Media Monday #59

Und wie jeden Montag kommen hier wieder meine Antworten zum Media Monday:

1. Simon Pegg gefiel mir am besten in „New York für Anfänger“, weil es der einzige Film ist, den ich mit ihm gesehen habe.

2. John Huston hat mit „The Maltese Falcon“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er mit dieser Dashiell-Hammett-Verfilmung den film noir in Hollywood durchsetzte und mit Humphrey Bogart den filmischen Archetypen des amerikanischen Privatdetektivs schuf. Abgesehen davon schätze ich aber auch „The Asphalt Jungle“ und „Africa Queen“ sehr.

3. Veronica Lake gefiel mir am besten in „The Blue Dahlia“ – und gespielt von Kim Basinger in „L.A. Confidential“. 😉 Weiterlesen

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Krimi-Kritik: „Manhattan Karma“ von Walter Mosley

(c) Suhrkamp

Leonid McGill ist ein in die Jahre gekommener Privatdetektiv. Einst hat er für die New Yorker Mafia schmutzige Geschäfte erledigt, mittlerweile wurde er von seinem Gewissen heimgesucht und will ein sauberes Leben führen. Aber eine Vergangenheit lässt sich nicht einfach so abschütteln – und Klienten, die ohne mit der Wimper zu zucken, Ermordungen in Auftrag geben, lassen sich nicht abwimmeln. Eines Tages, davon ist Leonid McGill überzeugt, werden sie ihn töten. Aber bis zu diesem Tag versucht er, sein Bestes zu geben – und für seine vergangenen Taten zu büßen. Daher nimmt er bleibt er bei seiner Ehefrau, die ihn einst für einen wohlhabenden Banker verlassen hat, der sich abgesetzt und sie zurückgelassen hat – und verzichtet auf das Glück mit seiner Geliebten. Das ist seine Sühne. Und er versucht um jeden Preis zu verhindern, dass die kriminellen Neigungen seines Lieblingssohnes Twill ihn in den Abgrund ziehen. Dann bekommt er den vermeintlichen harmlosen Auftrag, für einen Kollegen aus Albany vier Männer in New York aufzuspüren. Er erledigt seinen Job – und kurze Zeit später sind drei von ihnen tot. So viel Schaden, stellt er fest, hat er noch nicht einmal angerichtet, als er noch für die Mafia arbeitete.

Leonid McGill – Ein Nachfolger Philip Marlowes und Lew Archers
Mit „Manhattan Karma“ beginnt eine Krimi-Serie von des Amerikaners Walter Mosley, der einst von Bill Clinton als einer seiner Lieblingsautoren bezeichnet wurde. Berühmt wurde er mit einer Reihe um den Privatdetektiv Easy Rawlins, der in Los Angeles in den 1940er bis 1960er Jahren ermittelt. Der erste Teil, „Devil in a Blue Dress“ (dt. „Teufel in Blau“) wurde mit Denzel Washington in der Hauptrolle verfilmt. Diese Reihe endete vorerst mit „Blonde Faith“.

Mit Leonid McGill hat Walter Mosley nun einen zweiten Privatdetektiv geschaffen, der wie Easy Rawlons in der Nachfolge von Raymond Chandlers Philip Marlowe und Ross MacDonalds Lew Archer steht, aber in dem heutigen New York ermittelt. Es entsteht ein beträchtlicher Reiz durch diesen scheinbaren Widerspruch, der zwischen diesen Welten liegt. Von Seite zu Seite wird deutlich, dass der hardboiled-Detektivalltag auch ins heutige New York gehört – und die Verflechtungen zwischen Macht, Geld und Verbrechen nicht nur im Los Angeles der 1930er Jahre zu finden sind. Nicht zufällig erinnert die Schlussszene in einem großen New Yorker Wohnhaus an das Treibhaus in Raymond Chandlers „The Big Sleep“ – und zu guter Letzt muss McGill auch ein unschuldiges reiches Mädchen retten. Weiterlesen

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Zum DVD-Start: Ein exklusiver Ausschnitt aus „Rampart“

(c) Ascot Elite

Officer Dave Brown (Woody Harrelson) ist kein sympathischer Polizist. Er trinkt im Dienst, schluckt Pillen und prügelt auf Menschen ein, die es seiner Meinung nach verdient haben. Stets mit dem hehren Ziel vor Augen, die Straßen von Los Angeles sauber zu halten, damit seine Töchter und die anderen braven Bürger in Frieden leben können. Dafür bricht er auch Gesetze. Doch dann filmen Überwachungskameras der Stadt, wie er einen Verdächtigen fast tot schlägt. Das Video läuft im Fernsehen und Dave Brown muss sich vor den internen Ermittlungen verantworten. Dadurch wird nach und nach ein Skandal aufdeckt, der das gesamte Los Angeles Police Deparment erschüttert …

James Ellroy hat zusammen mit Regisseur Oren Moverman das Drehbuch zu diesem harten Cop-Thriller verfasst, der seit dem 7. August auf DVD und Blu-Ray erschienen ist. Die Hauptrolle wird von Woody Harrelson gespielt, in den Nebenrollen sind unter anderem Signourney Weaver, Robin Wright, Steve Buscemi und Ned Beatty zu sehen. Bevor nächste Woche meine ausführliche Besprechung des Films folgt, hier schon einmal ein exklusiver Ausschnitt aus „Rampart“:

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Sechs Monate mit Skoobe – Ein Testbericht

Bis vor sechs Monaten hatte ich noch kein eBook gelesen. Mir fehlte zum einen das passende Gerät, zum anderen bin ich – wie viele andere auch – der Meinung, dass deutschsprachige eBooks im Vergleich zum gedruckten Buch oftmals zu teuer sind. Dann bekam ich im Februar eine Einladung zum Testen von Skoobe und wurde neugierig. Das Modell ist recht einfach: Gegen eine monatliche Gebühr von derzeit 9,99 Euro kann ich dort derzeit noch unbegrenzt viele eBooks ausleihen. Dieses Angebot gilt für die ersten 10 000 Mitglieder. Ab dem 1. März 2013 soll das Angebot auf monatlich zwei Bücher beschränkt werden. Derzeit gibt es Skoobe nur für Apple-Geräte, aber eine Android-App soll folgen.

Die Handhabung von Skoobe
Die Menüführung war selbst für eBook-Neulinge wie mich sehr verständlich. Grundsätzlich werden die eBooks zunächst nach den Kategorien Belletristik, Sachbuch, Ratgeber etc. eingeteilt, danach folgen weitere Unterscheidungen. Dadurch werden manche Titel mehrfach genannt, es gewährleistet aber auch das Auffinden der Bücher.

Unter der Rubrik “Mein Skoobe” werden dann die ausgeliehenen Bücher und die eigenen Listen angezeigt: Weiterlesen

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Media Monday #58

Und meine Woche beginnt wie immer mit dem Media Monday:

1. Channing Tatum gefiel mir am besten in „Magic Mike“. Er passt in die Rolle des erfahrenen Strippers einfach hervorragend, sieht gut aus, kann tanzen und bringt diesen schönen Schein mit sich. Ohnehin ist „Magic Mike“ ein sehenswerter Film, daher bin ich mal so frei und verlinke mal meine Kritik bei kino-zeit.de

2. Sofia Coppola hat mit „The Virgin Suicides“ ihre beste Regiearbeit abgelegt, weil mich dieser melancholische Film auf Anhieb sehr beeindruckt hat. In ihrer Inszenierung hat sie genau die richtige Mischung aus einer sehr tiefen Traurigkeit und leisem Humor getroffen.

3. Mary Elizabeth Winstead gefiel mir am besten Weiterlesen

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Jack Foley kehrt zurück – „Road Dogs“ von Elmore Leonard

(c) Suhrkamp

Am Ende von „Out of Sight“ wurde Jack Foley von Karen Sisco ins Gefängnis gebracht. Einen Ausbruchsversuch später sitzt Jack Foley immer noch im Gefängnis und seine Lage scheint ausweglos: 30 Jahre muss er noch absitzen. Dann lernt er den reichen Kubaner Cundo Rey (bekannt aus „La Brava“) kennen und sie werden zu den titelgebenden „road dogs“: „Das war so ein Knastding. Wenn man nicht zu einer der Gangs gehörte, für die alle anderen automatisch Feinde waren, tat man sich zusammen“ und hielt einander den Rücken frei. Mit Cundos Hilfe und Geld findet Jack Foley eine Anwältin, die aus seinen 30 Jahren eine Strafe von ein paar Monaten macht, die Foley bereits abgesessen hatte. Also wird er entlassen. Selbst in der Freiheit sorgt Cundo weiterhin für ihn: Er besorgt ihm einen gefälschten Führerscheint und erlaubt ihm, in einem seiner Häuser in Venice zu wohnen. Foley nimmt diese Großzügigkeit an, befürchtet aber, dass Cundo irgendwann eine Gegenleistung von ihm verlangen wird. Weiterlesen

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Eine mutige Prinzessin – „Merida – Legende der Highlands“

(c) 2012 Disney/Pixar

„Brave“ – so der Originaltitel des Films „Merida – Legende der Highlands“ – ist Prinzessin Merida (gesprochen von Nora Tschirner) allemal: Mutig streift sie mit ihren feuerroten Haaren durch die schottischen Highlands, klettert auf hohe Felsen, trinkt von Wasserfällen und schießt meisterhaft mit ihrem Bogen. Sie ist eine selbständige junge Dame, die sehr genau weiß, was sie will. Daher kann sie auch nicht verstehen, warum sie sich mit einem der Söhne der Clans verloben soll – wie es sich für eine Prinzessin gehört. Sie will ein selbstbestimmtes Leben führen. Aber Meridas Mutter Elinor besteht darauf, dass ihre Tochter die Tradition befolgt. Daraufhin ersinnt Merida einen Ausweg, der ihre Familie und das Königreich fast in eine Katastrophe führt.

(c) 2012 Disney/Pixar

(c) 2012 Disney/Pixar

„Merida – Legende der Highlands“ aus dem Hause Pixar ist ein Film, der vor allem visuell herausragend ist. Schon nach wenigen Minuten ist der Zuschauer in die mythische Welt der schottischen Highlands mit ihren Legenden und Sagen eingetaucht. Die Landschaft mit ihrem Hügeln, Wäldern und Wasserfällen wirkt beinahe echt, die Irrlichter sind magisch schön, Meridas Haare springen widerspenstig und natürlich um ihren Kopf – einzig die Gesichter und Proportionen bleiben weiterhin eine Konzession an die Animationserwartungen. Dagegen sind die Tiere (insbesondere die Bären) aufgrund ihres Fells und ihrer Bewegungen so realistisch, dass es für kleinere Kinder in manchen Szenen vielleicht etwas zu gruselig sein könnte – wenngleich Meridas drei kleine Brüder für viele Lacher sorgen werden. Weiterlesen

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