Blogparade – Rückblick auf die Bücher und Filme des Jahres 2011

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Das Jahr ist fast vorbei – also wird es langsam Zeit für einen Rückblick auf die 102 Bücher und 133 Filme, die ich in diesem Jahr gelesen bzw. gesehen habe. Und dafür erscheint mir die Blogparade der Buchsaiten bestens geeignet. Sie wird bereits zum dritten Mal von meiner LovelyBooks-Bloggerkollegin Kathrin in ihrem Blog veranstaltet – und Ihr könnt auch noch bis zum 2. Januar teilnehmen.

Bei der Blogparade müssen vorgegeben Fragen rund um Bücher beantwortet werden – und ich habe diese Fragen einfach mal auch auf Filme angewandt. Also:

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

(c) Rowohlt

Ganz klar: „Alles was wir geben mussten“ von Kazuo Ishiguro. Das Buch hatte ich im Laden schon mehrfach in der Hand, konnte mich aber nie zum Kauf durchringen. Nun habe ich es anlässlich der gelungenen Verfilmung gelesen – und fand den Schreibstil sehr schön.

Außerdem hat mich auch „Im Clinch“ begeistert. Darin spricht Fatih Akin mit Volker Behrens und Michael Töteberg über sein Leben und seine Filme. Ich hatte nun kein schlechtes Buch erwartet, aber die Unverstelltheit und Authentizität des Gesprächs hat mich sehr überzeugt.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?
Ein richtig schlechtes Buch habe ich in diesem Jahr nicht gelesen. Allerdings hatte ich mir von „Trauma im Film“ mehr versprochen. Darin geht es um das Zusammenwirken von Psychoanalyse und Film. Manche Analysen der Filme waren sehr überzeugend, andere aber eher schwach – und vor allem wurde meistens nur der Inhalt interpretiert. Aber bei Filmen geht es eben nicht nur um die Handlung …

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?
Da gibt es zwei: Zum einen James Sallis, bei dem ich mich immer noch frage, wie er jahrelang an mir vorbeigehen konnte. Dabei lese ich gerne lakonische Kriminalromane mit leicht depressiven und kaputten Ermittlern. Und zum anderen Dominique Manotti, deren Polit-Krimis derzeit zu dem Besten gehören, was das Genre zu bieten hat.

Peanuts, Band 7 (c) Carlsen Verlag

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?
Peanuts, Band 7. Das ist Linus – auf dem ohnehin wunderschönen Umschlag der Werkausgabe. Und auf dem Buchdeckel sind Comicstrips von Charles M. Schulz. Kann es etwas Schöneres geben?

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2012 lesen und warum?
„Das Handwerk des Teufels“ von Donald Ray Pollock – weil ich nordamerikanische Literatur gerne lese und das Buch im Liebeskind Verlag erscheint, der mir in den letzten Jahren viele großartige Lese-Erlebnisse beschert hat (wie zum Beispiel James Sallis – oder auch Daniel Woodrell).
Und alle weiteren bereits erschienenen Bände der „Peanuts“-Werkausgabe.

Nun zu den Filmen:

Welches war der Film in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?
„The Town“ war überraschend unterhaltsam, gut besetzt und erzählt. Weiterhin bin ich aber der Meinung, Affleck sollte sich lieber ganz aufs Regie führen konzentrieren.

DVD-Cover (c) SPHE

Welches war der Film in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?
Ganz klar: „Woher weißt Du, dass es Liebe ist?“. Eine romantische Komödie von James L. Brooks mit Jack Nicholson – das ließ mich auf einen Film wie „Zeit der Zärtlichkeit“ und „Besser geht nicht’s“ hoffen. Stattdessen war habe ich einen mittelmäßigen, unnötig langen Schöner-Wohnen-Streifen gesehen. Und „Hereafter“. Ich frage mich immer noch, wie Clint Eastwood das passieren konnte …

Welches war eure persönliche Film-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?
Da habe ich gleich zwei: Als Schauspielerin definitiv Jennifer Lawrence, die in dem in meinen Augen besten Film des Jahres – „Winter’s Bone“ – einfach grandios gut spielt. Ich bin schon sehr gespannt, wie sie sich in der „Tribute von Panem“-Adaption schlägt. Und als Regisseur Joachim Trier, dessen „Oslo, 31. August“ ich auf den Nordischen Filmtagen gesehen habe. Daraufhin habe ich mir seinen Erstling „Reprise“ angesehen und bin sehr auf seine weiteren Filme gespannt.

(c) TOBIS Film

Welches war euer Lieblings-Filmplakat in diesem Jahr und warum?
„The Ides of March“ – Ryan Gosling und George Clooney auf einem Plakat ist ja schon ein gutes Argument, aber dann noch auf diese grandiose Weise …

Welchen Film wollt ihr unbedingt in 2012 sehen und warum?
Da gibt es zwei Filme, auf die ich mich schon sehr freue: „Shame“ mit Michael Fassbender, der derzeit einfach sehr gut besprochen wird. Und „Moneyball“, da ich Sportfilme liebe – und dies ein guter sein soll.

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Ein Gedanke zu „Blogparade – Rückblick auf die Bücher und Filme des Jahres 2011

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