Oscar 2014 – Die Kandidaten für den besten fremdsprachigen Film

©A.M.P.A.S.

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Update: Die Shortlist mit neun Filmen steht nun fest.

Bis zum 1. Oktober müssen die Länder ihre Kandidaten für die Kategorie des besten nicht-englischsprachigen Films einreichen, deshalb beginne ich heute mit der Liste aller Einreichungen – sofern sie bekannt sind.

Momentaner Favorit ist meines Erachtens Chiles „Gloria“, der mir bereits auf der Berlinale sehr gut gefallen hat, außerdem auch einen Starttermin in den USA hatte. Ebenfalls gut im Rennen dürfte Rumänen mit „Child’s Pose“ sein, der auf der Berlinale den Goldenen Bären bekommen hat. Ohnehin sind Berlinale-Filme stark vertreten: Hongkongs „The Grandmaster“ lief als Eröffnungsfilm, Bosnien-Herzegowinas „An Episode in the Life of an Iron Picker“ gewann den Darstellerpreis – und sehr gefreut habe ich mich über Belgiens Einreichung „The Broken Circle Breakdown“ und Italiens Nominierung von „La grande bellezza“. Beide Filme gehören mit zu den Höhepunkten meines bisherigen Filmjahres.

Zum ersten Mal schickt neben Montenegro auch Saudi-Arabien mit „Das Mädchen Wadjda“ einen Film ins Rennen um den Oscar. Hierzulande läuft „Das Mädchen Wadjda“ recht erfolgreich, auch wurde den Produktionsbedingungen und der Arbeit der Regisseurin im Feuilleton sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet. Daher bin ich gespannt, wie der Film in den USA ankommt.

Deutschland schickt in diesem Jahr „Zwei Leben“ ins Rennen, aus Österreich kommt die Literaturverfilmung „Die Wand“. Und nachdem sie ihn im letzten Jahr nicht nominieren durften, schickt Dänemark „Jagdten“ in diesem Jahr ins Rennen.

Die Einreichungen sind:
Afghanistan: „Wajma (An Afghan Love Story“)Ägypten: „Winter of Discontent“ von Ibrahim El Batout
Albanien: „Agon“ von Robert Budina
Argentinien: „Wakolda“ von Lucía Puenzo
Aserbaidschan: „Steppe Man“ von Shamil Aliyev
Australien: „The Rocket“ von Kim Mordaunt
Bangladesch: „Television von Mostofa Sarwar Farooki
Belgien: „The Broken Circle Breakdown“ von Felix van Groeningen
Bosnien-Herzegowina: „An Episode in the Life of an Iron Picker“ von Danis Tanović
Brasilien: „Neighboruing Sounds“ von Kleber Mendonça Filho
Bulgarien: „The Color of the Chameleon“ von Emil Hristov
Chile: „Gloria“ von Sebastián Lello
China: „Back to 1942“ von Feng Xiaogang
Deutschland: „Zwei Leben“ („Two Lives“) von Georg Maas
Dänemark: „Jagdten“ („The Hunt“; dt.: „Die Jagd“) von Thomas Vinterberg
Dominikanische Republik: ¿Quién Manda? („Who’s the boss?“) von Ronni Castillo
Ecuador: „Porcelain Horse“ von Javier Andrade
Estland: „Free Range“ von Veiko Õunpuu
Finnland: „Lärjunge“ („Disciple“) von Ulrika Bengts
Frankreich: „Renoir“ von Gilles Bourdos
Georgien: „In Bloom“ von Nana Ekvtimishvili, Simon Groß
Griechenland: „Boy Eating the Bird’s Food“ von Ektoras Lygizos
Großbritannien: „Metro Manila“ von Sean Ellis
Hongkong: „The Grandmaster“ von Wong Kar-wai
Indien: „The Good Road“ von Gyan Correa
Indonesien: „Sang Kiai“ von Rako Prijanto
Iran: „The Past“ von Asghar Farhadi
Island: „Of Horses and Men“ von Benedikt Erlingsson
Israel: „Bethlehem“ von Yuval Adler
Italien: „La grande bellezza“ („The Great Beauty“) von Paolo Sorrentino
Japan: „The Great Passage“ von Yuya Ishii
Kambodscha: „The Missing Picture“ von Rithy Panh
Kanada: „Gabrielle“ von Louise Archembault
Kasachstan: „The Old Man“ von Ermek Tursunov
Kolumbien: „La Playa DC“ von Juan Andrés Arango
Kroatien: „Halima’s Path“ von Arsen Anton Ostojić
Lettland: „Mammu, es Tevi milu“ („Mother I love you“) von Janis Nords
Libanon: „Ghadi“ von Amin Dora
Litauen: „Conversations on Serious Topics“ von Giedré Beinoriūtė
Luxemburg: „Doudege Wénkel“ („Blind Spot“) von Christophe Wagner
Marokko: „God’s Horses“ von Nabil Ayouch
Mexiko: „Heli“ von Amat Escalante
Moldawien: „All God’s Children“ von Adrian Popovici
Montenegro: „As pik – loša subina“ („Bad Destiny“) von Draško Đurović
Nepal: „Soongava: Dance of the Orchids“ von Subarna Thapa
Neuseeland: „Tuakiri Huna“ („White Lies“) von Dana Rotberg
Niederlande: „Borgman“ von Alex van Warmerdam
Norwegen: „I am Yours“ von Iram Haq
Österreich: „Die Wand“ von Julian Pölsler
Pakistan: „Zinda Bhaag“ von Meenu Guar, Farjad Nabi
Palästina: „Omar“ von Hany Abu-Assad
Peru: „The Cleaner“ von Adrián Saba
Philippinen: „Transit“ von Hannah Espia
Polen: „Wałęsa“ von Andrzej Wajda
Portugal: „Lines of Wellington“ von Valeria Sarmiento
Rumänen: „Child’s Pose“ („Mutter und Sohn“) von Călin Peter Netzer
Russland: „Stalingrad“ von Fedor Bondarschuk
Saudi-Arabien: „Wadjda“ (dt.: „Das Mädchen Wadjda“) von Haifaa al-Mansour
Serbien: „Circles“ von Srdan Golubović
Schweden: „Eat Sleep Die“ von Gabriele Pichler
Schweiz: „More than Honey“ von Markus Imhof
Serbien: „Circles“ von Srdan Golubovix
Singapur: „Ilo Ilo“ von Anthony Chen
Slowakei: „My Dog Killer“ von Mira Fornay
Slowenien: „Class Enemy“ von Rok Biček
Spanien: „15 Years Plus A Day“ von Gracia Querejeta
Südafrika: „Four Courners“ von Ian Gabriel
Südkorea: „Juvenile Offender“ von Kang Yi-kwan
Taiwan: „Soul“ von Chung Mong-Hong
Thailand: „Countdown“ von Nattawut Poonpiriya
Tschad: „Grigris“ von Mahamat Saleh Haroun
Tschechien: „Burning Bush“ von Angieszka Holland
Türkei: „The Butterfly’s Dream“ von Yılmaz Erdoğan
Ungarn: „The Notebook“ („Das große Heft“) von János Szász
Ukraine: „Paradjanov“ von Serge Avedikian, Olena Fetisova
Venezuela: „Brecha en el silencio“ („Breach the silence“) von Luis Rodríguez, Andrés Rodríguez

2 Gedanken zu „Oscar 2014 – Die Kandidaten für den besten fremdsprachigen Film

  1. Markus

    Hallo
    Wie schätzt du die Chancen für den dänischen Beitrag?
    Ich fand die Jagd einen der besten Filme aus diesem Jahr.
    Wie siehst du das?
    Gruß

    Antworten
    1. Zeilenkino Artikelautor

      „Die Jagd“ ist für mich ein wenig das – wie heißt es bei Award-Shows so schön – „dark horse“. Momentum hatte der Film zumindest in Europa im letzten Jahr, deshalb finde ich es schwer einzuschätzen, wie gut er in den USA und dann auch noch bei den Mitgliedern der Academy ankommt. Aber ich schätze, er kommt in jedem Fall auf die Shortlist.

      Mir hat „Die Jagd“ auch ganz gut gefallen, allerdings hatte ich mit einigen Elemente der Story Schwierigkeiten hatte. Ausführlich habe ich das alles hier festgehalten.

      Antworten

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