Mittwochabend findet in Berlin zum ersten Mal eine Veranstaltung der Reihe Noir.Dude/s statt. Wolfgang Franßen vom Polar Verlag, Frank Nowatzki von Pulp Master und ich stellen drei Bücher vor – dieses Mal „Der Mann mit der Bombe“, „Die Toten schauen zu“ und „Exodus aus Libyen“ – und hoffen auf eine rege Diskussion über Literatur, Krimi und Politik.
Krimi-Zeit Bestenliste März 2016
Die Bestenliste für März ist erscheinen:
1 (-) Garry Disher: Bitter Wash Road (Unionsverlag)
2 (4) Ryan Gattis: In den Straßen die Wut (Rowohlt)
3 (-) Andreas Pflüger: Endgültig (Suhrkamp)
4 (-) Ross Thomas: Porkchoppers (Alexander Verlag)
5 (1) Malla Nunn: Tal des Schweigens (Ariadne)
6 (-) Cormac McCarthy: Der Feldhüter (Rowohlt)
7 (3) Tito Topin: Exodus aus Libyen (Distel)
8 (-) Michael Robotham: Der Schlafmacher (Goldmann)
9 (-) Eugene McCange: Die Welt ist immer noch schon (Steidl)
10 (9) Joseph Kanon: Leaving Berlin (C. Bertelsmann)
Malla Nunn ist zudem auf der Bestenliste des Weltempfängers.
Garry Disher hat mich im Januar sehr beschäftigt, daher möchte ich an dieser Stelle auf meinen Beitrag über Dishers Wyatt-Romane und sein Schreiben bei Polar Noir verweisen. Außerdem habe ich für die im März erscheinende Ausgabe des BÜCHER-Magazins ein Porträt über ihn und sein kriminalliterarisches Schaffen geschrieben. Sehr lesenswert ist zudem Alf Mayers Beitrag im CrimeMag. Er hat Disher in Australien persönlich getroffen – und startet damit eine Reihe zu australischer Kriminalliteratur, über die ich mich sehr freue!
Sehliste Januar/Februar 2016
Im Januar und Februar habe ich sehr viel gelesen – und deshalb nur wenig gesehen. Der Berlinale sei dank sind dann insgesamt immerhin 36 Filme zusammen gekommen:
1) The Hateful Eight.
Mit Tarantino verbindet mich eine Hassliebe, eigentlich dachte ich auch, wir würden nach Django Unchained getrennte Wege gehen. Aber mit seinen 70mm hat er mich wieder ‘rumbekommen. The Hateful Eight aber fand ich furchtbar langweilig, dröge und einfallslos.
2) Creed
Neben Kriminalfilmen habe ich zwei große Schwächen: Musicals und Sportlerfilme. Also war Creed ja quasi Pflichtprogramm. Für mich ist dieser Film ein nahezu perfektes Beispiel, wie man mit Nostalgie an eine alte Reihe anknüpft und zugleich einen sehr modernen Film macht. Und Michael B. Jordan ist großartig in diesem Film.
3) Trumbo
Es gibt ja in Filmen diese Tendenz, dass man den historischen Vorbildern möglichst ähnlich sieht – und das versucht Trumbo auch sehr. Aber trotz einer großen Affinität zu der Geschichte, fand ich den Film etwas zu bemüht.
4) Anomalisa
Charlie Kaufman erzählt eine altbekannte Geschichte mit feinen Nuancen neu. Zu meiner Kritik.
5) Raum
Der Film besteht aus einer großartigen ersten Hälfte, bei der mir das Herz fast zersprungen wäre – und einer guten zweiten Hälfte, die dann bekannteren Wegen folgt. Hierzu schreibe ich noch einmal mehr. Weiterlesen
Live-Chats zu den Oscars 2016
Von Sonntag auf Montag werden in Los Angeles mal wieder die Academy Awards vergeben – und das erste Mal seit drei oder vier Jahren werde ich tatsächlich aufbleiben und die Verleihung nicht nur live verfolgen, sondern zusammen mit meiner Kollegin Beatrice Behn einen Live-Chat bei kino-zeit.de moderieren. Wer mit uns durch die Nacht lästern und fachsimpeln möchte, folge einfach dem Link. Ich würde mich sehr freuen!
Filmmusik und Lesung zu „Das Parfum“
In der Oberstufe durften wir uns damals einen Roman aussuchen, den wir lesen wollten – und die Mehrheit entschied sich für Patrick Süskinds „Das Parfum“. Ich weiß nicht, wie ich das Buch heute lesen würde – damals war ich weitaus weniger angetan als viele der Mitlesenden.
Am 11. März liest nun Iris Berben im Konzerthaus Berlin aus dem Roman, dazu spielt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Dirigent: Franz Strobel, Sopran: Rinnat Moriah) die Filmmusik aus der Verfilmung von Tom Tykwer.
Vom 28. April bis 1. Mai wird zudem der Film im Großen Sendesaal des NDR in Hannover gezeigt, dazu wird die Filmmusik von der NDR Radiophilharmonie (Dirigent: Ludwig Wicki, Sopran: Anna Bürk) sowie dem Mädchen- und Knabenchor Hannover live begleitet.
Oscars 2016 – Die Nominierungen im Überblick
Was soll ich sagen? Wirklich gefreut hätte ich mich, wenn Michael B. Jordan für seine Rolle in “Creed” nominiert worden wäre. Aber das habe ich von vorneherein als eher unwahrscheinlich gesehen, da er ein junger schwarzer Schauspieler ist – und die Oscars sind auch in diesem Jahr wieder #sowhite – und #sostraight. Immerhin gab es aber einige schöne, kleinere Überraschungen: Anscheinend hat die Academy Gefallen an “Room” gefunden und den Film gleich viermal nominiert. Nick Hornby hat für seine fantastische Adaption von Colm Toíbíns Roman “Brooklyn” eine Nominierung erhalten – ohnehin sind die Drehbuch-Nominierungen insgesamt gut – und mit “The Look of Silence” und “Cartel Land” sind zwei außerordentlich gute Dokumentarfilme nominiert, mit “Son of Saul” und “A War” zudem zwei der (fremdsprachige) Filme, die mir 2015 mit am besten gefallen haben.
In diesem Jahr werde ich die Oscars mal wieder live schauen – und anzutreffen bin ich dabei u.a. mit Beatrice Behn im Live-Chat bei kino-zeit.de. Schaut doch vorbei und redet mit!
Die Nominierungen im Überblick: Weiterlesen
Online-Live-Lesung mit Bernhard Aichner
Seit über einem Jahr veranstaltet Random House Online-Live-Lesungen, die gestreamt werden oder nachträglich über YouTube bzw. der Mediathek gesehen werden können. Heute Abend liest Bernhard Aichner ab 19 Uhr in der LitLounge aus Totenhaus und redet anschließend mit dem Online-Publikum über sein Leben und sein Werk. Moderiert wird die Lesung von Günter Keil.






