Rückblick auf die Nordischen Filmtage 2011

Logo der Nordischen Filmtage 2011

Schön war’s! Das ist meine kurze Bewertung der diesjährigen Nordischen Filmtage. 14 Filme habe ich in dreieinhalb Tagen gesehen, drei Interviews geführt, zahlreiche nette Menschen kennengelernt und viele Ideen gesammelt. Mit „King of Devil’s Island“ hat zudem noch mein Favorit den Spielfilm- und Publikumspreis gewonnen. Und das spricht für die Zuschauer in Lübeck, zumal mit „Superclásico“ oder auch „Simon“ weitaus gefälligere, einfachere Filme im Wettbewerb waren. Aber vielleicht schätzt ja ein Fan skandinavischer Filme die Leichtigkeit nicht allzu sehr.

Anders (Anders Danielsen Lie) in "Oslo, 31. August" (c) nfi

Insgesamt war das Programm in diesem Jahr auf einem mittelmäßigen Niveau, die positiven Ausreißer kamen überwiegend aus Norwegen. Schon der Eröffnungsfilm „Happy Happy“ hat mir gut gefallen, auch die norwegische Produktion „Oslo, 31. August“ hat einen überraschend langanhalten Eindruck bei mir hinterlassen. Daneben hat mir noch „Irgendwo in Schweden“ sehr gut gefallen – wenngleich dieser Film sicherlich nicht jedermanns Geschmack trifft. Aber am Samstag – meinem letzten Festivaltag – bot er wunderbar schwarzhumorige Unterhaltung. Außerdem kenne ich nun dank des Regisseurs Kjell-Åke Andersson die wichtige Filmregel: „If you show a knife, you have to kill someone“.

Szene aus "The Death of an insect" (c) Finnish Film Foundation

Ohnehin gab es viel in Lübeck zu entdecken. Dazu gehörten in jedem Fall die Kurzfilme „Der Tod eines Insekts“, „Heavy Heads“ und „Schicht“, die inspirierend, grotesk und eindrucksvoll waren – und einmal mehr die Kreativität vieler Filmemacher zeigten. Oder auch der Drehbuch-Talk am Samstag, der leider nur von wenigen besucht wurde. Dabei haben hier die Drehbuchautorin Ragnhild Tronvoll („Happy Happy“) und Sveinbjörn Baldvinsson von der norwegischen Filmschule sehr offen über ihre Arbeit und die Filmindustrie in Norwegen gesprochen.

Alles in allem hatte ich also dreieinhalb Tage, an denen ich mich voll und ganz mit dem nordeuropäischen Kino beschäftigen konnte. Mein Programm war so dicht, dass ich es noch nicht einmal geschafft habe, jeden Tag einen Blog-Beitrag zu veröffentlichen. Stattdessen habe ich beschlossen, zu jedem Film, den ich gesehen habe, eine Kritik zu schreiben. Ein Teil dieser Besprechungen wird bei kino-zeit.de und spielfilm.de erscheinen, der andere Teil hier im Zeilenkino. Denn letztendlich geht es ja bei einem Filmfestival um die Filme …

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