Kategorie-Archiv: Kriminalliteratur

Krimi-Kritik: „Korrupt“ von Mike Nicol

Der surfende Privatdetektiv Fish Pescado ist wieder zurück – oder besser gesagt: zunächst ist seine Freundin Vicky Kahn wieder da. Die pokersüchtige Anwältin hat eine – sagen wir – Fortbildung absolviert und arbeitet nun für den südafrikanischen Geheimdienst, der State Security Agency, kurz SSA. Unter Führung des stets „Alice im Wunderland“ zitierenden Henry Davidson bekommt […]

Shots 01/2018

Es gibt tatsächlich eine Talkshow, die ich sehr gerne sehe. Bei der „The Graham Norton Show“, ausgestrahlt auf der BBC, begrüßt der sympathische Moderator zumeist ziemlich hochkarätige Gäste, sie sitzen zusammen, trinken etwas und plaudern miteinander. In der Regel ist das recht lustig. Und deshalb war ich durchaus neugierig, was Graham Norton in seinem Kriminalroman […]

Krimi-Kritik: „Schleierwolken“ von Regina Nössler

„Schleierwolken“ von Regina Nössler ist ein kleines, feines, gemeines Buch. Im Mittelpunkt steht Elisabeth Ebel, sie lebt in Berlin und arbeitet für ein Schreibbüro als Korrektorin. Eigentlich ist sie mit ihrem Leben auch ganz zufrieden, sie hatte in paar Beziehungen, kann aber auch ganz gut alleine sein. Ihre einzige Plage sind die Besuche bei ihrer […]

Krimi-Kritik: „Aisha“ von Jesper Stein

Nachdem es mit Vizekommissar Axel Steen in den vorherigen drei Romanen „Unruhe“, „Weißglut“ und „Bedrängnis“ konstant bergab ging, ist er – man mag es kaum glauben – zu Beginn von Jesper Steins „Aisha“ auf dem Weg der Besserung. Clean, in Therapie und erfüllt von dem Versuch, ein besserer Mensch zu werden. Er hält die Verabredungen […]

Krimi-Kritik: „Untiefen“ von Sheena Kamal

Eine interessante Protagonistin hat Sheena Kamal für ihr Debüt „Untiefen“ entwickelt: Nora Watts ist trockene Alkoholikerin und lebt mit ihrer Hündin Whisper in dem Keller des Bürogebäudes, in dem sie als Sekretärin und „hauseigener Lügendetektor“ eines Journalisten und Privatdetektivs arbeitet. Ihr Vater gehört vielleicht zu „einer der dreiundsechzig First Nations“, „vielleicht war er aber auch […]

Women in Crime: Mississippi von J.M. Redmann

Es ist ein klassischer hardboiled-Beginn: Eine hübsche Frau sucht einen Privatdetektiv auf, um ihm einen Auftrag zu geben, der ihn in die Bredouille bringen wird. Denn natürlich ist diese Frau ebenso hübsch wie falsch. Bei J.M. Redmann ist der Privatdetektiv allerdings eine Frau – und lesbisch noch dazu. Michele Knight ist ihr Name, an der […]

Women in Crime: „Schmutziges Wochenende“ von Helen Zahavi

„Dies ist die Geschichte von Bella, die eines Morgens beim Erwachen merkte, daß sie es satt hatte.“ Ein Satz brauchte „Schmutziges Wochenende“ von Helen Zahavi und schon hatte mich das Buch. Ein Satz, er mag schlicht erscheinen, aber er trifft das genau das Gefühl, dass ich an manchen Morgen habe. Und hier geht es nicht […]

Krimi-Kritik: „Ein Job für Delpha“ von Lisa Sandlin

Scheinbar harmlos kommt „Ein Job für Delpha“ am Anfang daher: Delpha Wade wurde nach vierzehn Jahren aus dem Gefängnis entlassen und sucht nun im texanischen Beaumont des Jahres 1973 einen Job und eine Unterkunft. Ihr Bewährungshelfer hat ihr die beiden Ratschläge mit auf den Weg gegeben, sie solle so tun, als sei sie ruhig und […]

Krimi-Kritik: „Tauchstation“ von Jörg Jureztka

Der Krüschel. Es ist kaum zu glauben, aber er lebt immer noch. Zwar hält ihn mittlerweile die Marseiller Drogenmafiagang „Chiens du Nord“ für tot, aber das war auch der einzige Ausweg aus dem Schlamassel, in den er sich in „TaxiBar“ und „Trailerpark“ geritten hat. Tatsächlich aber ist er auf „Tauchstation“, wie der Titel des dreizehnten […]

Helft dem Polar Verlag!

Wolfgang Franßen ist ein beharrlicher Mensch. Eines Tages rief er mich an und fragte, ob wir zusammen eine Seite aufbauen wollen, die sich ganz dem Noir und Polar verschreibt. Für mich wurde ein Wunsch war – und Wolfgang schuf nicht nur die Rahmenbedingungen und stritt sich mit mir beharrlich über Detailfragen, er schenkte mir auch […]