Archiv des Autors: Zeilenkino

Von einem, der auszog, die Welt zu erkunden – Über „Ein Mann von Welt“ von Antoine Wilson

(c) Insel Verlag

Oppen Porter lebt seit 27 Jahren in dem kleinen kalifornischen Ort Madera und ist stolz darauf, dass er von allem Mayor genannt wird – sogar von dem richtigen Bürgermeister. Jeden Tag fährt er mit dem Fahrrad von seinem Elternhaus in den Ort hinein, fragt seine Freunde, ob sie Arbeit für ihn haben und erledigt dann, was zu tun ist. Oppen ist zufrieden mit diesem Leben, doch dann stirbt sein Vater. Nachdem er ihn – seinem letzten Wunsch folgende – auf dem Grundstück zwischen den Familienhunden begraben hat, schalten sich die Behörden ein und verlegen den Vater auf einen Friedhof. Dann meldet sich seine Tante Liz und bringt Oppen zu der Einsicht, dass es für ihn am besten wäre, zu ihr nach Panorama City zu kommen. Dort – davon ist Oppen überzeugt – wird er ein Mann von Welt werden!

Antoine Wilsons „Ein Mann von Welt“ ist ein Roman, in dem eine vermeintlich dumme Hauptfigur mitunter erstaunliche Sichtweisen auf die Welt offenbart. In Tradition von Forrest Gump ist Oppen Porter ein liebenswürdiger, naiver, tapsiger Mann. Einen Meter achtundneunzig groß, überragt er die meisten seiner Mitmenschen und doch sehen sie auf ihn herab. Da er leicht zu beeinflussen ist, wird er des Öfteren ausgenutzt. Er freundet sich mit einem Trickbetrüger an, der sich auf Oppens Großmütigkeit verlässt, ihm aber auch etwas über das Leben beibringt, verbringt auf Wunsch seiner Tante Zeit mit einem Psychiater und bei einer Sekte, verguckt sich in eine Wahrsagerin und sieht vor allem in allen Menschen das Gute. Weiterlesen

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„Salinger“ – Ein Dokumentarfilm über den berühmten Autor

Noch ohne deutschen Starttermin ist der Dokumentarfilm „Salinger“ von Shane Salerno, Co-Drehbuchautor bei der Don Winslow‘ Verfilmung „Savages“. Basierend auf seinem Buch „The Private War of J.D. Salinger“, das bei Simon & Schuster im September 2013 erscheinen wird, zeigt er in seinem Film nach eigener Aussage ein Bild von J.D. Salinger, das noch nie zuvor zu sehen war. Dabei spricht er nicht nur mit zahlreichen Hollywood-Größen über ihre Faszination für Salinger, sondern spürt auch bisher unbeantworteten Fragen nach. Der Trailer ist sehr vielversprechend – und ich hoffe, dass der Film auch hierzulande zu sehen sein wird.

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„Der Geschmack von Apfelkernen“ – Starttermin und Trailer

(c) Concorde Filmverleih

Am 26. September 2013 startet „Der Geschmack von Apfelkernen“ in den Kinos. Vivian Naefes Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Katharina Hagena erzählt von den Frauen einer Familie und den Schicksalen dreier Generationen, die über ein großes altes Haus verbunden sind. Das Drehbuch hat Uschi Reich zusammen mit Rochus Hahn geschrieben. Die Hauptrolle spielt Hannah Herzsprung. Außerdem sind u.a. Marie Bäumer, Meret Becker, Paula Beer, Florian Stetter, Friedrich Mücke, Matthias Habich und Hans Kremer zu sehen.

Update: Nun gibt es zu dem Film auch einen Trailer.

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„Deutschboden“ wurde verfilmt

(c) Kiepenheuer & Witsch

Auf dem Filmfest München 2013 wird der Dokumentarfilm „Deutschboden“ seine Weltpremiere feiern. Der Film von André Schäfer basiert auf der gleichnamigen literarischen Reportage von Moritz von Uslar, in der er von seinem dreimonatigen Aufenthalt in einer Kleinstadt im Osten Deutschlands erzählt. Von der SZ als eines der „besten Bücher über Deutschland nach der Wiedervereinigung“ bezeichnet unternimmt nun André Schäfer mit der Linse eine ‚teilnehmende Beobachtung‘. Da „Deutschboden“ bereits einen Verleih hat, wird er wohl auch in die Kinos kommen. Update: Der Film wird am 27. März 2014 in den Kinos starten.

Vorführtermine in München:
Mi. 3. Juli 2013 um 17 Uhr im Arri Kino, Türkenstraße 91, 80799 München (Weltpremiere)
Fr. 5. Juli, 22:30 Uhr, HFF Kino 1
Sa. 6. Juli, 16:30 Uhr, HFF Kino 2

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„Scherbenpark“ – Starttermin und Trailer

(c) Neue Visionen

Am 21. November startet „Scherbenpark“ in den deutschen Kinos. Der Film von Bettina Blümner basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alina Bronsky, in dem sie von der 17-jähirgen Sascha Naimann erzählt, die aus Moskau nach Deutschland gekommen ist und nun mit ihren zwei Geschwistern in dem Hochaus-Ghetto Scherbenpark lebt. Aber Sascha hat viel vor: Sie will ein Buch über ihre Mutter schreiben und ihren Mord rächen … „Scherbenpark“ ist Alina Bronskys Debüt und nach Verlagsauskunft eine jener Geschichten, in denen ein unverlangt eingesandtes Manuskript Verlag und Leser gleichermaßen begeisterte. Die ersten Kritiken zu dem Film waren gut – und ich werde dann mal den Roman lesen. 🙂

Das Buch ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen und als Paperback erhältlich. Und hier noch ein Blick auf den Trailer:

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Vorschau und Trailer: „The Wolf of Wall Street“

Basierend auf den Memoiren von Jordan Belfort erzählt Martin Scorsese in seinem neusten Film „The Wolf of Wall Street“ von dem New Yorker Aktienhändler Jordan Belfort (gespielt von Leonardo DiCaprio), der mit noch nicht einmal 30 Jahren über 100 Millionen Dollar gemacht hatte. Bekannt für seine Partys und einen ausschweifenden Lebensstil, musste er später eine Gefängnisstrafe wegen seiner Verwicklung in einen Korruptionsskandal absitzen. Es ist die fünfte Zusammenarbeit von Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio, in der außerdem noch Matthew McConaughey, Jonah Hill und Jon Favreau mitwirken. Das Drehbuch stammt von Terence Winter, der u.a. an den „Sopranos“ und „Boardwalk Empire“ beteiligt war. Der Film startet am 12. Dezember 2013 – und hier ist der englische Trailer:

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Media Monday #103

Und es ist Montag …

1. Es ist schade, dass man von Schauspieler Jack Nicholson schon länger nichts mehr gehört hat, denn insbesondere den Film „How do you know“ mit ihm fand ich so mäßig, dass es nicht sein letzter Film sein sollte.

2. SchauspielerInnen, die sich nebenbei noch karikativen Zwecken widmen, finde ich gut, da sie ihren Ruhm tatsächlich dazu nutzen können, die Öffentlichkeit auf Missstände aufmerksam zu machen. Es funktioniert sicherlich nicht bei allen – so wurde nach einem Besuch Madonnas in Malawi wohl vor allem ihr T-Shirt nachgefragt –, aber das ist nicht ihr anzulasten, sondern den Zuschauern. Außerdem trägt beispielsweise George Clooneys Engagement im Sudan kontinuierlich dazu bei, bestimmte Vorgänge sichtbar zu machen.

3. Wenn in einer Serie eine andere Figur in ihrer Funktion als Seriencharakter in einer seiner/ihrer vielen Gastrollen auftritt, freue ich mich immer sehr, weil ich Crossovers mag. Weiterlesen

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