Kategorie-Archiv: Bücher

Krimi-Kritik: „Gun Street Girl“ von Adrian McKinty

Zugegeben: Ich war skeptisch angesichts des vierten Teils der Sean-Duffy-Reihe von Adrian McKinty. Zum einen war diese Reihe mal als Trilogie angekündigt und der gesamte Aufbau lief auf drei Teile hinaus. Und zum anderen hatte McKinty in „Die verlorenen Schwestern“ ein hervorragendes Schlussbild gefunden. Darüber sprach ich sogar mit ihm im Interview – und er […]

Krimi-Kritik: „Power Play“ von Mike Nicol

Nachdem Mike Nicol seine „Rache“-Trilogie abgeschlossen hat, nutzt er nun eine Hintertür zu einer Fortsetzung, einem Spin-Off: In „Power Play“ hat Mace Bishops Tochter Krista die Sicherheitsfirma übernommen und arbeitet nun mit Tami Mongole zusammen, der sie einst eine Affäre mit ihrem Vater unterstellte. Eigentlich wollten sie sich auf die Bewachung von Frauen spezialisieren, aber […]

Über „Der Anruf“ von Olen Steinhauer

Ein Mann und eine Frau treffen sich in einem Restaurant. Vor Jahren waren sie ein Paar. Er wollte damals mit ihr zusammenziehen, sie hat ihn verlassen. Die reduzierte Ausgangssituation in Olen Steinhauers „Der Anruf“ klingt nach einem Liebesroman. Doch Henry und Celia haben einst als CIA-Agenten in Wien gearbeitet. Damals kam es zu einer Geiselnahme […]

Über „Die Toten schauen zu“ von Gerald Kersh

Am 27. Mai 1942 wurde in Prag Reinhard Heydrich durch ein Attentat so schwer verletzt, dass er acht Tage später verstarb. Heydrich war Chef des Reichssicherheitshauptamtes und damit maßgeblicher Organisator des Holocausts und seit September 1941 stellvertretender Reichsprotektor für Böhmen und Mähren. Einen Tag vor dem Begräbnis Heydrichs, am 9. Juni, wollte die NS-Führung ein […]

Krimi-Kritik: „Spielarten der Rache“ von Seamus Smyth

Diesem Buch „einfach den IRISH NOIR Stempel aufzudrücken“ sei Frank Nowatzki und seinem Pulp Master Verlag „zu platt“. Das steht in dem Begleitschreiben, das meinem Leseexemplar von „Spielarten der Rache“ beigegeben war. Tatsächlich klingt aber zunächst alles sehr irisch an diesem Buch: Seamus Smyth wurde in Belfast geboren – und erzählt die Geschichte von Red […]

Krimi-Kritik: „Cutter und Bone“ von Newton Thornburg

Richard Bone ist ein Mann, der sich seiner eigenen Stärken und Schwächen sehr bewusst ist, deshalb weiß er, dass er mühelos Frauen ins Bett bekommt, aber an den meisten interessiert ihn lediglich das Geld. Also verbringt er einige Nächte mit ihnen, lässt sich aushalten und kehrt dann auf das Sofa in Alex Cutters Haus zurück, […]

Shots – Juli/August 2015

Margos Spuren Seit sie in das Nachbarhaus gezogen ist, ist Quentin in Margo verliebt. Als Kinder waren sie befreundet, doch nun ist aus Margo das coolste Mädchen der Highschool geworden und Quentin hängt mit seinen Freunden im Musikraum ab. Dann sucht sie ihn eines Nachts unerwartet in seinem Zimmer auf und für Quentin beginnt die […]

Krimi-Kritik: „Ausbruch“ von Dominique Manotti

(c) Argument Ariadne

Zu den Aufgaben des Häftlings Filippo Zuliani gehört das Reinigen des Raums, in dem die Müllcontainer des Gefängnisses stehen. Dann sind eines Tages nicht nur die Container nicht geleert, sondern er sieht auch, dass sein einziger Freund, der politische Gefangene Carlos, sich in den Containern versteckt, um auf diese Weise zu fliehen. Kurz überlegt Filippo, […]

Krimi-Kritik: „Ein Licht im Zimmer“ von Matthias Wittekindt

Merkwürdige Dinge geschehen in der kleinen Hafenstadt Bauge in der Bretagne: Ein abgetrenntes Bein wird gefunden, später wird eine Frau im Park überfallen. Für die Anwohner stehen schnell die Chinesen als Verdächtige fest, die an der Küste das verhasste Strömungskraftwerk bauen. Und da die Leiterin des Reviers gerade in einer psychiatrischen Klinik behandelt und eine […]

Krimi-Kritik: „Freakshow“ von Jörg Juretzka

Eigentlich hat Kryszinski mehr als genug zu tun: Er will den flüchtigen Kindervergewaltiger Benjamin Peelaert aufspüren, einen Bugatti finden, seinen Hund Struppi aus einer Klinik freikaufen und herausfinden, warum er den sprachgestörten Alfred, bekannt aus „Fallera“, in einem Waldstück zwischen Mülheim und Duisburg völlig verstört aufsammeln musste. Eigentlich sehnt er sich deshalb nach „einem Bier, […]