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Oscar 2012 – „Pina“ ist unter den letzten neun Filmen für den Auslandsoscar

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Heute hat die Academy of Motion Pictures Arts and Science bekanntgegeben, welche neun Filme es auf die Shortlist in der Kategorie des besten fremdsprachigen Films schaffen. Erwartungsgemäß ist der iranische Film „Nadar und Simin – Eine Trennung“ unter den letzten neun Kategorien, auch Wim Wenders „Pina“ hat den Sprung geschafft. Überraschend sind aber einige der favorisierten Filme nicht mehr dabei. Dazu zählt der finnische Beitrag „Le Havre“, aber auch „Where Do We Go Now?“ aus dem Libanon. Dafür hat sich tatsächlich das Gerücht bestätigt, dass die dänische Komödie „Superclásico“ bei dem Komitee aus einigen hundert Freiwilligen, die sich alle 63 Kandidaten in den letzten drei Monaten angesehen hat, gut angekommen ist. Diese Gruppierung hat sechs der neun Filme ausgewählt, die verbleibenden drei Plätze hat das Academy’s Foreign Language Film Award Executive Committee besetzt. Nun werden am Freitag, Samstag und Sonntag zwei Komitees – 20 Personen in Los Angeles, 10 Personen in New York – alle neun Filme ansehen und daraus die fünf Filme auswählen, die am 25. Januar offiziell für den Oscar nominiert werden.

Die neun Filme auf der Shortlist sind: Weiterlesen

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Europäischer Filmpreis 2011 – „Melancholia“ ist bester Film

Bester Europäischer Film 2011 ist Melancholia (c) Concorde

Gestern Abend habe ich die Verleihung des Europäischen Filmpreises im Livestream verfolgt – und kann trotzdem kaum etwas über die Show sagen. „Buffering“ war vielmehr das Wort des Abends, denn der Stream brach ständig ab und nur selten passten Bild und Ton zusammen. An meinem WLAN lag es nicht, denn von Trier bis Finnland beschwerten sich auch andere Zuschauer via Twitter. Vielleicht haben die Verantwortlichen nicht mit so viel Resonanz gerechnet, allerdings zeigt mir ein Blick auf die heutige Übertragung der British Independent Film Awards wie man es auch machen kann. Dort gibt einen bisher zuverlässigen Stream, direkt neben dem Bild ein Fenster mit verschiedenen Social-Media-Kanälen (Chat, Facebook, Twitter) – und die Ankündigung, dass einige „sober Tweeters“ die Resultate live twittern.

Darüber hinaus leidet der Europäische Filmpreis auch ein wenig unter dem Zeitrahmen der nominierten Filme. So konnten in diesem Jahr Filme vorgeschlagen werden, die nach dem 1. Juli 2010 ihre Premiere feierten, die Deadline war der 15. Juni 2011. Somit befanden sich unter den Kandidaten für den „besten europäischen Film 2011“ „The King’s Speech“ und „In a better World“, die bestens von der Oscarverleihung bekannt sind, aber auch die Cannes-Filme „The Artist“ und „Le gamin au vélo“, die hierzulande noch gar nicht im angelaufen sind. Vielleicht sollte die Preisverleihung etwas früher im Jahr stattfinden, denn so war es doch etwas irritierend, dass abermals Colin Firth für „The King’s Speech“ ausgezeichnet wurde. In Anbetracht der jüngst begonnen amerikanischen Award-Season war ich voll auf Jean Dujardin konzentriert.

Aber nun zu der Verleihung und den Gewinnern. Weiterlesen

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Oscar 2012 – Die 15 Kandidaten als bester Dokumentarfilm

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Die Academy of Motion Pictures Art und Sciences hat die 15 Dokumentarfilme bekanntgegeben, die bei der 84. Oscarverleihung mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet werden können. Unter den Kandidaten ist Wim Wenders 3D-Film „Pina“. Diese Dokumentation ist außerdem der deutsche Beitrag in der Kategorie des Oscars für den besten nicht-englischsprachigen Film.

Nicht unter den 15 Filmen ist außerdem „The Interrupters“ von Steve James, dessen Dokumentarfilm „Hoop Dreams“ als eine der besten Doku aller Zeiten angesehen wird – und ebenfalls nicht bei den Oscars berücksichtigt wurde. Überraschend ist außerdem, dass es „Senna“ von Asif Kapadia nicht auf diese Liste geschafft hat. Sein Dokumentarfilm über Ayrton Senna ist derzeit durchaus erfolgreich. Ebenfalls erstaunlich ist, dass Werner Herzog für „Into the Abyss“ erneut nicht nominiert wurde. Außerdem fehlt auch „Being Elmo“ auf der Liste. Weiterlesen

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Oscar 2012 – Die Kandidaten als bester nicht-englischsprachiger Film

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In der letzten Woche wurde von German Films bekanntgegeben, dass „Pina“ der deutsche Kandidat bei der Oscar-Verleihung 2012 sein wird. Damit hat die Jury meines Erachtens eine sehr gute Wahl getroffen. Der Film von Wim Wenders lief bereits auf der Berlinale und wurde in den USA bereits auf dem Telluride Film Festival, einem der wichtigsten US-Indie-Festivals, erfolgreich gezeigt. Außerdem lief der Film auch in Toronto und wird im Dezember regulär in den US-Kinos starten. Es ist das erste Mal, dass Deutschland einen Dokumentarfilm in dieser Kategorie nominiert.

Schweden schickt „Bessere Zeiten“ ins Rennen. Den Film von Pernilla August habe ich bereits im Rahmen der Leipziger Buchmesse gesehen – und fand ihn sehr gut. Das ist sicherlich eine gute Wahl, obwohl er im Vergleich zu „Pina“ sicherlich konventioneller ist.Der – aus meiner Sicht – bisher stärkste Film im Rennen um den Auslandsoscar ist „Le Havre“ von Aki Kaurismäki, der von Finnland nominiert wurde. Weiterlesen

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