Kategoriearchiv: Kriminalliteratur

Krimi-Kritik: „Bis zum Hals“ von Jörg Juretzka

„Na, das hast Du ja sauber hingekriegt, Kryszinski.“ Wenn es etwas gibt, das ich an Kommissar Hufschmidt hasse – besonders hasse, heißt das, also mehr noch als alles andere, das ich eh schon hasse an ihm –, dann ist das seine gespielte Coolness im Angesicht des Entsetzlichen.“ Denn auch Kommissar Hufschmidt hat der Anblick des […]

Krimi-Kritik: „Equinox“ von Jörg Juretzka

Nachdem er von seinem Ausflug in die Berge („Fallera“) heil zurückgekehrt ist, hat Kryszinski neuen Ärger am Hals. Schuld ist genau genommen sein Freund Scuzzi, der erst seinen Lieferanten verloren und sich dann trotz aller Warnungen mit albanischen Gangstern eingelassen hat. Erwartungsgemäß wurde er von ihnen über den Tisch gezogen, das konnte wiederum Kryszinski nicht […]

Amerika und Afrika – Über „Americanah“ und „Nairobi Heat“

Was bedeutet es, schwarz zu sein? In dem großartigen Roman „Americanah“ erzählt Chimamanda Ngozi Adichie von der Nigerianerin Ifemelu, die in die USA geht und dort zum ersten Mal erfährt, was es bedeutet, schwarz zu sein, in einer Welt, in der weiße Haut das Ideal und erstrebenswerte Ziel ist. In dem Moment, in dem sie […]

Krimi-Kritik: „Fallera“ von Jörg Juretzka

Kristof Enrico Kryszinski verlässt das Ruhrgebiet! Er hat sich von seinem Lieblingsfeind Kommissar Menden anheuern lassen, undercover an einer Resozialisierungsmaßnahme in der Schweiz teilzunehmen, bei der eine illustre Gruppe von Knackis mit Behinderten auf einen Berg steigen soll. „Gott im Himmel, da hatten sie uns ja ein wundervolles Panoptikum von Wackelköpfen zusammengestellt. Ich besah sie […]

Krimi-Kritik: „Der Willy ist weg“ von Jörg Juretzka

„Holland! In dieser nach verklappter Schweinescheiße stinkenden, platten Ödnis möchte ich nicht tot überm Zaun hängen. Oh, ich war vergnügt. Von mir aus, dachte ich, soll sich die Nordsee das ganze Land zurückholen. Über Nacht. Sobald ich hier raus bin. Ah, ich war in trefflicher Stimmung. Ein Auge komplett dicht, die Zähne in, was man […]

Lesefreude: „Ein paar Tage Licht“ von Oliver Bottini

Heute ist Welttag des Buches und wie bereits im letzten Jahr nehme ich an der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ teil, die von den Buchbloggerinnen Christina (Pudelsmützes Bücherwelten) und Dagmar (GeschichtenAgentin) ins Leben gerufen wurde. Und Lesefreude verschenke ich mit einem großartigen Kriminalroman von einem der besten deutschsprachigen Krimiautoren. Meine erste Begegnung mit Oliver Bottini fand […]

Krimi-Kritik: „30 Keller“ von Stephan Kaluza

Meisner ist reich, egozentrisch und skrupellos. Er genießt die Macht, die er über andere hat, ist stolz auf seinen Aufstieg, den er in erster Linie sich selbst und seiner Gewissenlosigkeit zu verdanken hat, und seinen Platz unter den reichsten Männern der Welt. Am Vorabend einer Operation geschieht jedoch etwas Unerwartetes: Sein angeblich nicht zu knackendes […]