Zehn Fragen – Film

Nun dachte ich, mit dem zehn Fragen Buch-Stöckchen sei der Filmstockreigen an mir vorbei gegangen, aber Dennis von den Filmosophen hat mich doch noch beworfen. Bevor es morgen also endlich wieder eine Krimi-Kritik gibt, hier zehn Film-Dinge, die ihr bestimmt schon immer von mir wissen wolltet …

1. Filmfestivals gibt es gefühlt an jedem Ort und zu jedem Thema. Wenn Du genug Geld hättest, um eines aus dem Boden zu stampfen, wo würdest du es ansiedeln und vor allem zu welchem Thema?
Hmm, ich würde das Geld ehrlich gesagt eher nutzen, um die Berichterstattung über kleinere Festivals bspw. mit Reisekostenunterstützung etc. zu erleichtern.

2. Die Berlinale steht wieder vor der Tür. Wie planst du, welche Filme du sehen willst und was war bisher dein persönlicher Film-Rekord auf der Berlinale?
Grundsätzlich habe ich vor, alle Literaturfilme und skandinavischen Filme zu sehen, den Rest fülle ich dann mit interessanten Filmen auf. Da es aber zeitlich immer schwierig ist, zwischen den einzelnen Sektionen zu wechseln, muss ich mal gucken, ob ich das hinbekomme. Mein persönlicher Film-Rekord bei einer Anwesenheit von einer Woche liegt bei 24 Filmen.

3. Die gerade im Internet anhaltende Diskussion und die vom Publizisten und Medienwissenschaftler Klaus Kreimeier lancierte Petition zeigt: Das deutsche Filmerbe ist in Gefahr.
Zweifelsohne müssen alle deutschen Filme soweit es geht gesichert werden. Welche Top 5 der deutschen Filme würdest Du aber zuerst digitalisieren?
„M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, „Es geschah am hellichten Tag“, „Das Cabinet des Dr. Caligari“, „Der blaue Engel“ und „Metropolis“.

4. Du hast die Chance, das Ende eines sogenannten Filmklassikers neu zu drehen. Welcher würde es sein und warum?
Bei „Out of Africa“ würde ich den Film so enden lassen, dass Karen Blixen Afrika verlässt und Dennis Finchhatton zurücklässt. Das hätte ich als stärker empfunden.

5. Zu Regisseuren und deren Filmen werden immer wieder Werkschauen veranstaltet. Die Filmmusik kommt da oft zu kurz. Zu welchem Filmkomponisten und dessen Arbeiten würdest du daher gerne eine Werkschau veranstalten?
Wenn mir ein Score im Film gut gefällt, stammt sie in letzter Zeit auffällig oft von Alexandre Desplat, daher würde meine Wahl wohl auf ihn fallen. Dicht dahinter folgen Alberto Iglesias und Philip Glass.
6. Stichwort “Event-Cinema”: Welcher war der skurrilste Ort, an dem du je einen Film gesehen hast? Ich bin ja ein eher konventioneller Kino-Gänger, daher war es wohl eine Kirche.

7. Wenn du einen Blog, eine Website oder eine Zeitschrift zum Thema Film liest, was liest du dort häufiger: die Kritiken oder die Interviews mit den Regisseuren und / oder Schauspieler_Innen?
Das kommt darauf an, welche Filme besprochen und welche Personen interviewt werden. Grundsätzlich lese ich aber am liebsten Artikel, die über die bloße Kritik hinausgehen – also beispielweise eine Werkschau eines Regisseurs oder so.

8. Gegen Ende eine andere Lesart unseres Blognamens. Wenn Du ein Biopic über das Leben eines Philosophen / einer Philosophin drehen könntest, wessen Leben würdest du verfilmen und wer soll die Hauptrolle spielen?
Pierre Bourdieu gilt zwar eher als Soziologe, aber er hat immerhin Philosophie studiert und außerdem mein Denken tatsächlich beeinflusst. Spielen lassen würde ich ihn entweder von Sam Shepard oder David Strathairn. Falls Bourdieu nicht gilt, nehm ich Gilles Deleuze und lasse ihn von Jean Paul Belmondo spielen. Oder David Strathairn.

9. Wer ist für dich der/die Schauspieler_In des Jahres 2013 und wieso?
Paulina García, weil ich mich auf der Berlinale sehr in ihre Gloria aus dem gleichnamigen Film verliebt habe.

10. Auf welche neue TV-Serie freust du dich 2014?
Weiterhin „True Detective“, weil dort Matthew McConaughey und Woody Harrelson die Hauptrollen spielen und Cary Fukunaga Regie führt und alles auch noch in den Südstaaten der USA spielt. Da schlägt beim Lesen des Pressetextes mein country-noir-Herz sehr hoch!

Diesen Beitrag teilen

Ein Gedanke zu „Zehn Fragen – Film

  1. Lena

    Schöne Antworten auf ganzer Linie. Besonders freue ich mich über die Nennung von „Caligari“, Philip Glass, Werkschau-Artikeln, Deleuze und selbstverständlich Paulina García (ach, wir beiden Gloria-Fangirls …).

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.