Kategoriearchiv: Kriminalliteratur

Noir.Dude/s

Mittwochabend findet in Berlin zum ersten Mal eine Veranstaltung der Reihe Noir.Dude/s statt. Wolfgang Franßen vom Polar Verlag, Frank Nowatzki von Pulp Master und ich stellen drei Bücher vor – dieses Mal „Der Mann mit der Bombe“, „Die Toten schauen zu“ und „Exodus aus Libyen“ – und hoffen auf eine rege Diskussion über Literatur, Krimi […]

Im Gespräch mit Wallace Stroby

Eigentlich sollte das Geschlecht des Schreibenden keine große Rolle spielen. Aber einige Jahre der Leseerfahrung sorgen dafür, dass ich erst einmal skeptisch bin, wenn ein männlicher Autor eine “starke” Frauenfigur schreibt. Oftmals tritt dann nämlich das “Lisbeth-Salander-Syndrom” ein, bei dem eine möglich brutal misshandelte und vergewaltigte Frau zu einer Rächerin wird (Autorinnen sind dagegen natürlich […]

Krimi-Kritik: „Trailerpark“ von Jörg Juretzka

Krüschel ist wieder da! Nahtlos setzt Jörg Juretzka mit „Trailerpark“ an dem Ende seines Buchs „Taxibar“ an. Dort befand sich sein Mülheimer Privatdetektiv Kristof Kryszinski umringt von schießbereiten korrupten Polizisten und Drogenhändler an einem Strand in Frankreich wieder. Eigentlich gab es keinen Ausweg aus dieser Situation – abgesehen von dem Tod –, aber entgegen aller […]

Im Gespräch mit Malla Nunn

Im Südafrika der 1950er Jahre spielen die Kriminalromane von Malla Nunn, die mit “Tal des Schweigens” ihre Hauptfigur Emmanuel Cooper zum dritten Mal ermitteln lässt. Nachdem er sich mit dem südafrikanischen Geheimdienst angelegt hat (“Kein schöner Ort zu sterben”) und in weltweite Geheimdienstverwicklungen geraten ist (“Lass die Toten ruhen”) bekommt er es nun mit dem […]

Krimi-Kritik: „Spielarten der Rache“ von Seamus Smyth

Diesem Buch „einfach den IRISH NOIR Stempel aufzudrücken“ sei Frank Nowatzki und seinem Pulp Master Verlag „zu platt“. Das steht in dem Begleitschreiben, das meinem Leseexemplar von „Spielarten der Rache“ beigegeben war. Tatsächlich klingt aber zunächst alles sehr irisch an diesem Buch: Seamus Smyth wurde in Belfast geboren – und erzählt die Geschichte von Red […]

Krimi-Kritik: „Cutter und Bone“ von Newton Thornburg

Richard Bone ist ein Mann, der sich seiner eigenen Stärken und Schwächen sehr bewusst ist, deshalb weiß er, dass er mühelos Frauen ins Bett bekommt, aber an den meisten interessiert ihn lediglich das Geld. Also verbringt er einige Nächte mit ihnen, lässt sich aushalten und kehrt dann auf das Sofa in Alex Cutters Haus zurück, […]

Krimi-Kritik: „Der namenlose Tag“ von Friedrich Ani

Der pensionierte Kommissar Jakob Franck wird von Toten besucht. Sie sitzen an seinem Esstisch, essen Kekse und unterhalten sich. Doch er ist nicht einer der Ermittler, der mit Toten spricht oder durch übersinnliche Fähigkeiten mit ihnen in Kontakt tritt, vielmehr wartet er fast gleichmütig auf sie, „(e)r hatte sich damals, beim Eintritt in den Gehobenen […]