuer Film nach Elmore Leonard

Im Zuge des Filmfestivals von Cannes kam auch die Meldung, dass sich Constantin Film vier Filmtitel gesichert hat. Darunter ist auch die Verfilmung von Elmore Leonards „The Switch“ („Wer hat nun wen auf’s Kreuz gelegt“, die bisher noch keinen Titel hat. In dem „Untitled Elmore Leonard Project“ führt Daniel Schechter Regie und es spielt im Detroit der 1970er Jahre. Dort entführen die Gangster Louis (John Hawkes) und Ordell (Yasiin Bey) Mickey (Jennifer Aniston), die Frau des korrupten Bauunternehmers Frank (Tim Robbins). Sie verlangen von ihm eine Million Dollar Lösegeld. Allerdings will Frank seine Frau nicht zurückhaben, sondern vergnügt sich lieber mit seiner Geliebten Melanie (Isla Fisher, „The Great Gatsby“).

Sehr freue ich mich darüber, dass einer meiner Lieblingsschauspieler – John Hawkes – und einer meiner Lieblingsschriftsteller zusammenkommen. Allerdings ist Elmore Leonard wohl lediglich als Produzent dabei, das Drehbuch stammt von Daniel Schechter. Außerdem bin ich auf Isla Fisher gespannt, die ich nach dem „großen Gatsby“ gerne in einer anderen Rolle sehen will.

Update: Der Film wird unter dem Originaltitel “Life of Crime” beim Filmfestival von Toronto Premiere feiern.

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Krimi-Kritik: „Bußestunde“ von Arne Dahl

(c) Piper

Nun ist es soweit: Das A-Team löst seinen letzten Fall. Von Anfang an hatte Arne Dahl festgelegt, dass seine Reihe – in Anlehnung an Maj Sjöwalls und Per Wahlöös „Kommissar Beck“ – zehn Teile umfassen wird. Und wenngleich er mit „Gier“ eine kleine Hintertür genutzt hat, ist „Bußestunde“ der zehnte und letzte Teil mit der Sonderheit für Gewaltverbrechen von internationalem Charakter.

Das Buch beginnt mit einer wunderbaren Übersicht, ja, fast könnte man Rundflug sagen, über die vertrauten Figuren aus den neun vorhergehenden Büchern. Sara Svenhagen und Jorge Chavez sitzen auf einer Parkbank am Mälarsee, beobachten ihre Tochter Isabel und freuen sich auf ihr zweites Kind. Gunnar Nyberg genießt mit seiner Freundin Ludmila Lundkvist ebenfalls die letzten Sonnenstrahlen vor einer anderen Hütte am Ulvsundasee, Jon Anderson wartet in einem Café auf seinen Verlobten, Familie Söderstedt versammelt sich im Park und Arto denkt an Viggo Norlander, der in einer Klinik gegen den Krebs kämpft. Kerstin Holm besucht ein Grab, Paul Hjelm trifft sich mit seinen Kindern in einem Restaurant und Lena Lindbergh war gerade noch einem Café, gerät dann aber in einen Raubüberfall. Damit endet der letzte idyllische Spätsommertag – und das A-Team hat einen neuen Fall. Weiterlesen

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Media Monday #100

Hurra, hurra, der Media Monday wird 100 … äh, doch nicht. Aber hier ist die 100. Ausgabe des Media Monday:

1. Nicht nur beim Media Monday kommt der Schauspieler John Hawkes regelmäßig zu kurz, denn es kann doch nicht sein, dass ich die einzige bin, die beständig auf ihn hinweist.

2. Regisseur Sean Durkin wäre meiner Meinung nach prädestiniert, um James Sallis’ Turner-Trilogie zu verfilmen, denn er hat mit „Martha Marcy May Marlene“ sein Talent für Schauspielerführung und Atmosphäre bewiesen. Weiterlesen

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Krimi-Kritik: „Der Sarg“ von Arno Strobel

(c) S. Fischer

Die wohlhabende Eva Rossbach hat einen Traum: Sie ist in einem Sarg eingeschlossen und bekommt keine Luft mehr. Verzweifelt versucht sie sich zu befreien, hämmert gegen den Deckel. Dann erwacht sie – und nach der kurzen Erleichterung, dass sie in ihrem Bett liegt, stellt sie Verletzungen fest, die zu ihrem Traum passen. Sie zweifelt an ihrem Verstand, kennt diese Aussetzer bereits seit ihrer Kindheit, als sie sich plötzlich an Orten befand und nicht wusste, wie sie dorthin gekommen ist. Doch dieses Mal ist der Schrecken realer: Sie erfährt, dass ihre Halb-Schwester Inge ermordet wurde, indem sie in einem Sarg lebendig begraben wurde. Kommissar Menkhoff hat die Ermittlungen übernommen und ahnt, dass er es mit einem Serientäter zu tun hat. Außerdem glaubt er, die Geheimnisse der Familie Rossbach würden ihn der Aufklärung näher bringen.

„Der Sarg“ von Arno Strobel ist ein Thriller, der aus seiner im Grunde genommen spannenden Handlungsidee nicht sehr viel macht. Dazu tragen zum einen die hölzernen Dialoge bei, in denen Polizisten etwas sagen wie „Es ist immer wieder unfassbar, wozu Menschen fähig sind. Die Presse wird sich auf diese Sache stürzen wie die Aasgeier“. Weiterlesen

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