Mein ‚Darling‘ Winter’s Bone

Anlässlich des 10. Geburtstags von kino-zeit.de gibt es die Reihe „Darlings der Redaktion“, in der wir unsere Lieblingsfilme der letzten zehn Jahre vorstellen. Und der Film, der mich direkt in Herz und Hirn getroffen hat, ist „Winter’s Bone“ von Debra Garnik. Ich weiß noch heute, wie ich – ausnahmsweise in Düsseldorf – im Kino saß und von der Geschichte, den Bildern, den Schauspielern und der Musik hingerissen war. Sofort im Anschluss las ich das Buch von Daniel Woodrell und begegnete erstmals diesem bemerkenswerten Autor und dem country noir, einer seither von mir bevorzugten literarischen Richtung. Wie eng die Verbindung zwischen Buch und Film in diesem Fall tatsächlich ist, habe ich gemerkt, als ich den Film nun wiedersah. Felsenfest überzeugt, dass die eindrucksvolle Szene, in der Ree in der Höhle übernachtet, im Film zu sehen ist – schließlich konnte ich mich an sie erinnern – wartete ich auf sie, und stellte fest, dass sie im Film nicht vorkommt. Vielmehr ist sie lediglich auf der DVD in den Extras enthalten, und als ich sie sah, stellte ich fest, dass meine Erinnerung aus dem Buch stammt. Denn diese Bilder hatte ich zuvor noch nicht gesehen und sie unterschieden sich von denen in meinem Kopf. „Winter’s Bone“ ist jedoch mehr als eine hervorragende Literaturverfilmung – bevor ich mich aber wiederhole, lest selbst. 🙂

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