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Von „Road Dogs“ bis zu „Wanderer der Nacht“– Meine Urlaubsbücher 2012

Zwei Wochen Urlaub an der Ostsee bedeuteten für mich vor allem viel Zeit zum Lesen. Zu einigen Büchern werde ich noch etwas längere Besprechungen schreiben, aber vorab schon einmal einige Anmerkungen zu den gelesenen Büchern (in Lese-Reihenfolge):

Sofi Oksanen: Fegefeuer
Ein packender Roman über die Geschichte Estlands, gespiegelt im Schicksal zweier Frauen. Eine Besprechung folgt.

Elmore Leonard: Road Dogs
Die Fortsetzung von „Out of Sight“ erzählt die Geschichte des Bankräubers Jack Foley weiter, bleibt aber hinter dem ersten Teil zurück. Auch hier folgt im Rahmen meiner Elmore-Leonard-Reihe ein ausführlicherer Beitrag.

(c) Pantheon Verlag

Andrea Böhm: Gott und die Krokodile. Eine Reise durch den Kongo
Ein Buch, das ich schon lange lesen wollte, da ich mich sehr für Afrika im Allgemeinen und den Kongo im Besonderen interessiere. „Gott und die Krokodile“ ist ein Reportagebuch, in dem Andrea Böhm ein sympathisches und kritisches Porträt des Landes zeichnet, in dem „se débrouiller“ – sich durchwursteln – das Lebensmotto der Bewohner ist. Sehr schön verknüpft Andrea Böhm ihre Porträts und Geschichten mit der Historie, auch wenn ich mir mitunter etwas mehr Prägnanz gewünscht hätte. Aber zweifellos ein Buch, das sich gerade für eine erste Begegnung mit dem Land sehr gut eignet.

Pétur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Ebenfalls ein Buch, das schon sehr lange in meinem Regal lag. In „punkt punkt komma strich“ erinnert sich Pétur Gunnarssons episodenhaft an seine Kindheit in Island und zeichnet ein sehr genaues Bild des Landes in der Zeit um und nach dem Zweiten Weltkrieg. Voller Witz, Ironie und Lakonie ist dieses Buch ein sprachliches Meisterwerk, aus dem ich meinem Mann immer wieder Sätze vorgelesen habe – und auf dessen Fortsetzung ich mich freue.

Uta-Maria Heim: Feierabend
Diesen Kriminalroman habe ich auf der KrimiZeit-Bestenliste entdeckt und da ich immer auf der Suche nach guten deutschsprachigen Kriminalromanen bin auch gekauft. Allerdings hat mich das Buch letztlich nicht begeistert. Weiterlesen

Oscar 2012 – Die Nominierungen

©A.M.P.A.S.

Viel wurde über die Anzahl der nominierten Filme in diesem Jahr spekuliert – aber mit neun Kandidaten hat keiner gerechnet. Deshalb war es auch eine schöne Überraschung, als sich bei der Bekanntgabe der Nominierungen von Jennifer Lawrence und Academy-Präsident Tom Sherak das „Best Picture“-Logo umdrehte und mit „Extremley Loud & Incredibly Close“ den neunten nominierten Film verkündete.

Gefreut habe ich mich vor allem aber die Nominierungen von „Tinker Tailor Soldier Spy“ für das beste adaptierte Drehbuch, die beste Musik und Gary Oldman als bester Hauptdarsteller. Dass „Drive“ lediglich für Sound Mixing nominiert wird – nun ja, wenigstens Alberts Brooks hätte ich gerne unter den besten Nebendarstellern gesehen.

Hier ein Überblick über alle Nominierungen: Weiterlesen

BAFTA 2012 – Die Nominierungen

(c) BAFTA

Einen Tag nach der Verleihung der Golden Globes hat die British Academy of Film and Television Arts die Nominierungen für die Orange British Academy Film Awards (BAFTA) bekanntgegeben. Mit 12 Nominierungen führt „The Artist“ die Liste an, dahinter folgen „Tinker Tailor Soldier Spy“ mit elf und „Hugo“ mit neun Nominierungen. „My Week with Marilyn“ wurde sechsmal, „The Help“ und „War Horse“ wurden jeweils fünfmal nominiert. Persönlich freue ich mich über die Nominierungen für „Drive“, wenngleich ich nicht nachvollziehen kann, warum Carey Mulligan, aber nicht Ryan Gosling nominiert wurde. Außerdem hat auch Gary Oldman für „Tinker Tailor Soldier Spy“ die erhoffte Nominierung bekommen, der meines Erachtens bisher zu wenig Aufmerksamkeit bei den nordamerikanischen Preisen erhalten hat.

Die Nominierungen im Überblick: Weiterlesen

Critics Choice Awards 2012 – „The Artist“ und „The Help“ sind die Gewinner des Abends

(c) BFCS

Zum 17. Mal haben die 250 Mitglieder der Broadcast Film Critics Association (BFCA) die Critics Choice Awards vergeben – und „The Artist“ ist mit vier Auszeichnungen, darunter als bester Film und für die beste Regie, der große Gewinner. Außerdem heißt die Gewinnerin der Kategorie der besten Schauspielerin nicht Meryl Streep oder Michelle Williams, sondern Viola Davis. Sie wurde ebenso wie ihre Kollegin Octavia Spencer für „The Help“ ausgezeichnet. Nachdem er sieben Mal leer ausgegangen ist, wurde auch George Clooney gestern Abend erstmals mit einen Critics Choice Award geehrt. Er erhielt den Preis als bester Hauptdarsteller für „The Descendants“. Bester Nebendarsteller wurde Christoph Plummer für seine Rolle in „Beginners“. Und immerhin einen Preis gab es auch für „Drive“. Als bester Actionfilm – nun ja … Weiterlesen

Golden Globes 2012 – Die Nominierungen

(c) HFPA

Jedes Jahr gelingt es der Hollywood Foreign Press Association (HFPA), mit ihren Nominierungen für einige Überraschungen zu sorgen. Sicherlich habe die Unmuts- und Begeisterungsbekundungen für die Entscheidungen immer etwas mit persönlichen Geschmack zu tun. Aber muss man – nur um Stars in die Show zu bekommen – Madonna den Vorzug vor den „Muppets“ geben? Abgesehen davon scheinen die Auslandskritiker tatsächlich ein großes Faible für George Clooneys Politdrama „The Ides of March“ zu haben, das fünfmal nominiert wurde, darunter als bester Film, für die beste Regie und bester Hauptdarsteller (Ryan Gosling). Dabei ist es schon überraschend, dass Gosling nicht für „Drive“ nominiert wurde. Aber immerhin kann sich nun Albert Brooks über eine Nominierung freuen – wenn er schon gestern bei den SAG-Awards übersehen wurde.

Die Film-Nominierungen im Überblick: Weiterlesen

Die Nominierungen für den Critics Choice Award

(c) BFCS

Gestern hat auch die Broadcast Film Critics Society (BFCS) die Nominierungen für die Critics Choice Awards bekanntgegeben. Annähernd 200 Filmkritiker aus den USA und Kanada sind hier Mitglied, so dass diese Preise ein erster wichtiger Wegweiser für die kommenden Golden Globes und Oscars sind. Mit jeweils elf Nominierungen untermauern „The Artist“ und „Hugo“ die letzten Erfolge bei den Kritikerpreise. Weitaus spannender finde ich, dass „Drive“ ebenfalls zehnmal nominiert wurde.

In den Schauspielkategorien werden sechs Darsteller nominiert, also einer mehr als bei den Oscars. Mittlerweile gibt es hier einige Favoriten – auf eine Nominierung: Meryl Streep wird wohl dabei sein, ebenfalls Viola Davis und Michelle Williams. Bei den Schauspielern sieht es derzeit gut aus für Bradt Pitt, Leonardo DiCaprio und George Clooney. Hier ist aber weitaus spannender, wer nicht nominiert wurde. So spielt Glenn Close bislang keine Rolle, obwohl sie für ihre Leistung in „Albert Nobbs“ von vielen schon als Favoritin gesehen wurde – und auch Gary Oldman mit „Tinker, Tailor, Soldier, Spy“ nicht. Stattdessen rücken Charlize Theron („Young Adult“) und Elizabeth Olsen („Martha Marcy May Marlene“) sowie Michael Fassbender („Shame“) und Ryan Gosling („Driver“) in den erweiterten Favoritenkreis. Erstaunlich gut schlägt sich auch weiterhin „Bridesmaids“. Die Verleihung findet am 12. Januar 2012 statt.

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„Drive“ – Starttermin und Trailer

Der deutsche Starttermin für „Drive“ ist der 26. Januar 2012. Der Thriller basiert auf dem im Zeilenkino vorgestellten Roman „Driver“ von James Sallis – und ich bin schon sehr gespannt, wie der Film ist. Immerhin wurde Nicolas Winding Refn für diesen Film in Cannes als bester Regisseur ausgezeichnet und auch die Besetzung ist mit Ryan Gosling, Christina Hendricks, Albert Brooks und Carey Mulligan durchaus vielversprechend.

Der Film erzählt die Geschichte eines des Stuntman Driver (Ryan Gosling), der nachts als Fluchtfahrer für die Unterwelt arbeitet. Er gehört zu den Besten und wurde bislang noch nicht geschnappt. Dann verliebt er sich seine neue Nachbarin Irene (Carey Mulligan) und lässt sich von ihrem frisch aus dem Gefängnis entlassenen Ehemann (Oscar Isaac) zu einem todsicheren Coup überrende. Und wenig später ist er zur Zielscheibe einiger der gefährlichsten Kriminellen von Los Angeles geworden …

Der Trailer macht ebenfalls Lust auf den Film:

Toronto Film Festival 2011 – George Clooney, Madonna und Brad Pitt werden erwartet

(c) tiff

Das internationale Filmfestival von Toronto hat sich in den letzten Jahren den Ruf erworben, das hier die ersten Oscar-Favoriten zu sehen sind. „Slumdog Millionaire“ lief in Toronto, „Up in the Air“ feierte hier die ersten Erfolge und im letzten Jahr gewann „The King’s Speech“ den Publikumspreis in Toronto – und den Oscar als besten Film. Daher werden die Teilnehmer des Toronto International Film Festival (TIFF) sehr aufmerksam beäugt – und diesem Jahr werden gleich eine ganze Reihe von potentiellen Oscar-Filmen dort laufen. Unter den ersten 50 Filmen, die bekanntgegeben wurden, sind George Clooneys „The Ides of March“, der auch als Eröffnungsfilm in Venedig laufen wird, David Cronenbergs „A Dangerous Method“ und Madonnas „W.E.“., der die Weinstein Company als Distributoren hat, die im letzten Jahr „The King’s Speech“ ins Kino – und nach Meinung einiger Blogger auch zum Oscar – brachten. Außerdem wird auch „Moneyball“ mit Brad Pitt in Toronto zu sehen sein. Als Independentfilm habe ich ein besonderes Auge auf „Take this Waltz“ von Sarah Polley, der mit Michelle Williams, Seth Rogen und Luke Kirby interessant besetzt ist. Und sehr gespannt bin ich persönlich auf Alexander Paynes „The Descendents“. Daneben gibt es ein Wiedersehen mit Filmen, die bereits erfolgreich bei anderen Festivals gelaufen sind: aus Cannes „The Artist“, „Drive“, „We Need To Talk About Kevin“ und „Melancholia“, vom Sundance Festival „Martha Marcy May Marlene“, „Tyrannosaur“ und „Take Shelter“ und aus Berlin „Coriolanus“.

Hier sind alle Filme im Überblick: Weiterlesen