Büchner-Filmreihe im Deutschen Filmmuseum

Georg Büchner

Am 3. Juli 2012 beginnt eine Filmreihe zu Georg Büchner im Kino des Deutschen Filmmuseums aus Anlass der hessischen Georg-Büchner-Jahre 2012 und 2013. Neben zwei werkgetreuen Verfilmungen des „Woyzec“ von Georg C. Klaren und Werner Herzog ist eine freie filmische Adaption des „Lenz“ von Thomas Imbach zu sehen, der seine Titelfigur in die heutige Zeit verlagert. Büchners letzte Lebensjahre, sein politisches Handeln und die revolutionäre Zeit des Vormärz sind Thema des Films „Eine deutsche Revolution“ (1982) von Helmut Herbst und der Biografie „Addio, Piccola Mia“ von Lothar Warneke.

Die Filme: Weiterlesen

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Media Monday #53

Auch an diesem Montag beantworte ich wieder die Fragen des Media Monday vom Medienjournal:

1. Val Kilmer gefiel mir am besten in „The Doors“, weil er die undankbare Aufgabe, Jim Morrison zu spielen, völlig uneitel und ohne Effekthascherei erfüllt hat.

2. Jason Reitman hat mit „Thank You for Smoking“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil dieser Film so böse, so wahr und so originell ist, dass er aus seinen insgesamt guten Werk herausragt.

3. Helen Hunt gefiel mir am besten in „As Good As It Gets“, weil durch ihr Spiel dieser Film überhaupt funktioniert. Sie füllt die eindimensionale Rolle als aufopferungsvolle Mutter und desillusionierte Kellnerin mit viel Leben und sorgt dafür, dass letztlich sogar das völlig unnötige und wohl anfangs auch nicht beabsichtigte Happy End einigermaßen funktioniert.

4. Der letzte Film, von dem ich mir nichts versprochen habe und der dann letztlich richtig gut war, war „Dein Weg“. Bei Jakobsweg klingen bei mir viele Alarmglocken und ich erwartete eine rührselige Pilger-Schmonzette mit kitschigen Botschaften und habe stattdessen einen angenehm zurückhaltenden Film über das Wandern gesehen.

5. Explizite Gewalt in Filmen finde ich in Ordnung, wenn sie dramaturgisch notwendig ist. Allerdings ist sie das meistens nicht.

6. Filme nachträglich in 3D zu konvertieren, ist unnötig.

7. Meine zuletzt gesehene Serienstaffel ist „Hung“ und die war mäßig, weil mich die Geschichte einfach auch nach der sechsten Folge nicht wirklich gepackt hat. Daher habe ich sie bis heute auch nicht beendet.

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Provokation und Beklemmung – „Code Blue“ von Urszula Antoniak

Marian (Brien de Moor) (c) EuroVideo

Die Krankenschwester Marian (Bien de Moor) ist um die 40 Jahre alt und betreut bei ihrer Arbeit Patienten, die bald sterben werden. Sie kümmert sich um die Bettlägerige, die kaum nicht mehr kommunizieren können und von Maschinen abhängig sind. Manchmal leistet sie Sterbehilfe – wenn sie glaubt, ein Patient habe sie darum gebeten oder wenn sie der Meinung ist, der Patient wolle sterben, könne es aber nicht mitteilen. In dieser Welt findet Marian die Nähe, die sie außerhalb des Krankenhauses verloren hat – und hat die Kontrolle. Sonst ist sie kühl und distanziert, schon ihre Wohnung ist unpersönlich eingerichtet und sie hat auch nur wenig Kontakt zu ihren Mitmenschen. Dann nimmt sie zufällig in einer Straßenbahn den Geruch eines Mannes (Lars Eidinger) wahr. Sie folgt ihm in eine Videothek und leiht dieselben Filme aus, die er zuvor gesehen hat. Es ist als habe dieser Geruch etwas in ihr ausgelöst – womöglich eine Erinnerung an die physische Nähe von im Leben stehenden Menschen. Fortan verfolgt sie den Mann, beobachtet ihn – und der Mann, der in ihrer Nähe wohnt, scheint es zu genießen. Später wird sie ihm zufällig auf einer Party begegnen und eine obsessive kurze Beziehung mit ihm haben, die ein schreckliches Ende nimmt. Weiterlesen

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Trailer und Starttermin – „Am Ende eines viel zu kurzen Tages“

(c) Bavaria Pictures

Gegen den Tod zu kämpfen ist aussichtslos – am Ende wird er gewinnen. Diesen Satz hört der 15-jährige Donald (Thomas Brodie-Sangster) von seinem Psychologen Dr. Adrian King (Andy Serkis), „Dr. Tod“ wie er ihn nennt, und fühlt sich verstanden und ernstgenommen. Denn Donald ist todkrank und wird bald sterben. Seine Gefühle drückt er vor allem in seinen Zeichnungen aus, in denen ein Superheld, der nicht lieben kann, gegen den grausamen Schurken Glove und dessen Gehilfin Nursey Worsey kämpft. Mit Adrians Hilfe erkennt Donald, dass nicht der Tod entscheidend ist, sondern die Zeit, die einem bis dahin bleibt.

„Am Ende eines viel zu kurzen Tages“ ist die Verfilmung des Romans „Superhero“ von dem neuseeländischen Autor Antony McCarten, der auch das Drehbuch geschrieben hat. Und der Film des irischen Regisseur Ian Fitzgibbon überzeugt durch einen gelungenen Erzähl- und Inszenierungsstil, gute Schauspielern und einen tollen Soundtrack. Kinostart ist der 30. August 2012. Eine Vorstellung des Romans wird im August hier erscheinen, bis dahin verweise ich mal auf meine ausführliche Kritik des Films bei spielfilm.de.

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Media Monday #52

Letzte Woche war es ein wenig ruhig in meinem Blog, aber nun ist ja glücklicherwese ein neuer Montag und daher Zeit für den Media Monday!

1. Paul Bettany gefiel mir am besten in „Margin Call“, in dem er überzeugend einen Manager verkörpert, den an seinem Job vor allem das Geld verdienen interessiert und der einfach nur ein Rädchen im Getriebe ist.

2. Jean-Luc Godard hat mit „Alphaville“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil dieser Film im Grunde eine noir- und Thriller-Parodie in Gestalt eines Sciene-Fiction-Films ist.

3. Mia Wasikowska gefiel mir am besten in „The Kids Are All Right“, weil sie in einem sehr guten Ensemble herausragend spielt. Sehr gut fand ich sie zudem in „Jane Eyre“. Weiterlesen

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Ein Vorab-Blick auf: „Die Hüter des Lichts“

(c) Paramount Pictures

Am 29. November 2012 soll der 3D-Animationsfilm „Die Hüter des Lichts“ in den deutschen Kinos starten. Die Geschichte basiert auf William Joyces Buchserie „The Guardians of Childhood“ und erzählt von ungleichen Helden aus Kindheitszeiten, die gegen die Angst-Herrschaft des dunklen Pitch ankämpfen willen. Unter der Regie von Peter Ramsey („Monsters vs. Aliens“) wurde der Film von Autor William Joyce mitproduziert, der in diesem Jahr den Oscar für den besten animierten Kurzfilm „The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore“ erhalten hat.

Hier gibt es schon einen ersten Trailer:

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Ein kurzer Blick: „360“ von Fernando Mireilles

Regisseur Fernando Meirelles mit dem Schauspieler Anthony Hopkins während der Dreharbeiten. © PROKINO

Während einer Geschäftsreise entscheidet sich ein Mann gegen eine Affäre – und löst damit eine Reihe bewegender und dramatischer Ereignisse rund um den Erdball aus. Mit einer respektvollen Verbeugung vor Arthur Schnitzlers „Reigen“ unternimmt Fernando Mireilles („Der ewige Gärtner“, „City of God“) basierend auf dem Originaldrehbuch von Peter Morgan („Die Queen“, „Frost/Nixon“) in seinem neuen Film eine Reise durch die Metropolen dieser Welt, in der Menschen durch die verschiedensten Beziehungen miteinander verbunden sind – oder werden. Mit dabei sind u.a. Anthony Hopkins, Rachel Weizs, Jude Law, Ben Foster, Moritz Bleibtreu, Jamel Debbouze, Marianne Jean-Baptiste, Dinara Drukarova und Mark Ivanir. Der Film wird am 16. August in den deutschen Kinos starten. Meine ausführliche Kritik ist bei spielfilm.de zu lesen.

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