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Zwei Filmempfehlungen

Die Kinostartplaner wollen es, dass in dieser Woche meine beiden bisherigen Lieblingsfilme des Jahres starten, die es mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit auch auf meine Favoritenliste des Jahres schaffen werden. Deshalb möchte ich sie hier noch einmal besonders empfehlen und allen ans Herz legen. Ja, das Wetter soll jetzt gut werden, aber ins Kino kann man immer gehen. Wirklich.

(c) Salzgeber)

In beiden Fällen gibt es gute Gründe dafür. Denn es ist zum einen nicht selbstverständlich, dass ein Film wie I am not your negro überhaupt im Kino läuft – und er ist auch nicht in allzu vielen Städten zu sehen. Aber wer die Möglichkeit hat, diesen engagierten, aufrüttelnden Dokumentarfilm zu sehen, der Kategorien hinterfragt und das Denken im besten Sinn durcheinander bringt, sollte es tun – nicht nur, um den engagierten Verleiher Salzgeber zu unterstützen, sondern weil es auch ein Film ist, der einen tatsächlich verändert.(Meine ausführliche Kritik gibt es hier zu lesen – und hier kann man nachschauen, wo der Film läuft.

(c) Pandora

Der zweite Film ist natürlich Die andere Seite der Hoffnung. Aki Kaurismäkis’ Filme müssen im Kino gesehen werden, im allerbesten Fall auf 35mm – aber auch das wird nur in wenigen Städten möglich sein. Dennoch: Dieser Film ist melancholisch, märchenhaft, bitterböse und komisch. (Meine ausführliche Kritik ist hier – und hier kann man nachsehen, wo der Film läuft.)

Also bitte, schaut sie euch an.

Filmtipps – Januar 2016

Einige der im Januar 2016 startenden Filme konnte ich bereits sehen – und drei Filme möchte ich euch besonders empfehlen:

Bereits am 31.12. startet der isländische Film „Sture Böcke“ in den Kinos, der die Geschichte zweier Brüder erzählt, die seit Jahrzehnten nicht mehr miteinander sprechen, obwohl sie Nachbarn sind und beide Schafe züchten. Es ist ein wundervoller, fast existentialistischer Film über das Überleben und die Einsamkeit – mit einem hinreißenden Schlussbild. (Das findet auch Kollege Kurz, dessen Rezension hier zu lesen ist.)

Am 14.01.2016 läuft mit „The Big Short“ der rasanteste, bissigste und bisher beste Film über den Finanzcrash an. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe Außenseiter, die vorhersagt, dass die Immobilienblase in den USA platzen und damit die gesamte Weltwirtschaft kollabieren wird. Dieser Film bestätigt zweierlei: die (Finanz-)Welt ist schlecht. Und Brad Pitt würde weiterhin jeden Lookalike-Wettbewerb von Robert Redford gewinnen. (zu meiner Besprechung)

© 2015 Twentieth Century Fox

© 2015 Twentieth Century Fox

Es gibt immer wieder Filme, die mag man ein wenig mehr als andere. Aber Filmkritik ist nun einmal nicht objektiv – und ich habe schon lange keinen so schönen Film wie „Brooklyn“ (21.01.) gesehen. Er ist im besten Sinne altmodisch – und Saoirse Ronan ist in der Hauptrolle grandios! (zu meiner Besprechung)

Kinotipps für den Mai

„Turn me on“

(c) W-Film

(c) W-Film

Am Donnerstag, den 8. Mai läuft die norwegische Coming-of-Age-Komödie „Turn me on“ in den Kinos an, die mich mit ihrer tollen Protagonistin und Handlung begeistert hat. Endlich steht mal ein Mädchen im Mittelpunkt, das noch dazu frei über Sex spricht und ihn verlangt – und deshalb an den Reaktionen ihrer Umwelt schwer zu tragen hat. Alles wird mit verschrobenem Humor erzählt, daher möchte ich diesen kleinen Film sehr, sehr empfehlen.

Mehr habe ich bei kino-zeit.de über den Film geschrieben.

„Fruitvale Station“

(c) dcm

(c) dcm

Und bereits am 1. Mai ist „Fruitvale Station“ angelaufen. In dem amerikanischen Indepedentfilm schafft Ryan Coogler ein komplexes des jungen Schwarzen Oscar Grant III., der am Neujahrsmorgen 2009 an der titelgebenden Bahnstation ums Leben gekommen ist. Allein aufgrund der Schauspieler – allen voran Michael B. Jordan aus „The Wire“ und tollen Montagen schon sehenswert, hat mich beeindruckt, dass Ryan Coogler aus der Empörung über die damaligen Ereignisse einen Film mit einer überzeugenden und tiefen humanistischen Haltung geschaffen hat.

Meine ausführliche Kritik bei kino-zeit.de.