Archiv des Monats: Januar 2012

Martin Scorseses Verfilmung von “Die Entdeckung des Hugo Cabret”

(c) Paramount Pictures

Der 12-jährige Hugo (Asa Butterfield) lebt nach dem Tod seines Vaters (Jude Law) in den Gemäuern eines Pariser Bahnhofs. Seine einzigen Erinnerungsstücke sind ein Notizbuch und ein kaputter Roboter. Hugo ist überzeugt, dass sich im Inneren des Automatenmenschen eine Nachricht seines Vaters verbirgt. Eines Tages begegnet er der neugierigen Isabelle (Chloe Grace Moretz), die ihm erst aus der Klemme hilft – und den Schlüssel zu einem Geheimnis bei sich trägt, dass das Leben vieler Menschen verändern wird.

Mit seiner Verfilmung von Brian Selznicks „Die Entdeckung des Hugo Cabret“ erweist Martin Scorsese dem Filmpionier Georges Méliès seine Referenz und schlägt einen Bogen von den frühen Jahren des Filmeschaffens zur Entwicklung der 3D-Technik. Dabei kreiert er mitunter zauberhafte Bilder, die aber auch nicht vollends darüber hinwegtäuschen können, dass der Geschichte bei aller technischen Perfektion ein wenig das Herz fehlt.

Der Film läuft am 2. Februar 2012 in den deutschen Kinos an.

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“The Artist” – Trailer und Starttermin

"The Artist" (c) Delphi Film

Die charmante Stummfilm-Hommage von Regisseur und Drehbuchautor Michel Hazanavicus läuft am 26. Januar 2012 in den deutschen Kinos an – und ist unbedingt sehenswert. Der Film erzäht von dem Stummfilmstar George Valentin (Jean Dujardin), der auf dem Höhepunkt seiner Karriere steht. Das Publikum feiert und die Frauen lieben ihn. Zufällig begegnet er der Statistin Peppy Miller (Bérénice Bejo) und verschafft ihr eine Rolle in seinem Film. Und während ihre Karriere mit dem Aufkommen des Tonfilms steil bergauf geht, hat George den Zenit überschritten …

“The Artist” verzaubert und erinnert an die Magie des Kinos. Außerdem zählt der französische Film spätestens seit dem Gewinn des Golden Globes als beste Komödie zu den großen Favoriten bei der Oscarverleihung am 26. Februar 2012. Meine ausführliche Kritik ist bei spielfilm.de zu lesen.

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Oscar 2012 – „Pina“ ist unter den letzten neun Filmen für den Auslandsoscar

©A.M.P.A.S.

Heute hat die Academy of Motion Pictures Arts and Science bekanntgegeben, welche neun Filme es auf die Shortlist in der Kategorie des besten fremdsprachigen Films schaffen. Erwartungsgemäß ist der iranische Film „Nadar und Simin – Eine Trennung“ unter den letzten neun Kategorien, auch Wim Wenders „Pina“ hat den Sprung geschafft. Überraschend sind aber einige der favorisierten Filme nicht mehr dabei. Dazu zählt der finnische Beitrag „Le Havre“, aber auch „Where Do We Go Now?“ aus dem Libanon. Dafür hat sich tatsächlich das Gerücht bestätigt, dass die dänische Komödie „Superclásico“ bei dem Komitee aus einigen hundert Freiwilligen, die sich alle 63 Kandidaten in den letzten drei Monaten angesehen hat, gut angekommen ist. Diese Gruppierung hat sechs der neun Filme ausgewählt, die verbleibenden drei Plätze hat das Academy’s Foreign Language Film Award Executive Committee besetzt. Nun werden am Freitag, Samstag und Sonntag zwei Komitees – 20 Personen in Los Angeles, 10 Personen in New York – alle neun Filme ansehen und daraus die fünf Filme auswählen, die am 25. Januar offiziell für den Oscar nominiert werden.

Die neun Filme auf der Shortlist sind: Weiterlesen

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BAFTA 2012 – Die Nominierungen

(c) BAFTA

Einen Tag nach der Verleihung der Golden Globes hat die British Academy of Film and Television Arts die Nominierungen für die Orange British Academy Film Awards (BAFTA) bekanntgegeben. Mit 12 Nominierungen führt „The Artist“ die Liste an, dahinter folgen „Tinker Tailor Soldier Spy“ mit elf und „Hugo“ mit neun Nominierungen. „My Week with Marilyn“ wurde sechsmal, „The Help“ und „War Horse“ wurden jeweils fünfmal nominiert. Persönlich freue ich mich über die Nominierungen für „Drive“, wenngleich ich nicht nachvollziehen kann, warum Carey Mulligan, aber nicht Ryan Gosling nominiert wurde. Außerdem hat auch Gary Oldman für „Tinker Tailor Soldier Spy“ die erhoffte Nominierung bekommen, der meines Erachtens bisher zu wenig Aufmerksamkeit bei den nordamerikanischen Preisen erhalten hat.

Die Nominierungen im Überblick: Weiterlesen

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Golden Globes 2012 – Erwartete Gewinner und ein zahmer Ricky Gervais

Ricky Gervais (c) HFPA

Was war nur mit Ricky Gervais los? Noch im letzten Jahr habe ich mich köstlich über seine Moderationen und Einlagen amüsiert – aber nun bin ich froh, dass ich die Verleihung nicht live gesehen, sondern aufgezeichnet habe. Anstatt bissiger Witze über die Anwesenden bewegte er sich mit Kommentaren zu Kim Kardashian und Justin Bieber auf der sicheren Seite, lediglich bei der Anmoderation von Colin Firth, (Ricky Gervais: “What you don’t know about him is he’s very racist. Very, I mean, really nasty stuff.” und “I’ve also seen him punch a little blind kitten“. “Please welcome the evil Colin Firth!”), die von dem SChauspieler souverän gekontert wurde (“some very angry religious people outside with big placards threatening us all with brimstone and pestilence and perdition for our sins”.”What they don’t realise is – we have Ricky”), zeigte er ein wenig von seiner Form aus dem letzten Jahr und ließ Bissigkeit vermissen. Dadurch wurde die Show recht langweilig, zumal fast ausschließlich die Favoriten gewonnen haben. Bei den Dankesreden, zeige Jean Dujardin – ausgezeichnet als bester Komödien-Hauptdarsteller für „The Artist“ – eine sehenswerte Hommage an Douglas Fairbanks, und bewies Meryl Streep ein enormes Namensgedächtnis. Auch die Bromance zwischen George Clooney und Brad Pitt war nett inszeniert:  Weiterlesen

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Critics Choice Awards 2012 – „The Artist“ und „The Help“ sind die Gewinner des Abends

(c) BFCS

Zum 17. Mal haben die 250 Mitglieder der Broadcast Film Critics Association (BFCA) die Critics Choice Awards vergeben – und „The Artist“ ist mit vier Auszeichnungen, darunter als bester Film und für die beste Regie, der große Gewinner. Außerdem heißt die Gewinnerin der Kategorie der besten Schauspielerin nicht Meryl Streep oder Michelle Williams, sondern Viola Davis. Sie wurde ebenso wie ihre Kollegin Octavia Spencer für „The Help“ ausgezeichnet. Nachdem er sieben Mal leer ausgegangen ist, wurde auch George Clooney gestern Abend erstmals mit einen Critics Choice Award geehrt. Er erhielt den Preis als bester Hauptdarsteller für „The Descendants“. Bester Nebendarsteller wurde Christoph Plummer für seine Rolle in „Beginners“. Und immerhin einen Preis gab es auch für „Drive“. Als bester Actionfilm – nun ja … Weiterlesen

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Rooney Mara oder Noomi Rapace – Wer ist die bessere Lisbeth Salander?

Lisbeth Salander (Noomi Rapace) (c) Yellowbird, Photo by Knut Koivisto

Meine Annäherung an Stieg Larssons „Milleniums“-Trilogie und damit auch an Lisbeth Salander begann nicht mit den Büchern, sondern mit der schwedischen Verfilmung von „Verblendung“ von Niels Arden Oplev. Der Film war recht spannend, wenngleich der Täter recht vorhersehbar war (was vielleicht auch an der prominenten Besetzung lag). Aber es war die Figur der Lisbeth Salander, die den Film für mich besonders machte. Sie ist eine schwierige Protagonistin, eine neue Art Heldin, vorzüglich gespielt von Noomi Rapace. Beim ersten Sehen des Films gab es für mich keine Einschätzung, wie nah oder authentisch sie an der literarischen Figur war. Sie war schlichtweg als Charakter in dem Film überzeugend.

Rooney Mara als Lisbeth Salander (c) Sony Pictures Releasing GmbH

Nun habe ich David Finchers Verfilmung von „Verblendung“ gesehen. Und um allen Missverständnissen vorzubeugen: Mir hat der Film gefallen, auch wenn ich glaube, dass Zuschauer, die den schwedischen Film nicht kennen, ihn vermutlich noch besser finden. Aber David Fincher ist ein zu guter und mittlerweile auch zu erfahrener Regisseur, um diesem Stoff nicht gerecht zu werden – und Steven Zillian ist ein hervorragender Drehbuchautor. Vieles ist gelungen: der Vorspann beispielsweise, die konsequente verwaschene Ästhetik und auch Rooney Mara spielt Lisbeth Salander für mich überraschend überzeugend. Allerdings ist sie verletzlicher und zerbrechlicher als in der schwedischen Verfilmung – und auch schwächer. Dieser Eindruck und die gerade in amerikanischen Kritiken häufig wiederholte Behauptung, Finchers Adaption und insbesondere Maras Interpretation seien viel näher an der literarischen Vorlage, ließen mich neugierig werden. Also beschloss ich, doch das Buch zu lesen und auch den schwedischen Film noch einmal zu sehen. Im Zentrum stand dabei die Frage:

Wer ist die bessere Lisbeth Salander: Noomi Rapace oder Rooney Mara? Weiterlesen

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