Schlagwort-Archiv: Easy Money

Gewinnspiel zu „Der Eid“ von Baltasar Kormákur

(c) Der Eid

(c) Der Eid

Am 9. Februar startet Baltasar Kormákurs neuester Film „Der Eid“ in den deutschen Kinos und dazu gibt es ein Bloggerspecial, bei dem unter dem Motto „So finster der Norden“ vier Blogs – darunter dieser hier – einen nordeuropäisch-düsteren Film- bzw. Serientipp veröffentlichen und ein Gewinnspiel veranstalten.

In „Der Eid“ transponiert Kormákur das Vater-rettet-seine-Tochter-Erzählmuster, bestens bekannt u.a. aus der „Taken“-Reihe mit Liam Neeson, nach Island und lässt es dadurch realistischer werden (meine ausführliche Kritik zu dem Film ist bei kino-zeit.de zu lesen). Eine ähnliche Nähe zu bekannten Narrativen weist die hierzulande sehr wenig beachtete „Easy Money“-Trilogie um den Studenten JW (Joel Kinnaman) auf. Schon die Romanvorlagen Jens Lapidus orientieren sich im Aufbau deutlich an James Ellroys L.A. Quartett, überführen die verschiedenen Handlungsstränge aber noch Stockholm.
Im ersten Teil „Easy Money – Spür die Angst“ versucht der aus einfachen Verhältnissen stammende JW reich zu werden. Seinen aufwändigen Lebensstil finanziert er sich, indem er illegal Taxi fährt, aber schon bald braucht er mehr Geld, um mit den Oberen der Gesellschaft mitzuhalten. Von einem besseren Leben träumt auch der Dealer Jorge (Matias Padin Varela), der sich nach einem letzten Coup nach Südamerika absetzen will. Der serbische Killer Mrado (Dragomir Mrsic) braucht ebenfalls Geld, weil er sich mit seiner Tochter Lovisa nach Serbien absetzen will. Ein spektakuläres Drogengeschäft führt diese drei Hauptfiguren nun zusammen.
Im Verlauf des Films verbinden sich immer mehr scheinbar lose Fäden zu von Regisseur Daniél Espinosa und Drehbuchautorin Maria Karlsson geschickt aufgebauten Handlungssträngen, die zusammen mit der Handkamera und den schnellen Schnitten ein gutes Tempo vorgeben. Vor allem ist dieser Film aber eine wohltuende Ausnahme inmitten der skandinavischen Thriller mit depressiven Kommissaren und düster-grauer Bildgestaltung. Die Polizei spielt kaum eine Rolle, jedes Milieu wird mit eigenen Farben gezeichnet. Es gibt es hier keine Ganovenehre, Freundschaft oder Vertrauen. Vielmehr ist jeder auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Insgesamt ist „Easy Money – Spür die Angst“ ein empfehlenswerter Thriller, der Lust auf die beiden Fortsetzungen macht.

Weitere Tipps findet ihr bei:

Der Cineast.de
Kino7.de
Filmtogo.net

Gewinnspiel
Zum Kinostart von „Der Eid“ werden drei Pakete mit jeweils einem Poster zu „Der Eid“, einer Kinofreikarte für „Der Eid“ und eine DVD von „101 Reykjavik“ verlost.

(c) Studiocanal

(c) Studiocanal

Der phlegmatische Hlynur lebt in den Tag hinein – und noch bei seiner Mutter. Als die lesbische Spanierin Lola seine Mutter für einige Tage besucht, ist es mit dem schönen Leben vorbei. Nach einem One-Night-Stand ist Lola schwanger und will das Kind gemeinsam mit Hlynurs Mutter aufziehen …
Das Regiedebüt des isländischen Schauspielers Baltasar Kormákur ist zugleich die Anti-Coming-of-Age-Geschichte eines Mannes, der sich weigert erwachsen zu werden, und das Porträt seiner Heimatstadt Reykjavik. Mehr infos unter: www.arthaus.de/101_reykjavik-arthaus_collection

Schreibt einfach bis zum 19. Februar 2017 eine Mail an norden@pureonline.de – dort werden die Gewinner ausgelost und benachrichtigt. Viel Glück!

media-monday-38

Media Monday #38

Schwierige Fragen beim Media Monday

1. Der beste Film mit Charlton Heston ist für mich „Bowling for Columbine“, weil ich die Begeisterung für Charlton Heston nie verstehen konnte und er sich sowie die NRA selbst entlarvt. 🙂 Auf dem zweiten Platz landet „Touch of Evil“, weil es einer seiner wenigen Filme ist, mit denen ich etwas anfangen kann.

2. Jim Jarmusch hat mit „Broken Flowers“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich Bill Murray in diesem Film einfach großartig finde – und die Balance zwischen Tragik und Komik sehr gelungen ist. Weiterlesen