Archiv der Kategorie: Bücher

Amerika und Afrika – Über „Americanah“ und „Nairobi Heat“

(c) Transit Verlag

Was bedeutet es, schwarz zu sein? In dem großartigen Roman „Americanah“ erzählt Chimamanda Ngozi Adichie von der Nigerianerin Ifemelu, die in die USA geht und dort zum ersten Mal erfährt, was es bedeutet, schwarz zu sein, in einer Welt, in der weiße Haut das Ideal und erstrebenswerte Ziel ist. In dem Moment, in dem sie in den USA ankommt, spürt sie, dass fortan nicht mehr wie in Nigeria die Klasse über ihr Fortkommen entscheidet, sondern die Rasse. Ifemelu – und mit ihr der Leser – erlebt die Allgegenwärtigkeit einer Hautfarbe, die jede Fremd- und bald auch schon Selbstwahrnehmung bestimmt – … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Bücher, Kriminalliteratur | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Lesefreude: „Ein paar Tage Licht“ von Oliver Bottini

(c) Dumont

Heute ist Welttag des Buches und wie bereits im letzten Jahr nehme ich an der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ teil, die von den Buchbloggerinnen Christina (Pudelsmützes Bücherwelten) und Dagmar (GeschichtenAgentin) ins Leben gerufen wurde. Und Lesefreude verschenke ich mit einem großartigen Kriminalroman von einem der besten deutschsprachigen Krimiautoren. Meine erste Begegnung mit Oliver Bottini fand im Urlaub an der Ostsee statt, den ich mit einer Freundin vor allem lesend und faulenzend verbringen wollte. Als erstes Buch griff ich zu „Im Sommer der Mörder“, das ich beim Stöbern in einer Buchhandlung entdeckt hatte und mir aufgrund des Klappentextes gekauft habe. Beim … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Bücher, Kriminalliteratur, Neulich im ... | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 29 Kommentare

Krimi-Kritik: „30 Keller“ von Stephan Kaluza

(c) FVA

Meisner ist reich, egozentrisch und skrupellos. Er genießt die Macht, die er über andere hat, ist stolz auf seinen Aufstieg, den er in erster Linie sich selbst und seiner Gewissenlosigkeit zu verdanken hat, und seinen Platz unter den reichsten Männern der Welt. Am Vorabend einer Operation geschieht jedoch etwas Unerwartetes: Sein angeblich nicht zu knackendes Sicherheitssystem wird überwunden und er wird entführt. Als er in einem abgeschiedenen Kellerraum aufwacht, dessen Wände sich zu bewegen scheinen, will Meisner das Problem wie üblich mit der Zahlung von Lösegeld beseitigen. Doch schon bald wird ihm klar, dass er nicht Opfer einer üblichen Entführung … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Bücher, Kriminalliteratur | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Krimi-Kritik: „Hinterher ist man immer tot“ von Eoin Colfer

(c) List

„Der großartige Elmore Leonard hat gesagt, man sollte eine Geschichte niemals mit dem Wetter anfangen lassen. Das ist schön und gut – und leicht gesagt. Ihre Anhänger werden es sich brav in ihre Moleskine-Notizbücher geschrieben haben. Trotzdem beginnt eine Geschichte manchmal mit dem Wetter, und dann ist ihr scheißegal, was irgendein Genre-Genie empfiehlt, auch wenn es sich um den großen EL handelt. Fängt also alles mit dem Wetter an, so sollte es auch am Anfang stehen, sonst dröselt sich alles auf, die Einzelteile fliegen einem nur so um die Ohren, und man hat keine Ahnung mehr, wie man sie zusammenbekommt.“ … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Bücher, Kriminalliteratur | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Krimi-Kritik: „Unruhe“ von Jesper Stein

(c)  Kiepenheuer & Witsch

„Ich bin achtundreißig, geschieden, ich habe eine fünfjährige Tochter. Ich habe eines der am häufigsten durchgecheckten Herzen auf der Welt. Und ich habe panische Angst zu sterben“, sagt Kommissar Axel Steen eines Morgens zu sich selbst. Er ist Mordermittler bei der Kopenhagener Polizei, hat bei seinen Vorgesetzten aufgrund seines oftmals eigenmächtigen Handelns sämtlichen Kredit verspielt – sofern er jemals welchen hatte. Aber „(e)r wusste, er meckerte zu viel und beschwerte sich zu oft, nahm Abzweigungen vom Dienstweg, die jeglicher Rechtsgrundlage entbehrten. Seine Personalakte war voll von Dienstaufsichtsbeschwerden – eingereicht sowohl von Kriminellen, die behaupten, sie seien bedroht worden, als auch … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Bücher, Kriminalliteratur, Skandinavisches | Verschlagwortet mit , , , , , , | 3 Kommentare

„Philomena“ – Vom Buch zum Film

(c) Ullstein

Bereits vor einigen Wochen habe ich in einer Pressevorführung Stephen Frys Film „Philomena“ gesehen, der mir nicht nur wegen Hauptdarstellerin Judi Dench, sondern vor allem aufgrund des Drehbuchs gut gefallen hat: Steve Coogan und Jeff Pope ist es nämlich gelungen, die wahre Geschichte einer jungen Frau, die ungewollt schwanger wird und aufgrund der schmutzigen Aktivitäten der katholischen Kirche in Irland ihr Kind verliert, ohne falsche Melodramatik und Kitsch zu erzählen. Ihr Drehbuch basiert auf dem Buch des Journalisten Martin Sixsmith (im Film gespielt von Steve Coogan), deshalb habe ich mich sehr gefreut, als mir der Ullstein Verlag ein Rezensionsexemplar des … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Bücher, Filme, Im Blickpunkt | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Gelesen – Januar 2014

Foto

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon längst veröffentlicht haben, aber seit Ende Januar habe ich mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Deshalb herrschte im Zeilenkino auch über zwei Wochen Ruhe. Doch nun geht es mir langsam wieder besser und deshalb starte ich einfach mitten im Februar mit dieser neuen Reihe, in der ich kurz zusammenfasse, welche Bücher im Monat gelesen habe. David Peace: „1974“ Markus Zusak: „Die Bücherdiebin“ Ein sehr spannender und berührender Jugendroman, der sich sehr gut lesen lässt. Die Verfilmung startet am 13. März in den Kinos. Heinrich Steinfest: „Das himmlische Kind“ Heinrich Steinfests Abkehr von Kriminalroman – … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Bücher, Neulich im ... | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar