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Oscar 2014 – Neun fremdsprachige Filme in der Auswahl

©A.M.P.A.S.

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Am 20. Dezember hat die Academy die Shortlist in der Kategorie des besten fremdsprachigen Films bekanntgegeben, die durchaus einige Überraschungen bietet. So sind weder der hoch gehandelte saudi-arabische Beitrag „Das Mädchen Wadjda“ noch der iranische Film „The Past“ und der chilenische „Gloria“ unter den letzten neun Beiträgen vertreten, dafür die Filme aus Palästina und Bosnien-Herzegowina. Auch der deutsche Beitrag ist noch im Rennen, am meisten gefreut habe ich mich aber, dass zwei meiner Lieblingsfilme des Jahres weiterhin Chancen haben: „The Broken Circle Breakdown“ und „La grande bellezza“.

Die Shortlist im Überblick:

Belgien: „The Broken Circle Breakdown“ von Felix van Groeningen
Bosnien-Herzegowina: „An Episode in the Life of an Iron Picker“ von Danis Tanović
Deutschland: „Zwei Leben“ („Two Lives“) von Georg Maas
Dänemark: „Jagdten“ („The Hunt“; dt.: „Die Jagd“) von Thomas Vinterberg
Hongkong: „The Grandmaster“ von Wong Kar-wai
Italien: „La grande bellezza“ („The Great Beauty“) von Paolo Sorrentino
Kambodscha: „The Missing Picture“ von Rithy Panh
Palästina: „Omar“ von Hany Abu-Assad
Ungarn: „The Notebook“ („Das große Heft“) von János Szász

Eine übersicht über alle eingereichten Filme ist hier zu finden.

Oscar 2014 – Die Kandidaten für den besten fremdsprachigen Film

©A.M.P.A.S.

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Update: Die Shortlist mit neun Filmen steht nun fest.

Bis zum 1. Oktober müssen die Länder ihre Kandidaten für die Kategorie des besten nicht-englischsprachigen Films einreichen, deshalb beginne ich heute mit der Liste aller Einreichungen – sofern sie bekannt sind.

Momentaner Favorit ist meines Erachtens Chiles „Gloria“, der mir bereits auf der Berlinale sehr gut gefallen hat, außerdem auch einen Starttermin in den USA hatte. Ebenfalls gut im Rennen dürfte Rumänen mit „Child’s Pose“ sein, der auf der Berlinale den Goldenen Bären bekommen hat. Ohnehin sind Berlinale-Filme stark vertreten: Hongkongs „The Grandmaster“ lief als Eröffnungsfilm, Bosnien-Herzegowinas „An Episode in the Life of an Iron Picker“ gewann den Darstellerpreis – und sehr gefreut habe ich mich über Belgiens Einreichung „The Broken Circle Breakdown“ und Italiens Nominierung von „La grande bellezza“. Beide Filme gehören mit zu den Höhepunkten meines bisherigen Filmjahres.

Zum ersten Mal schickt neben Montenegro auch Saudi-Arabien mit „Das Mädchen Wadjda“ einen Film ins Rennen um den Oscar. Hierzulande läuft „Das Mädchen Wadjda“ recht erfolgreich, auch wurde den Produktionsbedingungen und der Arbeit der Regisseurin im Feuilleton sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet. Daher bin ich gespannt, wie der Film in den USA ankommt.

Deutschland schickt in diesem Jahr „Zwei Leben“ ins Rennen, aus Österreich kommt die Literaturverfilmung „Die Wand“. Und nachdem sie ihn im letzten Jahr nicht nominieren durften, schickt Dänemark „Jagdten“ in diesem Jahr ins Rennen.

Die Einreichungen sind: Weiterlesen

Oscar 2013 – Neun fremdsprachige Filme in der Auswahl

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Aus den 71 Einreichungen in der Kategorie bester fremdsprachiger Film haben zwei Komitee nun eine Vorauswahl von neun Filmen getroffen, die es in die Endrunde geschafft. Aus diesen neun Filmen werden die fünf Nominierungen ausgewählt und am 10. Januar 2013 bekanntgegeben. Leider hat es Christian Petzolds „Barbara“ nicht auf die Shortlist geschafft. Als Favoriten gelten in dieser Kategorie weiterhin Michaek Hanekes „Amour“ und der französische Beitrag „Ziemlich beste Freunde“. Allerdings scheint auch Dänemarks „Die Königin und ihr Leibarzt“ in den USA viel Anklang zu finden.

Die Shortlist im Überblick: Weiterlesen

Oscar 2013 – Die Kandidaten als bester nicht-englischsprachiger Film

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In den USA beginnt die Award Season mit dem Filmfestival in Toronto – und tatsächlich nehmen nicht nur die Festivaldichte und Spekulationen nehmen zu, sondern auch die Nachrichten, welche Filme von den verschiedenen Nationen ins Rennen um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film geschickt werden.

Mit „Barbara“ hat Deutschland einen guten Film ausgewählt, der durch die Berlinale bereits international Aufmerksamkeit bekommen hat und auch auf einigen amerikanischen Festivals läuft. Der große Favorit in dieser Kategorie ist aber Michael Hanekes „Amour“, der zumindest unter den Kritikern auf einhellige Begeisterung gestoßen ist – und auch Hauptdarstellerin Emmanuelle Riva werden Chancen auf eine Nominierung zugerechnet. Mit „Intouchables“ („Ziemlich beste Freunde“) hat zudem Frankreich einen sehr populären Kandidaten benannt.

Update 2: Die Oscar-Nominierungen wurden bekanntgegeben! Die größte Überraschung: „Intouchables“ hat es nicht unter die fünf Kandidaten geschafft!

Update: Die Shortlist aus neun Filmen steht nun fest!

Die 71 Einreichungen sind: Weiterlesen

Oscar 2012 – „Pina“ ist unter den letzten neun Filmen für den Auslandsoscar

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Heute hat die Academy of Motion Pictures Arts and Science bekanntgegeben, welche neun Filme es auf die Shortlist in der Kategorie des besten fremdsprachigen Films schaffen. Erwartungsgemäß ist der iranische Film „Nadar und Simin – Eine Trennung“ unter den letzten neun Kategorien, auch Wim Wenders „Pina“ hat den Sprung geschafft. Überraschend sind aber einige der favorisierten Filme nicht mehr dabei. Dazu zählt der finnische Beitrag „Le Havre“, aber auch „Where Do We Go Now?“ aus dem Libanon. Dafür hat sich tatsächlich das Gerücht bestätigt, dass die dänische Komödie „Superclásico“ bei dem Komitee aus einigen hundert Freiwilligen, die sich alle 63 Kandidaten in den letzten drei Monaten angesehen hat, gut angekommen ist. Diese Gruppierung hat sechs der neun Filme ausgewählt, die verbleibenden drei Plätze hat das Academy’s Foreign Language Film Award Executive Committee besetzt. Nun werden am Freitag, Samstag und Sonntag zwei Komitees – 20 Personen in Los Angeles, 10 Personen in New York – alle neun Filme ansehen und daraus die fünf Filme auswählen, die am 25. Januar offiziell für den Oscar nominiert werden.

Die neun Filme auf der Shortlist sind: Weiterlesen

Oscar 2012 – Die Kandidaten als bester nicht-englischsprachiger Film

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In der letzten Woche wurde von German Films bekanntgegeben, dass „Pina“ der deutsche Kandidat bei der Oscar-Verleihung 2012 sein wird. Damit hat die Jury meines Erachtens eine sehr gute Wahl getroffen. Der Film von Wim Wenders lief bereits auf der Berlinale und wurde in den USA bereits auf dem Telluride Film Festival, einem der wichtigsten US-Indie-Festivals, erfolgreich gezeigt. Außerdem lief der Film auch in Toronto und wird im Dezember regulär in den US-Kinos starten. Es ist das erste Mal, dass Deutschland einen Dokumentarfilm in dieser Kategorie nominiert.

Schweden schickt „Bessere Zeiten“ ins Rennen. Den Film von Pernilla August habe ich bereits im Rahmen der Leipziger Buchmesse gesehen – und fand ihn sehr gut. Das ist sicherlich eine gute Wahl, obwohl er im Vergleich zu „Pina“ sicherlich konventioneller ist.Der – aus meiner Sicht – bisher stärkste Film im Rennen um den Auslandsoscar ist „Le Havre“ von Aki Kaurismäki, der von Finnland nominiert wurde. Weiterlesen

Skandinavische Filmtage – In einer besseren Welt

(c) Universum Film

Im Rahmen der Skandinavischen Filmtage in Bonn habe ich endlich das Drama „In einer besseren Welt“ von Susanne Bier gesehen, das in diesem Jahr den Oscar als bester fremdsprachiger Film gewonnen hat. Ob diese Auszeichnung gerechtfertigt war, ist im Grunde genommen keine wichtige Frage. Wie in jeder anderen Kategorie bei den Oscars spielen hier Vorlieben und Einschätzungen eine Rolle – und im Blick auf das Gesamtwerk von Susanne Bier ist die Ehrung sicherlich zu vertreten.

Elias wird angegriffen (c) Universum Film

„In einer besseren Welt“ verhandelt den großen Themenkomplex von Schuld und Sühne, von Gewalt und Reaktion. Der idealistische Arzt Anton (Mikael Persbrandt), der viele Wochen im Jahr in einem afrikanischen Flüchtlingscamp arbeitet, lehnt Gewalt ab und hält im Zweifelsfall auch noch seine rechte Wange hin. Seine Ehe mit Marianne (Trine Dyrholm) ist indes gescheitert, und sein Sohn Elias (Markus Rygaard) ist ein Außenseiter in der Schule, der regelmäßig von Mitschülern drangsaliert wird. Elias lässt das Mobbing über sich ergehen, aber lernt er durch seinen neuen Klassenkameraden Christian (William Jøhnk Nielsen) die vermeintliche Macht von Gewalt kennen. Christian ahnt, dass auch er ein Opfer werden könnte, und verprügelt den Anführer der gewalttätigen Mitschüler, ehe er selbst angegriffen wird. Außerdem glaubt er, sich für Elias zu rächen. Dadurch entwickelt sich zwischen Elias und dem verschlossenen Christian eine Freundschaft, die in einer Katastrophe mündet. Weiterlesen