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Die dritte Staffel von „Kommissarin Lund“ – Eine großartige Serie, ein schlimmes Ende und die DVD-Box

Fassungslos saß ich am Ende der letzten Folge der großartigen Serie „Kommissarin Lund“ vor dem Fernseher. Dreißig Folgen – drei Staffeln lang – war Sarah Lund (Sofie Gråbøl) eine famose Ermittlerin mit Macken und Stärken. Sie wurde als Figur sehr gut entwickelt, einzig ihr Pullover blieb in den Folgen immer gleich. Sie hat ihre Partner überlebt, mehrere Trennungen durchgemacht und sogar ertragen, dass sich ihr Sohn von ihr distanziert. Und dann wählen die Serienmacher das schlimmste aller möglichen Enden.

Vorweg: Eine starke dritte Staffel

Noch vereint: Robert Zeuthen (Anders W. Berthelsen) mit seinen Kindern

Über neun Folgen lang bot die dritte Staffel von „Kommissarin Lund“ fast alle Stärken der ersten Staffel: einen spannenden Fall, Verwicklungen in der Politik und – eine sehr gute Entscheidung – in die Wirtschaft. Dadurch wurde der Bogen weiter gespannt als bei der schwachen zweiten Staffel, die unter der zu frühen Preisgabe des Täters gelitten hat. (Oder hatte da jemand noch Zweifel, nach (SPOILER) der Name genannt wurde?) Außerdem hat Sarah Lund erstmals die Möglichkeit, ein Opfer zu retten: Die Tochter des reichen Robert Zeuthen (famos: Anders W. Berthelsen) wurde entführt. Der Entführer verlangt, dass Robert Zeuthen selbst festlegen soll, welche Schuld er für seine Tochter begleichen will. Und in Zeiten einer Finanzkrise denkt vorerst außer dem Zuschauer keiner daran, dass es ihm um etwas anderes als Geld gehen könnte. Dadurch entspinnt sich schätzungsweise 555 Minuten lange spannende Unterhaltung, die wieder einmal beweist, warum „Kommissarin Lund“ eine gute Krimiserie ist. Weiterlesen

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Dogma light – „Italienisch für Anfänger“ von Lone Scherfing

Andreas (Anders Berthelsen) mit Olympia (Anette Støvelbæk) (c) Studiocanal

Vertretungsweise hat Pastor Andreas (Anders W. Berthelsen, „SuperClásico“) eine Pfarrstelle in einer tristen Kopenhagener Vorstadt übernommen. Da sein Vorgänger lediglich suspendiert ist und weiterhin im Pfarrhaus wohnt, bezieht Andreas ein Zimmer in einem Hotel. Dort hat der Empfangschef Jørgen Mortensen (Peter Gantzler) gerade erfahren, dass er den Kellner Hai-Finn (Lars Kaalund) entlassen soll. Aber Hai-Finn ist seit langen Jahren sein bester Freund, sie besuchen nun sogar zusammen einen Italienischkurs von der Gemeinde, in dem Hai-Finn Frauenbekanntschaften such, während Jørgen Italienisch lernen will, um endlich die Kellnerin Giulia (Sara Indrio Jensen) anzusprechen. Diesen Kurs besucht auch die Bäckereiverkäuferin Olympia (Anette Støvelbæk), die von ihrem despotischen Vater tyrannisiert wird. Und später stößt noch die Friseurin Karen (Ann Eleonara Jørgensen) hinzu, die sich um ihre alkohol- und krebskranke Mutter kümmert. Sie alle erhoffen sich von dem Kurs eine Abwechslung von ihrem Alltag – und nach mehreren Todesfällen und Trauerfeiern reisen sie schließlich zusammen nach Italien. Weiterlesen

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Fast schon zu unterhaltsam – „SuperClásico“

Wie macht man einen erfolgreichen Film? Man nehme zwei bekannte skandinavische Schauspieler, schicke sie nach Südamerika und schreibe ein paar Gags sowie Fußballszenen ins Drehbuch. Fertig ist „SuperClásico“, eine leichte und unterhaltsame Komödie aus Dänemark, die dort mit großem Erfolg in den Kinos lief und zudem der dänische Kandidat für den Auslandsoscar ist.

Ausgeraubt in Buenos Aires (c) DFI

In seinem Film erzählt Regisseur und Drehbuchautor Ole Christian Madsen von dem Kopenhagener Weinhändler Christian (Anders W. Berthelsen), der von seiner Frau Anna (Paprika Steen) verlassen wurde. Sie hat sich während eines Urlaubs in Buenos Aires Hals über Kopf in einen wesentlich jüngeren südamerikanischen Fußballerstar verliebt und ist nicht zu Mann und Sohn nach Dänemark zurückgekehrt. Nun will sie die Scheidung! Anstatt einfach die Papiere zu unterzeichnen, Weiterlesen

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