Sehliste – Filmfest München

Sonderausgabe! Einige Kritiken zu den gesehenen Filmen werden zwar noch folgen, aber hier schon einmal meine Liste zu den Filmen, die ich mir beim Filmfest München angeschaut habe.

Magician: The Life and Work of Orson Welles
Eine konventionelle Fernsehdoku, die nichts Neues zu sagen hat und dem Werk und Schaffen Orson Welles lediglich Ansätze abgewinnt.

Meet me in Montenegro
Eine Indie-Komödie über die wahre Begegnung zwischen Regisseur und Hauptdarstellerin, bei der die Geschichte hinter dem Film charmanter als der fertige Film ist.

Actress
Robert Greene erzählt aus dem Leben von Brandy Burre („The Wire“)

Heavon knows what
Ein sehr anstrengender, autobiographischer Film über Heroinsucht.

Alias Maria
Fast dokumentarisch wirkendes Drama über eine Kindersoldatin in Kolumbien, die exemplarisch für alle Frauen in diesem seit Jahrzehnten andauernden Krieg steht.

Extraordinary Tales
Fünf Kurzgeschichten von Edgar Allen Poe in fünf stilistisch verschiedenen Episoden verfilmt – selten war „Die Grube und das Pendel“ gruseliger.

The Great Invisible
Dokumentarfilm über die Folgen der Explosion der Deep Horizon Plattform und die Bedeutung der Ölindustrie in den USA. Interessant und aufschlussreich.

Stray Dogs
Debra Garnik erzählt in ihrem hervorragenden Dokumentarfilm von dem Leben in den USA – sehr sehenswert

The Falling
Mein Lieblingsfilm des diesjährigen Filmfests München – betörend schön fotografiert, unheimlich brillant erzählt. Dieses Drama über junge Mädchen gehört ins Kino!

Die Kleinen und die Bösen
Dieser Film hätte richtig böse werden können, wenn seine Figuren und seine Geschichte nicht beständig aufgeweicht worden wären.

Schau mich nicht so an
Ein interessantes Debüt, das leider im letzten Drittel völlig zerfällt – aber große Hoffnungen auf die nachfolgenden Filme macht.

Der letzte Wolf
Ein furchtbarer Film eines altgedienten Regisseurs, der große Befürchtungen vor seinen folgenden Filmen weckt.

Dope
Sehr lustiger Film über einen Nerd in Los Angeles, der unfreiwillig und zufällig ins Drogengeschäft verwickelt wird – und ein wenig Sozialkritik gibt es noch dazu.

The D-Train
Ist das genaue Gegenteil von „Dope“: ein unerträglicher Film mit lieblosen Figuren und wenig Ideen.

Babai
Großes sozialrealistisches Kino aus Deutschland.

Going Clear: Sciencetology and the prison of belief
Sehenswerter Dokumentarfilm über die Sekte, in der Alex Gibney ihrem Erfolg nachspürt – aber letztlich auch nicht jede Frage beantworten kann.

Anime Nere
Eine Mafiageschichte als Ausgangspunkt für ein Familiendrama ist eine interessante Idee, die in diesem Film konsequent und mit gnadenlosem Schlusspunkt umgesetzt wird.

La French
Ein zu langer französischer Drogenthriller, dessen Geschichte sehr viel Potential bietet, das aber von Cédric Jimenenz verschenkt wird. Es gibt ja Filme, da vermute ich, das Budget war zu groß – dieses hier ist einer davon.

Key House Mirror
Mein dänischer Lieblingsregisseur Michael Noer kann auch Drama!

The Overnight
Eine überraschende, tolle Indie-Komödie aus den USA, in der erwachsene Menschen erwachsene Probleme haben dürfen und damit erwachsen umgehen.

La résistance de l’air
Fred Grivois ist ein Name, den ich mir definitiv merken werde, denn dieser Film hat mir sehr große Hoffnungen für den französischen Thriller gemacht.

Arabian Nights Volume I, The Restless One
Nach dem Film sagte Miguel Gomes, dieser Auftrag seiner Trilogie sei der schwächste der drei Teile. Nun ja.

Her er Harold
Nachdem sein Möbelgeschäft pleite gegangen ist, will Harold IKEA-Gründer Kamprad kidnappen – eine lustige Ausgangsidee, aus der etwas zu wenig gemacht wird.

Nude Area
Urszula Antoniaks Film über zwei 15-jährige Mädchen kommt ohne Ton aus und erzählt nur mit in großartigen Bildern von der Liebe und Macht.

Arabian Nights Volume 2, The Desolate One
Tatsächlich besser als Volume 1, aber vollends überzeugt hat mich auch dieser Teil nicht.

Outside the box
Mein zweiter Lieblingsfilm des Filmfests München: eine bissige Business-Satire im Westernformat – und noch dazu werde ich „daylight finishing“ in meinen Wortschatz aufnehmen.

Louder than bombs
Dass Joachim Trier Filme drehen kann, beweist er auch in diesem Film. Dennoch ist „Louder than bombs“ für seine Geschichte erstaunlich wenig berührend, fast meint man, er habe sich an seinen vielen Figuren verhoben.

Arabian Nights, Volume 3: The Enchanted One
Auch der dritte Teil konnte mich nicht wirklich überzeugen, mir ist Gomes’ Film zu lang, strukturell zu schwach und zu viel Behauptung.

Sunrise
Gelungenes Neo-Noir-Seelendrama aus Indien

Alki Alki
Ein anstrengender Film, der sich konsequent auf den Alkoholsüchtigen und seine Sucht konzentriert.

Nightsession
Ein Dokumentarfilm über vier Skatboarder aus München, der trotz seines minimalistischen Konzepts gut funktioniert.

True Story – Spiel um Macht
Tolle erste Bilder, doch danach wird der Film kontinuierlich schwächer.

Und wer vom Filmfest München noch nicht genug hat: Hier mein Abschlussbericht.

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