Media Monday #39

Es ist wieder Montag – also Zeit für die Fragen des Media Monday, die ich dieses Mal wesentlich schneller als letzte Woche beantworten konnte. Das Bild zu diesem Beitrag habe ich erneut im Medienjournal “geklaut”, weil ich es immer noch nicht geschafft habe, ein eigenes Logo zu basteln.

1. Der beste Film mit Colin Firth ist für mich „A Single Man“, weil er in der Rolle des lebensmüden Professors eine beeindruckende schauspielerische Leistung hingelegt hat – und mir beim Sehen fast das Herz gebrochen hat.

2. Steven Spielberg hat mit „Catch me if you can“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil es ein äußerst unterhaltsamer Film ist, bei dem es – im Gegensatz zu vielen anderen Spielberg-Filmen – nicht zu sehr auffällt, dass er ein wenig zu lang geworden ist.

3. Der beste Film mit Marion Cotillard ist für mich „Inception“, auch wenn ich ihre Rolle darin gar nicht so gut fand. Dafür aber den Film umso besser.

4. Mit „A Good Year“ hat Ridley Scott seinen schlechtesten Film abgeliefert, weil es ein vorhersehbares, zu wohlgefälliges, allenfalls nettes Selbstfindungskomödchen ist.

5. Angenommen, dir stünde ein unbegrenztes Budget zur Verfügung, um einen Film zu drehen, was für ein Film würde das vermutlich werden? Spontan würde ich sagen, dass ich Charlie Kaufman als Drehbuchautor anheuern wurde, um einen Kriminalroman von Heinrich Steinfest zu adaptieren. :-) Oder ich würde einen lakonischen neo-noir drehen. Dann würde ich entweder James Sallis oder aber „Das Handwerk des Teufels“ von Daniel Ray Pollock adaptieren und zu Recherchezwecken erst einmal eine Weile durch den südlichen Mittleren Westen der USA reisen. Vor allem aber würde mein Film nicht zu lang werden!

6. Mein liebster irischer (oder in Irland spielender) Film ist wahrscheinlich „Bloody Sunday“, aber auch „Die unbarmherzigen Schwestern“, „Im Namen des Vaters“, „Die Commitments“ und „In America“ gehören in die engere Auswahl.

7. Mein zuletzt gesehener Film war „UFO in her eyes“ und der war ungemein mehrstimmig, weil Regisseurin Xiaolu Guo ständig die Perspektiven und die Tonlagen wechselt.

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9 Antworten auf Media Monday #39

  1. “A Good Year” mag objektiv tatsächlich bloß ein “Scott/Crowe machen Französien-Urlaub mit Kameramann”-Film sein – aber es war der erste gemeinsame Kinofilm mit meiner heutigen Frau. Ergo: schöööööööner Film :)

  2. Kevin sagt:

    Interessante Nr.2, gefällt mir das du den Film ausgsucht hast :)

  3. Ilsa sagt:

    “Im Namen des Vaters” ist auch richtig toll. Ich bin ein Riesenfan von Daniel Day-Lewis und da spielt er auch wieder ganz groß. Ich zweifele immer mehr an meiner eigenen Antwort. Ich glaube, ich war zu spontan.

  4. Liegt es jetzt am Stoff oder verknüpfst du Film so sehr mit Amerika? Bei letzterem Fall fällt mir doch auf, wie sehr sich unsere Sehgewohnheiten auf diesen “Filmrealismus” doch auch eingeschärft haben. Film wirkt ganz oft fremd, wenn er nicht in Amerika spielt. Man denke mal an Wim Wenders z.B., der als Deutscher dann auch Filme mit amerikanischen Motiven dreht. Oder Rainer Erler damals.

    • Zeilenkino sagt:

      Wegen meiner Antwort auf Frage 4? Das liegt am Genre, da ich sehr gerne (southern) noirs lese und auch sehe, daher würde ich am ehesten einen solchen Film drehen. Und John Hawkes mitspielen lassen – weil er so gut in dieses Genre passt und Banjo spielen kann. Sollte ich ein Originaldrehbuch schreibe, würde es aber nicht in den USA spielen. ;-)

      Ansonsten verknüpfe ich Film eigentlich gar nicht mit Amerika, sondern gucke und beschäftige mich überwiegend mit europäischen, neuerdings vermehrt auch afrikanischen Filmen.

  5. emmi sagt:

    Ich habe zwischen ” A Single Man” und “Kings Speech” geschwankt und mich dann doch für den König entschieden, aber der Single man ist auf jeden Fall auch ein sehr toller Film mit Colin Firth.
    Oh ja und sehr gute und wahre Antwort zu Frage 2. :)
    emmi

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