Dänisch-schwedische Krimi-Serie: „Die Brücke – Transit in den Tod“

Leichenfund auf der Brücke (c) Edel:Motion

Auf der Öresund-Brücke wird eine Leiche genau auf der Grenze zwischen Dänemark und Schweden gefunden. Zwei Ermittler treffen am Fundort ein: der dänische Kommissar Martin Rohde (Kim Bodnia, „In einer besseren Welt“) und die schwedische Kommissarin Saga Norén (Sofia Helin). Es stellt sich heraus, dass die Leiche aus zwei Teilen besteht: der obere Teil gehört zu einer Stadträtin aus Malmö, der untere Teil zu einer Prostituierten aus Kopenhagen. Letztere war bereits seit 13 Monaten vermisst, aber die Polizei stellte damals die Ermittlungen nach zwei Wochen ein. Und genau auf diesen Umstand wollte der Täter hinweisen: Bei polizeilichen Ermittlungen gibt es keine Gleichheit, ebenso wenig wie vor dem Gesetz.

Der Auftakt der Serie „Die Brücke – Transit in den Tod“ ist verwirrend und spannend. Der Täter plant sein Vorgehen seit mindestens dreieinhalb Jahren, dementsprechend scheint er die Kontrolle über die Ermittlungen zu haben. Er weiß, in welchem Tempo die Ermittler die Beweise finden, außerdem versorgt er einen schwedischen Journalisten mit Informationen. Dabei ist seine Tat groß angelegt: Er will auf insgesamt fünf Ungerechtigkeiten mit seinen Taten aufmerksam machen. Weiterlesen

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Media Monday #42

Der heutige Montag steht mal wieder im Zeichen der Fragen des Media Monday:

1. Der beste Film mit Stanley Tucci ist für mich nach langen Überlegungen dann doch der relativ neue „Margin Call“, da er in diesem Film eine für ihn in letzter Zeit eher untypische Rolle gespielt hat. Er war mal nicht der nette verständnisvolle Vater (wie in dem tollen und hier zweitplatzierten „Easy A“), Berater („Devil wears Prada“) oder Ehemann („Julie & Julia“), sondern der desillusionierte Manager. Allerdings kenne ich weiterhin nicht „The Lovely Bones“, in dem er ja sehr gut sein soll.

2. Roland Emmerich hat mit „Anoymous“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er mit diesem Film bewiesen hat, dass er mehr kann als Untergangsszenarien und mich sehr positiv überrascht hat.

3. Der beste Film mit Audrey Tautou ist für mich dann wohl doch „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Sie hat es meiner Meinung nach eine Reihe gleichwertiger Filme in letzter Zeit gemacht, aber letztlich hat „Amélie“ bei mir den längsten Eindruck hinterlassen. Weiterlesen

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„Verdict Revised – Unschuldig verurteilt“ – Die zweite Staffel

Cover der DVD-Box

Die gute Nachricht gleich vorweg: In der zweiten Staffel von „Verdict Revised – Unschuldig verurteilt“ gibt es spannendere Fälle als in der ersten Staffel. Ansonsten ist aber fast alles beim Alten geblieben, darauf deutet auch die durchgehende Folgennummerierung hin. Weiterhin versuchen die vier mittlerweile ehemaligen Studenten Fia Jönsson (Sofia Ledarp), Anna Sjöstedt (Helena af Sandeberg), Belal Al-Mukthar (Francisco Sobrado) und Roger Andersson (Leonard Terfelt) unter Leitung des Strafrechtsprofessors Markus Haglund (Mikael Persbrandt) Fehlurteile aufzudecken. Mittlerweile ist ihre Gruppe bekannt, so dass sie von gerechtigkeitssuchenden Angehörigen um Hilfe gebeten werden. Dadurch haben die Fälle eine größere Bandbreite – und vor allem sind die Ex-Studenten nicht mehr in jeden Fall persönlich verwickelt. Insgesamt sind die Fälle düsterer und spannender. Hierfür ist tatsächlich die Altersfreigabe der einzelnen Folgen ein recht guter Maßstab, da die Episoden, die ab 16 Jahren freigegeben sind, auch die spannendsten der Staffel sind. Weiterlesen

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Media Monday #41

Sogar am Ostermontag gibt es die Fragen des Media Monday. Na dann:

1. Der beste Film mit Sam Neill ist für mich „A Cry in the Dark“, da er für mich immer der Mann sein wird, dessen Kind von einem Dingo gegessen wurde.

2. Peter und Bobby Farrelly haben mit „There’s something about Mary“ ihre beste Regiearbeit abgelegt, weil ich bei diesem tatsächlich einige Male lachen musste und mir anschließend den Soundtrack gekauft habe. Und noch heute bekomme ich bei „Build me up Buttercup“ gute Laune.

3. Der beste Film mit Zooey Deschanel ist für mich „(500) Days of Summer“, weil sie die von Tom völlig überhöhte Summer wunderbar verkörpert, so dass nachzuvollziehen ist, warum er von ihr so begeistert ist. Außerdem ist es wieder ein Film, dessen Soundtrack ich mir gekauft habe.

4. Kein Film ist für mich ganz klar Kult – auch wenn diese Meinung kaum jemand teilt. Für mich ist „Kult“ ebenso wie „cool“ eine Kategorie, die jegliche Kritik von vorneherein entkräften soll und mit der dann auch jedes Argument widerlegt werden soll.

5. Das französische Kino bringt seit Jahrzehnten immer mal wieder gute, erfinderische und sehenswerte Filme hervor. Und die Filme, die es in Deutschland ins Kino oder auf DVD schaffen, sind meist zumindest annehmbar. Vor allem aber sind die Franzosen im Umgang mit ihrem Kino ein Vorbild. Denn der deutsche Film hat hierzulande bei vielen Kinogängern einen zu schlechten Ruf.

6.Wenn das Beste an einem Film die Effekte sind, ist dieser Film für mich völlig ohne Belang.

7. Mein zuletzt gesehener Film war „Von Vätern und anderen Katastrophen“ und der war durchschnittlich, weil die Handlung dann doch allzu vorhersehbar war.

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Der Trailer zu „Marvel’s The Avengers“

(c) Walt Disney Studios Motion Pictures

Am 26. April ist es so weit: „Marvel’s The Avengers“ startet in den deutschen Kinos: Nick Fury (Samuel L. Jackson) ist führender Kopf der internationalen Friedensorganisation S.H.I.E.L.D. und überzeugt, dass der Weltfrieden bedroht ist. Also stellt er ein Team zusammen, dass das Ende der Welt verhindern könnte – ein einmaliges Aufgebot an Superhelden. Nun müssen Iron Man (Robert Downey Jr.), Thor (Chris Hemworth), Hulk (Mark Ruffalo), Captain America (Chris Evans) und Black Widow (Scarlett Johansson) den Kampf aufnehmen …

Der Film verspricht jede Menge Action, tolle Bilder und viel Humor. Und immerhin hat es die Adaption der Comic-Serie „The Avengers“ sogar geschafft, mich mit dem Hype anzustecken. 🙂 Der Trailer verspricht jedenfalls auch eine Menge Spaß:

MARVEL’S THE AVENGERS gibt es natürlich auch auf Facebook.

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Trailer und Starttermin – „Die Königin und der Leibarzt“

(c) MFA+ FilmDistribution

Europa im Jahr 1766. Die 15-jährige Caroline Mathilde (Alicia Vikander) wird mit ihrem zwei Jahre älteren Cousin Christian VII. (Mikkel Følsgaard) verheiratet, aber ihre Ehe mündet in einer Enttäuschung. Christian zeigt kaum Interesse an seiner Frau – und Mathilde zu unbedarft, um die Gründe dafür zu erkennen. Auf einer Reise durch Europa begegnet Christian schließlich dem Arzt und Aufklärer Johann Friedrich Struensee (Mads Mikkelsen) und macht ihn zu seinem Leibarzt. Schon bald wächst Struensees Einfluss am dänischen Hof zum Ärgernis einflussreicher Widersacher an. Und auch die Königin findet Gefallen an ihm …

Die Handlung von Nikolaj Arcels „Die Königin und der Leibarzt“ klingt nach einem typischen Historiendrama, ist aber tatsächlich wahr und wurde unter anderem von Per Olav Enquist in „Der Besuch des Leibarztes“ literarisches verarbeitet. Nun hat Nikolaj Arcels einen unterhaltsamen Spielfilm gedreht, der auf dem besten Weg ist, der erfolgreichste dänische Film zu werden.

„Die Königin und der Leibarzt“ startet am 19. April in den deutschen Kinos.

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Krimi-Kritik: „Der Mann, der kein Mörder war“ von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

Auf den ersten Blick stimmt bei diesem Kriminalroman alles: Ein schöner Titel, die Geschichte klingt spannend und bei schwedischen Autoren-Duos werden unweigerlich Erinnerung an Maj Sjöwall und Per Wahlöö wach. Nun soll gar nicht der unzutreffende Vergleich mit diesen Eltern des mittlerweile oftmals als typisch angesehenen schwedischen Krimis gezogen werden, denn mit „Der Mann, der kein Mörder war“ wollen Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt keine Sozialkritik üben oder Missstände aufdecken, sondern spannend unterhalten. Und das gelingt ihnen in Ansätzen.

(c) Rowohlt Polaris

„Der Mann, der kein Mörder war“ ist der Auftakt zu einer fünfteiligen Reihe um den Psychologen Sebastian Bergman. Er ist ein schwieriger Charakter, egozentrisch und selbstverliebt, aber ein brillanter Kopf. Seit er seine Frau und seine Tochter bei dem Tsunami 2006 verloren hat, hat er seine Arbeit aufgegeben. Er lebt gänzlich in der Erfahrung des Verlustes und betäubt seinen Schmerz mit kurzen, schnellen Affären mit Frauen, die ihm für eine Nacht Nähe suggerieren. Sein Zustand bessert sich dadurch aber nicht, aber er will auch nicht, dass es ihm besser geht. Nun ist er anlässlich des Todes seiner Mutter in seine alte Heimatstadt Västerås zurückgekehrt, um die Hinterlassenschaften zu ordnen. Fast zur gleichen Zeit wird dort die Leiche eines Schülers entdeckt, der das Herz entnommen wurde. Weiterlesen

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