Schlagwort-Archive: Kritik

Krimi-Kritik: „Sense“ von Jörg Juretzka

(c) Unionsverlag

Im April erscheint Jörg Juretzkas neues Buch „TaxiBar“, ich werde ihn demnächst interviewen und ein Porträt über ihn schreiben. Deshalb lese ich derzeit fast ausschließlich seine Bücher und sehe mich von Seite zu Seite in meiner Überzeugung bestätigt, dass er einer der besten und leider viel zu unbekannten deutschsprachigen Krimi-Autoren ist. Deshalb werde ich hier im Zeilenkino eine kleine Reihe starten über ihn starten. Biographische Angaben in aller Kürze Geboren 1955 in Mülheim an der Ruhr schreibt er nach eigener Aussage seit er denken kann („also seit meinem 35. Lebensjahr“). Er ist gelernter Tischler, war Blockhüttenbauer in Kanada, hat eine … Weiterlesen

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„Downton Abbey“ – Die vierte Staffel

(c) ITV

Seit jeher habe ich eine Schwäche für den Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Weimarer Republik war stets meine Lieblingsepoche, ich liebe die Literatur aus dieser Zeit – und Filme, die in diesen Jahrzehnten bis in die 1930er Jahre spielen. Deshalb bin ich auch bei „Downton Abbey“ eine Seherin der ersten Stunde, ich mochte das Betuliche der Serie, die Upper-Class-Probleme, die drei stereotypen Töchter und konnte mit den Intrigen unter den Hausangestellten als notwendiges Handlungsbeiwerk leben. Aber spätestens mit der dritten Staffel zeichnete sich immer deutlicher ab, dass dieser Serie eine klare Richtung fehlt und auch den Drehbuchautoren die Ideen ausgehen. … Weiterlesen

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Krimi-Kritik: „Hinterher ist man immer tot“ von Eoin Colfer

(c) List

„Der großartige Elmore Leonard hat gesagt, man sollte eine Geschichte niemals mit dem Wetter anfangen lassen. Das ist schön und gut – und leicht gesagt. Ihre Anhänger werden es sich brav in ihre Moleskine-Notizbücher geschrieben haben. Trotzdem beginnt eine Geschichte manchmal mit dem Wetter, und dann ist ihr scheißegal, was irgendein Genre-Genie empfiehlt, auch wenn es sich um den großen EL handelt. Fängt also alles mit dem Wetter an, so sollte es auch am Anfang stehen, sonst dröselt sich alles auf, die Einzelteile fliegen einem nur so um die Ohren, und man hat keine Ahnung mehr, wie man sie zusammenbekommt.“ … Weiterlesen

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Krimi-Kritik: „Unruhe“ von Jesper Stein

(c)  Kiepenheuer & Witsch

„Ich bin achtundreißig, geschieden, ich habe eine fünfjährige Tochter. Ich habe eines der am häufigsten durchgecheckten Herzen auf der Welt. Und ich habe panische Angst zu sterben“, sagt Kommissar Axel Steen eines Morgens zu sich selbst. Er ist Mordermittler bei der Kopenhagener Polizei, hat bei seinen Vorgesetzten aufgrund seines oftmals eigenmächtigen Handelns sämtlichen Kredit verspielt – sofern er jemals welchen hatte. Aber „(e)r wusste, er meckerte zu viel und beschwerte sich zu oft, nahm Abzweigungen vom Dienstweg, die jeglicher Rechtsgrundlage entbehrten. Seine Personalakte war voll von Dienstaufsichtsbeschwerden – eingereicht sowohl von Kriminellen, die behaupten, sie seien bedroht worden, als auch … Weiterlesen

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„Carl Theodor Dreyer – My Metier“ – Dokumentation von Torben Skjødt Jensen

(c) Studicanal

„Vampyr“ ist ein Klassiker des Horrorfilms, „La passion de Jeanne d’Arc“ eines der bedeutendsten Werke der Filmgeschichte; „Gertrud“ und „Vredens Dag“ haben dem personalisierten Kamerastil den Weg geebnet und seine Blicke in die Psyche einer weiblichen Hauptfigur sowie die Strukturen einer geschlossenen Gemeinschaft sind bemerkenswert – der dänische Regisseur Carl Theodor Dreyer (1898-1968) hat die Filmgeschichte maßgeblich mitbestimmt und bis heute großen Einfluss auf Filmemacher wie Lars von Trier. Mit seiner Dokumentation „Carl Theodor Dreyer – My Metier“, die in der Criterion Collection und der ARTHAUS-Dreyer-Collection enthalten ist, ermöglicht Torben Skjødt Jensen nun einen Einstieg in Dreyers Werk. Gut 90 … Weiterlesen

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