Vieles an der Serie „Shrinking“ mag ich, einiges nervt mich: Die Serie ist oftmals lustig, manchmal doof, sie ist rührselig, gelegentlich kitschig, sie gibt einigen Figuren zu viel Raum, anderen zu wenig. Aber ich schaue gerne Serien, in denen erwachsene Menschen erwachsene Probleme haben. Dazu gehört in „Shrinking“, dass eine der Hauptfiguren – der von Harrison Ford gespielte Psychiater Paul Rhoades – Parkinson hat. Eine Erkrankung, die gemeinhin mit „Zittern“ verbunden wird. Das prominenteste, bei weitem aber nicht einzige Symptom (das auch nicht bei allen Erkrankten stark auftritt). In der Serie ist insbesondere anfangs das Zittern das am häufigsten gezeigte Symptom – es ist eine konstante Erinnerung an die Krankheit. Aber im Verlauf der Serie schreitet die Krankheit fort: Paul wird beim Gehen unsicher, seine Sprache wird langsamer – aber er nimmt schon die maximale Dosis der Medikamente. In Pauls Selbstbild spielen seine Intellektualität, sein Wissen, sein sprachliches Vermögen eine zentrale Rolle. Parkinson erschüttert das. Weiterlesen
„Shrinking“ und Parkinson
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