Schlagwort-Archiv: Verfilmung

Ein erster Blick auf die Verfilmung von „Erbarmen“

Ein sonderlich großer Fan der Thriller von Jussi Adler-Olsen bin ich nicht, dafür sind mir die Bücher zu sehr nach dem üblichen skandinavischen Muster konzipiert. Dass ich mich auf die Verfilmung dennoch freue, ist vor allem Nicolas Arcel zu verdanken, der bei „Verblendung“ schon einmal aus einem mittelmäßigen Buch ein gutes Drehbuch für einen guten Film geschrieben. Regie wird Mikkel Nørgaard führen.

Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas, links) und sein Assistent Assad (Fares Fares) auf der Spur von Merete Lynggaard © NFP

Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas, links) und sein Assistent Assad (Fares Fares) auf der Spur von Merete Lynggaard
© NFP

In dem Auftakt der Verfilmungen von Olsens Thrillerreihe wird Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas, „Adams Äpfel“) in die neu gegründete Sonderabteilung Q abgeschoben. Dort soll er ungelöste Fälle möglichst schnell zum Abschuss bringen. Nach wenigen Tagen haben er und sein Assistent Assad (Fares Fares, „Zero Dark Thirty“) allerdings einen brisanten Fall entdeckt: Vor Jahren ist die Politikerin Merete Lynggaard (Sonja Richter, „Sons of Norway“) verschwunden, der Fall wurde als vermutlicher Selbstmord nicht mehr weiterverfolgt. Doch Carl und Assad finden Hinweise, die sie an dieser Version zweifeln lassen …

„Erbarmen“ wird am 10. August in Locarno Premiere haben und am 6. Februar 2014 in den deutschen Kinos starten.

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Drehstart zu der Manchette-Verfilmung „The Gunman“

Sean Penn in „The Gunman“ (c) Studiocanal

Sean Penn in „The Gunman“ (c) Studiocanal

Als ich voreiniger Zeit las, dass Sean Penn mit Javier Bardem und Idris Elba in einem Film zu sehen ist, freute ich mich schon. Nun wurde der Drehstart zu „The Gunman“ gemeldet – und dabei ist mir zudem bewusst geworden, dass der Film auf Jean-Patrick Manchettes Roman „La position du tireur couchè“ (dt.: „Position: Anschlag liegend“) basiert. Jean-Patrick Manchette war ein französischer Krimiautor und -kritiker, dessen Romane unter anderem James Sallis sehr beeinflusst haben. Der Distel-Verlag hat Manchettes Werke in einer sehr lesenswerten Neuübersetzung Anfang der 2000er Jahre herausgegeben, die ich derzeit nach und nach lese. Dieses Band kenne ich noch nicht, aber nach Angabe des Filmverleihs schlüpft Sean Penn in die Rolle des Agenten Tierre, der von seinem Auftraggeber hereingelegt wird und flüchten muss. Neben den bereits genannten Schauspieler sind außerdem noch Ray Winstone, Marc Rylance und Jasmine Trinca zu sehen, Regie führt Pierre Morel („Banlieue 13“; „Taken“) und das Drehbuch stammt von Peter Travis.

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„Der Geschmack von Apfelkernen“ – Starttermin und Trailer

(c) Concorde Filmverleih

Am 26. September 2013 startet „Der Geschmack von Apfelkernen“ in den Kinos. Vivian Naefes Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Katharina Hagena erzählt von den Frauen einer Familie und den Schicksalen dreier Generationen, die über ein großes altes Haus verbunden sind. Das Drehbuch hat Uschi Reich zusammen mit Rochus Hahn geschrieben. Die Hauptrolle spielt Hannah Herzsprung. Außerdem sind u.a. Marie Bäumer, Meret Becker, Paula Beer, Florian Stetter, Friedrich Mücke, Matthias Habich und Hans Kremer zu sehen.

Update: Nun gibt es zu dem Film auch einen Trailer.

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„Deutschboden“ wurde verfilmt

(c) Kiepenheuer & Witsch

Auf dem Filmfest München 2013 wird der Dokumentarfilm „Deutschboden“ seine Weltpremiere feiern. Der Film von André Schäfer basiert auf der gleichnamigen literarischen Reportage von Moritz von Uslar, in der er von seinem dreimonatigen Aufenthalt in einer Kleinstadt im Osten Deutschlands erzählt. Von der SZ als eines der „besten Bücher über Deutschland nach der Wiedervereinigung“ bezeichnet unternimmt nun André Schäfer mit der Linse eine ‚teilnehmende Beobachtung‘. Da „Deutschboden“ bereits einen Verleih hat, wird er wohl auch in die Kinos kommen. Update: Der Film wird am 27. März 2014 in den Kinos starten.

Vorführtermine in München:
Mi. 3. Juli 2013 um 17 Uhr im Arri Kino, Türkenstraße 91, 80799 München (Weltpremiere)
Fr. 5. Juli, 22:30 Uhr, HFF Kino 1
Sa. 6. Juli, 16:30 Uhr, HFF Kino 2

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„Scherbenpark“ – Starttermin und Trailer

(c) Neue Visionen

Am 21. November startet „Scherbenpark“ in den deutschen Kinos. Der Film von Bettina Blümner basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alina Bronsky, in dem sie von der 17-jähirgen Sascha Naimann erzählt, die aus Moskau nach Deutschland gekommen ist und nun mit ihren zwei Geschwistern in dem Hochaus-Ghetto Scherbenpark lebt. Aber Sascha hat viel vor: Sie will ein Buch über ihre Mutter schreiben und ihren Mord rächen … „Scherbenpark“ ist Alina Bronskys Debüt und nach Verlagsauskunft eine jener Geschichten, in denen ein unverlangt eingesandtes Manuskript Verlag und Leser gleichermaßen begeisterte. Die ersten Kritiken zu dem Film waren gut – und ich werde dann mal den Roman lesen. 🙂

Das Buch ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen und als Paperback erhältlich. Und hier noch ein Blick auf den Trailer:

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Ein Interview mit James Sallis

Zum Erscheinen seines Buches „Driver 2“ habe ich mit James Sallis für das Magazin BÜCHER ein Interview via E-Mail geführt, aber ich konnte leider nicht alles in dem Beitrag verwenden. Deshalb teile ich die nicht verwendeten Abschnitte des Gesprächs nun hier mit– und habe ich mich nach langem Überlegen entschieden, meine Übersetzung zu veröffentlichen. Falls Ihr aber großes Interesse an dem englischen Original habt, hinterlasst einen Kommentar, dann setze ich es bei Interesse noch an den Beitrag.

James Sallis (c) Karyn Sallis

Sie schreiben Romane, Gedichte und Essays – Wie wählen Sie die jeweils passende Form aus?
Ich werde sehr ruhig und höre zu. Das Material – die Bilder, der Rhythmus, die Sprache – werden mir sagen, was sie sein wollen.

Welche Vorteile hat Kriminalliteratur?
Erzählerisch greift der Autor auf eine Vorlage (Verfehlung, Vergeltung) zurück, die mit unserer DNS verkettet zu sein scheint, diese Archetypen und Metafiktionen, die hinter all unseren Mythen liegen. Auf einer tieferen Ebene ist der Detektiv tapfer bemüht, Kausalität herzustellen und Vernunft in Bereichen zu entdecken, in welchen sie abwesend erscheinen. Eine Ordnung soll wieder hergestellt werden.

Warum sind Ihre Protagonisten meist gebrochene Charaktere?
Weil wir alle gebrochene Charaktere sind. Weil ich mich als Schriftsteller am meisten für die Kanten, die Grenzen interessiere, für die Ränder dessen, was wir denken, wir wissen, die Dunkelheit über dem Lagerfeuer. Weiterlesen

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Ein neuer Film nach Elmore Leonard

Im Zuge des Filmfestivals von Cannes kam auch die Meldung, dass sich Constantin Film vier Filmtitel gesichert hat. Darunter ist auch die Verfilmung von Elmore Leonards „The Switch“ („Wer hat nun wen auf’s Kreuz gelegt“, die bisher noch keinen Titel hat. In dem „Untitled Elmore Leonard Project“ führt Daniel Schechter Regie und es spielt im Detroit der 1970er Jahre. Dort entführen die Gangster Louis (John Hawkes) und Ordell (Yasiin Bey) Mickey (Jennifer Aniston), die Frau des korrupten Bauunternehmers Frank (Tim Robbins). Sie verlangen von ihm eine Million Dollar Lösegeld. Allerdings will Frank seine Frau nicht zurückhaben, sondern vergnügt sich lieber mit seiner Geliebten Melanie (Isla Fisher, „The Great Gatsby“).

Sehr freue ich mich darüber, dass einer meiner Lieblingsschauspieler – John Hawkes – und einer meiner Lieblingsschriftsteller zusammenkommen. Allerdings ist Elmore Leonard wohl lediglich als Produzent dabei, das Drehbuch stammt von Daniel Schechter. Außerdem bin ich auf Isla Fisher gespannt, die ich nach dem „großen Gatsby“ gerne in einer anderen Rolle sehen will.

Update: Der Film wird unter dem Originaltitel „Life of Crime“ beim Filmfestival von Toronto Premiere feiern.

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