Ich beobachte an mir gerade eine gewisse Tendenz zum Lektürewohlfühlwunsch. Erklären kann ich es mir – es ist in der Welt und bei mir gerade sehr viel los, leider nur wenig davon erfreulich –, wirklich neu sind diese Phasen auch nicht, immerhin habe ich jahrelang „Lewis“ geguckt. Dennoch beobachte ich meinen eigenen Wunsch mit einer Skepsis: Vom Wohlgefühl ist es zur Nostalgie nicht weit – und mit beidem geht eine gewisse Gefahr einher.
Dieser Wunsch nach Wohlgefühl sorgte nun dafür, dass mich die Ausgangssituation von Peter Graingers „Ein unglücklicher Tod“ durchaus angesprochen hat: Ein alter, eigensinniger, englischer Polizist bekommt in Norfolk einen Routinefall zugeteilt, der sich dann als etwas Größeres herausstellt. Das klang nach einem guten, alten englischen Ermittlerkrimi. Weiterlesen

