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Sechs Krimi-Empfehlungen zum Indiebookday 2015

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Morgen ist Indiebookday! Dahinter steckt der Gedanke, dass ein jeder am 21. März 2015 ein Buch aus einem unabhängigen Verlag kauft – am besten in einer unabhängigen Buchhandlung. Damit morgen die Entscheidung vielleicht etwas leichter fällt, hier sechs Empfehlungen für gute Kriminalliteratur aus unabhängigen Verlagen:

„Lichtschacht“ von Anne Goldmann (Argument Ariadne)
Dieser spannende Roman über eine junge Frau, die glaubt einen Mord beobachtet zu haben, ist seit letztem Jahr das von mir meist empfohlene und meistverschenkte Buch. Es eignet sich hervorragend sowohl für Krimi- als auch Nicht-Krimi-Leser, ist überhaupt nicht blutig und noch dazu unterhaltsam und gut geschrieben.

„Umweg zur Hölle“ von Ross Thomas (Alexander Verlag)
Die Geschichte beginnt mit einem Stolperer über einen toten Pelikan am Strand und mündet in einem irrwitzigen Geflecht aus Geheimdiensten und anderen geheimnisvollen Akteuren. Ross Thomas ist schlichtweg ein toller Autor, seine Geschichten sind raffiniert, klug, witzig und sehr unterhaltsam. Eignet sich auch für Nicht-Krimileser, die gerne James Bond gucken. Aber Vorsicht: Ross Thomas macht süchtig!

„Die Wut“ von Gene Kerrigan (Polar Verlag)
Irische Kriminalliteratur ist im Kommen, wer eine Abwechslung zu versoffenen Privatdetektiven sucht und noch dazu ein kluges Buch über die Auswirkungen der Finanzkrise in Irland lesen möchte, liegt bei „Die Wut“ von Gene Kerrigan richtig. Noch dazu ist Kerrigans Hauptfigur Bob Tidey eine der gelungensten Ermittlerfiguren der letzten Jahre. (Offenlegung: Ich stehe mit dem Polar Verlag in geschäftlichen Verbindungen.)

„Die Suche nach Tony Veitch“ von William McIlvanney (Kunstmann Verlag)
Seit letztem Jahr erscheinen im Kunstmann Verlag die „Laidlaw“-Bücher von William McIlvanney in neuer Übersetzung. Noch mehr als der erste Teil um den zweifelnden schottischen Polizisten Jack Laidlaw hat mich „Die Suche nach Tony Veitch“ überzeugt, in dem er versucht, einen Mord aufzuklären, der vielleicht gar keiner war – und der niemanden interessiert. Bisher mein Krimi-Highlight des Jahres. (Außerdem ist es aktuell, also ist die Wahrscheinlichkeit etwas höher, dass es in Buchhandlungen auch zu bekommen ist.)

„GB84“ von David Peace (Liebeskind)
Mein Lieblingsbuch des letzten Jahres war „GB84“ von David Peace, in dem er sich den Verwicklungen rund um den Bergarbeiterstreik in Großbritannien 1984 in typischen stakkatohaften Sätzen und dichten Handlungssträngen widmet. Dieses Buch erfordert sehr aufmerksames Lesen, ich habe mir zwischendurch eine Zeichnung gemacht, damit ich den Beziehungen folgen kann – aber es lohnt sich ungemein.

„Killer“ von Dave Zeltserman (Pulp Master)
14 Jahre hat der Ex-Auftragsmörder Leonard March im Gefängnis gesessen, nun ist er wieder auf freiem Fuß. Aber seine alten Mafia-Kumpane und die Angehörigen seiner Opfer wollen ihn lieber heute als morgen tot sehen. Deshalb fällt ihm seine Rückkehr ins normale Leben äußerst schwer. „Killer“ ist eine Kriminalliteratur-Perle mit einem hinreißenden Ende.

Natürlich gibt es noch sehr viel mehr gute Kriminalliteratur aus unabhängigen Verlagen. Falls ihr noch Anregungen oder Tipps braucht, immer her mit den Fragen. Ich mache ja kaum etwas lieber als Krimis zu empfehlen (und ja, es gibt den passenden Krimi für jeden!).

Indiebookday 2014

Heute ist Indiebookday – der Tag, an dem unabhängige Verlage und Buchhandlungen gefeiert werden sollen. Nun feiere ich sie praktisch jeden Tag, weiß aber auch, wie schwer es für unabhängige Verlage und Buchhandlungen ist, gegen Publikumsverlage und Konzerne zu bestehen. Deshalb glaube ich, dass ein Tag, der unter diesem Motto steht, vielleicht den ein oder anderen Leser mehr auf spannende Titel jenseits großer Werbebudgets aufmerksam macht.

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Lange habe ich überlegt, welches Buch ich denn heute kaufen könnte. Vielleicht ein Band aus der tollen Ross-Thomas-Reihe vom Alexander Verlag, die ich mit sehr großem Vergnügen gerade lese? Oder „Patchwork“ aus der Reihe Afrika Wunderhorn? Beide Titel stehen schon lange auf meiner Wunschliste. Jedoch fiel mir dann ein, dass ich am Indiebookday gar nicht in Bonn sein werde. Deshalb habe ich ein wenig geschummelt, mich bereits früher auf den Weg zur Buchhandlung Böttger gemacht und dieses Buch gekauft:

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Warum? Seit ich das erste Mal von Amy Hempels „Die Ernte“ gelesen habe, wollte ich dieses Buch kaufen. Ich liebe Kurzgeschichten und us-amerikanische Literatur, noch dazu wird Chuck Palahniuk auf dem Buchrücken zitiert. Wer könnte da schon widerstehen?