Nordlichter 2015

Für alle Liebhaber des skandinavischen Films gibt es eine interessante neue Filmreihe, die Ende März in deutschen Kinos startet: „Nordlichter – Neues skandinavisches Kino“ ist als Festival on Tour konzipiert und soll – wie der Untertitel sagt – neue skandinavische Filme in die Kinos bringen. Gezeigt werden fünf Filme aus Dänemark, Island, Finnland, Norwegen und Schweden, die bereits bei den Nordischen Filmtagen 2013 und 2014 zu sehen waren, aber bisher keinen Verleih gefunden haben. Besonders freut mich, dass darunter auch Iram Haqs „Jeg er din“ ist, der 2013 den Hauptpreis in Lübeck gewann und ein modernes, interessantes Porträt einer jungen Frau in Norwegen liefert. Dass dieser Film bisher nicht im Kino lief oder zumindest eine DVD-Auswertung bekommen hat, verwundert mich doch sehr – aber bei „Eat Sleep Die“ hat es ja auch zwei Jahre gedauert, bis der Film regulär in die Kinos kam.

"Klumfisken"-Hauptfigur Kesse (Henrik Birch) (c) DFI

“Klumfisken”-Hauptfigur Kesse (Henrik Birch) (c) DFI

Auch die anderen Filme der Nordlichter sind gut ausgewählt: Der dänische „Klumpfisken“ ist insbesondere in der ersten Stunde sehr unterhaltsam und hat tolle Dialoge, „Vi är bäst“ von Lukas Moodysson ist ein rockiger Coming-of-Age-Film (bei dem mich ebenfalls wundert, dass er noch nicht im Kino war), „París nordusins“ erzählt von einen Mann, der in Dorf in Island zurück ins Leben finden will und das Roadmovie „Finsk blod, Svenskt hjärta / Ingen riktig Finne“ widmet sich dem Leben der finnischen Minorität in Schweden.

Alles in allem ist das eine tolle Initiative, der ich viel Erfolg wünsche. Im März geht es los, die ersten Termine u.a. in Hannover und Düsseldorf stehen fest und sind hier zu sehen.

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Ein paar Anmerkungen zu „Killer“ von Dave Zeltserman

Eigentlich hatte ich gestern mehr als genug zu tun. Doch in meiner Post war auch „Killer“ von Dave Zeltserman. Deshalb konnte ich nicht widerstehen, es wenigstens anzulesen, nach der Hälfte wollte ich es eigentlich zur Seite legen. Aber es ging nicht. Noch nicht einmal wegen der Spannung, sondern weil es einfach zu gut war. Genau das richtige Buch im richtigen Moment. Keine Schnörkel, keine langen, verwickelten Handlungen, unnötige Nebenfiguren oder leicht durchschaubare falsche Fährten, sondern einfach nur die Lebensgeschichte eines abgehalfterterten Ex-Profikillers, der gerade aus dem Knast kommt.

(c) Pulp Master

(c) Pulp Master

Leonard March hat vor 14 Jahren einen Deal mit der Staatsanwaltschaft ausgehandelt: Er liefert ihnen den Bostoner Gangsterboss Salvatore Lombard und wird deshalb nur für die Taten belangt, wegen der sie ihn festgenommen haben. Dieser Versuchung kann kein Staatsanwalt widerstehen, und da March ein polizeilich unbeschriebenes Blatt ist, kommt es zur Absprache. Jedoch gesteht March daraufhin 28 Auftragsmorde, durch die er Lombard wie versprochen belastet; er selbst geht indes straffrei aus. Dann überlebt er sogar die 14 Jahre Gefängnis, zu denen er verurteilt wird, und ist nun in Boston wieder auf freiem Fuß. Auf ihn warten zahllose wütende Angehörige seiner Opfer, die ihn mit Zivilprozessen überschütten wollen, eine finanziell ungesicherte Zukunft und die Gewissheit, dass sich Lombards Organisation an ihm rächen wird.

Auf 262 Seiten erzählt Leonard March nun sein Leben, die Kapitel wechseln zwischen seiner Gegenwart, in der er sich mit einem Putzjob und den anklagenden Blicken auf der Straße auseinandersetzt, und seinen Erinnerungen an die Vergangenheit, in denen er nach und nach von den Taten erzählt. Hier wird psychologisch nichts verklärt, vielmehr lebt March sein Leben, wie es ist. Er begegnet Schurken, Cops und einer femme fatale, fast erscheint alles ein wenig zu sehr dem altmodischen amerikanischen noir zu entsprechen. Doch dann gibt es ein Ende, das schlichtweg hinreißend ist.

Dave Zeltserman: Killer. Übersetzt von Ango Laina & Angelika Müller. Pulp Master 2015.

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Krimi-Stöckchen: Best Blog

Und durch das Stöckchen von Dennis erinnerte ich mich wieder daran, dass ich seit ähm, März schon Fragen von Nicole beantworten wollte. Also schiebe ich sie noch schnell hinterher – verzichte aber ebenfalls auf die Weitergabe.

Kannst du dich noch an deinen allerersten Krimi erinnern?
Ich habe scharf nachgedacht und vermute, es waren entweder die TKKG-Romane, die ich als Kind verschlungen habe – oder Kästners „Emil und die Detektive“. Damals habe ich sie nicht bewusst als Kriminalroman gelesen, aber sie waren meine erste Begegnung mit der Spannungsliteratur.

Seit wie vielen Jahren liest du Krimis?
Krimis habe ich schon immer gelesen – also sagen wir mal, seit gut 30 Jahren. 🙂

Über welchen Krimi hast du dich zuletzt so richtig geärgert?

Hmm, Leena Lehtolaniens „Wer ohne Schande ist“ fand ich arg vorhersehbar und vor allem viel zu lang.

Muss es in einem Krimi für dich immer zwangsläufig eine Leiche geben?
Nein.

Krimis werden immer blutiger – wie findest du das?
Gewalt kann ein notwendiger Bestandteil eines Verbrechens sein, aber sie ersetzt niemals die Spannung. Deshalb ärgert es mich, wenn Autoren seitenlang alle ekligen Details einer Tat beschreiben und glauben, nun hätte sie eine düstere Atmosphäre geschaffen. Umgekehrt stört mich aber in Serien und Filmen die oftmals ästhetisierte Darstellung von wirklich brutalen Verbrechen. Da wird – typischerweise – eine Frau ermordet aufgefunden, die misshandelt etc. wurde, aber es ist kaum Blut zu sehen.

Thema Regionalkrimis – wie stehst du dazu?
Zunächst habe ich leichte Schwierigkeiten mit dem Begriff: Ein Regionalkrimi ist für mich ein Kriminalroman, in dem die Region eine wichtige Rolle spielt. Das würde beispielsweise auch auf Ritzels Berndorf-Romane zutreffen, die sehr feine und kluge Kriminalromane sind. Meist wird darunter aber eine andere Sparte verstanden: eine Art Komödienstadl, in denen eben nicht mehr ein Nebenbuhler auftritt, sondern ein Verbrechen geschieht, das dann möglich humoristisch, immer aber lieblos und ohne Raffinesse aufgeklärt wird. Dass solche Bücher dann das Entdecken guter Regionalkrimis (beispielsweise von Rainer Gross) erschweren, finde ich schade.

Amiland ist Thriller-Land. Haben wir deiner Meinung nach auch in Deutschland gute Thriller-Schriftsteller?
Die Unterscheidung zwischen Krimi und Thriller ist schwierig – beispielsweise stand unter Zoë Becks letzten Buch auch ‚Thriller’ und würde sie damit zur Thrillerautorin, würde ich sagen, wir haben in Deutschland gute Thrillerautoren. Auch Markus Stromriedels „Die Kuppel“ hat mir gut gefallen.

Wieviele Krimis muss jemand lesen, um sich deiner Meinung nach “Experte” nennen zu dürfen?
Da gibt es keine konkrete Zahl, sondern ein „Experte“ ist jemand, der sich in der Breite und Tiefe des Genres gut auskennt, mehr Autoren gelesen hat als Bestseller- und Kritikerlisten hergeben, Querverbindungen und Rückschlüsse ziehen kann, sich in der Geschichte des Genres auskennt und sich am Diskurs zur Kriminalliteratur beteiligt.

Gibt es auch einen Krimischriftsteller, den du so gar nicht leiden kannst?
Meine Abneigung richtet sich eher gegen eine literarische Richtung denn eine Person.

Stell dir vor, dir gefällt der Krimi, den du gerade liest, nicht. Abbrechen oder bis zum bitteren Ende durchhalten?
Lese ich ihn beruflich, lese ich ihn bis zum bitteren Ende. Lese ich ihn privat, würde ich ihn abbrechen.

Möchtest du selbst mal einen Krimi schreiben?
Ich sage sehr gerne mal, „wenn ich mal einen Krimi schreibe …“ oder „hätte ich diesen Krimi geschrieben …“, aber im Fiktionalen habe ich keine schriftstellerischen Ambitionen.

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Stöckchen: Liebster Award

Dennis von den Filmosophen hat mich mit dem „Liebster Award“-Stöckchen beworfen ausgezeichnet – und mir elf Fragen gestellt, die ich beantworten soll. Also:

Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Aus Lust am Schreiben. Angefangen habe ich mit einem Blog zu Filmpreisen, das wurde mir aber thematisch bald zu eng.

Über was genau bloggst du?
Filme und Literatur – insbesondere skandinavische Filme, Literaturverfilmungen und Krimis.

Was ist dein Lieblingsfilm?
„Chinatown“ von Roman Polanski

Wieviele Filme (Kino, DVD, etc.) schaust Du in der Woche?
Im Durchschnitt dürfte es so fünf bis sechs Filme sein.

Mit welchem Filmstar (Regisseur, Schauspieler, etc.) würdest du gerne mal essen gehen?
Falls Jim Henson als Filmstar zählt, würde ich mich mit ihm gerne unterhalten – und nach einem Praktikum als Puppenspielerin oder Muppet-Sitterin fragen.

Welchem Filmstar (Regisseur, Schauspieler, etc.) bist schon einmal persönlich begegnet und hast dich mit ihm unterhalten?
Hmm, wo fängt das Starsein an? Toll fand ich insbesondere meine Interviews mit Jan Troell, Hans Petter Moland und Michael Roskam.

Gibt es ein anderes Thema über das du gerne Mal einen Blog schreiben würdest?
Grundsätzlich will ich immer sofort zu allem schreiben. Aber ich bin mit meiner Themenwahl schon sehr glücklich.

Welchen Film hättest du 2014 lieber nicht gesehen?
In San Sebastian habe ich den spanischen Film „Dying beyond their means“ gesehen, den ich sehr, sehr schlecht fand.

Auf welchen Film freust du dich 2015?
Wenn ich nur einen nennen darf, dann nehm ich „Far from the Madding Crowd“ von Thomas Vinterberg.

Auf welche Serie freust du dich 2015?
Auf „The Legacy“, die gleich Anfang 2015 auf DVD erscheint.

Ein Neujahrsvorsatz für 2015?
Fokussierter zu sein.

Auf das Weiterwerfen verzichte ich, da gefühlt alle anderen Blogs bereits mitgemacht haben. Oder täuscht der Eindruck?

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Filmblog-Adventskalender – Türchen #15

Nachdem ich im letzten Jahr bereits bei dem Adventskalender von Alex (Real Virtuality) mitgemacht und meine Liebe für Elmore Leonard erklärt habe, geht es in diesem Jahr zum einen mit dem Adventskalender weiter. An 24 Tagen veröffentlichen 24 BloggerInnen 24 Geschenkideen. Im Gegensatz zum letzten Mal sind die Posts nicht bei Real Virtuality zu finden, sondern jeder veröffentlicht seinen Geschenke-Tipp im eigenen Blog und Alex sammelt sie alle hier.

Zum anderen geht es auch mit meinen Liebeserklärungen weiter – in diesem Jahr an den Noir. Seit ich zum ersten Mal „Die Spur des Falken“ gesehen habe, ist es um mich geschehen. Ich habe ein Faible für Filmfiguren mit Hüten, Licht und Schatten und vor allem Düsternis, Ambiguität und Aussichtslosigkeit. Dürfte ich für den Rest des Lebens nur noch eine Art von Filmen und Büchern lesen, wäre es der Noir.

Und nun ist im Taschen-Verlag ein Buch erschienen, über das ich mich sehr freuen würde – wenn ich es nicht bereits hätte:

(c) Taschen Verlag

(c) Taschen Verlag

In „Film Noir. 100 All-Time Favorites“ versammeln die Herausgeber Paul Duncan und Jürgen Müller 100 Films noirs inklusive Vorläufern und Nachwehen. Von „Das Cabinet des Dr. Caligari“ bis zu „Drive“ werden die ausgewählten Filme auf acht Seiten mit tollen Bildern, Informationen zur Handlung und Beteiligten sowie Statements aus Zeitungen, Interviews usw. vorgestellt. Eingeleitet wird das Buch mit drei Aufsätzen von Paul Schrader, Jürgen Müller und Jörn Hetebrügge sowie Douglas Keesey, die Einführungen zum Film noir, zum Stil und zum Neo-Noir liefern. Das Register versammelt dann insgesamt 1000 Filme – und sicher mag man über die Auswahl des einen oder anderen Films streiten, aber für einen unterhaltsamen Streifzug durch die Geschichte des Film noir ist dieses Buch perfekt geeignet. Und dabei überzeugt der rund 3 Kilogramm schwere Band insbesondere mit den tollen großformatigen Bildern – und ein Lesebändchen im Filmrollen-Stil.

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Krimi-Kritik: „Lady Bag“ von Liza Cody

„Ihr denkt, ich kenne mich mit dem System nicht aus? Ich hab nicht immer so ausgesehen wie jetzt, wisst ihr. Ich bin nicht hier draußen geboren. Wenn ihr euch zu schnell ein Bild von mir macht, seid ihr genauso bigott wie dieser miese Vogel.“ Klare Worte von der Baglady, Hauptfigur und Ich-Erzählerin in Liza Codys großartigem Kriminalroman „Lady Bab“. Einst geboren als Angela May Sutherland, lebt sie seit einer Gefängnisstrafe mit ihrem geliebten Greyhound Elektra auf der Straße. Meist hat sie eine Flasche Roten dabei, bettelt und schlägt sich eben so durch. Gleich im ersten Kapitel begegnet sie dem Teufel, einem Mann namens Gram Atwood, der sie einst überzeugte, für ihn ins Gefängnis zu gehen. „Ja, ich war Hausbesitzerin und Angestellte einer Bausparkasse. Ich hatte eine Vertrauensposition inne, und genau das wurde mir zum Verhängnis – ich hatte so viele Erwartungen enttäuscht. Ich war noch viel schlimmer als ein Dieb: Ich war eine schlechte Frau. Es gibt nichts Schändlicheres.“ Nun sieht sie den Teufel wieder und noch dazu in Begleitung einer Frau – so wie sie einst begleitet hat. Deshalb folgt sie ihm, hört eine Adresse, die er einem Taxifahrer nennt und ist überzeugt, sie müsse die Frau warnen. Als sie sie jedoch nach einem Theaterabend anspricht, versteht die Frau nichts – und hier durchbricht erstmals die Erzählperspektive. Bisher erschien alles Geschehen in Anbetracht der Trunkenheit der Erzählerin mehr oder weniger klar, als sie nun aber versucht, mit der Frau an des Teufels Seite Kontakt aufzunehmen, hört diese nur Genuschel. Damit wird eindrucksvoll deutlich, in welchem Zustand sich die Baglady befindet, sie ist eine alkoholkranke Obdachlose, eine betrunkene Pennerin, die in der Gosse lebt – und zugleich eine betörende Ich-Erzählerin.

(c) Ariadne

(c) Ariadne

Nachdem ihr erster Versuch der Kontaktaufnahme gescheitert ist, muss sie andere Wege finden, also sucht sie die Adresse auf, stolpert über eine Leiche, wird zusammengeschlagen, lernt die hinreißende Transsexuelle Schmister kennen, überlebt nur knapp einen Brand und ist doch stets überzeugt davon, dass sie den Teufel nicht zur Strecke bringen kann. Dem Erzählfluss kann man sich ebenso schwer entziehen wie den Wahrheiten, die die Baglady zwischendurch äußert. So etwas wie „Hass ist Liebe mit Maden, die ihr bei lebendigen Leib das Fleisch von den Knochen fressen. Er ist umgestülpte Liebe, das Innerste nach außen gekehrt, so dass Eingeweide und Weichteile offen daliegen, leichte Beute für die Maden und den sauren Regen. Das habe ich im Gefängnis gelernt. Hübsch, oder?“ Oder etwas schlichter und prägnanter: „Hoffnung ist die große Blenderin.“

„Lady Bag“ verlässt sich stark auf die Persönlichkeit der Ich-Erzählerin und ihren berauschenden Stil. Dadurch reflektiert dieser Roman aber auch die heutige Gesellschaft. Hier gibt es zum einen das Leben einer Obdachlosen auf der Straße und das Verhalten der ‚anderen’ Menschen, die sie um Geld bittet, denn „die meisten Leute (sehen) nicht ein, warum sie einer Erwachsenen, die immerhin noch aufrecht gehen kann, überhaupt was geben sollen – weshalb sich die meisten von uns auf den Boden setzen, so dass wir klein und verletzlich wirken. Man sollte nie größer sein als die Leute, die man um Geld bittet.“ Angesichts der Obdachlosen, die man tagtäglich in den Straßen sieht, trifft diese Beobachtung zu. Aber die Baglady will kein Mitleid und sie ist auch nicht bemitleidenswert, sondern man leidet mit ihr – mit ihrem Kampf, ihren Wahrnehmungen und der Ignoranz, die ihr entgegengebracht wird. Zum anderen gibt es einen größeren Kontext, der ihr Verbrechen einordnet: „Also wurde ich gut in dem, was ich bei der Arbeit tat. Banken lieben emsige kleine Arbeitsbienen. Jedenfalls bis die Bienen sich auch mal am Honig bedienen. Eine Bank toleriert Diebstahl erst ab dem Rang des Direktors. Ja, wenn man ungestraft stehlen will, muss man in großem Stil stehlen. Ganze Versicherungsgesellschaften und Pensionsfonds abgreifen.“ Und auch diese Beobachtung ist schlichtweg wahr.

„Lady Bag“ war mein erster Roman von Liza Cody – und am liebsten würde ich nun alles andere von ihr lesen. Denn dies ist ein hinreißender Kriminalroman, der berührt, unterhält und nachdenklich stimmt.

Liza Cody: Lady Bag. Übersetzt von Else Laudan. Argument 2014. (Als eBook bei CulturBooks.)

Nachsatz: Ich begann „Lady Bag“ Mitte November, musste es dann aber beiseite legen, weil fünf Bücher mit Redaktionsschluss gelesen und rezensiert werden wollten. Ungefähr bei der Mitte machte ich daher eine Pause. Am ersten Adventssamstag ging ich dann durch Hannover und auf einmal fielen mir die vielen Obdachlosen mit Hunden auf. Sicher habe ich sie vorher auch wahrgenommen, aber es war vermutlich ein beiläufiges zur Kenntnis nehmen, so als gehörten sie zum Innenstadtbild. Doch nun sah ich sie tatsächlich. Wenn mich jemand fragt, was für mich ein gutes Buch ausmacht, antworte ich immer, dass es meine Wahrnehmung der Welt ein wenig verändert – und auf „Lady Bag“ trifft das voll und ganz zu.

Andere:
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