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Zum DVD-Start von „Mandela“ – Fünf Blogs, ein Interview

(c) Senator Home Entertainment

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Seit „The Wire” schätze ich Idris Elba sehr. Als ich jedoch das erste Mal hörte, dass er Nelson Mandela spielen sollte, war ich skeptisch – er erschien mir schlichtweg zu groß und zu muskulös. Aber diese Skepsis war unbegründet, er spielt diese Rolle mit Bravour, auch der Film hat mir – trotz einiger Kritikpunkte – gut gefallen.

Anlässlich des DVD-Starts von „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ bekamen BloggerInnen die Möglichkeit, Regisseur Justin Chadwick eine Frage zu stellen, so dass im Ergebnis ein kurzes Interview entstehen sollte. Die Idee fand ich interessant, außerdem war ich sehr gespannt, welche Fragen letztlich zustande kommen. Hier ist nun das Ergebnis:

Die Antworten auf die ersten beiden Fragen findet ihr bei leselink.de und kino.tv, und hier ist meine Frage:

Ein Porträt von Nelson Mandela muss sehr viele Aspekte berücksichtigen – es gibt die Person Mandela, sein Leben als Politiker und den Mythos, der er geworden ist. Wie hast Du Dich dem überlebensgroßen Nelson Mandela genähert?

Justin Chadwick: Drehbuchautor William Nicholson und ich haben uns sorgsam einem ganzheitlichen Porträt genähert. Ich habe ein Storyboard von dem Film entwickelt, und wir haben sehr sorgfältig ausgewählt, was in den Film kommt und gedreht wird. Dabei haben wir versucht, so ökonomisch wie möglich vorzugehen und Entscheidungen vorab zu treffen.
Jeder weiß, dass Mandelas Leben sehr schnell war und eine Dynamik hatte, die ich in dem Film haben wollte. Aber letztendlich sollte es eine Verfilmung von seiner Autobiographie “A long walk the freedom” werden, die sich mit seinem privaten und politischen Leben von der Zeit seiner Präsidentschaft ist.

Weiter geht es mit Teil 4 bei Filmfutter und Teil 5 bei Die Nacht der lebenden Texte.

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Verschenkte Möglichkeiten – Über die Serie „Hannibal“

Es gibt Serien, bei denen klingt alles vielversprechend: die Namen der Beteiligten, die Geschichte und Kritikermeinungen aus den USA. Das trifft alles auf „Hannibal“ zu – sie ist mit Mads Mikkelsen, Hugh Dancy und Lawrence Fishburne namhaft besetzt, erzählt wird die Vorgeschichte des wohl berühmtesten Serienkillers der Popkultur und die Serie wurde von Bryan Fuller entwickelt, von dem „Heroes“ und „Pushing Daisies“ stammt. Leider kann er mit keiner Folge an diese Serien anknüpfen.

Eine Vorgeschichte voller Widersprüche

(c) Studiocanal

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In „Hannibal“ wird laut Produktion die Vorgeschichte zu Thomas Harris‘ Buch „Roter Drache“ erzählt, wenngleich es rein zeitlich eher die Vor-Vor-Vor-Geschichte ist, schließlich wollen sich die Serienmacher noch Platz für weitere Staffeln lassen. Dr. Hannibal Lecter (Mads Mikkelsen) ist ein angesehener Psychiater und wird vom Leiter der FBI-Einheit für Verhaltensanalyse, Jack Crawford (Lawrence Fishburne), auf Empfehlung von Dr. Alana Bloom (Caroline Dhavernas) angeheuert, sich um die Psyche von Will Graham (Hugh Dancy) zu kümmern. Graham ist zu nahezu umfassender Empathie fähig, daher kann er sich an Tatorten so in die Täter einfühlen, dass er deren Taten nacherlebt. Mit dieser Gabe – oder diesem Fluch – kann er eine äußerst wichtige Stütze bei den Ermittlungen sein, schließlich erlebt er die Tat aus Sicht des Mörders (damit wir das merken wird zu Beginn und am Ende seiner Episoden ein Pendel eingeblendet), zugleich droht aber beständig die Gefahr, dass er sich zu tief auf sie einlässt und daran zerbricht. Dennoch will Crawford nicht auf seine Hilfe verzichten, betont er doch wiederholt, dass Graham mit seiner Gabe Morde verhindern kann. Dass er dafür einen äußerst labilen Menschen diese Arbeit zutraut, ist eine der vielen Widersprüche, die man als Zuschauer hinnehmen muss. Ein weiterer ist beispielsweise, dass Hannibal Lecter allein auf eine Empfehlung hin eine nahezu ebenso wichtige Rolle spielt wie Graham und – obschon zuvor völlig unbekannt – Einsicht in vertrauliche Ermittlungen bekommt. Weiterlesen

(c) Edel

Kritik und Gewinnspiel: „Sebastian Bergman – Spuren des Todes 1“

(c) Rowohlt Polaris

(c) Rowohlt Polaris

Als ich Anfang des Jahres 2012 den Roman „Der Mann, der kein Mörder war“ von dem Autoren-Duo Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt las und besprach, äußerte ich die Vermutung, dass mir die Geschichte als TV-Serie besser gefallen würde als das Buch. Nun wurden die ersten beiden Bände der Reihe um den Psychologen Sebastian Bergman verfilmt und im ZDF ausgestrahlt, außerdem erscheint am 25. Oktober die DVD.

„Der Mann, der kein Mörder war“

Bergman (links) mit seinem Team (c) Edel:Motion

Bergman (links) mit seinem Team (c) Edel:Motion

Der erste Teil von „Sebastian Bergman – Spuren des Todes 1“ erzählt die Geschichte von „Der Mann, der kein Mörder war“. Ein Schüler ist in dem Heimatort des Kriminalpsychologen Sebastian Bergman (Rolf Lassgård) ermordet worden, das Team um Kommissar Torkel Höglund (Tomas Laustiolahandelt) soll den Fall aufklären. Einst haben sie zusammengearbeitet, dann aber den Kontakt verloren – außerdem ist Bergman mittlerweile eher für seine Frauengeschichte und sein unmögliches Verhalten bekannt. Doch er ist in Västerås, um die Hinterlassenschaft seiner Mutter zu ordnen, und bietet deshalb seine Hilfe an. Torkel braucht Unterstützung, also gibt er Sebastian eine weitere Chance – wenngleich sein Team wenig davon hält. Weiterlesen

(c) Planet Media Home Entertainment

„The Paperboy“ oder: Wie aus einem famosen Roman ein schwüles B-Movie wurde

Was hat sich Lee Daniels nur dabei gedacht? Diese Frage habe ich mir im Verlauf dieses Films mehr als einmal gestellt – und eine eindeutige Antwort habe ich bis heute nicht gefunden. Lee Daniels‘ Adaption von Pete Dexters „Paperboy“ ist ein schwüler, hitziger Southern-Gothic-Film geworden, in dem vor allem die unterdrückten sexuellen Leidenschaften der Figuren dargelegt werden. Von dem Geflecht aus Journalismus, Wahrheit und Rassismus aus Pete Dexters Roman ist dabei aber nur wenig übriggeblieben.

Ward Jensen und Yadley Archman (c) Planet Media Home Entertainment

Roman wie Film spielen im Jahre 1969 in der Kleinstadt Lately im Moat County, Florida. Vor vier Jahren wurde Sheriff Thurmond Call ermordet und Hillary van Wetter (John Cusack) als Täter zum Tode verurteilt. Nun tauchen die Journalisten Yardley Acheman (David Oyelowo) und Ward Jansen (Matthew McConaughey) auf, um einigen Ungereimtheiten des Falls nachzugehen. Ward kommt aus Lately, sein Vater W.W. (Scott Glenn) und sein jüngerer Bruder Jack (Zac Efron) wohnen dort noch. Also kann er sich zumindest auf Jacks Hilfe verlassen. Zu den Journalisten stößt außerdem noch Charlotte Bless (Nicole Kidman), eine verblassende Südstaaten-Schönheit mit einer Vorliebe für Häftlinge, die mit Hillary verlobt ist und an seine Unschuld glaubt. Im Vergleich zum Roman gibt es nun im Film eine Reihe Umdeutungen, die sich letztlich auf die gesamte Rezeption auswirkt. Weiterlesen

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Kritik und Verlosung zu „Der Blender – The Imposter“

Im Jahr 1994 verschwindet der 13-jährige Nicholas Barclay auf dem Rückweg vom Basketball spielen spurlos. Die Familie sucht den Jungen vergebens – dann erhält sie drei Jahre später einen Anruf: Der vermisste Nicholas wurde in Spanien gefunden. Mit einem Zusammenschnitt der wichtigsten Ereignisse beginnt Bart Layton seine eindrucksvolle Dokumentation „The Imposter“, in der er mittels der Geschichte eines Betrügers über Manipulationen erzählt.

Von Frédéric zu Nicholas

Im Heim (c) Ascot Elite Home

Von Anfang an weiß der Zuschauer, dass der gefundene Junge tatsächlich der damals 23-jährige Frédéric Bourdin ist, ein Betrüger und Identitätsdieb. Er hat Polizisten, Richter, und Botschafter manipuliert, indem er zunächst sein wahres Alter verschleierte, sich als schwer traumatisiertes Verbrechensopfer darstellte und dann eine vermeintlich passende Identität suchte. Schließlich gelingt es ihm sogar, die Familie von Nicholas zu täuschen – obwohl der dunkelhaarige und braunäugige Frédéric mit dem blonden und blauäugigen Nicholas kaum Ähnlichkeit hat. Notdürftig färbte er sich die Haare, trug meist eine Sonnenbrille und ließ sich die Tätowierungen machen, die auch Nicholas hatte. Doch selbst Frédéric ist überzeugt, dass die Ähnlichkeit zu gering ist. Weiterlesen

(c) UPHE

Die BBC-Serie „Call the Midwife – Ruf des Lebens“

Jenny Lee mit den Nonnen (c) UPHE

Eigentlich dachte die 22-jährige Krankenschwester und Hebamme Jenny Lee (Jessica Raine), sie würde im Londoner East End der 1950er Jahre eine Stelle in einem kleinen privaten Krankenhaus antreten. Stattdessen landet sie in einem Kloster, in dem die Frauen des Viertels Geburtshilfe und Unterstützung bekommen. Da sie selbst vom Land kommt, ist das Leben dort anfangs ein Schock für sie: kleine beengte Wohnungen, mit teilweise erschreckenden hygienischen Verhältnissen, und bei den meisten Frauen folgt eine Schwangerschaft auf die andere. Aber Jenny Lee beißt sich durch – und entdeckt die liebenswerten Seiten ihres neuen Lebens.

Beengte Wohnungen im East End (c) UPHE

Basierend auf den Erinnerungen von Jennifer Worth erzählt die BBC-Serie „Call the Midwife – Ruf des Lebens“ von dem Leben im Londoner East End Ende der 1950er Jahren und überzeugt vor allem mit ihrem Produktionsdesign. Die Kulissen, die Kleidung und jedes Detail passen perfekt und lassen die Atmosphäre jener Jahre sehr spürbar werden. Hinzu kommt die Handlung: In jeder Episode der Serie wird eine in der Regel abgeschlossene Geschichte erzählt, die ein Schlaglicht auf die Probleme der damaligen Zeit wirft. Dazu gehören dicht aufeinanderfolgende Schwangerschaften, die Gefahr einer Schwangerschaftsvergiftung, Prostitution und falsche Vaterschaften. Aber es werden auch die Errungenschaften des National Health System herausgestellt, die vielen Frauen das Leben retteten. Zumeist sind die erzählten Geschichten rührend und entlarven eher nebenbei die Zustände der Zeit. Dabei ragt insbesondere die Episode „We are Family“ („Geschwisterliebe“) heraus, die von der Liebe zwischen einem Bruder und seiner Schwester handelt. Anstatt einer standardisierten Inzest-Story wird hier von dem Leben zweier Waisenkinder erzählt, die immer nur sich selbst hatten. Bei aller Dramatik im Plot behält die Serie aber stets einen leichten Erzählton bei, der sie unterhaltsam macht – und zudem verhindert, dass sie allzu sehr in Kitsch abdriftet. Weiterlesen

(c) Edel

Die dritte Staffel von „Kommissarin Lund” – Eine großartige Serie, ein schlimmes Ende und die DVD-Box

Fassungslos saß ich am Ende der letzten Folge der großartigen Serie „Kommissarin Lund“ vor dem Fernseher. Dreißig Folgen – drei Staffeln lang – war Sarah Lund (Sofie Gråbøl) eine famose Ermittlerin mit Macken und Stärken. Sie wurde als Figur sehr gut entwickelt, einzig ihr Pullover blieb in den Folgen immer gleich. Sie hat ihre Partner überlebt, mehrere Trennungen durchgemacht und sogar ertragen, dass sich ihr Sohn von ihr distanziert. Und dann wählen die Serienmacher das schlimmste aller möglichen Enden.

Vorweg: Eine starke dritte Staffel

Noch vereint: Robert Zeuthen (Anders W. Berthelsen) mit seinen Kindern

Über neun Folgen lang bot die dritte Staffel von „Kommissarin Lund“ fast alle Stärken der ersten Staffel: einen spannenden Fall, Verwicklungen in der Politik und – eine sehr gute Entscheidung – in die Wirtschaft. Dadurch wurde der Bogen weiter gespannt als bei der schwachen zweiten Staffel, die unter der zu frühen Preisgabe des Täters gelitten hat. (Oder hatte da jemand noch Zweifel, nach (SPOILER) der Name genannt wurde?) Außerdem hat Sarah Lund erstmals die Möglichkeit, ein Opfer zu retten: Die Tochter des reichen Robert Zeuthen (famos: Anders W. Berthelsen) wurde entführt. Der Entführer verlangt, dass Robert Zeuthen selbst festlegen soll, welche Schuld er für seine Tochter begleichen will. Und in Zeiten einer Finanzkrise denkt vorerst außer dem Zuschauer keiner daran, dass es ihm um etwas anderes als Geld gehen könnte. Dadurch entspinnt sich schätzungsweise 555 Minuten lange spannende Unterhaltung, die wieder einmal beweist, warum „Kommissarin Lund“ eine gute Krimiserie ist. Weiterlesen

(c) Edel

DVD-Kritik: Arne Dahl – Vol. 1 („Misterioso“, „Böses Blut“ und „Falsche Opfer“)

Die A-Grippe (c) Edel

Seit 1998 schreibt der Autor und Literaturwissenschaftler Jan Lennart Arnald unter dem Psyeudonym Arne Dahl sehr erfolgreich Kriminalromane. Mittlerweile sind neun seiner zehnbändigen Reihe über das A-Team in deutscher Übersetzung erschienen, der zehnte und abschließende Teil „Bußestunde“ wird am 14. Mai 2013 bei Piper erscheinen. Als Leserin der ersten Stunde hatte ich mich sehr darüber gefreut, dass diese Reihe verfilmt wird. Denn meines Erachtens bieten die Romane mit ihren packenden Storys und vielschichtigem Figurenarsenal eine hervorragende Ausgangsbasis für eine Verfilmung, die nach Vorbild der Kommissar-Beck-Reihe eine eigenständige Adaption darstellen könnte. Weiterlesen

(c) Liebeskind

„Paperboy“ von Pete Dexter

„Mein Bruder Ward war einmal berühmt.“ Mit diesem Satz beginnt Pete Dexters „Paperboy“ und er gibt sogleich den Tenor vor: Hier wird von einem erzählt, dessen Ruhm nicht dauerhaft war. Von Anfang an steuert Pete Dexters „Paperboy“ daher auf einen Abgrund zu, dessen Ausmaß sich lange lediglich erahnen lässt, aber stets im Hintergrund zu spüren ist. Dabei ist „Paperboy“ zugleich eine Parabel über das Zeitungswesen und das Verbrechen.

(c) Liebeskind

Zwei Journalisten und ein Kriminalfall
Nachdem er sein Schwimm-Stipendium verloren hat, ist Jack James – der Erzähler von „Paperboy“ – von der Universität geflogen und ins heimatliche Lately, Florida zurückgekehrt. Es ist das Jahr 1969 und Jack weiß nicht recht, was er mit seinem Leben anfangen soll. Also verdingt er sich als Fahrer für die Zeitungen seines Vaters W.W. Sein Bruder Ward arbeitet hingegen als Reporter für die Miami Times und hat einige Aufmerksamkeit für einen Artikel über einen Flugzeugabsturz erhalten, den er mit seinem Kollegen Yardley Achman zusammen geschrieben hat. Es heißt, Ward habe die exakten Recherchen und genauen Analysen beigesteuert, während Yardley Achman den schillernden Schreibstil habe. Für Familie James ist Ward nunmehr der Hoffnungsträger, der die liberale Familienzeitung eines Tages fortführen könnte.

Dann kehrt Ward nach Lately zurück, um sich einen vier Jahre zurückliegenden Fall noch einmal anzusehen. Weiterlesen

(c) Universum Home

DVD-Kritik: „Fire with Fire“

Jeremy (Josh Duhamel) (c) Universum Home

Der großspurige Feuerwehrmann Jeremy (Josh Duhamel) rettet aus einer brennenden Bar schnell noch eine Kiste teuren Scotch und flirtet mit einer vollbusigen Brünetten, bevor er mit seinen Kollegen einen geruhsamen Abend verbringen will. Doch dann wird der Laden, in dem er kurz ein paar Knabbereien kaufen will, überfallen. Der Ladenbesitzer und sein Sohn werden von dem Gangster David Hagan (Vincent D’Onofrio) erschossen, Jeremy kann fliehen. Er ist entschlossen, Hagan ins Gefängnis zu bringen – und dafür braucht die Polizei (u.a. Bruce Willis) seine Aussage. Aber Hagan ist sehr gefährlich, also kommt Jeremy ins Zeugenschutzprogramm – und wird in den acht Monaten, die er auf den Prozessbeginn warten muss, fast zu einem anderen Menschen. Er verliebt sich in US Marshal Talia Durham (Rosario Dawson) und plant mit ihr eine gemeinsame Zukunft. Aber Hagans Männer haben ihn schon aufgespürt, verletzten seine Freundin und zeigen ihm alle ein für allemal, dass sie ihm auf den Fersen sind. Aber Jeremy lässt sich das nicht bieten und startet einen blutigen Rachefeldzug gegen Hagan.

(c) Universum Home

„Fire with Fire“ könnte ein einfacher, aber unterhaltsamer Rachethriller sein, wären da nicht die Logiklücken im Drehbuch und der beständige Versuch von Regisseur David Barrett, aus Jeremy tatsächlich einen Helden zu machen. Ein Held bräuchte allerdings edelmütigere Motive als Jeremy, der in hölzernen Dialogen stets betont, dass er ja nur die Menschen beschütze wolle, die er liebe. Deshalb werden Jeremy beständig neue Gründe für seinen Rachefeldzug gegeben: Erst will er seine Freundin retten, dann seinen Kollegen rächen und schließlich seine Freunde beschützen. Auf die Idee, dass es zu dem Töten Alternativen gäbe, kommen weder er noch wird es im Drehbuch auch nur angerissen. Vielmehr wird mit schwülstiger Musik unterlegt gezeigt, wie er sich das Blut unter der Dusche abwäscht. Weiterlesen