Schlagwort-Archiv: George Clooney

Ein kurzer Blick auf „Monuments Men“

Über die Dreharbeiten zu „Monuments Men“ war hierzulande ja sehr viel zu lesen, nun gibt es von George Clooneys neuem Projekt auch die ersten Bilder sowie einen ersten Trailer. Den Regisseur Clooney schätze ich fast mehr als den Schauspieler, da er bisher recht elegante, am New Hollywood geschulte Filme gedreht hat – und ich es zudem mag, wenn Filme eine politische Aussage haben.

(c) 20th Century Fox

(c) 20th Century Fox

„The Monuments Men“ basiert auf dem Sachbuch von Robert M Edsel und Bret Witter und erzählt die Geschichte einer Spezialeinheit, die elf Monate vor Kriegsende europäische Kunstwerke vor den Nazis retten wollte. Das Drehbuch hat Clooney wieder mit seinem Produktionspartner Grant Heslov geschrieben und insgesamt soll der Film wohl weniger ernst als seine letzten Arbeiten werden. Das stimmt mich etwas skeptisch, da ich „Leatherheads“ weitaus schwächer als beispielsweise „Good Night, and Good Luck“ fand.

Der Film startet am 23. Januar 2014 in den deutschen Kinos. Einen Trailer gibt es unter diesem Link zu sehen, dort ist auch mehr über die Monuments Men zu erfahren.

Starttermin und Trailer – „Gravity“

(c) Warner Bros.

(c) Warner Bros.

Bereits seit letztem Jahr freue ich mich den Film „Gravity“ von Alfonso Cuarón. Er erzählt von Medizintechnikerin Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) und dem Astronauten Matt Kowalsky (George Clooney), die bei einem Weltraumspaziergang von ihrem Shuttle getrennt werden. Miteinander verbunden sind sie in der Finsternis allein – und wissen, dass sie jeden Kontakt zur Erde und damit auch jede Chance auf Rettung verloren haben.

Die ersten Bilder und Trailer sahen hervorragend aus! Der Film wird am 3. Oktober in den deutschen Kinos starten – und vorab hier schon einmal ein Blick auf den deutschen Trailer:

Jack Foley kehrt zurück – „Road Dogs“ von Elmore Leonard

(c) Suhrkamp

Am Ende von „Out of Sight“ wurde Jack Foley von Karen Sisco ins Gefängnis gebracht. Einen Ausbruchsversuch später sitzt Jack Foley immer noch im Gefängnis und seine Lage scheint ausweglos: 30 Jahre muss er noch absitzen. Dann lernt er den reichen Kubaner Cundo Rey (bekannt aus „La Brava“) kennen und sie werden zu den titelgebenden „road dogs“: „Das war so ein Knastding. Wenn man nicht zu einer der Gangs gehörte, für die alle anderen automatisch Feinde waren, tat man sich zusammen“ und hielt einander den Rücken frei. Mit Cundos Hilfe und Geld findet Jack Foley eine Anwältin, die aus seinen 30 Jahren eine Strafe von ein paar Monaten macht, die Foley bereits abgesessen hatte. Also wird er entlassen. Selbst in der Freiheit sorgt Cundo weiterhin für ihn: Er besorgt ihm einen gefälschten Führerscheint und erlaubt ihm, in einem seiner Häuser in Venice zu wohnen. Foley nimmt diese Großzügigkeit an, befürchtet aber, dass Cundo irgendwann eine Gegenleistung von ihm verlangen wird. Weiterlesen

100 Jahre Paramount – Ein Foto entsteht

Zum 100. Geburtstag hat Paramount Pictures zu Beginn des Jahres 116 Filmschaffende in die Studios eingeladen, um ein Foto zu machen. Ein Video gibt einen kurzen Einblick, wie das Bild u.a. mit Meryl Streep, Shirley MacLaine, Charlize Theron, Jack Nicholson, George Clooney und David Fincher entstanden ist. Es ist schon interessant, so viele Stars auf einmal zu sehen: Weiterlesen

Elmore Leonard – Über „Out of Sight“ und die Verfilmung von Steven Soderbergh

Elmore Leonard ist einer der Autoren, die perfekt ins Zeilenkino passen. In seinen Geschichten spielen Filme oft eine Rolle, viele seiner Romane sind bereits verfilmt worden, außerdem schreibt er selbst auch Drehbücher. Also nehme ich die Neuauflage seiner Werke im Suhrkamp-Verlag zum Anlass, eine Elmore-Leonard-Reihe zu beginnen. Den Anfang macht „Out of Sight“, ein Buch, dessen Verfilmung ich sehr gut kenne – und die sogar Teil meiner Abschlussprüfung im Studium war. Daher war ich auf das Buch sehr gespannt!

„Out of Sight“ von Elmore Leonard

(c) Suhrkamp

Elegant und temporeich erzählt Elmore Leonard von dem berühmten Bankräuber Jack Foley, der mit der Hilfe seines treuen Kumpanen Buddy aus dem Gefängnis ausbricht. Zufällig werden sie von dem US Marshall Karen Sisco überrascht. Sie überwältigen sie und sperren sie mit Jack Foley in den Kofferraum eines Cadillacs. Obwohl die Fronten sehr klar – sie will ihn zurück ins Gefängnis bringen, er will lieber sterben als noch einmal in den Knast zu gehen – sind sie fasziniert voneinander und reden über Filme. Dadurch besticht diese beengte Situation nicht nur mit elegantem Humor, sondern zugleich wird Jack Foley charakterisiert. Er hat ein Faible für Outlaws –so findet er es gut, dass sich Peter Finch in „Network“ nichts mehr gefallen lassen will – und ist ein Romantiker – er mag „Die drei Tage des Condor“ und bekennt später, er wünsche sich ein Ende wie Clyde in „Bonnie & Clyde“. Dennoch vergisst Karen nicht, auf welcher Seite sie steht und entkommt mit der unfreiwilligen Hilfe von Foleys zweitem Fluchthelfer. Aber Foley und Karen werden sich wiedersehen, daran besteht kein Zweifel. Weiterlesen

Oscar 2012 – Wer wird gewinnen?

(c) A.M.P.A.S.

Sonntagnacht werden zum 84. Mal die Academy Awards verliehen. Deshalb wird es so langsam Zeit, die finalen Tipps für die Gewinner abzugeben. In diesem Jahr befinde ich mich in der etwas langweiligen, aber auf den zweiten Blick auch angenehmen Situation, dass ich mich mit sehr vielen Preisträgern anfreunden kann. Denn wie es Guy Lodge in seinem sehr lesenswerten Beitrag auf den Punkt gebracht hat: Dass ein schwarzweißer Stummfilm aus Frankreich sehr wahrscheinlich mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet wird, ist großartig. Favorit hin oder her, Harvey Weinstein und die Liebenswürdigkeit von „The Artist“ mal ganz außer acht gelassen: Es wäre das erste Mal, dass ein Film diesen Oscar erhält, der nicht in den USA oder Großbritannien produziert wurde. Außerdem ist es ein leiser, kleiner Film, der reüssiert – und das ist toll. Also werde ich nicht müde zu wiederholen: Es sind die Oscars, dort geht es nicht um die beste Leistung, sondern um eine Leistung, die einer Mehrheit gefällt. Deshalb verwundert es nicht, dass viele kleinere Produktionen oder kontroverse Filme nicht beachtet wurden. Also freue ich mich jetzt einfach auf Billy Crystal und eine wunderbare Oscar-Nacht. Stilecht auf dem heimischen Sofa!

Und nun zu meinen Tipps, die wie bereits im letzten Jahr als in wird – könnte – sollte gewinnen aufgeschlüsselt sind, sofern es mir bei den Kategorien möglich war. Zur Auswahl standen nur Nominierte. Weiterlesen

„The Help“ ist großer Gewinner bei den SAG-Awards

Logo der SGA

Die größte Überraschung des Abends war sicherlich, dass Jean Dujardin für „The Artist“ als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde – und nicht George Clooney, der nach den ganzen Kritikerpreisen als klarer Gewinner gehandelt wurde. Dagegen war der Ensemble-Preis für „The Help“ eigentlich im Vorfeld klar, ebenso Octavia Spencers Auszeichnung als beste Nebendarstellerin. Sie dürfte wohl bei den Oscars erneut gewinnen – wie auch Christopher Plummer, der bei den SAG-Awards als bester Nebendarsteller geehrt wurde. Zur besten Hauptdarstellerin wurde Viola Davis für gekürt.

Jean Dujardin in "The Artist" (c) DELPHI Film

Spannende Fragen bleiben nun, ob Jean Dujardin und Viola Davis auch bei den Oscars erneut ausgezeichnet werden. Ihre größte Konkurrenten sind fraglos George Clooney und Meryl Streep, allerdings glaube ich, dass Dujardin bei all der Begeisterung für „The Artist“ die Nase vorn haben wird. Vielleicht wird Clooney mit einem Drehbuch-Preis getröstet. Dabei finde ich es schade, dass der Erfolg von „The Artist“ oft mit der Kampagne von Harvey Weinstein erklärt wird. Er hatte schlichtweg den richtigen Riecher, dass dieser liebevolle, mitreißende Film ein weltweites Publikum anspricht.

Und Meryl Streep? Fraglos hätte sie einen weiteren Oscar verdient. Aber drei der vier Oscar-Nominierungen für „The Help“ sind in den Schauspielkategorien, während „The Iron Lady“ nur eine Nominierung erhalten hat. Daher stehen momentan die Zeichen für Viola Davis äußerst günstig. Weiterlesen

Oscar 2012 – Die Nominierungen

©A.M.P.A.S.

Viel wurde über die Anzahl der nominierten Filme in diesem Jahr spekuliert – aber mit neun Kandidaten hat keiner gerechnet. Deshalb war es auch eine schöne Überraschung, als sich bei der Bekanntgabe der Nominierungen von Jennifer Lawrence und Academy-Präsident Tom Sherak das „Best Picture“-Logo umdrehte und mit „Extremley Loud & Incredibly Close“ den neunten nominierten Film verkündete.

Gefreut habe ich mich vor allem aber die Nominierungen von „Tinker Tailor Soldier Spy“ für das beste adaptierte Drehbuch, die beste Musik und Gary Oldman als bester Hauptdarsteller. Dass „Drive“ lediglich für Sound Mixing nominiert wird – nun ja, wenigstens Alberts Brooks hätte ich gerne unter den besten Nebendarstellern gesehen.

Hier ein Überblick über alle Nominierungen: Weiterlesen

Ein kurzer Blick auf „The Descendants“

Auch "The Descendants" kann auf eine Preis hoffen © 2011 Twentieth Century Fox

Der Anwalt Matt King (George Clooney) lebt mit seiner Familie auf Hawaii und verwaltet hauptsächlich das Familienvermögen. Derzeit bereitet er den Verkauf eines der letzten Stücke unberührter Natur vor, das schon im Besitz der hawaiianischen Könige und Missionare war, von dem die Kings abstammen. Aber dann erleidet seine Frau Elizabeth (Patrica Hastie) einen Bootsunfall und fällt ins Koma. Nun muss sich Matt um seine Töchter kümmern – und erfährt zudem, dass Elizabeth eine Affäre hatte …

Regisseur Alexander Payne erzählt eine unspektakuläre Geschichte vor traumhafter Kulisse. Über weite Strecken gelingt die Balance aus Tragik und Komik, wenngleich auch Paynes feine Ironie und der formidable George Clooney über gewisse Längen nicht hinwegtäuschen können. Dennoch ein sehenswerter Film!

„The Descendants“ startet am 26. Januar 2012 in den deutschen Kinos. Meine ausführliche Kritik ist bei spielfilm.de nachzulesen!

BAFTA 2012 – Die Nominierungen

(c) BAFTA

Einen Tag nach der Verleihung der Golden Globes hat die British Academy of Film and Television Arts die Nominierungen für die Orange British Academy Film Awards (BAFTA) bekanntgegeben. Mit 12 Nominierungen führt „The Artist“ die Liste an, dahinter folgen „Tinker Tailor Soldier Spy“ mit elf und „Hugo“ mit neun Nominierungen. „My Week with Marilyn“ wurde sechsmal, „The Help“ und „War Horse“ wurden jeweils fünfmal nominiert. Persönlich freue ich mich über die Nominierungen für „Drive“, wenngleich ich nicht nachvollziehen kann, warum Carey Mulligan, aber nicht Ryan Gosling nominiert wurde. Außerdem hat auch Gary Oldman für „Tinker Tailor Soldier Spy“ die erhoffte Nominierung bekommen, der meines Erachtens bisher zu wenig Aufmerksamkeit bei den nordamerikanischen Preisen erhalten hat.

Die Nominierungen im Überblick: Weiterlesen